Dracula (GB 1958) #Filmfest 1394

Filmfest 1394 Cinema

Dracula ist ein britischer Horrorfilm von Hammer Film Productions aus dem Jahr 1958, bei dem Terence Fisher Regie führte. Der Film basiert auf dem Roman Dracula von Bram Stoker, die Hauptrollen spielen Christopher Lee als Graf und Peter Cushing als sein Widersacher Van Helsing. Der Film startete am 12. Dezember 1958 in den bundesdeutschen Kinos.

Remake der Stoker-Verfilmung von 1931, geglättet, weniger dramatisch als darstellerisch eindrucksvoll; Lee gestaltete die Rolle des Vampirs neu; diese britische Version des blutsaugerischen Grafen gilt als literarisch korrekt. (Wertung: 3 Sterne = sehr gut)

– Adolf Heinzlmeier und Berndt SchulzLexikon „Filme im Fernsehen“[3]

Der mehrfach verfilmte Stoff von Bram Stoker wird in dieser Version der englischen Hammer-Produktion werkgetreu und mit inszenatorischer Sorgfalt aufbereitet.

Auch diese ‚Vampir‘-Geschichte wurde wieder so widerlich abwegig inszeniert, daß man Verwahrung einlegen muß. Abzuraten.

– 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958.[5]

„Christopher Lees Darstellung als Graf Dracula stellt Bela Lugosi fast gänzlich in den Schatten.“

– Stephen King[6]

 

Ich habe den Film vermutlich nach den 1980ern nie wieder gesehen, aber ich glaube, er ist genauso britisch wie ein essenzieller Horrorfilm. Die Romanvorlage stammt ja auch von einem Briten und diese waren spätestens seit Edgar Allan Poe Genrekünstler in Sachen Crime und Horror in allen Varianten – sogar Frauen betätigten sich auf dem Gebiet, wie Mary Shelleys mit „Frankenstein“, und auffälligerweise spielen diese Handlungen eben nicht in Großbritannien, sondern in Mittel- und Osteuropa. Wie die Briten sagen: Der Balkan beginnt östlich des Ärmelkanals. Über die Art, wie die kirchliche Filmkritik in Deutschland mit verschiedenen Streifen umgegangen ist, haben wir vielfach reflektiert. Hätten die Moralisten zwanzig Jahre zuvor die Nazis bloß auch so widerlich gefunden … 

Die IMDb-Nutzer:innen geben dem Film 7,2/10. Das ist gut, aber eigentlich für einen Kultfilm etwas wenig, und die Hammer-Verfilmungen der Frankenstein-Reihe gelten doch eigentlich als solche. Wir haben aber auch die Edgar-Wallace-Filme, die in Deutschland kurz darauf starteten, als Kult-Reihe eingestuft und ihnen unsere erste Werkschau gewidmet; diese kommen in der Regel nicht auf mehr als 7/10. Meine 6/10 weisen allerdings darauf hin, dass ich den Film zwar nicht widerlich fand, aber eben keinen Kult darin erkennen konnte. Gerade bei Werken dieser Art, die einen Sinn fürs Schräge und für britischen schwarzen Humor erfordern, wäre eine Neusichtung gewiss nicht uninteressant für mich selbst. Im Rahmen der Chaplin-Werkschau, die wir gerade erstellen, hat sich erwiesen, dass schon der Abstand von zehn oder elf Jahre zwischen zwei Sichtungen eine Bewertungskorrektur von einem vollen Punkt oder etwas mehr erbringen kann.

2025, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie Terence Fisher
Drehbuch Jimmy Sangster
Produktion Anthony Hinds
Musik James Bernard
Kamera Jack Asher
Schnitt Bill Lenny
Besetzung


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