Vom Himmel hoch – Tatort 1074 / Vorschau Sonntag 09.12.2018 DAS ERSTE 20:15 Uhr // #Tatort #TatortLudwigshafen #Ludwigshafen #Odenthal #Stern #Tatort1074 #VomHimmelhoch

Titelfoto © SWR, Sabine Hackenberg

Zu früh, zu früh – da kommt doch noch was!

Von wem stammt dieser berühmte Ausspruch und in welchem Zusammenhang entstand er? Ja, wer das nicht verrät, ist heute wieder ein Schelm.

Im Grunde geht es gar nicht, einen Film, der sich auf ein Kirchen-Weihnachtslied bezieht, schon am 9. Dezember zu zeigen. es folgen doch noch zwei Advenssonntage, bevor das Lied seine Relevanz erhält. „Vom Himmel hoch, da komm ich her, ich bring euch gute neue M2019-04-15 Vom Himmel hoch, da komm ich herär“, so fängt es an.

Wobei man „Mär“ nicht unbedingt mit Märchen gleichsetzen sollte, zumindest hatte der Autor der Strophen dieses sehr bekannten Liedes nicht die Intention, die Botschaft als Märchen zu apostrophieren. Der Autor heißt Martin Luther und wir haben die erste Strophe von „Vom Himmel hoch“ abgebildet. Zum Mitsingen. Entweder währen des Tatorts heute Abend oder doch erst am 24.12. Hier gibt es weitere Informationen: Alle Strophen, die Entstehung, die Bedeutung des Songs.

29mal hatten wir nun schon Weihnachten und 29mal begann bald darauf ein neues Jahr, seit Lena Odenthal, dargestellt durch Ulrike, Folkerts, die Tatort-Bühne betrat. Kopper kam, Lisa Stern kam, Kopper ging, doch Lena blieb. Viele berühmte Teams kamen und gingen. Und so lange wie Lena ist niemand dabei. Gut möglich, dass Ulrike Folkerts weitermachen wird, bis sie tatsächlich das Dienstalter erreicht hat, in dem Beamte pensioniert werden – wenn überhaupt nichts dazwischenkommt, was eher selten ist. Acht Jahre sind es bis dahin noch. Odenthal ist trotz der längsten Dienstzeit nicht vorne, was die Zahl der gelösten Fälle angeht. „Vom Himmel hoch“ ist ihr 68. Fall, die Münchener Batic und Leitmayr, die zwei Jahre später starteten, kommen bereits auf 80 und die Jungspunde Ballauf und Schenk aus Köln, die erst seit 21 Jahren zusammen Dienst tun, haben Lena kürzlich überholt und stehen bei 71.

Odenthal hat auch ein Problem, das die beiden erwähnten anderen Langläufer-Teams nicht haben: Sie hat keinen „Achter“. Keinen Film, der in der maßgebenden Bewertungsstelle der Fans, dem Tatort-Fundus, auf einen Durchschnitt von 8,0/10 oder höher kommt. Und es gibt einige böse Ausrutscher, wenn es nach Meinung dieser Kenner der Reihe geht: Mehrere Tatorte liegen unter 4/10 oder nur knapp darüber. Wir überlegen, ob wir die „Cop-Kurven“ wieder einführen, die sichtbar machen, wie sich die Filme eines bestimmten Teams qualitativ entwickelt haben, um den Gründen nachzuspüren, warum Batic und Ballauf derzeit beim Publikum aufgrund aller Durchschnittswertungen zu allen ihren Fällen auf Platz 4 und 5 liegen, Odenthal aber nur auf Rang 14 von 22 Teams und warum ihre Tatorte im Schnitt 0,75 Punkte weniger bekommen als die der Kölner und der Münchener.

Einen Effekt, der bei Odenthal besonders stark ausgeprägt ist, können wir aber benennen, weil er uns in vielen ihrer Filme der letzten Jahre aufgefallen ist: Sie hatten  nicht das besondere Etwas, viele wirkten eher routinemäßig, vor allem die Drehbücher haben nicht überzeugt. Und im einen oder anderen Fall fielen auch die Schauspielleistungen auffallend schwach aus, die von Ulrike Folkerts nicht ausgenommen. Aber es gab auch Lichtblicke und wann, wenn nicht am zweiten Advent, sollte es einen weitern Lichtblick geben – in Form einer weiteren Kerze. Für Lena hätten wir uns aber gerade deshalb eher den vierten Advent als Ausstrahlungstermin für ihre Nummer 68 gewünscht. Ist jemand da, der 68 Kerzen am Weihnachtsbaum plant? Drohnen, die sich von besonder hellem Licht angezogen fühlen, könnten für unliebsame Überraschungen sorgen.

TH

Handlung

Dr. Steinfeld wird erschlagen in seiner Praxis gefunden. Der renommierte Psychiater war spezialisiert auf Kriegstraumata, unter seinen Patienten finden sich zivile Opfer von kriegerischen Auseinandersetzungen wie auch traumatisierte Militärangehörige der US Air Base in Ramstein. Menschen mit unterschiedlichsten Gewalterfahrungen, von denen sich einer möglicherweise gegen seinen Therapeuten gewandt hat.

Heather Miller zum Beispiel, die als „Screener“ im Drohnenkrieg eingesetzt war und heute Ordonnanzoffizier in Deutschland ist, weil sie Depressionen bekam. Vor allem aber fesselt der Fall von Mirhat Rojan Lena Odenthals Aufmerksamkeit: Der Kurde verlor bei einem amerikanischen Drohnenangriff im Irak seine beiden Kinder, lebt inzwischen bei seinem Bruder in Ludwigshafen und ist polizeibekannt, weil er mit öffentlichen Aktionen auf sein Schicksal aufmerksam machen wollte.

Die Rojans sind von der Bildfläche verschwunden, aber je intensiver Lena und Johanna sich mit den beiden beschäftigen, desto mehr konkretisiert sich der Verdacht, dass sie einen Drohnenanschlag planen: ein Attentat auf Jason O’Connor, Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, der gerade in Deutschland erwartet wird.

Besetzung und Stab 

Hauptkommissarin Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Ermittlerin Johanna Stern – Lisa Bitter
Kriminaltechniker Peter Becker – Peter Espeloer
Sekretärin Edith Keller – Annalena Schmidt
Oberstaatsanwalt Benninger – Max Tidof
Dr. Christa Dietrich – Beate Maes
Martin Rojan – Diego Wallraff
Mirhat Rojan – Cuco Wallraff
Heather Miller – Lena Drieschner
US-Staatssekretär Jason O’Connor – Peter Gilbert Cotton
General Peter Huffing – Jim Boeven
Dr. Hakan Özcan – Kailas Mahadevan
Ortspolizist Flörke – Stefan Ruppe
u.a.

Drehbuch – Tom Bohn
Regie – Tom Bohn
Kamera – Jürgen Carle
Schnitt – Isabelle Allgeier
Szenenbild – Andreas C. Schmid
Musik – Jan Kazda

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