Filmfest zu Hause Präsentation –– Foto © HR/Degeto/Peter Porst
Liebe Leser:innen,
nach einiger Zeit wollen wir Ihnen wieder einmal Ihre Aufmerksamkeit auf ein Fernseh-Event lenken – und es wird nicht das letzte sein, versprochen. Die Sommerpause naht, doch zuvor kommt es noch zu einigen hochkarätigen Premieren im Fiction-Bereich:
*** Pressetext ***
Was, wenn der Koffer auf dem Weg nach Tokio ist, man aber in Rüdesheim am Rhein festsitzt, weil die Mutter ins Koma fällt? Und all das ohne einen Cent in der Tasche, weil die Kreditkarte gesperrt ist?
Sayonara Loreley – Wiedersehen in Rüdesheim (ab Mittwoch, 7. Juni, um 20.15 Uhr in der ARD Mediathek und am Freitag, 9. Juni, um 20.15 Uhr im Ersten) erzählt mit abgründigem Humor und magischem Realismus, welche Möglichkeiten das Leben bereithält, wenn alles anders läuft als geplant.
Die Komödie mit Tiefgang eröffnete in 2021 das Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen. Das mit dem Deutschen Drehbuchpreis prämierte Buch stammt von Stephan Falk und Anke Sevenich und wurde von Wolfgang Murnberger („Das ewige Leben“, „Der Knochenmann“, „Landkrimi“) bearbeitet.
Unter seiner Regie spielen Katharina Marie Schubert („Ferdinand von Schirach – Glauben“, „Bonn“), Victoria Trauttmansdorff („Drinnen“, „Hannah Arendt“, „Nord Nord Mord“), Janina Elkin („Das Damengambit“, „Der Masuren-Krimi: Marzanna“), Ill-Young Kim („St. Pauli Nacht“, „Die Friseuse“), Robert Seeliger und in einer Gastrolle Armin Rohde.
Sayonara Loreley – Wiedersehen in Rüdesheim ist eine Koproduktion der Tivoli Film mit der ARD-Degeto und dem Hessischen Rundfunk (hr) für die ARD. Produzenten sind Thomas Hroch und Gerald Podgornig. Producerin ist Gudula von Eysmondt. Die Redaktion liegt bei Stefan Kruppa (ARD Degeto) und Jörg Himstedt (hr). Die Kamera führte Peter von Haller. Das Projekt wurde durch die HessenFilm und Medien GmbH gefördert.
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„Nach zwei Monaten durchweg sehenswerter Freitagsfilme ist „Saronya Loreley“ (Tivoli Film) der bisherige Höhepunkt auf dem ARD-Fiction-Termin für leichte Unterhaltung in diesem Jahr. Eine Frau steht mit Mitte 40 mitten im Leben – und doch glücklos daneben: Ihr Koffer auf dem Weg nach Tokio, die Mutter im Koma, das Bargeld futsch, das Konto gesperrt. Eigentlich wollte sie mit ihrem Hunsrücker Frauenchor in Japan ein paar Konzerte geben. Jetzt sitzt sie fest in Rüdesheim am Rhein. Dass der Film bestens funktioniert, auch ohne dass sich in den ersten 30 Minuten ein klassischer dramatischer Plot abzeichnen würde, geht neben dem charakterstarken Drehbuch in ganz besonderem Maße auf das Konto von Katharina Marie Schubert. Der Film von Wolfgang Murnberger trägt weder seine Emanzipationsgeschichte vor sich her, noch bemüht er abgegriffene dramaturgische Muster oder Genre-Klischees. Dieser HR/Degeto-Koproduktion gelingt das seltene Kunststück, auf kluge, intelligente Weise unterhaltsam zu sein. Dazu gehört, dass die Macher die Geschichte mit Momenten von gesellschaftlicher Relevanz und aktuellen Bezügen unterfüttern. Immer beiläufig, nie ausgestellt. „Sayonara Loreley“ ergeht sich nicht in billigem Rhein-Nostalgie-Bashing. Rüdesheim bleibt Kulisse für einen Sehnsuchtsort und Symbol für Deutschland, dessen Volkswirtschaft ohne seine ausländischen Mitbürger oder Saisonkräfte verloren wäre.“
Der vorausgehende kursiv gesetzte Ausschnitt ist die Zusammenfassung der ausführlichen Kritik von: http://www.tittelbach.tv/programm/fernsehfilm/artikel-6268.html
Die Fernsehexperten von Tittelbach-TV greifen für den Film zu fünf von sechs Sternen, das wäre zum Beispiel im Tatort-Kontext eine überdurchschnittliche Bewertung.
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