Gefährliche Freundschaft – Tatort 277 // Vorschau Dienstag 04.12.2018 WDR 23:40 Uhr // #Tatort #TatortDüsseldorf #Düsseldorf #Flemming #Ballauf #Koch #Tatort277 #TatortGefährlicheFreundschaft

Titelfoto © WDR, H. Vogelmann

Die Generationen vereint und entzweit

Jetzt machen wir mal was Schlaues. Wir verweisen auf die vorausgehende Vorschau zu „Streng geheimer Auftrag“, der ebenfalls am 4.12.2018 wiederholt wird. Ballauf in Köln, Flemming in Düsseldorf, Ballauf als Leitender, Ballauf als Assi, Sie wissen schon.

Zwischen den beiden Tatorten liegen nur fünf Jahre, aber ganz offensichtlich ging in jener Zeit in Ruck durch Ballaufs Biografie. Es war aber nicht der heute übliche Rechtsruck, auch wenn er in Köln viel gesetzter und verantwortungsbewusster wirkte als ein paar Jahre zuvor und sein neuer Kumpel Freddy eher derjenige war, den man bremsen musste. Was von den stürmischen Jugendjahren übrig blieb? Ab und zu Beweismittel verschwinden lassen, unbefugt in Örtlichkeiten eindringen, immer im Sinn der Gerechtigkeit, die durch das Gesetz oder dessen Anwendung eh nie herzustellen ist.

In „Gefährliche Freundschaft“ hat es Flemming nicht nur mit seinem zum Glücksspiel und zu unvorschriftsmäßigem Diensthandeln neigenden Assistenten zu tun, sondern auch noch  mit seinem eigenen Sohn. Ob es da so empathisch auf dem Revier zugehen kann, wie man es in Düsseldorf häufiger sehen konnte? Nirgendwo im Tatortland hat es damals mehr gemenschelt als in Flemmings guter Kinderstube. Davon haben Ballauf und Schenk ja dann viel mit nach Köln genommen, aber doch eine ganz andere Note reingebracht, alles wurde stylischer und mehr gleichberechtigt.  Unser bereits geschildertes Aufzeichnungsdilemma wird uns nicht daran hindern, auch diesen Tatort anzuschauen und zu rezensieren. Innerhalb von fünf Monaten und zehn Tagen  haben wir in „Crimetime“ 160 Beiträge veröffentlicht. Das ist eine noch höhere Frequenz als beim Start des ursprünglichen Wahlberliners 2011 beim Feature „TatortAnthologie“, die es am Ende auf ca. 450 Rezensionen brachte. Aber wir werden ja auch älter, wer weiß, wie viel  Zeit noch bleibt, um dies Werk zu vollenden. Ja, die Zeit, die rennt sowas von. Auch dabei: Ivan Desny. Star der 1950er und dann des Neuen Deutschen Films. Lieblings-Gegenspieler von Kressin, dem Zollfahnder, dem ersten WDR-Ermittler ab 1971. Fast 50 Jahre ist das her und 25 Jahre  hat nun „Gefährliche Freundschaften“ auf dem Buckel oder sind ins Zelluloid eingebrannt – falls damals noch auf Zelluloid gefilmt wurde.

TH

Handlung

Erika Güstrow, eine gutsituerte Frau um die 60, wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Leiche entdeckt hat ihr Nachbar und Jugendfreund Johannes Wenzel.

Tatverdächtig ist der drogenabhängige Alexander Weckwerth, ein Enkel der Toten, denn Wenzel hatte beobachtet, wie er mit dem Videorecorder seiner Großmutter fluchtartig das Haus verließ. Flemming und seine Mitarbeiter haben Mühe, den Jungen zu finden; seitdem seine Eltern ihm Hausverbot erteilt haben, lebt er mal hier, mal da. Zu Flemmings großer Bestürzung stellt sich heraus, daß sein Sohn Ingo Kontakt zu Alexander hat und auch den gestohlenen Recorder für ihn aufhebt.

Ingo ist von der Unschuld seines Freundes überzeugt; indes – Alexander gesteht die Tat. Er widerruft sie aber, nachdem sein Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Alexander behauptet nun, daß Philip Weckwerth, der mit seiner Schwiegermutter Auseinandersetzungen geschäftlicher Art hatte, für die Tat verantwortlich sei. Er, Alexander, habe die Schuld auf sich genommen als Wiedergutmachung für den Kummer, den er seinen Eltern durch sein verpfuschtes Leben verursacht habe. Aber nun verliere sein Opfer jeden Sinn.

Flemming weiß nicht, was er glauben soll, bis Schönfelder, wie Wenzel ein guter Freund des Verblichenen, ins Spiel kommt und ein neues Licht auf die Ereignisse fällt.

Besetzung und Stab

Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Bernd Flemming – Martin Lüttge
Alexander Weckwerth – Sebastian Rudolph
Miriam Koch – Roswitha Schreiner
Wenzel – Rolf Illig
Ingo Flemming – Thomas Flach
Stella Weckwerth – Monika Schwarz
Schönfelder – Ivan Desny

Regie – Ulrich Stark
Musik – Birger Heymann
Szenenbild – Christoph Simons
Kamera – Manfred Ensinger
Buch – Wolfgang Mühlbauer

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