Durchs wilde Kurdistan (DE 1965) #Filmfest 975

Filmfest 975 Cinema

Durchs wilde Kurdistan ist ein Abenteuerfilm aus dem Jahr 1965. Die Produktion aus der Reihe der deutschen Karl-May-Filme entstand unter der Regie von F. J. Gottlieb.

Ach ja, wie lange ist es her, dass wir all diese Karl-May-Bücher gelesen haben? Sicher noch länger als das Anschauen dieses Films. Damit unser Leser:innen aber nicht nur auf die kurze Rezension angewiesen sind, die wir während der Entstehung unseres Interesses für das Medium noch auf Schreibmaschine verfasst haben, haben wir die Wikipedia wieder ein wenig geplündert, getreu dem Motto „Wie du mir, so ich dir“, weil sie immer mehr nicht nur Kritiken zitiert, sondern sie zu kleinen Abhandlungen zusammenfasst, die möglichst mehr über einen Film aussagen sollen, als Texte einzelner Personen es können.

„Lex Barker ist der Supermann. Er spielt seine Rolle mit gelassener Mimik und verliert seinen gleichmütigen Ausdruck auch nicht, als er einen Strick um den Hals hat.“ – Hannoversche Allgemeine Zeitung, 29. September 1965

„Der Regisseur F. J. Gottlieb hatte mit seiner Produktion mehr Glück als Alfred Vohrer mit seiner Verfilmung von Karl Mays UNTER GEIERN. Sie ist ihm spannender und farbiger gelungen. Die Komparserie in original kurdischen Kostümen, die eindrucksvollen Naturaufnahmen und nicht zuletzt die rassigen Pferde beschäftigen das Auge, wenn Handlung und Dialog vorübergehend einmal nicht zu fesseln vermögen.“ – Hannoversche Presse, 29. September 1965

„Innerhalb der beliebten und kassenträchtigen Karl-May-Filmserie gefällt der bunte Streifzug DURCHS WILDE KURDISTAN durch eine solide handwerkliche Machart, durch eine saubere Handlungsführung, die geschickt die Spannung steigert, und durch den dezent eingesetzten Humor.“ – Hannoversche Rundschau, 29. September 1965

„Das ist alles nicht übel und auch mit einem gewissen Aufwand arrangiert, erscheint aber so verworren im Detail, daß der Zuschauer reichlich unbefriedigt das Kino verläßt. Auch schauspielerisch ist nichts von Belang zu vermelden: Lex Barker als Kara Ben Nemsi spielt – wie immer – sich selbst, Ralf Wolter kommt als Hadschi Halef Omar überhaupt nicht zum Zuge, die Damen sind reine Randfiguren. Mühe geben sich Dieter Borsche als Lord Linsay und Chris Howland als Archie – aber mit nur teilweisem Erfolg. Ein kleines Kabinettstückchen hingegen liefert Werner Peters in der (ihm fremden) Rolle als Mütesselin.“ – Evangelischer Filmbeobachter, 412/1965

„Dies hätte ein großer Karl-May-Film werden können. Gute Schauspieler, grandiose Wüstenlandschaft, prachtvoller Aufwand. […] Herausgekommen ist unter dem Strich eine grobgestrickte Aneinanderreihung von Kampfszenen ohne inneren Spannungsbogen. Der Film hat keine Spur von Karl-May-Romantik. Die Musik ist enervierend. Die Trick-Ballonszene wirkt allenfalls rührend.“ – Michael Petzel in Karl-May-Filmbuch, 1998

„Der Vorlage sehr frei folgende Verfilmung des gleichnamigen Karl-May-Romans […] Heiter-abenteuerliche Unterhaltungskost, gefertigt nach gängigem Schema.“ – Lexikon des internationalen Films[2]

Für den in unserer obigen Kritik erwähnten „Der Schut“ hatten wir übrigens 6/10 vergeben. Irgendwo dazwischen die Wertung der IMDb-Nutzer:innen: 5,7/10 für „Durchs wilde Kurdistan“ und 5,8/10 für „Der Schut“. Es ist nicht alles so fein justiert oder vermischt sich mehr, als wenn einzelne Spezialisten die Karl-May-Filme nach Qualität sortieren. Immerhin hat Lex-Barker bekanntlich auch in den Winnetou-Filmen mitgespielt, und sind fast schon eine Klasse besser (bis 6,8/10).

© 2023, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kursiv und tabellarisch: Wikipedia

Regie F. J. Gottlieb
Drehbuch F. J. Gottlieb
Produktion Artur Brauner
Musik Raimund RosenbergerArmand Seguin
Kamera Francisco Marin
Robert Ziller
Schnitt Walter Wischniewsky
Besetzung

 


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