Zwielicht (Primal Fear, USA 1996) #Filmfest 895

Filmfest 895 Cinema

Zwielicht ist ein Thriller aus dem Jahr 1996 nach dem gleichnamigen Roman von William Diehl. Hauptdarsteller sind Richard Gere und Edward Norton.

Ich muss gleich vorausschicken, dass ich an diese Rezension mit einem ziemlichen Widerwillen herangehe, denn dieser wird sich unweigerlich auf die Bewertung des Films auswirken. Roger Ebert vergab 3,5/4, in der IMDb sind die Nutzer*innen mit 7,7/10 ebenfalls sehr gut dabei, sodass ich nachschauen musste, ob der Film nicht irgendwann einmal in der berühmten Top-250-Liste der IMDb gestanden hat. Damit wäre er in unsere Reihe „Konzept Top 250 der IMDb aller Zeiten“ einzugliedern gewesen. Warum ich weniger begeister bin, erläutere ich selbstverständlich in der -> Rezension.

Handlung (1)

Der Staranwalt und Strafverteidiger Martin Vail aus Chicago übernimmt pro bono einen neuen Klienten in seiner Stadt: Aaron Stampler. Der junge und schüchtern wirkende Messdiener, der aus Kentucky stammt, wurde blutverschmiert aufgegriffen und angeklagt, den katholischen Erzbischof von Chicago brutal ermordet zu haben. Die Anklage wird durch Vails frühere Geliebte, die Staatsanwältin Janet Venable, vertreten und durch die Leitung der Staatsanwaltschaft unter dem korrupten John Shaughnessy begleitet. Venable ist für die Chance sehr dankbar, da der Fall aus Sicht der Staatsanwaltschaft todsicher scheint. Shaughnessy verlangt von Venable, die Todesstrafe durchzusetzen.

Für Martin Vail ist die Frage nach Schuld oder Unschuld Nebensache, da er der Auffassung ist, dass jeder Angeklagte das Recht auf die beste Verteidigung hat, die möglich ist. So ist seine These, dass Aaron zwar im Raum gewesen sei (daher auch die Spuren am Tatort und an seiner Kleidung), er die Tat aber nicht begangen habe. Er sei ohnmächtig geworden. Vail stützt seine Verteidigung auf eine mögliche dritte im Raum anwesende Person sowie das fehlende Motiv von Stampler. Der Erzbischof hatte ihn quasi von der Straße geholt und war eine Art Vaterfigur für den Angeklagten. Vail findet bei Ermittlungen heraus, dass der Erzbischof einige hochpreisige Immobiliendeals verhindert hat und in Chicago nicht nur Freunde hat. Shaughnessy, der in die Immobiliendeals involviert ist, bedroht Vail indirekt und rät ihm davon ab, sich mit den Mächtigen der Stadt anzulegen.

Im Lauf der Verhandlung gelingt es dem Kanzleiteam von Martin Vail, ein Motiv des Angeklagten zu ermitteln: Auf einem Video ist zu sehen, wie der Bischof Aaron, seine Freundin und eine weitere Person, die letztlich auf das Video aufmerksam gemacht hat, zu sexuellen Handlungen zwingt.

Zudem findet Vail mit der engagierten Psychologin Dr. Molly Arrington heraus, dass Aaron offenbar eine gespaltene Persönlichkeit ist. Aarons zweites Ich, das sich Roy nennt und sehr selbstbewusst auftritt, soll die Tat begangen haben. Das erklärt den Gedächtnisverlust und die Tatnähe des Angeklagten. Doch Vail kann, wie im amerikanischen Strafprozesswesen üblich, seine Verteidigung nicht während des Prozesses auf einmal ändern und folglich nicht auf Schuldunfähigkeit durch Geisteskrankheit umstellen.

Obwohl das Video der Anklage ein Motiv liefert, lässt Vail die Aufzeichnung der zuständigen Staatsanwältin Venable zukommen, die das Band gegen den Willen des Oberstaatsanwalts, der den Ruf des Verstorbenen und der Kirche nicht beschädigen will, vor Gericht einbringt und damit das fehlende Motiv aufführt. Nachdem Vail Shaughnessy im Kreuzverhör bloßgestellt und seine Verwicklung in den Immobiliendeal angesprochen hat, flüstert Shaughnessys Assistent Staatsanwältin Venable zu, sie könne sich schon mal nach einem neuen Job umsehen.

Im Kreuzverhör mit dem Angeklagten greift Venable Stampler stark an und will ihn zu einem Geständnis drängen. Plötzlich tritt der von Vail erhoffte Effekt ein und aus Aaron wird Roy, der sogleich Venable brutal angreift. Damit ist die Geisteskrankheit des Angeklagten durch den Prozess selbst (und ohne eine Änderung der Verteidigungsstrategie durch Vail) bewiesen. Das Gericht erkennt Stamplers Schuldunfähigkeit an und weist ihn für eine Dauer von 30 Tagen in eine Psychiatrie ein, die entscheiden soll, ob Stampler in einer Anstalt festgehalten oder in die Freiheit entlassen werden soll. Alle Beteiligten gehen von Letzterem aus, da Stampler normalerweise keine Gefahr darstellt.

Im Abschiedsgespräch unter vier Augen mit seinem Verteidiger offenbart sich Stampler. Es stellt sich heraus, dass er nicht geistesgestört ist, sondern seine Persönlichkeitsspaltung nur vorgetäuscht hat. In Wirklichkeit gibt es keinen verstörten, schüchternen und stotternden Aaron, sondern nur den selbstsicheren Roy. Den Mord am Bischof beging er also vorsätzlich und schuldhaft. Am Ende gibt es fast nur Verlierer. Vails Vorsatz, die Frage nach der Schuld nie zu stellen, gerät ins Wanken, und die geschlagene Janet Venable verliert ihren Job. Vail steht niedergeschlagen im Gerichtssaal und verlässt das Gebäude.

Rezension

Diese lange Handlungsangabe hätte ich normalerweise wohl um einen oder zwei Absätze gekürzt wiedergegeben, aber der Twist am Ende hat eben auch über meine Gesamtwahrnehmung des Films entschieden.

Schon klar, der Begriff „Multiple Persönlichkeit“ wurde während der 1990er etwas arg breitgetreten, aber es handelt sich nach heutiger Definition um dieses Phänomen mit entsprechender Diagnose:

Die dissoziative Identitätsstörung (DIS) (nach DSM-5 und ICD-11) ist dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Persönlichkeitszustände (dissoziative Identitäten) abwechselnd die Kontrolle über das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen übernehmen.[1][2][3] Diese Identitäten verfügen über eigene Charaktereigenschaften, Verhaltensweisen, Fähigkeiten, Wahrnehmungs- und Denkmuster.[1][2][3] Zusätzlich treten Erinnerungslücken zu Ereignissen oder persönlichen Informationen auf, die nicht mehr durch gewöhnliche Vergesslichkeit erklärbar sind.[1][2][3] Das früher als multiple Persönlichkeit(sstörung) (MP/MPS) bekannte Zustandsbild ist nicht zu verwechseln mit Persönlichkeitsstörungen oder psychotischen Störungen (siehe Abschnitt Klassifikation),[2][4][5] und wird in der Regel von weiteren psychischen Symptomen begleitet.[1] Als Ursache werden Abweichungen von der typischen Gehirnentwicklung aufgrund extrem traumatischer Erlebnisse während der frühen Kindheit vermutet.[6] Entsprechende funktionelle und anatomische Veränderungen im Gehirn sind bei Betroffenen in ihrem Erwachsenenalter inzwischen vielfach durch statistische Auswertungen nachgewiesen worden.

Im Grunde macht der Film sich darüber lustig und bestätigt all jene, die anzweifeln, dass es so etwas geben kann und natürlich alle, die generell psychische Erkrankungen als gefakt ansehen. Das sind im Land der Trumpists, die m. E. in Teilen nicht ganz richtig ticken, eine ganze Menge von Personen, die gute Gründe dazu haben. Im deutschen Fernsehen werden Psycholog*innen häufig als Deppen dargestellt, die auch einfachste Anzeichen dafür nicht erkennen, dass Menschen psychische Erkrankungen nur spielen; wahlweise deren Gefährlichkeit nicht erkennen, Gefangene unbegleitet auf Freigang schicken, wenn sie in Sicherungverwahrung anstatt Gefängnis untergebracht sind, nach einem Kapitalverbrechen. Sie begehen ohne Aufsicht umgehend neue Verbrechen, gerne Sexualverbrechen, weil diese besonders gruselig sind und bei ganz vielen, die so etwas ja nie selbst tun würden, niedrigste Instinkte freisetzen. Wie zum Beispiel den, über andere zu richten, obwohl man dazu weder die Kompetenz noch die Kapazität hat. Wir können wirklich froh sein, dass unter den Bedingungen, die mittlerweile auch bei uns herrschen, die Todesstrafe nicht wieder eingeführt worden ist. In Frankreich hat sich jüngst eine Mehrheit dafür ausgesprochen, die allgemeine Verrohung sogenannter Kulturvölker schreitet voran.

Die Todesstrafe spielt natürlich auch in „Zwielicht“ eine wichtige Rolle, denn angesichts des grausigen Mordes an einem Kirchenfürsten soll die Staatsanwaltschaft auf sie plädieren. Was dadurch, dass die Verteidigung mit einem Trick auf „Geisteskrankheit“ wechseln kann, nicht mehr zur Debatte kommt: Wie der Missbrauch seiner jungen Messdiener und seiner Sekretärin durch den Bischof zu bewerten ist und ob das nicht Umstände gewesen wären, die zumindest die Todesstrafe nicht mehr hätten in Betracht kommen lassen, wenn man sich dieses Tricks eben nicht bedient hätte.

Weiterhin nicht mehr relevant: Was das Trauma des sexuellen Missbrauchs durch den Vater, den Aaron erfahren hat, für die Entwicklung seiner offenbar nur boshaften Persönlichkeit bedeutete. Denn Aaron gibt es ja nicht, es gibt nur Roy, den Manipulator, der eine dissoziative Störung lediglich vorgetäuscht hat. Den Hintergrund auszuleuchten, ist aber nicht mehr notwendig, da am Ende dieser Knaller von einem Twist steht, der sich in der Gefängniszelle abspielt. Ich hatte dieses Ende schon einmal gesehen, daran erinnere ich mich genau, und mich damals schon geärgert, aber nicht den ganzen Film. Vermutlich war ich durch ausnahmsweises Zappen oder durch die Aufzeichnung eines folgenden Films reingerutscht. Als ich „Zwielicht“ las, brachte ich den Titel aber nicht damit in Verbindung erkannte erst relativ spät, dass es sich um diese gar nicht subtile Diskriminierung psychisch Erkrankter handelt. Das geht übrigens immer noch, sie sind eine der wenigen Gruppen, die noch keine richtig starke Lobbya haben. Das liegt, wie bei den sozial Marginalisierten, in der Logik der Sache, weil erst einmal Betroffene da sein müssen, die den Kampf führen können, der zu führen wäre.

Verblüffend ist, wie die katholische Kirche schon Mitte der 1990er als ein Hort des Missbrauchs von jungen Menschen ausgeguckt wird. In der Hinsicht ist der Film sehr progressiv, wenn man es von heute aus sieht, was natürlich den Machern leichter fällt, wenn sie vor allem evangelische Christen und Juden sind, als wenn sie möglicherweise eigene Erlebnisse dieser Art aufarbeiten müssten, die leider auch den Zölibat mitverursacht werden. Diese unnatürliche, nach dem Einschlagen des betreffenden Berufsweges zunächst freiwillig gewählte, dann aber erzwungenermaßen lebenslange Keuschheit ihrer Diener muss die katholische Kirche dringendst abschaffen, wenn sie noch eine Zukunft haben will. Junge Menschen, die unter diesen geradezu vorchristlichen Umständen Priester werden wollen, finden sich immer seltener und diejenigen, die diesen Weg trotzdem gehen, werden vermutlich immer exzentrischer und eine hohe Konzentration von Menschen mit gestörtem Sexualverhalten, das sich nicht überwiegend unter „ausschließliche Hingabe an den Herrn“ subsumieren lässt, sammelt sich auf diese Weise unter dem Dach der Kirche. Leider hat sich der aktuelle Papst Franziskus nicht als jener kraftvolle Reformer bewiesen, auf den auch viele Laien in der Katholischen Kirche gehofft hatten.

Ein weiteres Problem des Films ist dasjenige der sogenannten Sicherungsverwahrung, wie die Unterbringung psychisch erkrankter Täter:innen in Deutschland heißt und die mangels Schuldfähigkeit solcher Personen auch ohne Schuldspruch anstellte von Freiheitsentziehung in einer JVA, wenn auch oft räumlich innerhalb einer JVA, verhängt werden kann. Es gibt sie sogar als Variante der an das eigentliche Strafmaß anschließenden Sicherungsverwahrung, wenn eine besondere Gemeingefährlichkeit von Delinquent*innen festgestellt wird. Im Film wird so getan, als ob Norton nach einem Monat wieder freikommen würde, wenn sich zwar herausgestellt hat, dass er den Bischof ermordet hat, aber psychisch krank ist. Ernsthaft? In einem so rigiden System wie dem der USA?

Während in Deutschland jeder Straftäter eine Perspektive auf eine Freilassung haben muss, können in manchen Ländern (beispielsweise den meisten Bundesstaaten der USA) Haftstrafen von über 100 Jahren angeordnet werden; diese erfüllen dann bei gemeingefährlichen Straftätern dieselbe Funktion.

So steht es in der Wikipedia. Von Freilassung aufgrund von Schuldunfähigkeit keine Spur. Weiterführend müsste jetzt eine Betrachtung darüber folgen, dass Mord in den USA prinzipiell nur Vorsatz erfordert, nicht etwa eine besondere Begehungsweise, die auf eine Art Mörderpersönlichkeit deutet, wie sie beim hier gezeigten Tötungsdelikt an einem Bischof in Form des objektiven Tatbestandsmerkmals der grausamen Begehungsweise gegeben ist. Weitere Ansätze ließen sich bei Aaron Stampler nach deutschem Recht möglicherweise im Bereich der subjektiven Tatbestandsmerkmale finden. Anders ausgedrückt: Wer sich geisteskrank stellt und es schafft, damit alle mit der Sache befassten Profis zu täuschen, sogar die mittlerweile dreifache Oscargewinnerin Frances McDormand als versierte Psychiaterin, der kommt nicht einfach so davon. In den USA kann er dadurch lediglich der Todesstrafe entgehen, bei uns kann die Sicherungsverwahrung ungünstigenfalls sogar ein Minus gegenüber dem „regulären“ Freiheitsentzug darstellen.

Nachdem ich mich nun genug über den Spin des Films echauffiert habe, komme ich erst einmal zu Vorzügen. Edward Norton spielt den angeblich geqälten Jungen, der in Wirklichkeit sehr genau weiß, was er tut und offenbar sogar seine Verfolgung und die vielen Spuren geplant hat, die er am Tatort hinterließ, um später jeder Strafe durch seine vorgetäuschte psychische Erkrankung zu entgehen, sehr eindringlich und mir ist fast das Herz stehengeblieben, als er zunächst während einer Befragung durch seinen Anwalt und dann im Gerichtssaal angeblich seine Persönlichkeit wechselte. Beim zweiten Mal, obwohl ich darauf vorbereitet war, denn es war offensichtlich, dass Anwalt Vail darauf hinauswollte, dass die Staatsanwältin Stampler aus der Reserve lockt. Auch Richard Gere, Laura Linney und eben Frances McDormand, die im selben Jahr ihren ersten Oscar für ihre Mitwirkung in „Fargo“ erspielte, machen in ihren Rollen eine glaubwürdige Figur. Gere spielt den arroganten Typ, der alles im Griff hat und knüpft damit eher an seine Rollen in „American Gigolo“ als in „Pretty Woman“ an, doch wer genau hinschaut, merkt alsbald: Der Mann, dem die Schuld seiner Mandanten egal ist und der sich sogar um die Verteidigung von Aaron reißt, wird gedemütigt werden. Nicht umsonst ist sein Mercedes oft aus der Vogelperspektive zu sehen, wenn er damit unterwegs ist, soll heißen: Wir sind alle nur kleine Rädchen in Gottes großem Getriebe, auch du, telegenes Arschloch. Und am Ende noch einmal ein Topshot, als er, etwas ungelenk wirkend, zu Fuß aus dem Gebäude marschiert, in dem Stampler in U-Haft sitzt, mechanisch, kein Gesicht, kein Schutz, keine Kontrolle mehr über die Situation. Kein Duell mehr auf Augenhöhe, sondern eiskalt ausgekontert von einem größeren Arschloch, das nicht einmal ein College besucht hat.

Was ich nun nicht auch noch reflektiere: Ob man wirklich während eines Strafprozesses als Verteidiger nicht die Strategie wechseln, also anders als ursprünglich plädieren darf, nachdem sich neue Gesichtspunkte wie zum Beispiel die Ergebnisse eines psychologischen Gutachtens, ergeben haben. Aber durch diesen Kniff kommt es erst zu der nicht so schlecht arrangierten Duellsituation des Ex-Staatsanwalts mit der Noch-Staatsanwältin. Man lernt nie aus: Offenbar dürfen in den USA Anwälte wegen prozesstaktischer Übergriffe von einzelnen Richter*innen einfach aus der Kammer oder Staatsanwältinnen, weil sie einen Prozess verloren haben, obwohl sie für den sehr ungewöhnlichen Verlauf desselben nun wirklich nichts können, aus dem Justizdienst geschmissen werden. Wie soll die Justiz da unabhängig bleiben, wenn alle Angst um ihren Job haben müssen, wenn sie sich zudem für ihre Überzeugung und nicht für die Ansichten der meist schon (wie in diesem Fall) korrupten Vorgesetzten stark machen? Leider läuft auch der Strang mit dem Bauprojekt fast ins Leere, weil Vail lediglich dem Generalstaatsanwalt damit noch eins reindrücken kann. Mit dem Bischofsmord hat dieser Investment-Fail schließlich nichts zu tun und wie man auf diese Machenschaft kommt, das ist auch ein wenig, naja, an den Haaren herbeigezogen. Mich interessiert sowas aber, hätte ich zu gerne mehr ausgeführt gesehen.

Finale

Ich fand „Zwielicht“ spannend, ich mag die Kombination als Krimi und Justizdrama ohnehin, auch gerne beides einzeln, ich finde den Film auch einigermaßen sicher inszeniert. Die Handlung muss ein paar Knackpunkte enthalten, damit sie überhaupt die Richtung nehmen kann, die wir am Ende zurückverfolgen können bis zu dem Moment, in dem sich ein Romanautor entschloss, einen Fall von Manipulation zu zeigen, wie sie tatsächlich psychisch Erkrankte auch können, je nach Form einer mglw. vorhandenen Persönlichkeitsstörung sogar besonders gut. Darauf hätte man Aaron oder Roy übrigens auch noch untersuchen können. Was sich hinter der Fähigkeit verbirgt, sich dermaßen verstellen und besser als jeder Schachspieler vorausberechnen zu können, wie man vorgehen muss, um das Spiel am Ende zu gewinnen. Ca. 10 Punkte Abzug für die Tendenz des Films im Vergleich zu der Bewertung, die ich vergeben hätte, wenn es nur um die Leistungen der Darsteller*innen und das Filming gegangen wäre. Ursprünglich hatte ich einen Abzug von 15 Punkten geplant, aber möchte anlässlich der Veröffentlichung doch die Wirkung des Triggers, den der Film gesetzt hat, zumindest punktemäßig etwas zurückstellen.

66/100

© 2021 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

(1), kursiv und tabellarisch: Wikipedia

Regie Gregory Hoblit
Drehbuch Steve Shagan,
Ann Biderman,
William Diehl
Produktion Gary Lucchesi
Musik James Newton Howard
Kamera Michael Chapman
Schnitt David Rosenbloom
Besetzung

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