„Der Palast“: Uli Edel inszeniert TV-Event auf der größten Bühne der Welt | Filmfest Vorschau | Ab 03.01.2022 ZDF | #Friedrichstadtpalast #DDR #BRD

Filmfest zu Hause Vorschau – Titelfoto © ZDF, Julia Terjung

Liebe Leser:innen,

nach einiger Zeit möchten wir Ihnen wieder ein TV-Event der besonderen Art empfehlen: „Der Palast“ ist ein deutsch-deutscher Geschichte, in dem der noch immer existierende Friedrichstadtpalast eine wichtige Rolle spielt:

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Als das „Las Vegas des Ostens“ wurde der Berliner Friedrichstadt-Palast zu Zeiten des Kalten Krieges weltberühmt. Nun steht das Revuetheater der Superlative erstmals im Zentrum einer fiktionalen Serie: Der international bekannte und erfolgreiche Regisseur Uli Edel (Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Das Adlon, Letzte Ausfahrt Brooklyn) inszenierte nach den Drehbüchern von Rodica Doehnert (Das Adlon, Das Sacher, Ein Schnupfen hätte auch gereicht), die auch als Creative Producerin fungierte.

Es geht um die schicksalhafte Begegnung der Zwillingsschwestern Chris und Marlene, die sich Ende der 80er Jahre das erste Mal im Leben gegenüberstehen – die eine lebt im sozialistischen Osten, die andere im kapitalistischen Westen. Die Begegnung weckt Träume, Wünsche, Hoffnungen und die Sehnsucht nach einem Leben jenseits aller inneren und äußeren Mauern.Die sechsteilige Serie DER PALAST wird am 3., 4. und 5. Januar 2022jeweils um 20.15 Uhr als Event-Dreiteiler im ZDF und zeitgleich im ORF ausgestrahlt. Ab dem 27. Dezember sind die sechs Folgen bereits in der Mediathek zu sehen. Begleitend zur Serie zeigt das ZDF eine Dokumentation rund um das Berliner Revue-Theater. Parallel zur Ausstrahlung erscheint der von Rodica Doehnert geschriebene Roman „Der Palast“.

Im prominenten Cast ist Svenja Jung in der anspruchsvollen Doppelrolle der Zwillingsschwestern Chris und Marlene zu sehen, an ihrer Seite spielen u.a. Anja Kling, Heino Ferch, Friedrich von Thun, Inka Friedrich, Ursula Werner, Hermann Beyer, Jeanette Hain, August Wittgenstein, Hannes Wegener, Luise Befort, Annabella Zetsch, Alina Levshin und Daniel Donskoy.

Berlin November 1988: Noch liegt die DDR im politischen Dornröschenschlaf. Die Hauptstadt bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Republik vor. Im Friedrichstadt-Palast wird die große Geburtstags-Show einstudiert. Chris, Tänzerin im Ensemble, bekommt die langersehnte Chance, ihr erstes eigenes Solo zu tanzen. Ausgerechnet in diesen aufregenden Stunden, die ihrer beruflichen Laufbahn eine entscheidende Wendung geben könnten, passiert etwas Unerwartetes: Chris steht ihrer Doppelgängerin gegenüber: Marlene ist ihre bis dahin vollkommen unbekannte Zwillingsschwester aus dem Westen.

Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prallen aufeinander: Hier das glitzernde Showbiz des Friedrichstadt-Palastes, der sozialistische Osten und die gemeinsame Mutter, dort das bodenständig-konservative Familienunternehmen, der kapitalistische Westen und der Vater. Wie wäre das Leben wohl verlaufen, wenn Chris und Marlene den Platz der jeweils anderen eingenommen hätten? Die beiden Schwestern tauschen kurzerhand ihre Rollen und tauchen ein in das Leben der anderen, verwirren und täuschen ihre Familien, ihre Kollegen und Freunde, gelangen dabei an ihre emotionalen Grenzen, gehen unter den politischen Gegebenheiten ein enormes Risiko ein und haben doch auch bei diesem Abenteuer den größten Spaß.

DER PALAST ist eine Produktion der Constantin Television in Zusammenarbeit mit dem ZDF. Produzenten sind Kathrin Bullemer und Rüdiger Böss, Creative Producer ist Fritz Wildfeuer und Executive Producer Oliver Berben. Frank Zervos, Matthias Pfeifer, Ronja Reitzig und Günther van Endert zeichnen im ZDF verantwortlich. Den Weltvertrieb übernimmt Global Screen – A brand of Telepool. Regie übernahm Uli Edel nach den Drehbüchern von Rodica Doehnert. Die Kamera führte Hannes Hubach. Für die Ausstattung zeigte sich Jerome Latour verantwortlich, für Kostüm Anke Baier.

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Klingt ein wenig nach „Das doppelte Lottchen“ für Erwachsene und mit deutsch-deutscher Geschichte. Doppelgänger:innen-Filme haben immer ihren eigenen Reiz und auch ihre eigenen Fallstricke. Die beiden deutschen Staaten waren alles andere als politische Zwillinge, eine Sozialisierung im einen oder im anderen dieser Staaten hatte erhebliche Auswirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung, wie sich auch mehr als 30 Jahre nach der Wende und über Generationen hinweg beobachten lässt. Nachdem wir uns in den Jahren seit 2019 intensiver mit der DDR-Alltagskultur befasst haben, wissen wir zwar, dass aktuelle Film- und Fernsehproduktionen sie niemals so authentisch spiegeln können, wie es in Werken der Fall war, die während des Bestehens der DDR in der DDR entstanden sind, aber der Friedrichstadtpalast ist ohnehin nicht „die Alltagskultur“, sondern ragte über sie hinaus und ganz sicher wird der Film daher auch eine tolle Bildershow für alle Freunde des Varietés, aber auch des Film- und Tanzmusicals sein. Wir haben dieses Genre von Beginn an geliebt und freuen uns auf den Start ins neue Jahr mit „Der Palast“.

TH

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