Filmfest 1418 Cinema
Schlag 12 in London (Originaltitel: The Two Faces of Dr. Jekyll) ist ein Horror–Drama der britischen Film-Produktion Hammer aus dem Jahr 1960, basierend auf Robert Louis Stevensons Erzählung Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Die Hauptrolle spielte Paul Massie, Regie führte Terence Fisher. Alternativtitel ist Das zweite Gesicht des Dr. Jekyll.
Die Werbezeile lautete: “Sometimes, Terror Has A Handsome Face!” („Manchmal verbirgt sich das Grauen hinter einem attraktiven Gesicht!“).
- Lexikon des internationalen Films: „Ein Wissenschaftler verwirklicht unter dem Einfluss von Drogen sein „zweites Ich“ und wird zum mehrfachen Mörder. Pseudo-wissenschaftlich verbrämter Kriminalfilm; mehr verworren als spannend.“[1]
- Cinema: „“Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ nach Art der „Hammer“-Studios: Hier ist der Doktor ein Schwächling, der Mister dagegen ein gutaussehender, weltgewandter Typ! Stellenweise unfreiwillig komisch.“
Während in den meisten Filmadaptionen des Jekyll & Hyde-Themas die Figur des Edward Hyde ein finsteres bis groteskes Make-up erhält, verzichtete Hammers Maskenbildner Roy Ashton hier gänzlich auf ein solches, wodurch Hyde das Erscheinungsbild eines gutaussehenden jungen Mannes hat. Im Gegenteil wurde Paul Massie für die Jekyll-Szenen mit Perücke, Bart und künstlichen Tränensäcken älter und unattraktiver geschminkt.
Uns hat die offenbar etwas schräge Verfilmung des Jekyll-und-Hyde-Themas seinerzeit offenbar recht gut gefallen. Allerdings haben wir damals weitere Verfilmungen, wie die umstrittene 1941er Adaption mit Spencer Tracy und Ingrid Bergman noch nicht gekannt und vor allem nicht die meisterliche Verfilmung von 1931 mit Fredric March als Doktor und Dämon. Da wir vorerst keine Werkschau mit allen erhältlichen Jekyll-und-Hyde-Filmen planen, belassen wir es bei dieser Rezension für einen FIlm, der vielleicht kein solcher Hammer war wie andere Filme aus den Hammer-Studios, die Ende der 1950er eine grell ausgeleuchtete Grusellandschaft aufbauten, die sich ins britische Kino gar nicht so schlecht einfügt.
2025, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke
Kursiv und tabellarisch: Wikipedia
| Regie | Terence Fisher |
|---|---|
| Drehbuch | Wolf Mankowitz |
| Produktion | Michael Carreras |
| Musik | David Heneker, Monty Norman |
| Kamera | Jack Asher |
| Schnitt | Eric Boyd-Perkins |
|
Besetzung |
|
|
|
Entdecke mehr von DER WAHLBERLINER
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

