Update: Wiederanstieg der Corona-Fälle #Covid19 #Report #Infektionsreport

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Zehn Tage nach unserem ersten Corona-Artikel nach langer Zeit bekommen Sie ein Update von uns. Kein Vergleich zu der Zeit, als wir täglich einen Corona-Report geschrieben haben, später „Infektionsreport“ genannt, weil es den Anschein hatte, als käme es auch bei anderen Erregern zu relevanten Fallzahlen.

Das heutige Update hat einen sehr schlichten Grund: Die Fallzahlen steigen weiter an. Den Ausgangsartikel haben wir angehängt, Sie müssen nicht klicken, können das aber hier auch tun: Wiederanstieg der Corona-Fälle #Covid19 #Report – DER WAHLBERLINER.

Die neuere Grafik von Statista zeigt einen steilen Anstieg der Fallzahlen in den letzten Wochen – aber auch, wie weit wir noch von den ansteckungsreichsten Zeiten der Pandemie entfernt sind. Was wir bisher nicht recherchiert haben, sind die Todesfallzahlen – sie werden erst mit einem gewissen Zeitversatz Aufschluss darüber geben, wie gefährlich die aktuell ansteckungsführenden Virusvarianten sind. Wir weisen auch heute wieder darauf hin, dass die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Fälle erheblich unter derjenigen der tatsächlichen Erkrankungen liegt.

Infografik: Wie verbreitet sind Atemwegserkrankungen in Deutschland? | Statista

Diese Statista-Grafik wurde unter einer Lizenz CC BY-ND 4.0 Deed | Namensnennung-Keine Bearbeitung 4.0 International | Creative Commons erstellt und wir geben sie unter gleichen Bedingungen wieder. Folgend der Statista-Begleittext dazu, dann weiter mit unserem Kommentar.

9.470 labordiagnostisch bestätigte SARS-CoV-2-Fälle meldet das Robert Koch-Institut für die 39. Kalenderwoche. Damit zeigt der Coronatrend bereits die zweite Woche in Folge deutlich nach oben. Gleichzeitig melden die Krankenhäuser eine steigende Zahl von Covid-19-Intensivpatient:innen. Steht Deutschland also am Beginn einer neuen Coronawelle? Der Blick zurück zeigt, dass die Fallzahlen im vergangenen Jahr zu einem ähnlichen Zeitpunkt begonnen haben, zu steigen. Insgesamt wurden seit der 40. Kalenderwoche des Vorjahres 419.057 labordiagnostisch bestätigte SARS-CoV-2-Fälle gezählt – davon mussten etwa ein Drittel ins Krankenhaus. Zum Vergleich: im selben Zeitraum wurden dem Institut fast 215.000 Influenza- (Krankenhausquote = 21 Prozent) und rund 58.000 RSV-Fälle (Krankenhausquote = 30 Prozent) gemeldet.

Die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Fälle dürfte auch mit einer höheren Krankenhausquote verbunden sein als die Zahl aller Fälle. Gerade viele leichtere Fälle dürften unter dem Radar der Labordiagnostik, also unterhalb eines PCR-Tests, durchlaufen. Deshalb lässt die sehr hohe Krankenhausquote bei im Labor bestätigten Fällen nur bedingt einen Rückschluss auf die Gefährlichkeit aktuell virulenter Virusvarianten zu, außerdem wird oben nur die Quote des Jahres 2023 benannt. Trotzdem ist der Wiederanstieg besorgniserregend und wenn es so weitergeht, werden irgendwann wieder Maßnahmen diskutiert werden. In diesen unruhigen Zeiten keine beruhigende Aussicht.

TH

27.09.2024

Jetzt könnten wir wieder das klassische Tag #Coronaisnotover verwenden. Innerhalb der letzten 50 Wochen kam es in Deutschland zu nicht weniger als 409.000 Neuinfektionen. Sie erinnern sich, es waren schon einmal bis zu 300.000 pro Woche, insofern klingt das alles noch harmlos. Bleibt es aber nur, solange auch die Varianten, die im Umlauf sind, als harmlos bezeichnet werden können.

Starten wir wieder die aufwendigen Infektionsreporte, die sich 2022 und 2023 zu einem Markenzeichen des Wahlberliners entwickelt hatten, mit selbst gestalteten Grafiken? Vielleicht wäre es eine gute Idee, denn mitten im Virengetümmel blieben wir immer verschont. Wir dachten, wir zählen wohl zu jenen, die es einfach nicht bekommen. Sicher fühlten wir uns irgendwann nicht mehr wegen der Impfungen, sondern, weil wir uns irgendwann zu den Natur-Immunen zählten. Und wie sieht es heute aus? Hier zunächst die Grafik von Statista, die das Infektionsgeschehen der letzten 50 Wochen festhält:

Infografik: Wie verbreitet sind Atemwegserkrankungen in Deutschland? | Statista

Diese Statista-Grafik wurde unter einer Lizenz CC BY-ND 4.0 Deed | Namensnennung-Keine Bearbeitung 4.0 International | Creative Commons erstellt und wir geben sie unter gleichen Bedingungen wieder. Folgend der Statista-Begleittext dazu, dann weiter mit unserem Kommentar.

Mehr als 409.254 labordiagnostisch bestätigte SARS-CoV-2-Fälle (Stand: 38. Kalenderwoche 2024) wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) seit der 40. Kalenderwoche 2023 (Beginn der Grippesaison) gemeldet. Zum Vergleich: im selben Zeitraum wurden dem Institut fast 215.000 Influenza- und rund 58.000 RSV-Fälle gemeldet. Registrierte das RKI auf dem Höhepunkt der letzten Corona-Winter-Welle über 30.000 Fälle innerhalb einer Woche, waren es zuletzt etwas mehr als 7.200. Indes zeigt der Blick auf die Statista-Grafik, dass die Zahl der COVID-19-Patient:innen derzeit eher steigen. Dagegen spielen Influenza und RSV bei den Atemwegserkrankungen aktuell keine Rolle.

Der Text von Statista ist relativ kurz, wir halten uns auch kurz. Wir weisen aber darauf hin, dass die Zahl der tatsächlichen Erkrankungen um ein Vielfaches höher sein dürfte als die Zahl der labordiagnostisch erfassten Fälle. Warum? Weil die meisten wohl nur einen Selbsttest machen und keinen PCR-Test. Es ist gar nicht mehr so einfach, an einen PCR-Test überhaupt heranzukommen und die staatliche Test-Infrastruktur ist weitgehend zurückgefahren worden. In der Regel bleibt es also beim einfachen Schnelltest, und der reicht dann auch aus, um eine AU-Bescheinigung zu erwirken.

Schnelltests sind zwar nicht absolut zuverlässig, aber eher in der Form, dass sie eine vorhandene Infektion nicht anzeigen, wobei auch Bedienungsfehler eine Rolle spielen, als dass sie eine Infektion melden, obwohl sie nicht vorhanden ist.

TH


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