Crimetime Vorschau – Titelbild © ARD Degeto / CBS Studios / Syrreal Entertainment
Liebe Leser:innen, es ist wieder an der Zeit für eine Crimetime-Präsentation. Wir stellen Ihnen eine neue Serie vor, die von den Prozenten als High-End bezeichnet wird und u. a. in Zusammenarbeit mit der CBS erstellt wurde. Zum Pressetext addieren wir ein paar Fakten für Sie.
*** Pressetext ***
Das Oderbruch, eine der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands, wird zum Schauplatz eines Serienmordfalls mit bisher nie dagewesenem Ausmaß: In der Nähe des kleinen Dorfes Krewlow wird auf einem Feld ein Berg von Leichen und Tierkadavern gefunden. Die unzähligen Morde reichen über Jahrzehnte zurück und die Toten haben scheinbar keine Gemeinsamkeiten.
Kommissar Roland Voit (Felix Kramer) soll die Untersuchungen zu der ungeheuerlichen Mordserie an der Seite des polnischen Kripobeamten Stanislaw Zajak (Lucas Gregorowicz) unterstützen. Auch Voits ehemalige Kollegin und Jugendliebe Maggie Kring (Karoline Schuch) wird zu den Ermittlungen hinzugezogen.
Sie hatte Ort und Familie nach dem mysteriösen Tod ihres geliebten Bruders bei der Oderflut 1997 verlassen. Gemeinsam und doch jeder für sich, versuchen die drei hinter das Geheimnis des Leichenberges zu dringen. Dabei wird Maggie in die dunkle Vergangenheit ihrer eigenen Familie gezogen. Und was sie herausfindet, bringt sie an die Grenze des Vorstellbaren.
Die achtteilige High-End-Serie „Oderbruch“ – eine Koproduktion von ARD Degeto und CBS Studios – startet am 19. Januar 2024 in der ARD Mediathek und anschließend im Ersten.
Ein vielschichtig erzählter Mystery-Thriller verbindet die Tätersuche mit einem übernatürlichen Twist. Die Serienschöpfer Arend Remmers, Adolfo J. Kolmerer und Christian Alvart verschmelzen das Crime-Genre auf außergewöhnliche Weise mit einem jahrhundertealten Mythos. Aus dem Ensemble ragen neben dem Darstellertrio Karoline Schuch, Felix Kramer und Lucas Gregorowicz auch Jan Krauter sowie Newcomer Julius Gause heraus.
„Oderbruch“ ist eine Produktion der Syrreal Entertainment in Koproduktion mit der ARD Degeto und CBS Studios. Produzenten sind Siegfried Kamml, Timm Oberwelland und Christian Alvart von der Syrreal Entertainment. Die Redaktion bei der ARD Degeto verantworten Sebastian Lückel, Patrick Noel Simon und Christoph Pellander. Lindsey Martin, Senior Vice President of International Co-Productions and Development, betreut die Serie seitens CBS Studios. Gefördert wird die Produktion durch Mittel des German Motion Picture Fund und des Polish Film Institute.
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Christoph Pellander, Redaktionsleiter der ARD Degeto, geht davon aus, dass die neue Serie mit dem Arbeitstitel „Oderbruch“ internationale Strahlkraft entfalten wird. Sie sei „frischer Content, der zum „Bingen“ einladen wird“, sagte er laut Mitteilung. Als Binge-Watching wird exzessives Serienschauen bezeichnet.
Eine CBS-Vertreterin bezeichnete „Oderbruch“ indes als „die perfekte Mischung aus einer ausgesprochen originellen Drama-Serie mit einer zeitgenössischen und einzigartigen Interpretation eines allseits beliebten Genres“. (RBB)
Genreseitig ist die Miniserie mit acht Folgen dem Fach „Crime-Mystery“ zuzuordnen, einem Subgenre, das sich in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund geschoben hat, weil es das Dauerbrenner-Genre Krimi mit der Phantastik-Welle der letzten Jahre, schon beinahe Jahrzehnte, verbindet. Insofern ist es vielleicht sogar eher Crossover als Subgenre. Auch in unserem bevorzugt rezensierten Format „Tatort“ versucht man sich immer häufiger an der Kombination – ohne dabei allerdings, von Einzelfällen abgesehen, schon zu rundweg überzeugenden Ergebnissen gelangt zu sein. Es liegt am Format, das grundsätzlich der Fantastik gegenüber nicht geneigt ist. Das ist bei von Beginn an in diesem Sinn bereits als Crossover konzipierten Serien natürlich anders.
Das Oderbruch wurde deutschlandweit in der Tat vor allem durch die Flutkatastrophe im Jahr 1997 bekannt, die oben erwähnt ist. Allerdings war dies nicht die einzige in diesem Landstrich und nicht die mit den höchsten Pegelständen der Oder, zudem fand dort die schwerste Schlachte des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden statt. Daran hat uns die Beschreibung von Leichenbergen und Kadavern sofort erinnert, aber es sollte ja nicht schwer sein, festzustellen, ob Menschen bei diesen Kampfhandlungen ums Leben gekommen sind, insofern wenig Stoff für einen Krimi. Oder? Am südlichen Rand des Oderbruchs liegen auch die Städte Frankfurt / Oder und auf der polnischen die Stadt Slùbice.
TH
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