RBB-Video zum Abriss-Stopp Habersaathstraße 40-48 und der weite Weg, der noch zu gehen ist // #Mieterproteste #IGHAB @HeimatNeue #Mietenwahnsinn #Mitte #Berlin #Gentrifizierung #Gemeinwohl #Habersaathstraße #TheoDiekmann #Diekmann #Mieterecho #LisaPaus #wemgehoertberlin

2018-06-24 Medienspiegel

Medienspiegel 125/ Serie „Mieter!“

Wir ergänzen mit diesem Beitrag unseren gestrigen Artikel zu „Mitte stoppt Abriss von preiswerten Wohnungen.

Mittlerweile gibt es auch vom RBB einen Bericht über den Stand der Sache:

Wir wollen zugunsten von Theo Diekmann, zugunsten der IG HAB, zugunsten aller verbliebener Mieter_innen in den Häusern Habersaathstraße 40-48  und aller von Gentrifizierung bedrohter Menschen in der Stadt hoffen, dass a.) der Bezirk mit seiner Prüfung bald fertig ist und für den Erhalt der Häuser entscheidet und b.) dass es vor Gericht klappt, die Kündigungen durch die „Arcadia“ zu kippen.

Auch im Video zeigt sich wieder, dass diese Häuser erhaltenswert sind. Bis auf einige Verwitterungsspuren ist nichts zu sehen, was sie von Neubauten wesentlich unterscheidet – außer dem Stil natürlich, aber es ist offensichtlich, dass vor einigen Jahren schon renoviert wurde.

„Nach dem verschärften Zweckentfremdungsgesetz, das seit April 2018 gilt, dürfen Wohnungen nur noch abgerissen werden, wenn Ersatzwohnraum zur Verfügung gestellt wird, in dem die Mieten für einen durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmerhaushalt aufzubringen sind“, heißt es im RBB-Bericht.

Auch in dieser Formulierung fehlt mir noch die eine oder andere soziale Komponente, aber es gibt ja viele weitere Regelungen, die mit dem ZweckentfremdungsG dann hoffentlich kombinierbar sind.

In dieser zentralen Lage Berlins und grundsätzlich innerhalb des gesamten S-Bahn-Rings würden niemals wieder Wohnungen entstehen, deren Mieten von einem „durchschnittlich verdienenenden Arbeitnehmerhaushalt“ aufgebracht werden könnten, wenn man die Privatinvestoren weiter ungehindert zweckmäßige, in diesem Fall gerade 35 Jahre alte Häuser abreißen und stattdessen Fantasiepreisobjekte bauen lassen würde.

Den Hashtag #wemghoertberlin finde ich sehr schön, erinnert mich an „Kuhle Wampe oder wem gehört die Welt?“ Die Frage war, als der Film enstand, offener als heute, aber das ist kein Grund, sie nicht erneut zu stellen und dafür einzutreten, dass es am Ende heißt: uns allen! Der Film klingt mit dem Solidaritätslied „Vorwärts, und nicht vergessen“ von Hanns Eisler aus. Das ist für Linke, die noch diese Traditionen auf dem Schirm haben. Aus der Wikipedia zum Arbeiterfilm von Slatan Dudow, der 1930 nur in einer gekürzten Fassung aufgeführt werden durfte:

„Ebenso legten die Zensoren Wert darauf, dass eine Szene gestrichen wird, in der dazu aufgefordert wird, Wohnungsräumungen durch kollektiven Widerstand der Arbeiter zu verhindern.“

Unsere Solidarität gilt heute einmal mehr den Kämpfern für den Erhalt der  Habersaathstraße 40-48.

Habe ich schon erwähnt, dass dort im Moment viele Wohnungen von Mieter_innen leerstehen, die dem Druck gewichen sind?

TH

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