Lexikon des #Mietenwahnsinn|s

Liebe Leser*innen, wir haben uns kurzfristig entschlossen, um ein lange geplantes Projekt zu verwirklichen. Es ist auf dieser Seite zu sehen.

Ursprünglich wollten wir hier eine Subpräsenz zeigen, die sich mit Fake News und Wahrheiten aller Art befasst, aber wir halten die Konzentration auf ein Kernthema für wichtiger, das uns besonders am Herzen liegt und das zu wenig systematisch aufbereitet wird: Den Häuserkämpfen, dem Ringen um eine sozialere Wohnraumbewirtschaftung – mit dem Schwerpunkt auf Vorgängen in Berlin. Doch wir blicken auch über unsere Stadt hinaus. Drei Jahre und drei Tage nach dem Start des Wahlberliners und etwa 33 Monate nach dem Einstieg in diesen Gegenstand finden wir, es ist an der Zeit, ihn systematisch aufzubereiten. Wir denken derzeit über eine „Extended Version“ des Lexikons nach, die in Form von PDFs oder / und E-Books aufbereitet und Themen vertieft besprechen wird.

Die sozialen Verwerfungen, die insbesondere durch eine fehlgeleitete Wohnungspolitik seit der Aufgabe der Gemeinnützigkeit im Jahr 1990 entstanden sind, werden derzeit durch viele politisch gewollte Faktoren massiv verschärft und haben in Berlin zur Erfindung des Schlagworts „Mietenwahnsinn“ geführt. Der Kampf gegen diesen Mietenwahnsinn ist längst zum Symbol für alle sozialen Kämpfe geworden, weil er von all diesen Kämpfen am meisten sichtbar ist. Wenn es um soziale, nicht um gesellschaftspolitische Belange geht, kommt es nur bei der Wohnungspolitik zu Konfrontationen, die sich in zahlreichen deutlich sichtbaren zivilgesellschaftlichen Aktionen ausdrücken. Insofern nimmt dieser Kampf auch eine Stellvertreterstellung ein und deshalb wird er von so vielen Seiten kommentiert, auch von welchen, die sich nicht zentral mit dem Thema Wohnen befassen.

Um eine gewisse Übersicht zu gewährleisten, verlinken wir nicht nur eigene Texte, sondern auch das, was Dritte, insbesondere Betroffene vom Mietenwahnsinn, veröffentlicht haben. Manchmal sichern wir auch wichtige Äußerungen so, dass sie nicht in den Weiten des Netzes verloren gehen können.

Dass wir bezüglich der Wohnthematik nicht neutral sind, sondern auf der Seite unserer Klasse, der einfachen Menschen und speziell der Mietenden stehen, wissen die meisten unserer Leser:innen. Diese Haltung bestimmt die Ausrichtung dieser Seite, die nicht nur auf Fakten, sondern auch auf Kommentaren aufbaut. Wir erstellen derzeit ebenfalls ein Gesamtartikelverzeichnis für den Wahlberliner, das über 4.000 Positionen beinhalten wird, wenn es fertig ist. Im Zusammenhang mit dieser lexikalischen Seite wird es uns etwa zum Jahreswechsel 2021/22 erlauben, Vorgänge für Sie, liebe Leser:innen, denn um den Service für Sie geht es, so darzustellen, dass Sie die Zusammenhänge ebenso in den Blick nehmen können wie wir das seit fast drei Jahren tun.

Sie können sich anhand dieser Seite Gedanken über den Zustand unserer Gesellschaft machen, jenseits aller Versprechungen und Spins der Politik, die teilweise verdeckt, teilweise erstaunlich offen gegen die Interessen der Mehrheit und besonders der weniger begüterten Bevölkerung handelt. Wir werden uns also auch nicht um Themen wie Korruption und Lobbyismus herumwinden, denn die antidemokratische Einflussnahme der mächtigen Wirtschaft ist der Treibstoff für manche politische Entscheidung zulasten von uns, der Mehrheit.

Wir stellen dann auch heraus, wenn die Politik sich unseren Interessen zugeneigt gibt. In Berlin kommt das zuweilen vor. Doch unser Fokus liegt auf solidarischen Handlungsweisen, auf zivilgesellschaftlichem Engagement, das letztlich zu Formen von Selbstermächtigung führen kann, die nachhaltig sind und die Lebensqualität vieler Menschen erheblich zu steigern in der Lage ist.

Außerdem ist bei Kämpfen unweigerlich ein Aspekt zu beobachten, der dem Begriff eigen ist: Wurden sie gewonnen oder verloren oder entstand eine Pattsituation? Wie wichtig ist der Erfolg Einzelner oder kleiner Gruppen für die Geschichte dieser Kämpfe? Was ist daraus für die Zukunft zu lernen?

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dieser Seite des Wahlberliners oder, dass Sie Ihren Ärger in politische Entscheidungen oder gar in zivilgesellschaftliche Aktionen umsetzen, wenn Sie lesen, wie wenig bisher geschehen ist, um Mietende nachhaltig vor Verdrängung zu schützen. Unsere Artikel sind mit [DWB] gekennzeichnet, andere Quellen so gekennzeichnet, dass ihre Urheber auf den ersten Blick sichtbar sind.

Lexikon

D

Deutsche Wohnen & Co. enteignen. Volksbegehren zum Entscheid über die Enteignung von Großwohnkonzernen in Berlin. Deutsche Wohnen & Co Enteignen (@dwenteignen) / Twitter.

E

Enteignung –> „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ –> Buchstabe D.

V

Vergesellschaftung (als Enteignungsfolge) –> „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ –> Buchstabe D.
Volksbegehren, Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ –> Buchstabe D.