Update 2: Die kleinen Haie von #HausundGrund fühlen sich in den Sozialen Medien ungerecht behandelt von #DWenteignen und anderen // #Tagesspiegel #correctiv_org @Mieterproteste @BGemeinwohl @HeimatNeue @Mieterproteste #Mietenwahnsinn #Berlin #DeutscheWohnen #Gentrifizierung #Vermieter #Umwandlung #Verdrängung #Milieuschutz #HaieundkleineFische #LieschenMüller #Immobilienhaie #Miethaie

2018-09-14 Social Media Hotspot

SMH 114-116 / Serie „Mieter!“

 Es gibt Neues von Haus und Grund in Berlin, über die wir hier bereits berichtet haben – weil deren Vorsitzender Carsten Brückner dem Tagesspiegel ein Interview gegeben hatte, das es in sich hatte.

Hier und hier kann man nachlesen, wie wir das Interview bewertet haben.

Zunächst aber der Grund für unser zweites Update zum Thema, ein Tweet von „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ von gestern:

Wie man sieht, hat Haus und Grund deshalb reagiert, weil die bekannte Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ auf dieses Interview angesprungen ist. Es gibt eine weitere Reaktion an den Tagesspiegel und andere Medien sowie einige Initiativen.

Man kann natürlich immer über jede Formulierung streiten – oder sagen wir, über die meisten Formulierungen -, aber einige andere Teile des Interviews sind ja nicht besser, wie etwa die Ansicht, dass Journalisten nicht die Aufgabe haben, Transparenz, in diesem Fall zugunsten der Mieter_innen, herzustellen.

Der gesamte Duktus strotzt vor Überheblichkeit und zeigt eine Gesinnung, die eher ständestaatlich als demokratisch ist. Vielleicht sollte Haus und Grund mal überlegen, von wem sie sich vertreten lassen, besonders in den Zeiten der herrschenden Wohnungsknappheit. Eine Entschuldigung lese ich aus der Reaktion von Haus und Grund übrigens nicht heraus. Hingegen tut der Verband alles, um sehr klare sozialdarwinistische Aussagen im Interview abzuschwächen und außerdem alles auf die Politik abzuwälzen:

Das ist nicht ganz falsch. Die Politik ist sehr wohl mitverantwortlich für das, was abgeht. Aber im Sinn von Haus und Grund, nicht umgekehrt: Die Politik treibt auf Bundes- bzw. europäischer Ebene die Immobilienpreise in sinnlose Höhen und die Mieten werden nachgezogen, so gut es eben geht. Die Stadtregierung von Berlin kann für diesen Groß-Fail nichts und dass sie nicht jedem Luxusappartement-Neubau zustimmt, der die Wohnungskrise nicht lösen kann, aber die Gentrifizierung vorantreibt, ist nicht zu beanstanden.

Wäre die Lage am Wohnungsmarkt nicht so angespannt, würde man einen Typ wie den Herrn Brückner vielleicht als zu vernachlässigende Stimme in der Kakophonie freidrehender Kapitalisten ansehen und aufpassen, dass man bei ihm nicht anmietet, aber gegenwärtig wirkt das, was Repräsentanten von Vermieter-Organisationen von sich geben, leider sehr bedrohlich auf die meisten Menschen in Berlin, wenn es sich so ausnimmt wie eben bei Herrn Brückner.

TH

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