Filmfest 1411 Cinema – Werkschau Charles Chaplin (30) – Die große Rezension
Dough and Dynamite ist eine US-amerikanische Stummfilmkomödie aus dem Jahr 1914 der Keystone Studios mit Charlie Chaplin in der Hauptrolle.
Nach unserer Zählung im Wahlberliner ist „Dough and Dynamite“ Charles Chaplins 30. Film, aber auch wenn man die Variante bevorzugt, dass wir erst bei Nr. 29 sind, steht fest: Seine Zeit bei den Keystone Studios neigt sich dem Ende entgegen. Und was Chaplin in dieser Zeit von Februar bis zum 26. Oktober 1914, dem Premierendatum des Films, nicht alles gelernt hatte! „Dough and Dynamite“ zeigt es sehr deutlich, auch wenn er nicht in allen Punkten der beste Film ist, den Chaplin bis dahin gemacht hatte. Ganz sicher aber kann man sagen, er beherrschte auch den Two-Reeler mit etwa 30 Minuten Spielzeit bereits, sowohl als Schauspieler wie als Regisseur – nicht perfekt, aber doch souverän. Und ich musste in keinem Chaplin-Film, der bis dahin entstanden war, so oft lachen wie in diesem.
Handlung (1)
Zwei Kellner arbeiten in einem Restaurant. Einer ist besonders ungeschickt und seine komische Sorglosigkeit macht die Kunden wütend. Die Arbeiter in der Bäckerei des Restaurants streiken für mehr Lohn, werden aber von dem unsympathischen Besitzer gefeuert. Er wird dann in der Bäckerei eingesetzt, wo seine mangelnden Fähigkeiten seinen Chef und Kollegen Jacques verärgern. In der Zwischenzeit haben sich die rachsüchtigen Streikenden verabredet, einen Laib Brot, in dem sich eine Stange Dynamit verbirgt, in die Bäckerei zu schmuggeln. Während eines Kampfes, an dem sie und ihr Boss beteiligt sind, explodiert das Dynamit auf dramatische Weise und er taucht benommen aus einem Haufen klebrigen Teigs auf.
Rezension / Analyse
Ich habe dieses Mal eine besonders ausführliche Handlungsanweisung an die KI erteilt und dabei auch eigene Beobachtung zur Bestätigung oder Negierung zur Disposition gestellt – daraus folgend ist die Analyse die bisher ausführlichste, die ich erhalten habe. Mit einigen Redundanzen, die aus sich nach Meinung der KI überlappenden Fragestellungen ergeben haben. Stellenweise werde ich etwas straffen, dafür aber, wie mittlerweile üblich, eingefügte Textteile mit *kennzeichnen. Die ausführliche Anleitung an die KI haben zeigen wir in einer Fußnote.1
Dough and Dynamite (dt. oft Teig und Dynamit) ist eine Stummfilm-Komödie, gedreht und gespielt von Charles “Charlie” Chaplin bei Keystone Studios unter der Produktion von Mack Sennett. Der Film wurde am 26. Oktober 1914 veröffentlicht. (charliechaplin.com)
Grob: Zwei Kellner (Chaplin und Chester Conklin) müssen einspringen als Bäcker, weil das Bäckerpersonal in Streik tritt. Die Streikenden sabotieren die Bäckerei, indem sie in ein Brot Stück Dynamit einbauen, was schließlich zu einer explosiven Katastrophe führt. (IMDb)
a) Besonderheiten des Films
Einige Aspekte stechen heraus:
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Struktur und Länge: Dough and Dynamite ist ein Zwei-Reel-Film (ca. 2 Rollen), also längerer als viele der Ein-Rollen-Komödien, die Chaplin bis dahin bei Keystone gemacht hatte. (Chaplin: Film by Film)
*Er ist nicht Chaplins erster Zweirollen-Film, auch nicht der erste Zweirollen-Film, bei dem er Regie geführt hat. Wir haben eine Übersicht seines Jahrs bei Keystone bezüglich der Rollenzahl seiner Filme und seiner Regiearbeiten in eine Fußnote gestellt.2
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Komplexerer Plot: Es gibt nicht nur einen einfachen Gag, sondern mehrere Handlungsstränge: der Arbeitskampf (Streik der Bäcker), die ungeschickten Kellner, die Sabotage, Konkurrenz unter den Kellnern etc. (Chaplin: Film by Film)
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Arbeitsthematik: Der Film bezieht sich – wenn auch in satirischer und komödiantischer Weise – auf reale Arbeitsprobleme, nämlich den Streik der Bäcker in Los Angeles hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Löhnen. (charliechaplin.com)
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Große Slapstick- und Chaos-Szenen: Viel mit Teig, Mehl, explodierendem Brot, destruktive Szenen, Kulissen, fliegende Brote, Zerstörung etc. Der Schluss mit Explosion und dem Tramp unter Teig oder sich aus dem Teigberg herausarbeitend (je nach Version) ist spektakulär. (IMDb)
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Komik durch Inkompetenz: Das klassische Keystone-Motiv, dass ungeschickte Personen in eine Arbeit gesteckt werden, für die sie keine Ahnung haben und Chaos stiften. Chaplin & Conklin als Kellner/Bäcker sind hier typische Figuren der Überforderung und des absurd Komischen. (IMDb)
*Das würde Chaplin auch später noch lange beibehalten, bis hin zu „Modern Times“, wo er mehrere Jobs annimmt, für die er als Persönlichkeit und aufgrund mangelnder Ausbildung / Kompetenz nicht geeignet ist. Sowohl Szenen seiner Tätigkeit als Fabrikarbeiter wie auch als – sic! – Kellner sind Ikonen der Filmgeschichte. „Die Nonsense- Maschine“ und „Chaplin als Kellner singt sinnigen Nonsense“ sind unsterblich.
b) Stellung im Werk Chaplins (als Regisseur und Darsteller)
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Dough and Dynamite gehört in Chaplins frühe Keystone-Phase (1914), in der er einerseits noch stark geprägt war durch den Stil der Keystone-Comedys von Mack Sennett, andererseits aber schon beginnend Elemente einführte, die später für sein Werk zentral waren. (Chaplin: Film by Film)
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Der Film war einer der finanziell erfolgreichsten Keystone-Zweireiler Chaplins. Er machte mehr als 130.000 USD im ersten Jahr. Damit war es wesentlich profitabler als viele seiner früheren Einrollen-Kurzfilme. (charliechaplin.com)
*Er war nach unseren Recherchen damit auch der zweitprofitabelste Film des Jahres überhaupt, nach dem für damalige Verhältnisse Mega-Hit „The Spoilers“, der mit 1.000.000 Dollar Einspielergebnis exakt die Millionengrenze erstmals gesprengt haben dürfte, selbst bekannt Werke wie „The Virginian“ (ca. 112.000 Dollar) bleiben hinter „Dough and Dynamite“ zurück. Das ist deshalb wichtig, weil der Erfolg dieser 30. Chaplin-Komödie maßgeblich dazu beigetragen haben dürfte, dass er bei Essanay, seiner zweiten Filmstation, ein für damalige Verhältnisse fürstliches Gehalt von 1.250 Dollar pro Woche erzielen konnte. Ein durchschnittlicher amerikanischer Angestellter verdiente damals etwa 600 bis 700 Dollar – im Jahr. Auf Platz 3 des Jahres liegt „Dough und Dynamite dann“, wenn man das Serial „The Million Dollar Mystery“ einbezieht, das aus 23 Filmen besteht und insgesamt 1,5 Millionen Dollar eingespielt hat.
Dough and Dynamite“ war damit zwangläufig auch der erfolgreichste Film Chaplins auf seiner ersten Station bei Keystone, da seine Zeit dort nur das Jahr 1914 umfasst.
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Auch stilistisch ist der Film ein Übergang: Chaplin beginnt hier stärker mit Plansequenzen und Schnitt zu experimentieren, nutzt Nahaufnahmen, dynamischere Aufbauten, eine stärkere Dramaturgie – also eine Entwicklung weg vom reinen Kinkerlitzchen-Slapstick hin zu komödiantischer Komplexität. (Chaplin: Film by Film)
c) „Firsts“ / Innovationen
Was in diesem Film zum ersten Mal oder besonders Neuerungen darstellen könnte:
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Zwei-Reel-Länge: Während Chaplin schon Ein-Reeler gemacht hatte, war Dough and Dynamite einer der ersten seiner Zwei-Reel-Keystone-Komödien, und in jedem Fall einer der längeren (ca. 28–33 Minuten je nach Fassung) zu dieser Zeit. (Chaplin: Film by Film).
*Nach meinen Recherchen die bisher längste, die zwei Rollen à 15 Minuten wurden vollständig ausgenutzt.
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Arbeitskampf / Sozialer Hintergrund: Es ist selten in frühen Slapstick-Comedies, dass Arbeitskonflikte, Streik etc. eingebaut werden. Zwar nicht tiefgehend, aber als Teil des Plots. Das war für Chaplin ein Thema, das gelegentlich wiederkehrt (z. B. Behind the Screen, Modern Times). (Chaplin: Film by Film)
*In Modern Times ist der Arbeitskampf ein Teil des Klassenkampfes, der auch die ebenfalls ikonische Big-Brother-Szene enthält, in welcher der Chef jede Nachlässigkeit über offenbar versteckte Kameras beobachtet, furchteinflößend auf einem riesigen Bildschirm erscheint und den Arbeiter zurechtweist. Damals war George Orwells „1984“ noch nicht geschrieben.
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Verstärkter Einsatz von Nahaufnahmen: Quellen erwähnen, dass dieser Film im Vergleich zu früheren Chaplin-Stücken mehr Close-Ups enthält und man Chaplin’s Gesicht/Mimik häufiger in größerem Rahmen sieht, z. B. solche Szenen wie Kopf in Falltür etc. (Chaplin: Film by Film)
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Komplexere Gag-Struktur / Aufbau der Komik: Nicht nur Einzelgag nach Einzelgag, sondern eine Dramaturgie, in der Situationen eskalieren und sich vorbereitende Elemente später in der Katastrophe zusammenlaufen. Zum Beispiel die Streik-Sabotage, der “schwere Brothefe / Teigberg / Explosion” als Höhepunkt. Dies zeigt schon einen Schritt von reinen Slapstick-Häppchen hin zu größer erzählter Comedy. (Chaplin: Film by Film)
*Auch in diesem Film bereitet Chaplin den strukturierten Gag vor, der später vor allem in der Slow-Burn-Variante ein Markenzeichen von Laurel & Hardy werden sollte – die Eskalation wurde dabei noch mehr zelebriert, das Timing war wesentlich exakter.
d) Tonalität des Films
Wie wirkt Dough and Dynamite in Stimmung, Tonalität, welches Gleichgewicht zwischen Humor, Groteske, sozialer Satire etc.:
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Definitiv komisch, laut, physisch, sehr stark Slapstick-orientiert, mit visueller Zerstörung, Chaos, körperlichem Humor („rohe Schläge“, Mehl, Teig, Explosion).
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Gleichzeitig aber nicht völlig absurd: Es gibt einen “Alltag” oder Rahmen (Kellner, Restaurant, Bäckerei, Streik), eine Art sozialer Hintergrund, so dass die Komik nicht völlig losgelöst, sondern in Interaktion mit realen Themen steht.
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Es gibt wenige bis keine sentimentalen oder rührenden Momente in dem Sinne, dass Chaplins Tramp zart umsorgt wird oder sich im seelischen Konflikt zeigt. Vielmehr zeigt sich eine Situation von Überforderung, Angst, panischem Reagieren, Lächerlichkeit, physischem Schmerz (komisch inszeniert), Explosion, Dreck etc. So wie du beobachtest: “das Rührende ist nicht vorhanden”, das passt sehr gut.
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Die Tonalität ist also in weiten Teilen roh, absurd, anarchisch, eine Eskalation von Witz zu purem Chaos. Aber es gibt auch Momente, die nicht völlig überdreht sind, etwa Alltagssituationen – z. B. der Umgang mit Kellnerarbeiten, der Kundenkontakt, kleinere Interaktionen, Konkurrenz zwischen Kollegen. Diese filtern das Grobe aus dem Alltäglichen heraus und sorgen dadurch für ein Schwingen zwischen Groteske und Normalleben.
e) Rezeption damals und heute
damals
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Zeitgenössische Kritiker lobten den Film. Zum Beispiel erwähnt Moving Picture World (Ausgabe vor Veröffentlichung), dass es “Two reels of pure nonsense, some of which is very laughable indeed. … There is a genuine laugh in nearly every scene and the picture is one of the cleanest ones that Keystone has done.” (Chaplin: Film by Film)
heutige Einschätzung
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Historiker und Chaplin-Kenner sehen Dough and Dynamite oft als wichtigen Meilenstein in Chaplins frühem Schaffen, als Film, in dem man schon deutliche Fortschritte erkennt gegenüber seinen früheren, kürzeren und oft einfacheren Einrollen-Komödien. Stilistisch, technisch, komödiantisch. (Chaplin: Film by Film)
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Gleichzeitig aber wird oft bemängelt, dass der Film noch nicht das emotionale Tief, die Zwischentöne und die Charaktertiefe späterer Chaplin-Werke zeigt. Das “Rührende” oder sentimentale Element, wie du sagst, das später sehr wichtig wird (z. B. The Kid, City Lights) ist hier nahezu nicht vorhanden. Viel Resistenz gegenüber der Roheit und der physischen Gewalt im Slapstick wird dem Zuschauer abegefordert, sofern er mehr die späteren Chaplin-Filme kennt.
*Vor allem gegenüber „The New Janitor“, in dem Chaplin sogar einen Alltagshelden aus seiner Figur macht, ist ein Rückschritt bemerkbar. Vielleicht ist der Begriff aber auch falsch: es handelt sich um eine andere Tonlage. Wenn Chaplin aus der Tramp-Figur heraustritt und betrunkene Mittelständler spielt („One a. m., 1915) verzichtet er bewusst darauf, Mitgefühl auszulösen, und in „Dough and Dynamite“ ist er ja nur ein halber Tramp, wie wir noch sehen werden. Er hat hier schon begriffen, dass er seine Figur variieren kann und damit auch die emotionale Tonlage eines Films auszudrücken vermag.
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Außerdem gibt es heute Diskussionen über die Versionen: welche Szenen erhalten sind, welche geschnitten wurden, wie restaurierte Fassungen vs. öffentliche Domäne-Versionen differieren. Manche Gags oder Szenen sind nur fragmentarisch überliefert.
f) Technische Besonderheiten
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Kameraführung / Schnitt: Der Film nutzt mehr Close-ups als einige früheren Chaplin-Komödien. Nahaufnahmen etwa bei Situationen, in denen Chaplin mit dem Kopf stecken bleibt oder aus Teig herauswächst. (Chaplin: Film by Film)
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Setdesign und Szenografie: Die Bäckerei/Restaurant-Kombination mit mehreren Räumen, Küche, Backstube im Keller, jeweils mit Zugang, Falltüren etc. Die räumliche Anlage wird genutzt für Slapstick – z. B. Falltür, Klappen, Treppen, verschiedene Ebenen. (IMDb)
*Zu dem für damalige Verhältnisse schicken Bäckerei-Café-Bistro und dem Keller, in dem gebacken wird, hatte ich eine klare Assoziation: Himmel und Hölle, Oberwelt für mittelständische Kunden, hell, hübsch aufgemacht, adrette Bedienstete, und unten schuften in einem gänzlich grauen und durch den Ofen außerdem heißen Raum die Arbeiter, ein ähnlicher Aufbau wie bei den damaligen Ozeandampfern mit prächtigen Decks, Kabinen, Speisesälen, unten die Heizer, die den ganzen Tag nichts tun als Kohlen in die gefräßige Dampfmaschinen schaufeln.
Die Zwischenräume, die einfacheren Passagierklassen hat man natürlich weggelassen, in diesem eher kleinen Setting. Dass die Arbeiter aufmucken, ist also verständlich, sie scheinen auf die Kellnerzunft auch etwas neidisch zu sein, dass sie radikal werden und eine Brotbombe entwerfen und platzieren, ist für damalige Verhältnisse ein ganz starker sozialer Kommentar, für eine solche Komödie, schließlich sind wir noch vor der russischen Oktoberrevolution. Chaplin hatte ein sehr waches soziales Bewusstsein, und das spielt er hier auf eine direktere Weise aus als nur durch das Lächerlichmachen von Autoritäten wie der Polizei, das viele Komiker, gerade bei Keystone mit den Keystone-Cops, pflegten.
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Effekte / Spezialrequisiten: Der Einsatz von dynamitgefülltem Brot als Sabotage-Element, Explosionen, große Mengen Teig, Mehl – alles das verlangt physische Requisiten, aufwändige Arbeit mit Requisiten und Chaos-Szenen. Für 1914 war das nicht trivial.
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Produktion und Aufwand: Der Film lief über Budget – Chaplin gab an, dass er etwa neun Tage Drehzeit brauchte, dass ausgegeben wurde über das gewöhnliche Budget hinaus. Auch wurde sein Regiehonorar (“$25 directing fee”) von Mack Sennett zurückgehalten, wegen Budgetüberschreitung. (Chaplin: Film by Film)
*Neun Tage waren schon deutlich mehr als bei seinen ersten Filmen, und wer weiß, ob ihm der soziale Part des Films nicht deshalb so gut gelungen ist, weil er sich über seinen Chef geärgert hatte.
g) Die Wirkung der Tramp-Figur als Kellner/Bäcker mit “passendem Oberteil” und Tramp-Hosen
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Diese Kombination – ein halbwegs passendes, professionelles Oberteil, aber die charakteristischen Tramp-Hosen, Schuhe etc. – ist typisches Chaplin-Design: Der Tramp ist eine Figur im Zwischenraum, weder ganz Teil der Ordnung noch völlig außerhalb. Die Kleidung spiegelt das: ein Versuch, sich in eine Rolle einzufügen (Kellner / Bäcker), aber das Unpassende bleibt sichtbar – die Hosen, die Art wie er sich bewegt, wie er stolpert.
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Humoristisch wichtig: Das Oberteil verspricht Kompetenz oder zumindest ein Versuch von Kompetenz (Uniform etc.), aber die Hose, andere Elemente, die Bewegungen, die Körperlichkeit zeigen Unbeholfenheit, Unangepasstheit. Das macht die Komik stärker: Er wirkt wie jemand, der versucht zu funktionieren in einer Umgebung, die ihm nicht liegt, und dabei scheitert, und auch eine gewisse Renitenz, einen Unwillen, sich unter- oder einzuordnen.
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Auch ästhetisch: Die Hosen sind Teil des ikonischen Tramps, sie verbinden diesen Film mit Chaplins Figur mehr allgemein. Wenn er also beruflich gekleidet teilweise professionell aussieht, wird der Kontrast umso größer zu seinen Patzern, körperlichen Fauxpas und Physis.
h) Rolle der Frauen im Film
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Es gibt weibliche Figuren: Kellnerinnen (z. B. Cecile Arnold), die Frau des Bäckers (Madame La Vie, Norma Nichols), Kundinnen etc. (spinnert.de)
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Ihre Rolle ist größtenteils dekorativ oder Nebenrolle – als Objekte von Flirt, Konkurrenz oder Reaktionen, nicht so sehr als Handlungstreiber. Z. B. gibt es eine Konkurrenz um das Lächeln der Kellnerinnen, was Chaplin und Conklin betrifft. (IMDb)
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Deine Beobachtung zur Frivolität: Cecile Arnold als Kellnerin verhält sich in manchen Szenen relativ “frech”, aktiv, körperlich involviert (sich in Teig setzen, Hände benutzen etc.). Das ist bemerkenswert, weil in vielen frühen Slapstick-Filmen Frauen sehr statisch, zurückhaltend oder bloßes Objekt sind. Hier wird ihre Mimik benutzt, ihre Reaktion ist sichtbar, sie hat teilweise eine Agenda – sie reagiert, lacht mit, wird Teil des Chaos, ist nicht nur passiv. Allerdings bleibt diese Rolle begrenzt; sie ist nicht wirklich Teil des Arbeitskonflikts, nicht die Initiatorin etc.
i) Ist es der bisher längste Film, in dem Chaplin aa) erschienen ist und bb) Regie geführt hat?
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Bis zu diesem Zeitpunkt (1914, bei Keystone) war Dough and Dynamite einer der längeren Kurzfilme Chaplins – Zwei-Reel-Komödien war nicht die Norm für ihn bis dahin. Aber nicht der erste Film, in dem er Regie führte oder auftrat (und auch nicht sein erster Zweirollen-Film).
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Als Regisseur: Er hatte schon vorher mehrere Filme selbst inszeniert (Chaplin begann sehr schnell, auch eigene Regie zu führen bei Keystone). Doch Dough and Dynamite war zumindest einer der längsten Regiearbeiten, die er bis dahin gemacht hatte.
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Der Film war insofern ein Spitzenreiter bei Länge und Komplexität unter Chaplins früheren Eigenregie-Werken, aber nicht unbedingt „der längste in jeder Hinsicht“ in seiner Filmographie bis dahin.
*Wir wollen an dieser Stelle nicht weiterforschen. Ich meine, die 33 Minuten, die in der Wikipedia ebenso wie in der IMDb angegeben werden, wurden bis dahin von keinem anderen Film mit Chaplin übertroffen. Der oben erwähnte Sechsrollen-Film entstand erst später bzw. wurde erst später veröffentlicht.
j) Deine Beobachtung: Handlung & ausgefeilte Gags, Großaufnahmen, Szenen
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Ja, viele Quellen bestätigen, dass Dough and Dynamite vergleichsweise ausgefeilte Gags enthält, und dass die Handlung nicht nur als Rahmen dient, sondern mit Eskalation und mehreren Teilhandlungen arbeitet. (Chaplin: Film by Film)
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Großaufnahmen: Quellen sehen, dass dieser Film mehr Close-Ups benutzt als frühere Chaplin-Komödien. Etwa die Szene, wie Chaplin’s Kopf in der Falltür steckt, oder wie er aus dem Teigberg herauskommt. Diese Szenen sind besonders stark im Ausdruck seiner Gestik und Mimik. (Chaplin: Film by Film)
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Schnitt & Versionen: Es gibt offenbar verschiedene Fassungen (28 Minuten vs. 33 Minuten), und Teile des Films könnten in manchen Versionen geschnitten sein. Quellen nennen etwa „Duration: approx. 28 mins“ wenn in Archive- oder restaurierten Versionen; IMDb etc. geben 33 Minuten an. (Chaplin: Film by Film)
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Deine Vermutung, dass bestimmte Szenen fehlen (z. B. der Bauchklatscher auf die Frau, oder dass die letzte Szene geschnitten ist) ist plausibel, denn viele frühe Filme sind in verschiedenen Versionen überliefert, oft mit verschiedenen Schnitten je nach Region, Zensur, Filmlänge etc. Ich konnte allerdings keine konkrete Quelle finden, die bestätigt, dass genau diese Szene in der Originalversion war und später entfernt wurde, oder kontinuierlich geschnitten ist.
k) Szenen und Versionen / Schnitt
*Habe ich aus Gründen der überwiegenden Wiederholung aus dem Text entfernt.
l) Schaustück von Chaplins Fähigkeiten: Mimik, Physis; Rückschritt beim Rührenden
Deine Bewertung trifft gute Punkte:
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Ja: Der Film ist in gewisser Weise ein Schaustück seiner körperlichen Komik und seiner Fähigkeit, visuelle Gags zu gestalten: körperliche Slapstick, Bewegung, Ausnutzung von Raum, Requisiten, Timing, Gesichtsausdruck. Szenen wie Kopf in Falltür, Teig, Mehl etc. geben viel Raum für solche physische Komik.
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Gleichzeitig: Das „Rührende“, das Empathische, die sentimentale Seite, die später bei Chaplin oft sehr präsent ist, ist hier kaum vorhanden oder zumindest kaum betont. Der Tramp ist hier nicht als leidender Außenseiter in größerem sozialen Sinn, sondern als Clown, der Chaos stiftet. Deine Beobachtung, dass er “einen Schritt zurück” macht in der Rührkomponente, ist stimmig. Manche Momente mildern das Grobe, aber sie sind flüchtig.
*Wie oben angedeutet: Es ist vielleicht nur eine Variante, die er auch später in manchen Filmen noch mehr als in anderen angewendet hat. Auch ein grundsätzlich romantisch veranlagter Mensch wie Charles Chaplin brauchte hin und wieder eine Erholung von seiner Tramp-Sentimentalität. Mir fällt z. B. auch „Der Pilger“ (1921) ein, der ziemlich kontrovers besprochen wird, weil er gegen die Tramp-Ideologie verstößt und außerdem als deutlich gegen geheuchelte Frömmigkeit, personifiziert durch einen falschen Priester, gerichtet angesehen werden kann.
m) Anmerkungen zu Cecile Arnold und Frivolität
Du bemerkst, dass Cecile Arnold Szene zeigt, in der sie in Teig sitzt, mit Händen draufhaut, und über den Rücken/den Körper weiße Teig-/Mehl-Flecken bekommt, bis Gesicht etc., und ihre Mimik wirkt “frecher” als in vielen Keystone-Frauenrollen sonst.
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Das ist ein treffender Blick. Cecile Arnold war bekannt dafür, in einigen Kurzfilmen von Chaplin und anderen Komikern als “sexy” bzw. als Vamp oder Reizfigur aufzutreten, aber in Dough and Dynamite wird sie nicht nur als Dekoration genutzt, sondern aktiv Teil des physischen Chaos: ihr Kleid, der Körper, ihre Reaktion sind nicht nur Zuschauerin, sondern Teil des Slapsticks.
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Solche Szenen können als kleine Aufweichung der klassischen Geschlechterrollen gelten – die Frau ist nicht nur passiv, sondern sie partizipiert körperlich, sie ist sichtbar betroffen, wird eingesaut, macht mit etc. Damit wirkt die weibliche Figur hier lebendiger und individueller als in vielen blanken Slapstick-Stücken, in denen Frauen oft stumm bleiben, nur als Auslöser oder Ziel eines Witzes.
*“Eingesaut“ (den Begriff verwendet die KI) wurden Frauen auch in anderen Filmen aus der Ära des derben Slapstick-Humors, aber nach meinen bisherigen Beobachtungen eher nicht in der Form, dass sie sich selbst unbekümmert ins Mehl setzen, sondern eher, dass sie im Getümmel zum Beispiel Torten ins Gesicht bekommen.
Zusammenfassung und Antwort auf deine Punkte
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Dein Punkt |
Einschätzung laut Quellen |
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Es gibt “mindestens zwei Großaufnahmen” (z. B. Kopf in Falltür, Austreten aus Teigberg) |
Ja, Quellen bestätigen den Einsatz von Nahaufnahmen (Close-ups) bei wichtigen visuellen Momenten. (Chaplin: Film by Film) |
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Version mit 28 Minuten, und dass sie unvollständig sein könnte, besonders Schluss oder rohe Szenen |
Ja, es gibt Versionen mit ca. 28 Minuten und solche mit ca. 33 Minuten. Unterschiedliche Fassungen, wahrscheinlich geschnittene Szenen. Keine definitive Quelle für genau alle deine benannten Szenen, aber es ist plausibel. (Chaplin: Film by Film) |
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Kein Rührendes, eher Rohe Komik, aber nicht komplett überdreht |
Ja, das entspricht der heutigen Einschätzung. Der Film ist physisch und roh, aber nicht überwältigend brutal oder nicht-satirisch – er hält eine Grenze. Der Tramp bleibt sympathisch genug, aber die emotionale Tiefe fehlt. |
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Cecile Arnold’s frechere Rolle, Frivolität |
Ja, deine Beobachtung wird durch Quellen gestützt insofern, dass sie als einer der weiblichen Figuren agiert, Teil des physischen Chaos ist. Sie spielt keine passive Rolle. |
Weitere offene Fragen / vertiefende Bemerkungen
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Originalfassung vs. überlieferte Versionen: Wie bei vielen frühen Stummfilmen sind Teile verloren, verändert oder geschnitten. Zensurbestimmungen, regionale Unterschiede, Restaurierung und Archivinhalte führten dazu, dass verschiedene Versionen existieren. Es wäre spannend, eine archivische Version oder historisches Drehbuch zu konsultieren, um zu prüfen, ob bestimmte Szenen original waren.
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Bezug zu späteren Werken: Manche Gags oder Motive in Dough and Dynamite tauchen später in Chaplins Arbeit wieder auf (z. B. Explosion, arbeitende Menschen, sozialer Konflikt, physische Komik, Teig/Mehl etc.). Es ist Teil seiner künstlerischen Entwicklung. Der Arbeiter-Streik z. B. erinnert später an Behind the Screen (1916) und Modern Times (1936). (charliechaplin.com)
Finale
Ein „First“ gibt es auch bei uns, nämlich die bisher am weitesten gehende Synthese aus eigenem und KI-Text, sie ist auch weitgehend gelungen, trotz der Redundanzen, die immer noch sichtbar sind. Wir werden trotzdem nicht bei allen Rezensionen so weit gehen wie hier, mit der Einbindung künstlicher Intelligenz. Bei diesen vor allem historisch bedeutsamen Filmen empfiehlt sich das jedoch wegen der vielen Daten, die man mit KI-Einsatz rasch und einigermaßen sicher erheben kann, besonders.
Wenn Chaplin geahnt hätte, wie man heute seine Filme mit Hilfe von Technik betrachten kann, was hätte er dazu gesagt, als jemand, der als Vertreter alter Werte, als „Viktorianer“ im Herzen, galt? Wir sind uns bei dieser Zuschreibung ohnehin nicht sicher, zumindest sollte man sie nicht über das gesamte Werk legen wie ein Netz, aus dem das Werk nicht mehr herauskommt. Dass er kritisch gegenüber der Moderne war, zeigt ja „Moderne Zeiten“ ohnehin sehr gut, wie 21 Jahre später wieder „Ein König in New York“. Aber im Jahr 1914 ist noch alles händisch, und mich hat es beeindruckt, wie Chaplin sich hier Zeit genommen hat, an seinem Ausdruck zu feilen. In Sachen Variabilität der Mimik, der Gestik, der physischen Komödie halte ich diesen Film für den besten von seinen 30, die er bis dahin gedreht hatte.
Handlungsseitig ist sicher „The New Janitor“ mehr aus einem Guss, weil Chaplin in „Dough and Dynamite“ viel mit unterschiedlich intensivem Ausspielen von Gags experimentiert hat. Dabei hat er sogar die Erwartungen der Zuschauer düpiert, wie in der Müllecke-Zaun-Szene, in welcher er genauso von den draußen stehenden Arbeitern eins überkriegt wie zuvor Chester Conklin, während ich erwartet hatte, dass er sich schlauer verhält. Freilich ist das eine Erwartung bei einer Sichtung 111 Jahre nach dem Entstehen des Films. Ein für damalige Verhältnisse herausragender Titel übrigens, der allein schon die Zuschauer in die Kinos gelockt haben dürfte, und, das darf man nicht vergessen, sich auf einen Film bezieht, der entstand, als in Europa schon der Krieg tobte, den man heute als den Ersten Weltkrieg bezeichnet.
Ich wage einen Ausfallschritt. Während die IMDb-Nutzer:innen im Durchschnitt 5,9/10 vergeben und den Film damit leicht hinter „The Rounders“ (6,2) und „The New Janitor“ (6,1) zurückstellen, gebe ich für einen vorausweisenden und summarisch sehr gelungenen Film mit großen sozialen und kleinen frivolen Spitzen, bei dem außerdem keine Sonderabzüge wegen nicht angängiger kultureller Darstellungen zu berücksichtigen sind
70/100.
2025 Der Wahlberliner, Thomas Hocke
| Stab | |
|---|---|
| Regie | Charles Chaplin |
| Drehbuch | Mack Sennett |
| Produktion | Mack Sennett |
| Kamera | Frank D. Williams |
| Schnitt | Syd Chaplin |
| Besetzung | |
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„Dough and Dynamite“ von Charles Chaplin aus dem Jahr 1914. Schreiben Sie bitte eine ausführliche Analyse von mindestens 1.300 Wörtern zu dem Film und berücksichtigen Sie bitte folgende Aspekte: a.) Besonderheiten des Films, b.) Stellung des Films im Werk des Regisseurs / Darstellers Chaplin, c.) gab es in dem Film „Firsts“, etwas, das erstmalig bei Chaplin vorkam oder eine Innovation im Allgemeinen darstellte, d.) wie ist die Tonalität des Films, e.) Wie ist der Film damals rezipiert worden und wie ist die Einschätzung heute, f.) gibt es technische Besonderheiten g.) wie wirkt Chaplins Tramp-Figur als Kellner, der Brot backen muss, mit dem berufsmäßig passenden Kellner-Oberteil, aber den Tramp-Hosen, h.) wie ist die Rolle der Frauen in dem Film? i.) Ist es der bisher längste Film, in dem Chaplin aa.) erschienen ist und bb.) Regie geführt hat? j.) Meine Beobachtung ist, dass der Film nicht nur eine komplette und relativ vielschichtige Handlung hat, inklusive sozialem Sprengstoff im wörtlichen Sinne, sondern aus vergleichsweise ausgefeilte Gags, die recht gut aufeinander aufbauen und sogar mindstens zwei Großaufnahmen von Chaplin, wie er mit dem Kopf in der Falltür klemmt und wie er aus dem explosionsgerührten Teigberg wieder auftaucht. Leider ist diese letzte Szene offenbar geschnitten. k.) Es gibt ein, zwei Schnitte in dem Film, die darauf hindeuten könnten, dass die 28-Minuten-Version, die ich gesehen habe, nicht ganz vollständig ist (Schluss), aber auch schon im ursprünglichen Film enthalten gewesen in könnten, z. B. wird weggeschnitten, als Chaplin der rundlichen Frau von Conklin auf den Bauch haut, weil es zu roh ist. l.) Kann man sagen, der Film ist ein Schaustück Chaplins bisheriger Fähigkeiten in Mimik und Physis, aber er geht einen Schritt zurück, was das Rührende betrifft, das in diesem Film überhaupt nicht vorhanden ist, sondern wieder eher das Rohe, aber ein wenig differenziert, es gibt auch Momente, in denen er es nicht voll ausspielt. m.) Ein paar Anmerkungen zu Cecile Arnold und einer Frivolität in dem Film, die mich erstaunt hat, wie sie sich in den Teig setzt, mit den Händen draufhaut und immer mehr weiße Stellen hinten und bis zum Gesicht hinauf bekommt (ihre Kollegin ebenso, aber sie sitzt im Hintergrund, also sind die Augen mehr auf Arnold gerichtet) und auch ihre Mimik wirkt deutlich frecher als in den Keystone-Komödien, die ich bisher gesehen habe, bei Frauen üblich.
Eine chronologisch geordnete Übersicht aller Charlie-Chaplin-Kurzfilme aus dem Jahr 1914 (Keystone- Periode), mit Premieren-Datum, Rollenlänge (One / Two / Split reel) und dem Regiehinweis (ob Chaplin Regie führte oder ein anderer Regisseur). Die Angaben basieren auf den offiziellen Chaplin-Quellen und der z usammenfassenden Filmographie (Wikipedia / CharlieChaplin.com). (Wikipedia)
Hinweis: „Except where noted, all films were one reel“ — das heißt: wenn in zeitgenössischen Quellen keine anderslautende Angabe steht, ist es ein One-Reeler. Ich habe die Filme deshalb explizit als Two reel oder Split reel gekennzeichnet, wenn die Quellen das ausweisen.
Chaplins Filme 1914 (Keystone) — chronologisch
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Making a Living — Released: 2 Feb 1914 — Length: One reel — Director: Henry Lehrman. (charliechaplin.com)
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Kid Auto Races at Venice — Released: 7 Feb 1914 — Length: Split reel (mit kurzem Educational) — Director: Henry Lehrman. (Erste veröffentlichte Erscheinung der Tramp-Figur.) (charliechaplin.com)
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Mabel’s Strange Predicament — Released: 9 Feb 1914 — Length: One reel — Director: Mabel Normand. (In diesem Film wurde das Tramp-kostüm erstmals verwendet — wurde aber nachträglich so datiert.) (charliechaplin.com)
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A Thief Catcher — Released: 19 Feb 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone-Regie; Fundprint 2010 bestätigte Chaplins Auftritt). (Wikipedia)
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Between Showers — Released: 28 Feb 1914 — Length: One reel — Director: Henry Lehrman. (charliechaplin.com)
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A Film Johnnie — Released: 2 Mar 1914 — Length: One reel — Director: Mack Sennett. (charliechaplin.com)
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Tango Tangles — Released: 9 Mar 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone-Regie / Ensemble) — Chaplin Mitwirkung. (Wikipedia)
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His Favourite Pastime — Released: 16 Mar 1914 — Length: One reel — Director: George Nichols. (charliechaplin.com)
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Cruel, Cruel Love — Released: 26 Mar 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone) . (Wikipedia)
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The Star Boarder — Released: 4 Apr 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone). (Wikipedia)
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Mabel at the Wheel — Released: 18 Apr 1914 — Length: Two reels — Director: Mabel Normand (Chaplin: Darsteller). — Bemerkung: Ja — Mabel at the Wheel ist ein Two-Reeler, wenn auch kürzer als spätere Two-Reel-Chaplin-Stücke. (Wikipedia)
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Twenty Minutes of Love — Released: 20 Apr 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone). (Wikipedia)
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Caught in a Cabaret — Released: 27 Apr 1914 — Length: Two reels — Director: Mabel Normand (Co-writer: Mabel Normand / Chaplin Mitwirkung). (Wikipedia)
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Caught in the Rain — Released: 4 May 1914 — Length: One reel — Regie / Szenario: Charles Chaplin (in der Filmografie als sein erster Film genannt, bei dem Szenario und Regie ausschließlich ihm zugeschrieben werden). (charliechaplin.com)
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A Busy Day — Released: 7 May 1914 — Length: Split reel — Director: (Keystone). (Wikipedia)
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The Fatal Mallet — Released: 1 Jun 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone). (Wikipedia)
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Her Friend the Bandit — Released: 4 Jun 1914 — Length: One reel — Director: (Co-directed Mabel Normand; Film gilt als verloren). (Wikipedia)
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The Knockout — Released: 11 Jun 1914 — Length: Two reels — Director: (Keystone; Chaplin Mitwirkung). (Wikipedia)
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Mabel’s Busy Day — Released: 13 Jun 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone). (Wikipedia)
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Mabel’s Married Life — Released: 20 Jun 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone). (Wikipedia)
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Laughing Gas — Released: 9 Jul 1914 — Length: One reel — Director: Charles Chaplin. (Wikipedia)
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The Property Man — Released: 1 Aug 1914 — Length: Two reels — Director: Charles Chaplin. (Wird oft als Chaplins erster Two-Reeler als Regisseur/Autor/Hauptdarsteller genannt.) (Wikipedia)
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The Face on the Barroom Floor — Released: 10 Aug 1914 — Length: One reel (Angelehnt an Gedicht) — Regie / Mitwirkung: Chaplin Darsteller. (Wikipedia)
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Recreation — Released: 13 Aug 1914 — Length: Split reel — Director: (Keystone). (Wikipedia)
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The Masquerader — Released: 27 Aug 1914 — Length: One reel — Director: Chaplin (er spielt eine Art Doppelrolle / Film-in-der-Film Motive). (Wikipedia)
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His New Profession — Released: 31 Aug 1914 — Length: One reel — Director: Charles Chaplin. (Wikipedia)
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The Rounders — Released: 7 Sep 1914 — Length: One reel — Co-Starring: Roscoe Arbuckle (Chaplin Mitwirkung). (Wikipedia)
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The New Janitor — Released: 24 Sep 1914 — Length: One reel — Director: (Keystone / Chaplin Mitwirkung). (Wikipedia)
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Those Love Pangs — Released: 10 Oct 1914 — Length: One reel — Director: Charles Chaplin. (Wikipedia)
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Dough and Dynamite — Released: 26 Oct 1914 — Length: Two reels (ca. 28–33 min, je nach Fassung) — Director: Charles Chaplin. (Wegen Umfang und Komplexität eines seiner wichtigsten Keystone-Two-Reeler.) (Wikipedia)
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Gentlemen of Nerve — Released: 29 Oct 1914 — Length: One reel — Mitwirkung: Chaplin. (Wikipedia)
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His Musical Career — Released: 7 Nov 1914 — Length: One reel — Director: Charles Chaplin. (Wikipedia)
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His Trysting Place — Released: 9 Nov 1914 — Length: Two reels — Director: Charles Chaplin. (Wikipedia)
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Getting Acquainted — Released: 5 Dec 1914 — Length: One reel — Director: Charles Chaplin. (Wikipedia)
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His Prehistoric Past — Released: 7 Dec 1914 — Length: Two reels — Director: Charles Chaplin. (Wikipedia)
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Tillie’s Punctured Romance — Released: 21 Dec 1914 — Length: Six reels (Feature) — Director: Mack Sennett; Chaplin: Darsteller (Nebendarsteller) — Bemerkung: Chaplin war hier nicht Regisseur; der Film erschien nach den Keystone-Kurzfilmen des Jahres. (Wikipedia)
Kurz-Kommentar zur Genauigkeit / Hinweise
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Die obigen Angaben entstammen der zusammengeführten Filmographien (offizielle CharlieChaplin.com-Filmtexte und der Wikipedia-Filmographie). Beide Quellen sind die Standardreferenzen für Chaplin-Daten und stimmen in den Daten weitgehend überein; ich habe beide als Primärstützen genutzt. (charliechaplin.com)
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Reel-Angaben: Wikipedia markiert explizit jene Titel, die Two reels oder Split reel sind; alle nicht ausdrücklich markierten Einträge werden dort als one reel geführt. (Wikipedia)
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Regie: Chaplin übernahm im Laufe von 1914 sukzessive mehr Regiearbeit; frühe Filme (Feb–März) kamen noch unter Regisseuren wie Henry Lehrman, Mabel Normand, Mack Sennett oder George Nichols heraus. Ab Frühjahr/Frühsommer 1914 finden sich mehr und mehr Filme, bei denen Chaplin Drehbuch/Regie übernimmt (z. B. Caught in the Rain, The Property Man, Laughing Gas, und später Dough and Dynamite, His Trysting Place, His Prehistoric Past). (charliechaplin.com)
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