Gen Z: Bildschirmzeit steigt am Wochenende (Statista + Kurzkommentar) | Briefing 401 | Gesellschaft

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Schon vor Jahrzehnten dachte man, noch viel mehr Zeit können die Leute doch nicht mehr vor der Glotze verbringen. Weit gefehlt, wie eine neue Umfrage zeigt. Natürlich sind jetzt auch die Computerbildschirme und Smartphones hinzugekommen. Aber macht es das besser? Eher ist das Gegenteil der Fall.

Während man vor dem TV-Bildschirm oft noch zusammensaß und sich dabei unterhielt, das Gesehene kommentierte usw. schließen der Computerbildschirm oder das Telefondisplay andere weitgehend aus. Natürlich nicht diejenigen, die man vielleicht auf der anderen Seite sitzen hat, die Chat- oder Spielpartner, aber es ist eben eine virtuelle Realität, keine erlebte, die dabei „konsumiert“ wird.

Infografik: Gen Z: Bildschirmzeit steigt am Wochenende | Statista

Diese Statista-Grafik wurde unter einer Lizenz CC BY-ND 4.0 Deed | Namensnennung-Keine Bearbeitung 4.0 International | Creative Commons erstellt und wir geben sie unter gleichen Bedingungen wieder. Folgend der Statista-Begleittext dazu, dann weiter mit unserem Kommentar.

Wie viel Zeit verbringen die Deutschen täglich vor TV-, PC- oder Smartphone-Bildschirmen? Viele würden sagen; “fast den ganzen Tag”. Das zeigen auch die Daten der Statista Consumer Insights. Demnach gibt es allerdings zwischen den Generationen Unterschiede in der Bildschirmzeit. Etwa 32 bis 44 Prozent der Befragten haben angegeben wochentags mehr als die Hälfte des Tages vor einem Bildschirm zu verbringen. Bei Baby Boomern (32 Prozent) war der Anteil am geringsten, Millennials (44 Prozent) bestätigten dies am häufigsten, Zugehörige der Gen Z schauten mit 42 Prozent allerdings ähnlich oft den ganzen Tag auf digitale Anzeigen.

Wie die Infografik zeigt, nimmt die Screen Time in den meisten Kohorten am Wochenende ab. Ein Indiz dafür, dass viele Befragte beruflich an Monitoren oder Displays arbeiten. Einzig unter den Befragten der Generation Z ist der Anteil der Personen, die eine Bildschirmzeit von schätzungsweise mehr als einem halben Tag vorweisen, um rund 10 Prozentpunkte angestiegen. Vor allem bei jüngeren Einwohner:innen spielt sich ein großer Teil des Privatlebens im virtuellen Raum ab; sein es soziale Netzwerke, Streaming oder Videospiele.

Das ist natürlich etwas anderes: Wenn die dienstliche Zeit am Computer mitgerechnet wird. Das verwischt natürlich auch die Grenzen zwischen beruflichen Anforderungen und dem Freizeitverhalten – wir dachten nach dem Anschauen, Letzteres sei hier unter die Lupe genommen worden. Notwendigkeiten bei der Arbeitsgestaltung lassen sich aber u. E. schwierig mit dem in einen Topf werfen, was jemand privat tut, deswegen wird das in der Regel auch getrennt betrachtet. Was man aber gut mitnehmen kann: Dass junge in Menschen in  Deutschland exorbitant viel Zeit vor Bildschirmen aller Art verbringen, gleich ob an Werktagen oder am Wochenende. Im Grunde müssten wir die Zeit, die wir für den Wahlberliner am Computer sitzen, inklusive der Lesezeit für Artikel auch dazurechnen, und dann wären wir auch ohne dienstliche Nutzung für unserer Generation relativ hoch angesiedelt.

TH


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