#Corona 24: Verharren, Wendepunkt? #CoronaLage #COVID19 #COVID2019 #COVID19de #COVIDー19 #Coronavirus #CoronavirusDE #coronavirusdeutschland #Covid_19

Im Rahmen der Auffächerung unserer Beiträge zur Corona-Krise in mehrere Rubriken ist „Lage“ der Fortsetzungsbeitrag zu #Corona 20 und beschreibt die Lageentwicklung vom 27. bis 30. März 2020 bzw. 31. März, 12 Uhr mittags.

  • Innerhalb von vier Tagen hat sich die Zahl der weltweit gemeldeten Infektionen von ca. 470.000 auf 781.000 erhöht, die Zahl der Todesfälle stieg von ca. 24.000 auf ca. 38.000 an, am 30. März wurde ein neuer Tages-Höchststand von 3.703 erreicht, das sind ca. 500 Todefälle mehr, als China, das Land der „ersten Phase“, insgesamt zu verzeichnen hat. Die Zahl der erkannten Neuerkrankungen stabilisierten sich in den letzten Tagen bei ca. 60.000 – der prozentuale Zuwachs ist also deutlich rückläufig.
Quelle aller Grafiken: Worldometer
  • Mittlerweile sind die USA das Land mit den höchsten Infektionszahlen (ca. 164.000), auch Italien hat China vor wenigen Tagen überholt (ca. 102.000 / ca. 82.000), Spanien liegt mit ca. 94.000 Fällen nur knapp dahinter (ca. 88.000, am 31.03. ca. 94.000).
  • Einerseits ist in einigen Ländern, in denen die Corona-Krise am dramatischsten ist, eine Abflachung der Erhöhung bei neuen Fallzahlen eingetreten, teilweise halten sich die gemeldeten Neuerkrankungen seit mehreren Tagen auf nahezu gleichem Niveau, andererseits sinken die Todesfallraten nicht, Italien und Spanien verzeichnen jeweils ca. 700 bis ca. 900 Todesfälle pro Tag.
  • In Deutschland ist die Lage auf hohem Niveau stabil, in den letzten beiden Tagen ging die Zahl der Neuerkrankungen deutlich zurück. Den Rückgang am Sonntag hielten wir noch für typisch für einen Wochenendtag, aber auch gestern gab es nur etwas mehr al 4.000 Neumeldungen, was für die weltweiten Zahlen gilt, trifft also verstärkt auf Deutschland zu – die Zahl der Neuinfektionen nimmt vor allem prozentual ab.
  • Nun steigt nun auch die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf etwa 100 pro Tag, mit einem leichten Rückgang gestern, liegt allerdings noch weit hinter der anderer europäischer Länder ähnlicher Größenordnung zurück:
  • Die Bundesländer mit den höchsten Fallzahlen sind derzeit Nordrhein-Westfalen (ca. 15.000) und Bayern (ca. 14.800).
  • In Berlin waren am 30.03., Stand 18 Uhr, 2.581 Fälle gemeldet und 13 Todesfälle. Auffällig ist die Zahl der als genesen Ausgewiesenen (1.055), die in Relation zu den Gesamtfallzahlen weitaus höher liegt als im Bundesdurchschnitt. Diese Menschen und alle anderen, die bereits immun sind gegen Corona sind, könnten enorm wichtig für die Aufrechterhaltung des städtischen Lebens werden. So viele Menschen wie möglich auf Antikörper zu testen und die Genesenen gezielt anzufragen, wenn sie derzeit keine systemrelevanten Tätigkeiten ausüben und besonders dann, wenn ihre Arbeitsplätze ihnen derzeit nicht zur Verfügung stehen, ob sie etwas zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur beitragen möchten, ist sicher keine schlechte Idee.
  • Unser Wohnbezirk liegt mit 257 Fällen und einer Inzidenz von 731 Fällen pro eine Million Einwohner (umgerechnet auf die Weltzahlen, für Berlin weist der Senat die Fälle pro 100.000 Einwohner aus) auf jeweils mittlerem Niveau, hier die Zahlen für Berlin.

Ob die gegenwärtigen Zahlen darauf hindeuten, dass der Höhepunkt der Krise erreicht ist, können wir natürlich nicht sagen, es sieht in den „Hotspots“, den europäischen Ländern, derzeit so aus und wird auch nicht durch höhere Zahlen in anderen Weltgegenden „ausgeglichen“, denen man ein hohes Corona-Potenzial zurechnet (Südamerika, Afrika), wo die Zahlen aber derzeit eher langsam ansteigen.

Anmerkung

Wir wurden gefragt, warum wir die Zahlen der Plattform „Worldometer“ und nicht diejenigen der John-Hopkins-Universität verwenden, die häufig zitiert werden und in sytlischem Dunkelgrau-Hintergrund daherkommen. Der Grund ist einfach: Worldometer ist schneller. Die Zahlen liegen meist regelmäßig höher als bei der John-Hopkins-Universität – nicht, weil sie auf anderer Datengrundlage erstellt werden, sondern, weil die Implementierung offenbar ohne wesentliche Zeitverzögerung geschieht. Außerdem gibt Worldometer alle Quellen an, die verwendet werden, um die Zahlen zu generieren.

Hier ein Beispiel von gestern gegen Mittag, der Screenshot von Worldometer wurde einige Sekunden vor dem der entsprechenden Seite der John-Hopkins-Universität erstellt.

Außerdem werden die Daten umfangreicher für die Öffentlichkeit aufgearbeitet, unter anderem mit den Grafiken, die wir hier hin und wieder abbilden.

TH

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