Der Hund von Baskerville (The Hound of Baskervilles, GB 1959) #Filmfest 1402

Filmfest 1402 Cinema

Der Hund von Baskerville (Originaltitel: The Hound of the Baskervilles) ist ein Kriminalfilm, produziert von Hammer Film Productions, unter der Regie von Terence Fisher. Der Film ist die neunte Literaturadaption[1] von Arthur Conan Doyles gleichnamigem Roman und ist in den Hauptrollen mit Peter Cushing als Sherlock HolmesAndré Morell als Dr. Watson und Christopher Lee als Sir Henry Baskerville besetzt.

„Neuverfilmung der klassischen Sherlock-Holmes-Geschichte. Eine Adaption ganz im Sinne des Hammer-Studios, in der das kriminalistische Element von einer auf Nervenkitzel angelegten Inszenierung überdeckt wird.“ – Lexikon des internationalen Films[2]

„Wer immer die Entscheidung getroffen hat, ‚Der Hund von Baskerville‘ in strahlendem Technicolor in einem bestens ausgeleuchteten Studio zu verfilmen, […] hat völlig außer Acht gelassen, welcher Atmosphäre eine alte Mystery-Story wie diese bedarf. […] Abgesehen von dem einen oder anderen Hinweis auf die Existenz dieser Kreatur bekommen wir bis zum Ende nichts von ihr mit. Und als wir sie dann kurz erblicken, ist es eine Dogge, die so aussieht wie Nachbars Fifi.“ – Bosley CrowtherThe New York Times[3]

Kämen Sie auf die Idee, eine Dogge Fifi zu nennen? Auch, wenn der Hund vielleicht nicht so gruselig ist, in der 1959er Verfilmung der klassischen Detektivgeschichte von Arthur Conan Doyle, ein Fluch scheint von dem Streifen auszugehen. Danach wurde dieser Sherlock-Holmes-Roman nie wieder adaptiert. Das stimmt natürlich nicht. Die letzte Bearbeitung fürs Fernsehen stammt aus dem Jahr 2016. Aber Kinofilme wurden danach mit diesen Stoff tatsächlich nicht mehr gemacht. Ist also im Format der großen Leinwand der Film des Gruselfilm-Spezialistenteams Terence Fisher (Regie), Christopher Lee und Peter Cushing (Antagonist, Protagonist, auch in dem ein Jahr zuvor entstandenen Dracula-Fil von  Fisher) die letztgültige Version? Die IMDb-Nutzer:innen sehen es nicht so. Bei ihnen kommt die Verfilmung aus dem Jahr 1939, natürlich in Schwarz-Weiß, mit Basil Rathbone als Sherlock Holmes und Nigel Bruce als Dr. Watson am besten weg (7,4/10 gegenüber 6,9/10).

Leider habe ich „Der Hund von Baskerville“ in der Fisher-Version lange nicht gesehen, vermutlich nie mehr nach der Sichtung, welche die kurze obige Rezension ausgelöst hat. Aber noch relativ gut kann ich  mich an die Sherlock-Holmes-Filme mit Rathbone und Bruce erinnern – und diese fand ich gut. Sie erhält auf jeden Fall im heutigen 100er-Bewertungsschema mehr als 60 Punkte (die Rezension ist noch nicht veröffentlicht, da wir zu den Rathbone-Bruce-Holmes-Verfilmungen aus den Jahren 1939 bis 1946 eine kleine Werkschau erstellen werden, dazu fehlen uns noch die beiden „Anti-Nazi-Holmes-Filme“, die hierzulande an Feiertagen nicht so gerne gezeigt werden wie die übrigen Werke der Serie – dazu muss angemerkt werden, dass die Handlungen der Filme von Universal, die ab dem dritten Film zuständig für die Produktion waren, aus Kostengründen in die damalige Gegenwart verlegt wurde).

Es waren übrigens deutsche Filmemacher, die zuerst den Reiz des Gruselkrimis entdeckt hatten, den Doyle 1901-1902 nach einer offensichtlich beeindruckenden Reise in die Gegend von Dartmoor geschrieben hatte. Schon 1914 ging es los und bis 1920 folgten nicht weniger als sieben Einträge mit deutschem Produktionshintergrund, bevor es zur ersten englischen Verfilmung kam – allerdings handelte es sich dabei um zwei frühe Serials. Bis in die 1950er hielten sich bei diesem urenglischen Stoff ungewöhnlicherweise Adaptionen aus Großbritannien, Deutschland und den USA die Waage. 

2025, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kursiv, in Zitatform und tabellarisch: Wikipedia

Regie Terence Fisher
Drehbuch Peter Bryan
Produktion Anthony Hinds
Musik James Bernard
Kamera Jack Asher
Schnitt Alfred Cox
Besetzung


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