Filmfest 1227 Cinema
Der Glöckner von Notre Dame (Originaltitel: Notre-Dame de Paris) ist ein Film von Jean Delannoy aus dem Jahr 1956. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Victor Hugo.

- Die berühmte Geschichte […] wurde mit dem brillanten Anthony Quinn zum drittenmal verfilmt; folkloristisch-bunt mit Glanzeffekten […].“ (Wertung: 2½ Sterne = überdurchschnittlich) – Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 309
- „Die farbige Cinemascope-Verfilmung von Delannoy ist spektakulärer, aber weniger präzise als die von Dieterle (1939). Doch ist Anthony Quinn als Glöckner fast ebenso überzeugend, wie es Charles Laughton war. Bedauerlicherweise ist die Umsetzung des Romans von Victor Hugo in dieser französischen Verfilmung „amerikanischer“ ausgefallen, die pyrotechnischen Effekte sind etwas zu aufdringlich.“ – Lexikon des internationalen Films[6]
Als wir die Rezension schrieben, gab es noch keine IMDb, die wir hätten zum Vergleich heranziehen können, aber deren Publikum spricht eine deutliche Sprache: 6,6/10 für die Verfilmung von 1956 und 7,8/10 für die von 1939, obwohl der berühmte Jacques Prévert das Drehbuch mitverfasst hat, der für einige der besten Skripte für Filme des Poetischen Realismus verantwortlich ist. Aber die Ausführung zählt natürlich auch. Und ich erinnere mich, dass ich, obwohl ich Anthony Quinn als Schauspieler sehr mag, ihn für diese Rolle nicht perfekt fand oder seine Darstellung nicht perfekt, während Charles Laughton und Lon Chaney genau die Typen sind, die eine solche Figur so darstellen können, dass sie schrecklich und anrührend zugleich wirkt. Bei den Esmeraldas kommt für mich Maureen O’Hara besser weg als Gina Lollobrigida. Da ist der Abstand vielleicht sogar noch größer. Ob das dem Roman getreu ist oder nicht, die Dezenz und Anmut von O’Hara hat bei mir mehr Identifikation hervorgerufen.
Aufgrund unserer zunehmenden filmhistorischen Tiefenforschung kommen wir vielleicht auch noch auf die Verfilmung aus dem Jahr 1923 zu sprechen. Alle Charaktere, die in Hollywood als gruselig genug eingestuft wurden, wurden in den 1920ern von Lon Chaney verkörpert, „Das Phantom der Oper“, der zwei Jahre später entstand, haben wir rezensiert (die Rezension ist noch nicht veröffentlicht).
© 2024, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke
Kursiv und tabellarisch: Wikipedia
| Regie | Jean Delannoy |
|---|---|
| Drehbuch | Jean Aurenche, Jacques Prévert |
| Produktion | Raymond Hakim, Robert Hakim |
| Musik | Georges Auric, Lavagnino |
| Kamera | Michel Kelber |
| Schnitt | Henri Taverna |
| Besetzung | |
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