Briefing Geopolitik, USA, EU, Grönland, Trump, Stephen Miller, Reaktion, Venezuela, Angriff, NATO-Beistandspflicht, EUV Art. 42.7, NATO Art. 5, Joint Statement, Gemeinsame Erklärung
Update 2 23.01.2026
Es ist vierzehn Tage her, dass einige EU-Staatschefs ein gemeinsames Statement zu Grönland abgegeben hatten (siehe unten und hinter diesem Link), inzwischen ist wieder so viel passiert. Zuletzt dies: Das Weltwirtschaftsforum hat in Grönland getagt. Überraschend hat Donald Trump dort seine Drohgebärden gegenüber Dänemark und der EU zurückgenommen. Vorerst, wie immer bei ihm, aber zunächst scheint sich die Lage entspannt zu haben. Woran lag es aber? Einen Grund könnten wir auf dieser Grafik sehen, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde:
US-Öffentlichkeit lehnt Grönland-Übernahme überwiegend ab

Natürlich haben wir es nicht bei der Darstellung der Grafik belassen, den Begleittext aber nicht 1:1 abgebildet, sondern gewürdigt, dass er sprachlich und inhaltlich auffallend gut gestaltet ist und uns daher auf eine Zusammenfassung beschränkt. Aber der Mehrwert ür Sie wäre damit nicht gegeben. Dieser liegt in der nachfolgenden Analyse.
a.) Zusammenfassung des Statista-Begleittextes
Die aktuelle Statista-Infografik (Stand 20. Januar 2026) basiert auf einer Umfrage von YouGov im Auftrag des Economist. Die Kernaussage ist eindeutig: Die US-Öffentlichkeit steht Trumps Annexionsplänen extrem skeptisch gegenüber.
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Breite Ablehnung: Insgesamt lehnen 68 % der US-Amerikaner eine Übernahme Grönlands ab.
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Wenig Überzeugungspotenzial: Selbst die Idee, die Grönländer von einer Zugehörigkeit zu den USA zu überzeugen (statt einer harten Übernahme), wird von 64 % abgelehnt. Nur 13 % befürworten diesen Weg.
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Parteiliche Spaltung: Während die Ablehnung bei den Demokraten fast geschlossen ist, sind auch die Republikaner gespalten: 41 % lehnen das Vorhaben ab, während nur 25 % es unterstützen.
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Hintergrund der Eskalation: Trump hatte Grönland in seiner Rede vor dem Kongress im März 2025 zur „nationalen Sicherheitsfrage“ erklärt. Die Rhetorik verschärfte sich im Januar 2026 massiv, als er Zölle gegen skandinavische Länder androhte und militärische Mittel nicht mehr ausschloss, nachdem ihm der Friedensnobelpreis verwehrt geblieben war.
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Völkerrechtliche Hürden: Der Text betont, dass ein Angriff auf die Souveränität Dänemarks (als NATO-Mitglied) die Weltordnung erschüttern würde und im Inland politisch kaum vermittelbar ist.
b.) Analyse: Warum der abrupte Kurswechsel?
Dass Trump nach den massiven Drohungen der letzten Wochen nun „auf die Bremse tritt“ und sich in Davos (21. Januar 2026) versöhnlicher gab, hat handfeste wirtschaftliche und geostrategische Gründe. Führende Medien wie die NZZ, SRF und der Spiegel nennen folgende Faktoren:
1. Die „Finanzwaffe“ der Europäer
Europa hat ein empfindliches Druckmittel gefunden: die US-Staatsverschuldung. Dänische Pensionskassen und europäische Investoren drohten damit, US-Staatsanleihen massenhaft abzustoßen. Da sich die USA zunehmend über kurzfristige Papiere finanzieren, hätte ein solcher „Kapitalstreik“ eine US-Finanzkrise auslösen können. Ein Warnschuss kam bereits von der dänischen Lehrer-Pensionskasse, die US-Anleihen im Wert von 100 Millionen Dollar abstieß.
2. Der „Rutte-Deal“ als gesichtswahrende Lösung
NATO-Generalsekretär Mark Rutte scheint einen Kompromiss vermittelt zu haben. Statt einer vollständigen Übernahme (die völkerrechtlich unmöglich ist), sieht der Deal eine massive Ausweitung der NATO-Präsenz in der Arktis vor.
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Die USA erhalten erweiterte Zugriffsrechte auf Stützpunkte und Ressourcen-Sicherung gegen China/Russland.
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Dänemark behält die Souveränität.
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Dies erlaubt es Trump, einen „Sieg“ für die nationale Sicherheit zu verkünden, ohne einen echten Krieg mit Verbündeten zu riskieren.
3. Geostrategische Realpolitik (China & Russland)
Trumps Hauptsorge ist der Einfluss Chinas in der Arktis. Grönland verfügt über riesige Vorkommen an Seltenen Erden (unverzichtbar für High-Tech und Militär), die derzeit noch zu 60 % von China kontrolliert werden. Experten weisen jedoch darauf hin, dass der Abbau in Grönland extrem teuer und langwierig ist. Trump hat wohl eingesehen, dass eine militärische Eskalation die Region instabil machen und Investitionen eher abschrecken würde, was wiederum China in die Hände spielen könnte.
4. Das Risiko des „NATO-Todes“
Führende Diplomaten (wie Wolfgang Ischinger) warnten, dass eine Annexion Grönlands das Ende der NATO bedeuten würde. Da Trump die NATO in seiner zweiten Amtszeit bisher eher als Instrument für US-Interessen genutzt hat, wäre die Zerstörung des Bündnisses für dieses eine Ziel ein zu hoher Preis – zumal er seine Basis mit „America First“ eher auf wirtschaftliche Dominanz als auf teure territoriale Neubesetzungen einschwört.
Fazit: Trump scheint realisiert zu haben, dass die wirtschaftlichen Kosten (Zölle, Finanzmarktreaktionen) und der diplomatische Totalschaden in keinem Verhältnis zum symbolischen Gewinn einer „Insel-Kauf-Urkunde“ stehen.
Warum Trump Grönland kaufen will
Dieses Video erläutert die historischen Hintergründe und die strategische Bedeutung Grönlands für die USA, was hilft, Trumps Motivationen trotz des aktuellen Rückzugs besser zu verstehen.
Den Rutte-Deal und was damit zusammenhängt, haben wir uns noch einmal etwas näher angeschaut:
Sehr gerne. Hier sind die Details zum „Rutte-Deal“, die Rollen der EU-Staaten und die Einordnung der Hintergründe basierend auf dem Video und der aktuellen Nachrichtenlage (Stand 23. Januar 2026).
1. Der „Rutte-Deal“: Gesichtswahrung statt Landkauf
Nach den massiven Drohungen der letzten Wochen hat der NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Davos ein Rahmenabkommen vermittelt, das Donald Trump einen politischen Ausweg ermöglicht, ohne die Souveränität Dänemarks anzutasten.
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Kern des Deals: Der Verteidigungsvertrag von 1951 wird neu verhandelt. Statt Grönland zu kaufen, erhalten die USA weitgehende Rechte, ihre Militärpräsenz massiv auszubauen.
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Modell Zypern: Im Gespräch ist ein Status für US-Basen, der dem der britischen Militärbasen auf Zypern ähnelt (hoheitliche Rechte für die USA auf einem begrenzten Areal).
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„Golden Dome“: Grönland soll vollständig in das US-Raketenabwehrsystem integriert werden. Trump kann dies als Sieg für die „nationale Sicherheit“ verkaufen, während Dänemark formal der Besitzer bleibt.
2. Die Rolle der EU-Staaten: Ein seltener Moment der Geschlossenheit
Dass Trump „auf die Bremse getreten“ ist, liegt maßgeblich am koordinierten Widerstand der Europäer, die diesmal nicht nur protestiert, sondern gedroht haben:
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Dänemark & Frankreich: Diese beiden Länder zeigten militärische Präsenz. Dänemark entsandte Kriegsschiffe (wie die HDMS Knud Rasmussen) nach Nuuk, und es gab Berichte über eine verstärkte französische Unterstützung vor Ort. Das signalisierte: Eine militärische Eskalation würde gegen NATO-Partner gehen.
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Der EU-Zoll-Schild: Die EU-Kommission und das Europaparlament (unter Roberta Metsola) reagierten extrem hart. Sie drohten mit automatischen Gegenzöllen im Wert von 93 Milliarden Euro auf US-Waren. Da Trump gerade erst ein Handelsabkommen mit der EU ausgehandelt hatte, stand für die US-Wirtschaft zu viel auf dem Spiel.
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Deutschland (Kanzler Merz): Merz nutzte Davos für eine klare Botschaft: „Land zu erobern ist im 21. Jahrhundert nicht akzeptabel.“ Er bot jedoch gleichzeitig eine engere Zusammenarbeit in der Arktis an, was Trump die Brücke zur Deeskalation baute.
3. Analyse des Videos: Warum überhaupt Grönland?
Das Video von BR24 ergänzt die geostrategische Logik hinter Trumps Fixierung auf die Insel:
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Der „Immobilien-Instinkt“: Der Politologe Michael Paul erklärt im Video, dass Trump als ehemaliger Immobilienentwickler Grönland als den „größten Deal seines Lebens“ sieht. Er betrachtet Territorium als Sachwert.
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Rohstoff-Schatzkammer: Unter dem Eis liegen gigantische Vorkommen an Erdöl, Erdgas, Gold und Seltenen Erden. Da das Meereis schmilzt, werden diese Ressourcen und neue Schifffahrtsrouten (Nordostpassage) ab ca. 2030 wirtschaftlich nutzbar. Die USA wollen hier China zuvorkommen, das bereits versucht hat, in grönländische Flughäfen zu investieren.
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Militärische Realität vs. Rhetorik: Das Video stellt klar, dass die USA bereits die Pituffik Space Base (ehemals Thule Air Base) besitzen. Experten betonen, dass man diese Basis einfach ausbauen könnte, ohne die ganze Insel zu kaufen. Trumps Argument, Dänemark tue nicht genug für die Sicherheit (sein Witz über den „zusätzlichen Hundeschlitten“), dient eher als Vorwand für den Expansionsdrang.
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Die Stimmung vor Ort: Interessant ist die Reaktion der Grönländer. Während Trump von einem „Deal“ spricht, zeigen die Bewohner in Nuuk den Kameras oft nur den Mittelfinger. Sie wollen weder von Dänemark noch von den USA bevormundet werden.
Fazit des Kurswechsels
Trump ist zurückgewichen, weil der wirtschaftliche Preis (EU-Zölle) und das Risiko einer Finanzkrise (durch den angedrohten Abstoß von US-Staatsanleihen durch europäische Fonds) unmittelbar gefährlicher für seine Wiederwahlchancen waren als der Verzicht auf den Grönland-Kauf. Der „Rutte-Deal“ erlaubt es ihm nun, als „Arktis-Schützer“ dazustehen, ohne einen Krieg mit der NATO anzuzetteln.
Soll ich Ihnen noch mehr Details zu den wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen der EU oder zu den spezifischen Rohstoffvorkommen in Grönland heraussuchen?
Kurzkommentar
Bisher hatte man den niederländischen NATO-Chef eher für einen wachsweichen Trump-Flüterer gehalten. Er hat auch geflüstert, aber zusammen mit den übrigen benannten Komponenten hat sein Wirken tatsächlich etwas bewegt. Wie lange dieser Kompromiss halten wird, weiß man nicht. Allein Trumps Aufmerksamkeitssucht muss ständig neue Betätigungsfelder finden, und wer weiß, wann Grönland wieder an der Reihe ist. Reibungspunkte mit der EU gibt es außerdem genug, das kann immer wieder zu einem Rückgriff auch auf die Grönland-Thematik führen.
Das Erstaunliche an den obigen Darstellungen: Das wusste Trump alles auch vorher. Ging er davon aus, dass die Reaktion der EU noch schwächer ausfallen würde? Es sprechen ja sowieso nie alle mit einer Stimme, auch dieses Mal gab es auffällige Unterschiede bei den Reaktionen der 27 Staaten. Vor allem die Nicht-Statements einiger Mitglieder, die sich auch sonst nicht sehr für Europa engagieren, sind beredt.
Vielleicht noch ein paar Worte zur Grafik. Auf den ersten Blick sieht die Ablehnung von Trumps aggressiver Politik überwältigend aus, weil die roten Balken viel länger sind als die grünen. Aber nur, wenn man Ablehnende und Zustimmende alleine betrachtet. Dass bei den Anhänger:innen der Republikaner nicht weniger als 59 Prozent entweder für ein Mafia-Angebot, das man aus finanziellen Gründen nicht ablehnen kann, nicht vollkommen verschlossen sind und 53 Prozent nicht klar einen Angriff auf Grönland ablehnen (die Sowieso-Befürworter und die Unsicheren addiert), sagt einiges darüber aus, wie brutal Teile der US-Gesellschaft an der Macht der Reichen und Mächtigen teilhaben wollen, ohne dass ihnen selbst dies Vorteile bringt. Auch bei den MAGA-Anhängern scheint der Isolationismus immer nur dann eine wichtige Rolle zu spielen, wenn man nicht billig auf Schwächere einwirken kann.
TH
Update 07.01.1026
Gestern kam es zu einer gemeinsamen Erklärung mehrerer europäischer Staatschefs anlässlich der seitens der US-Administration geäußerten Absicht, Grönland zu besetzen, notfalls mit Gewalt. Wir haben es hier abgebildet.
Man kann froh sein, dass Friedrich Merz vermutlich nicht der Hauptverfasser dieses Papiers ist, sonst wäre es nicht so deutlich ausgefallen. Wir gehen davon aus, dass es eher in Frankreich oder in einer gemeinsamen Aktion Frankreichs, Dänemarks und Großbritanniens entworfen wurde. Dass Polen dabei ist, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn Polen ist das Land in der EU, das neben Ungarn am deutlichsten an den USA orientiert ist, noch vor Deutschland. Dem Inhalt der Erklärung der fünf EU-Regierungschefs sind inzwischen weitere EU-Länder wie die Niederlande und Luxemburg beigetreten.
Wir haben ebenfalls eine Erklärung des Premierministers Grönlands abgebildet, gepostet von einer Privatperson von der Insel. Hierzu folgende Anmerkung:
Diese Stellungnahme ist nach aktuellem Kenntnisstand (Stand: 7. Januar 2026) authentisch [KI-Prüfung].
Es handelt sich um eine offizielle Reaktion des grönländischen Premierministers Jens-Frederik Nielsen auf die erneuten Bestrebungen der US-Regierung unter Donald Trump, Grönland zu annektieren.
Hintergrund und Prüfung
- Datum & Kontext: Das Statement wurde am 6. Januar 2026 veröffentlicht. Es folgte auf Äußerungen von US-Präsident Trump und dessen Berater Stephen Miller, die Grönland als strategisch notwendig für die USA bezeichnet und eine Übernahme forciert hatten.1
- Die europäische Unterstützung: Wie im Text erwähnt, gab es tatsächlich eine gemeinsame Erklärung führender europäischer Staats- und Regierungschefs (darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, Präsident Macron und Premier Starmer), die am selben Tag die territoriale Integrität Grönlands und Dänemarks betonten.2
- Kernbotschaft: Nielsen dankte in diesem Post ausdrücklich den europäischen NATO-Partnern für ihren Rückhalt und forderte die USA auf, zu einem respektvollen diplomatischen Dialog zurückzukehren, anstatt Drohungen über soziale Medien zu verbreiten.
Wichtige Details zur Authentizität
- Premierminister: Beachten Sie, dass Jens-Frederik Nielsen der aktuelle Premierminister ist (er folgte Múte B.3 Egede).
- Reaktion Dänemarks: Auch die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat dieses Statement gestützt und gewarnt, dass ein einseitiges Vorgehen der USA das Ende der NATO-Sicherheit bedeuten würde.4
Das Posting spiegelt die aktuelle, hochgradig angespannte diplomatische Lage zwischen den USA und dem dänischen Königreich wider.
Kommentar
Wir haben im Ausgangsartikel (unten angehängt und hier) eine klare Vorstellung dazu geäußert, wie die EU nun reagieren sollte, obwohl eine Insel von 2,3 Millionen Quadratmetern (die sechsfache Fläche Deutschlands) nicht zu sichern ist, zumindest die Hauptstadt und wichtige strategische Orte könnten mit der von uns vorgeschlagenen Schutztruppe jedoch gegen einen direkten Angriff verteidigt werden. Wir trauen der US-Administration fast jede Schurkerei zu, aber nicht, dass sie aktiv gegen NATO-Truppen kämpfen würde. Insofern hätte die Schutztruppe auch einen symbolisch-abschreckenden Charakter.
An dieser Stelle ist es an der Zeit, zu wiederholen, was wir bereits vor der zweiten Präsidentschaft Donald Trumps geäußert und im Zuge dessen unsere frühere Meinung geändert haben: Deutschland muss sich eigene Atomwaffen beschaffen. Das könnte sich als wichtiger erweisen, als Unsummen für die konventionelle Rüstung auszugeben. Es wird immer mehr zur Grundvoraussetzung, um nicht erpressbar zu sein. Die wirtschaftliche Erpressbarkeit Deutschlands und der gesamten EU ist groß genug und nimmt weiter zu, nicht nur die USA betreffend. Wir hatten uns bis in den Verlauf des Jahres 2024 hinein zu diesem Thema nicht geäußert, weil es nicht als notwendig erschien. Unsere frühere Meinung ist also eine innere gewesen. Es gab keinen Anlass, sie zu äußern.
Dieser Punkt ist aber nicht mehr überflüssig, sondern unter den gegebenen Umständen ein konzeptioneller Bestandteil handlungsfähiger Außenpolitik geworden. Eine veränderte Lage erfordert eine Anpassung der nationalen Sicherheitsstrategie. Diese nicht vorzunehmen, wäre grob fahrlässig, in einer Welt, in der das Völkerrecht und eine regelbasierte Ordnung innerhalb weniger Jahre komplett in die Defensive geraten sind – und mit ihnen eine EU, der es häufig an Einigkeit mangelt. Es ist nicht so, dass in früheren Jahrzehnten alles in Ordnung gewesen wäre, aber Europa betreffend, gibt es entscheidende Verschiebungen: Die Selbstständigkeit des Kontinents war seit dem von Deutschland ausgelösten Zweiten Weltkrieg noch nie so sehr in Gefahr wie jetzt.
1939 hatte sich gezeigt, dass Appeasement gegenüber ruchlosen Staatslenkern der falsche Weg ist. Das Gleiche gilt jetzt. Eine gemeinsame Erklärung darf daher nur der Anfang sein, sich zu rüsten und die NATO notfalls ohne die USA weiterzuführen, ist unabdingbar geworden. Dass dazu erhebliche Investitionen notwendig sind, versteht sich von selbst. Wer dafür geradezustehen hat, sind diejenigen, die von der aktuellen Entwicklung profitieren, insbesondere die Kapitaleigner der Rüstungsindustrie. Wir würden sie teilweise umlenken. Gegen die USA könnten deutsche und europäische Truppen in einem offenen Krieg wenig ausrichten, zumindest wäre er reich an menschlichen Verlusten. Um einen Fall von vornherein zu vermeiden, ist eine atomare Abschreckung notwendig. Sie würde auch nach sich ziehen, dass in Deutschland keine US-Truppen mehr verbleiben, schon gar nicht solche, die die Hand an Atomwaffen haben. Sie müsste national gesteuert werden, denn bisher hat in der EU nur Frankreich Atomwaffen und wird sie nach eigenem Ermessen einsetzen. Sie sind keine Schutzgarantie für Deutschland, wie es die amerikanischen Atomwaffen waren, bevor Donald Trump sie befehligte. Gemeint ist seine erste Präsidentschaft. Wir haben auch während der Biden-Administration daran gezweifelt, dass die NATO-Bündnistreue der USA noch uneingeschränkt gilt. Während Joe Bidens Amtszeit ist auch unsere neue Haltung zur atomaren Bewaffnung entstanden.
Der Stil dieses Textes ist auch für uns ungewöhnlich. Aber wir sehen den Fall Grönland als den größten Bruch der europäischen und europäisch-amerikanischen Nachkriegsordnung an, welcher bisher stattgefunden hat. Nur einmal wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum freien Europa gehörendes Territorium angegriffen. Dies geschah 1982, als Argentinien die Falkland-Inseln besetzen wollte. Das Vereinigte Königreich hat die Verteidigungsaufgabe alleine bewältigt. Das wird für Dänemark bezüglich Grönlands nicht möglich sein, schon gar nicht für die 57.000 Menschen, deren Heimat Grönland ist. Überdies war 1982 der Angreifer kein Land, das durch die NATO immer noch offiziell mit Europa verbündet ist.
Die Zeitenwende hat für Länder wie die Ukraine bereits früher begonnen und viel Leid mit sich gebracht. Für die EU ist sie jetzt gekommen. Der Begriff erhält nun seine volle Bedeutung.
Der mögliche Durchgriff der USA auf Grönland hat unzählige geopolitische Implikationen. Er könnte zum Beispiel dazu führen, dass die EU sich entscheiden muss, ob sie sich in erster Linie selbst verteidigt oder weiterhin die Ukraine massiv unterstützt. Sie ist nicht gerüstet für geopolitisches Multitasking. In der Folge müsste sich Europa komplett neu positionieren, ohne dabei in die Hände von Diktatoren zu laufen, die nur darauf warten, dass die USA den „alten“ Kontinent fallen lassen oder gar als Gegner ansehen. Darauf hat die EU noch keine zuverlässige und kohärente Antwort.
Nicht in erster Linie, weil sie im Ganzen zu schwach wäre, sondern vor allem, weil größere Mitgliedsländer eine eigene nationale Agenda haben, die sie der europäischen bisher nicht untergeordnet haben. Auch deswegen ist nationale Abschreckung, auch und jetzt vielleicht den USA gegenüber, so wichtig.
TH
06.01.2026
Kaum sind wir mit einem Grundlagen-Artikel zu Venezuela fertig, müssen wir uns umdrehen und in die nördliche Richtung schauen. Was ist mit Grönland? Ein komplett anderer Fall, sollte man meinen, und doch für die freidrehende Trump-Administration möglicherweise mehr oder weniger das Gleiche. Es ist noch extremer. Der Venezuela-Coup lief verdeckt ab; im Fall Grönland werden offene Ansagen getätigt, weil man in den USA glaubt, dass gar nichts schiefgehen kann.
Dieses Mal analysieren wir nicht nur, wir geben der EU auch eine klare Weisung mit auf den Weg. Viele journalistische Artikel hätten als Basis für unsere Ausarbeitung dienen können; wir haben uns für diesen ganz aktuellen Beitrag entschieden: Will Trump wirklich Grönland? Chefideologe Miller spricht Klartext. Viele weitere Quellen ergänzen das Bild und dienen der Analyse.
Trumps Grönland-Ambitionen: Geopolitische Analyse und die These einer europäischen Schutztruppe
Zusammenfassung
Stephen Miller, Sicherheitsberater und Chefideologe von Präsident Donald Trump, hat in kürzlich veröffentlichten Aussagen die US-Forderung nach Grönland als „offizielle Position der US-Regierung“ dargestellt. Die Drohungen konkretisieren sich nach der militärischen Intervention gegen Venezuela (Januar 2026) mittels einer koordinierten Medienkampagne, deren Kulminationspunkt ein Post der Ehefrau Stephen Millers war – eine Grönland-Karte in US-Farben mit dem Wort „BALD“. Diese Entwicklung evoziert eine zentrale geopolitische Frage: Kann die Europäische Union angesichts dieser Aggression auf Basis ihrer eigenen völkerrechtlichen Verträge eine militärische Schutztruppe entsenden, und würde dies die Sicherheitslogik Trumps widerlegen? Die vorliegende Analyse argumentiert, dass eine EU-Schutztruppe von etwa 10.000 Soldaten nicht nur völkerrechtlich zulässig, sondern strategisch notwendig und realisierbar ist.
I. Die aktuelle Lage: Miller spricht Klartext
Der T-Online-Artikel fokussiert auf die Aussagen Stephen Millers und die direkten Drohungen aus dem Trump-Umfeld. Miller, als Homeland Security Adviser und stellvertretender Stabschef, gilt dem Spiegel zufolge als „treibende Kraft hinter den Grönlandfantasien Trumps“. In einem bemerkenswerten CNN-Interview stellte Miller folgende These auf, die weit über diplomatische Rhetorik hinausgeht: „Niemand wird wegen der Zukunft Grönlands militärisch gegen die Vereinigten Staaten kämpfen. Das ergibt keinen Sinn.“ Diese Aussage, die eine US-Überlegenheit suggeriert, wird ergänzt durch Millers Behauptung, dass die USA als „wichtigste Militärmacht der NATO“ Kontrolle über Grönland benötigen, um die Arktisregion zu sichern.
Trump selbst bekräftigte am 4. Januar 2026 gegenüber dem Magazin „The Atlantic“: „Wir brauchen Grönland absolut.“ Er wiederholte dabei seine Lieblingsargumente: Die Insel sei „umzingelt von russischen und chinesischen Schiffen“ und „Dänemark wird das nicht schaffen“. Besonders bemerkenswert ist Trumps Ankündigung an Bord der Air Force One: „In etwa zwei Monaten werden wir uns um Grönland kümmern.“ Dies deutet auf einen konkreten Zeitrahmen hin – nicht auf theoretische Überlegungen.
Katie Millers sozialer Medieneintrag vom 3./4. Januar 2026 – ein Post, der Grönland in US-Flaggenfarben zeigte und mit dem Wort „BALD“ kommentiert war – war politisch hochexplosiv. Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen reagierte unmittelbar mit den Worten: „Unser Land steht nicht zum Verkauf, und unsere Zukunft wird nicht durch Beiträge in sozialen Medien entschieden.“ Nielsen verstieg sich danach zu einer deutlicheren Aussage: „Das reicht jetzt. Schluss mit den Annexionsfantasien.“
II. Kontext: Die Venezuela-Aktion und ihre Implikationen
Die Invasion Venezuelas am 3. Januar 2026 liefert den unmittelbaren politischen Kontext für Trumps Grönland-Rhetorik. Innerhalb weniger Tage nach Luftschlägen gegen venezolanische Militäranlagen und der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau kündigte Trump an, dass US-Ölkonzerne dort „Milliarden von Dollar ausgeben“ würden. Der Sicherheitsexperte Wolf Grabendorff stellte klar, dass es Trump „nie nur um Maduro“ ging, sondern darum, zu beweisen, dass die USA Lateinamerika kontrollieren können – und es ging um den Zugriff auf die weltweit größten Erdölreserven.
Dieses Muster – militärische Intervention begründet mit „Drogenbande-Bekämpfung“ oder „nationaler Sicherheit“, gefolgt von wirtschaftlicher Kontrolle über Ressourcen – wird nun 1:1 auf Grönland übertragen. Trump macht dies selbst deutlich, indem er die beiden Fälle rhetorisch verbindet. In einem Interview wurde Trump gefragt, was die Venezuela-Aktion für Grönland bedeute. Seine Antwort: „Das werden sie sich selbst ansehen müssen. Ich weiß es wirklich nicht“ – eine Antwort, die gerade durch ihre Unklarheit bedrohlich wirkt.
Die Venezuela-Operation war kein Einzelfall, sondern ein Testlauf der Trump-Doktrin: Schnelle, kompromisslose militärische Aktion ohne internationale Konsultation, begründet mit Sicherheitsargumenten, tatsächlich aber motiviert durch den Wunsch nach Ressourcenkontrolle.
III. Grönland: Lage, Ressourcen und strategische Bedeutung
Geografische und demografische Faktoren
Grönland ist ein autonomes Territorium des Königreichs Dänemark mit etwa 57.000 Einwohnern. Die Insel ist seit 1979 völkerrechtlich anerkannt als Teil Dänemarks mit erweiterten Autonomierechten, war 2009 ein EU-Mitglied und seit 1982 Mitglied der NATO. Diese Rechtsstellung ist nicht verhandelbar – Grönlands Status wird durch die UN-Charta, den NATO-Vertrag und das dänische Recht geschützt.
Bodenschätze: Der eigentliche Grund
Obwohl Trump behauptet „Wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit, nicht für Mineralien“, widersprechen die Fakten diesem Narrativ. Grönland verfügt über:
- Seltene Erden: 36,1 Millionen Tonnen vermutet; davon 1,5 Millionen Tonnen abbaubar (zum Vergleich: China 44 Millionen, Brasilien 21 Millionen)
- Kritische Rohstoffe: 25 der 34 von der EU als kritisch definierten Rohstoffe sind in Grönland nachgewiesen (Lithium 235.000 Tonnen, Graphit 6 Millionen Tonnen)
- Kohlenwasserstoffe: 28,43 Milliarden Barrel Öl-Äquivalent, obwohl noch nie eine industrielle Bohrung stattgefunden hat
- Gold, Platin, Palladium: Beachtliche Vorkommen
Die EU investiert mittlerweile massiv: Im September 2025 kündigte die EU-Kommission über 500 Millionen Euro für Grönland an – mehr als das Doppelte bisheriger Beträge – mit explizitem Fokus auf kritische Rohstoffe, Energie und digitale Infrastruktur. Dies ist Chinas Gegenmove: Peking hatte zeitweise 12 % von Grönlands BIP in Bergbauprojekte investiert, wurde aber zunehmend blockiert.
Jede seriöse Geopolitik-Analyse erkennt: Trumps „Sicherheitsargument“ ist Verpackung. Es geht um Rohstoffkontrolle für die grüne Energiewende und Hightech-Industrie – und darum, diese Abhängigkeit von westlichen, demokratisch regierten Quellen zu sichern.
Strategische Lage: GIUK-Lücke und arktische Routen
Die strategische Bedeutung ist allerdings auch real. Grönland kontrolliert die GIUK-Lücke (Grönland–Island–Großbritannien), einen kritischen Engpass für die NATO-Nordatlantik-Überwachung und die Kontrolle russischer U-Boot-Aktivitäten. Mit der Eisschmelze öffnen sich transarktische Routen (Nordwestpassage, Polare Route) – eine Infrastruktur-Revolution mit enormen Handelsimplikationen.
Deutschland hat dies verstanden und reagiert strategisch: Die Bundeswehr stationiert die „Berlin“ (Einsatzgruppenversorger) in Nuuk, plant U-Boote und Fregatten für die Nordatlantik-Präsenz. Dies ist nicht Vorbereitung auf einen Krieg mit den USA, sondern ein Signal an Russland und eine Absicherung europäischer Interessen.
IV. Amerikanische Perspektive: Sicherheit als Vorwand
Die USA argumentieren konsequent mit zwei Narrativen:
- Das Sicherheitsnarrativ: Miller behauptet, dass die USA als NATO-Führungsmacht und größte Militärmacht die Arktis „sichern“ müssen. Dies ignoriert völlig, dass Grönland bereits unter NATO-Schutz steht und Dänemark ein vertrauenswürdiger, stabiler, demokratischer Partner ist.
- Das Dominanznarrativ: Trump sagt offen: „Dänemark wird das nicht schaffen.“ Dies ist eine Reflexion auf Hegemonialebene: Wenn die USA etwas wollen und bereit sind, militärisch vorzugehen, dann kann kein anderes Land widerstehen. Miller gibt zu verstehen, dass dies ein Test ist – und dass „niemand“ gegen die USA kämpfen wird.
Beide Narrative ignorieren eine Realität: Grönland ist NATO-Mitglied und Dänemarks Territorium. Ein US-Angriff auf Grönland wäre ein Angriff auf Dänemark, einen NATO-Alliierten, und würde die NATO spalten – oder auflösen. Das ist Trumps impliziter Raubzug: Eine Invasion Grönlands wäre die Zerreißprobe für das transatlantische Bündnis.
V. Europäische Reaktion: Vorsicht statt Entschlossenheit
Die europäische Antwort ist bislang lauwarme Diplomatie, kein Gegendruck. Dennoch gibt es einige wichtige Signale:
Offizielle Positionen:
- Deutschland: Außenminister Johann Wadephul: „Grönland und das Königreich Dänemark müssen über die Zukunft Grönlands bestimmen und niemand sonst.“ Zugleich betonte Wadephul: „Da Dänemark der NATO angehört, wird auch Grönland prinzipiell von der NATO zu verteidigen sein.“
- UK: Premierminister Keir Starmer: „Großbritannien steht an der Seite Dänemarks in dessen Verteidigung Grönlands.“
- Frankreich: Außenministerium: Ähnliche Solidarität, ohne dramatische Sicherheitsgarantien
- EU-Kommission: Ursula von der Leyen (22. Dezember 2025): „Territoriale Integrität und Souveränität sind grundlegende Prinzipien des Völkerrechts.“ Aber auch: Die Kommission reagierte auf Trumps Drohungen „mit Zurückhaltung“, vermeidend direkte Kritik.
Das Problem: Diplomatie wird gegen Trumps Stil der schnellen, direkten militärischen Ambitionen nicht funktionieren. Wadephul spricht von „Gesprächen im Rahmen der NATO“, aber es ist nicht klar, ob die NATO in dieser Konstellation handlungsfähig wäre – schließlich wären die USA selbst Partei.
VI. Völkerrecht und die zentrale These: EU-Artikel 42.7 vs. NATO-Artikel 5
Hier wird es entscheidend. Ihre These zum Kern aufgreifend: Die EU-Beistandsklausel (Artikel 42.7 EUV) ist rechtlich stärker und verpflichtender als NATO-Artikel 5.
NATO Article 5 vs EU Article 42.7: Legal Framework Comparison
NATO Artikel 5: Diskretion statt Verpflichtung
NATO-Artikel 5 besagt: „Ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere [Vertragsparteien] wird als ein Angriff gegen sie alle angesehen.“ Allerdings enthält der Artikel keine echte Beistandspflicht. Vielmehr ist es „jedem NATO-Mitgliedstaat selbst überlassen, ob und wie er anderen Bündnispartnern zur Hilfe kommt.“
Dies bedurfte einer Verdeutlichung, denn auch in journalistischen Beiträgen wird die NATO-Beistandsverpflichtung als wesentlich absoluter dargestellt, als sie tatsächlich ist. Hier eine Relativität zu sehen, die tatsächlich besteht, verändert auch den Blickwinkel auf die Drohung der USA, europäische Länder im Fall eines Angriffs zu verteidigen, die nicht genug zu ihrer eigenen Verteidigung beitragen: Eine solche Handlung würde möglicherweise nicht gegen Art. 5 des NATO‑Vertrags verstoßen, da dieser weit auslegbar ist.
Das Kernproblem im Fall Grönland: Ein Bündnisfall muss zunächst einstimmig vom Nordatlantikrat festgestellt werden. Aber noch schlimmer: Selbst wenn Artikel 5 aktiviert wird, kann jeder Staat selbst entscheiden, „jede Form der Hilfe zu leisten, die er für erforderlich hält“. Das kann diplomatisches Bedauern sein. Das kann ein Fax sein. Es muss nicht militärisch sein.
Artikel 5 wurde in der NATO-Geschichte nur einmal aktiviert: nach dem 9/11-Anschlag 2001. Und die Reaktionen der NATO-Staaten variierten sehr deutlich, besonders, als auch der US-Angriff auf den Irak seitens der Bush-Administration als Gegenstand dieses Beistands deklariert wurde.
In einem Szenario, in dem die USA selbst Grönland (Dänemarks NATO-Territorium) angreifen würden, ist unklar, ob die NATO überhaupt einen Bündnisfall feststellen könnte – schließlich würden die USA blockieren.
EU Artikel 42.7 EUV: Echte Beistandspflicht
Hier liegt die rechtliche Stärke: Artikel 42(7) EUV besagt kategorisch: „Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung.“
Die Unterschiede sind fundamental:
- NATO Art. 5: „wird angesehen als Angriff gegen alle“ (definitional, aber nicht verpflichtend)
- EU Art. 42.7: „schulden […] alle in ihrer Macht stehende Hilfe“ (verpflichtend, explizit)
Zur Verdeutlichung: Ein Vergleich des Aachener Vertrags (Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag 2019) zeigt, dass beide Länder darin eine ausdrücklich militärische Beistandspflicht festschrieben. Diese ist stärker als NATO-Artikel 5.
Zur Praxis: EU-Artikel 42.7 ist niemals formal aktiviert worden (es gab keinen bewaffneten Angriff auf EU-Territorium). Aber es existiert. Und es ist rechtlich bindend.
Konsequenz für Grönland: Sollte die USA Grönland angreifen (Dänemark ist EU-Mitglied), könnte die EU formal Artikel 42.7 aktivieren – nicht, weil die NATO zustimmt oder blockiert, sondern weil es EU-Recht ist. Dies würde eine rechtliche Verpflichtung aller EU-Mitgliedstaaten beinhalten, militärische Hilfe für Dänemark zu leisten.
VII. Die These: Eine europäische Schutztruppe von 10.000 Soldaten als Präventionsinstrument
In einer Sache ist Artikel 42.7 ebenso klar wie Art. 5 des NATO-Vertrages: Er kann nicht präventiv angewendet werden. Damit es gar nicht erst zu einem Anwendungsfall kommt (der einzige bisher war, dass Frankreich im Jahr 2015 andere EU-Staaten zum Schutz vor Terror angerufen hat), halten wir folgendes Vorgehen für sofort notwendig.
- Schnelle Mobilisierung einer 10.000-Mann-Truppe gegen Trumps Grönland-Ambitionen.
- Finanzierung nach Truppenstärke: Jedes NATO-Land und jedes EU-Land trägt nach Kapazität bei.
- Nutzung von EU-Artikel 42.7 nicht als rechtliche Grundlage, aber im Hinterkopf, um eine Anwendungsnotwendigkeit zu vermeiden.
- Einschluss von Marineverbänden zur Kontrolle der Gewässer und Widerlegung von Trumps „Sicherheitsargument“.
- Schnelle, entschlossene Aktion „à la Trump“ – ohne zögerliche Diplomatie.
Ist dies realistisch? Ressourcenanalyse:
Verfügbare Kapazität:
Deutschland allein hat 108,2 Milliarden Euro Verteidigungsbudget für 2026. Ein kurzfristiger Einsatz von 5.000 Soldaten liegt im Bereich der deutschen Division Schnelle Kräfte (18.000 deutsche und niederländische Soldaten). Frankreich und weitere Länder zusammen können weitere Kapazität bereitstellen. Das Vereinigte Königreich ist nicht mehr Mitglied der EU, hat aber explizit Dänemark Beistand zugesichert, könnte sich also als Mitglied einer „Koalition der Willigen“ ebenfalls beteiligen.
Die EU-Battlegroup ist bereits konzipiert für schnelle Einsätze von bis zu 5.000 Soldaten mit 5–10 Tagen Verlegungszeit. Eine Erweiterung auf 10.000 erfordert lediglich eine Verdopplung dieser existierenden Struktur.
Truppenstruktur (10.000-Mann-Truppe):
- Deutschland: 4.000 Soldaten (Kern-Brigade aus Division schnelle Kräfte).
- Frankreich: 2.000 Soldaten.
- Polen, Skandinavien, Benelux, Italien: 2.500 Soldaten, falls das Nicht-EU-Land Großbritannien 1.500 Soldaten stellt, ansonsten 4.000.
Marine-Komponente:
- Deutsche Marine: Fregatten, U-Boote (bereits geplant für Arktis).
- Französische Marine: Korvetten, strategische Unterstützung.
- UK Royal Navy: Zerstörer, Fregatten.
- Dänemarks Marine: Lokale Unterstützung.
Ziel: Eine Einsatztruppe, die nicht nur Bodenpräsenz demonstriert, sondern auch maritime Kontrolle ausübt. Dies würde Trumps „Sicherheitsargument“ direkt widerlegen: Wenn die EU die Gewässer um Grönland kontrolliert, können weder Russland noch China dort operieren. Die europäische Schutztruppe wäre das Sicherheitsinstrument, das Trump mit Grönland angeblich anstrebt.
Kritisch ist hier, dass sich Deutschlands maritimer Beitrag für die Nordatlantiksicherung als Planungsprojekt bzw. Produktionsoffensive darstellt, nicht als aktuelle Realität. Hier müssten bestehende Kapazitäten neu disponiert werden.
Kosten und Finanzierung:
Ein kurzfristiger Einsatz von 10.000 Soldaten für 6–12 Monate kostet schätzungsweise 5–8 Milliarden Euro (Personal, Logistik, Marinebetrieb). Dies ist weniger als 1 % der geplanten europäischen Verteidigungsbudgets. Deutschland allein könnte dies aus dem Sondervermögen Bundeswehr finanzieren.
VIII. Rechtliche Grundlagen: Warum EU statt NATO?
Die Antwort ist einfach: NATO ist lähmungsanfällig, wenn einer der Mitglieder der Aggressor ist.
Ein hypothetisches Szenario:
- Dänemark ruft NATO-Artikel 5 an: „USA greifen Grönland an“.
- USA sagen: „Das ist kein bewaffneter Angriff, das ist Besetzung unseres Sicherheitsinteresses.“
- Oder: USA blockieren einfach die einstimmige Feststellung im Nordatlantikrat.
Das ist nicht fernliegend. Trump hat seit Jahren die NATO als „obsolet“ kritisiert. Eine Trump-Invasion Grönlands könnte die NATO-Einstimmigkeitsanforderung nutzen, um die Allianz zu lähmen. Käme es tatsächlich zu einem Angriff, müssten andere Staaten nach Artikel 42.7 EUV eingreifen – und das gegen eine bereits erfolgte Invasion, falls Dänemark sich zum Widerstand entschließt und die EU-Mitgliedsländer um Hilfe bittet:
- Dänemark ist EU-Mitglied.
- Artikel 42.7 ist EU-Recht, nicht NATO-Recht, die USA können hier kein Veto einlegen.
- Die EU-Mitgliedstaaten sind rechtlich verpflichtet, Hilfe zu leisten.
- Einstimmigkeitserfordernis als Entschuldigungsgrund dafür, dass doch nicht geholfen wird, entfällt. Entscheidungen werden bei Sicherheitsfragen mit qualifizierter Mehrheit bdamit hohe Wahrscheinlichkeit der Auslösung im Fall eines US-Angriffs.
Ihre These wird rechtlich gestärkt durch diese Grundlage: Eine europäische Schutztruppe wäre legal, würde auf präzedenzlosem Boden stehen (niemals vorher genutzt) und würde die EU als echte Sicherheitsmacht etablieren, aber es wäre wichtig, sie zu etablieren, bevor die folgende Sachlage zu einer Eskalation führen könnte:

IX. Konsequenzen der These: Die Implikationen
A. Widerlegung von Trumps Sicherheitsargument
Dies ist der Kernpunkt. Trump behauptet: Grönland ist strategisch, und nur die USA können es sichern. Eine europäische Truppe mit Marinepräsenz würde das Gegenteil zeigen:
- NATO-Kontrolle der GIUK-Lücke: Europäische Fregatten und U-Boote können russische Aktivitäten überwachen, genau wie die USA
- Arktische Sicherheit: Europäische Staaten beherrschen Arktisgeologie, Klimawandel-Dynamiken, und Infrastruktur besser als die USA
- Stabilität ohne Annexion: Eine europäische Schutztruppe würde Grönland schützen, während Dänemarks Souveränität bewahrt bleibt – ein Modell, das funktioniert
Trump würde nicht sagen können: „Dänemark kann das nicht.“ Die Europäer könnten es.
B. Präzedenzfall und zukünftige Geopolitik
Historisch orientiert man sich am Falklandkrieg (1982): Großbritannien mobilisierte 30.000 Soldaten, um weit entfernte Inseln gegen Argentinien zu verteidigen. Dies war militärisch teuer und schwierig. Aber es funktionierte. Es etablierte den Präzedenzfall: Ein demokratischer Staat verteidigte sein Territorium gegen eine Aggression wesentlich weiter von seinem Kernland weg, als dies bei Grönland und der EU der Fall wäre.
Eine europäische Schutztruppe für Grönland wäre das zeitgemäße Äquivalent: Europa verteidigt aktiv seine Interessen in arktischen Gewässern.
Frankreich demonstriert bereits, wie man Überseegebiete militärisch sichert. Über 90% von Frankreichs Wirtschaftszonen außerhalb des Kernlandes liegen im Indo-Pazifik. Frankreich stationiert dort Tausende Soldaten, Marineverbände und Spezialkräfte – permanent. Dies ist akzeptiert, weil es Souveränität ohne Annexion ist.
Ein europäischer Einsatz in Grönland wäre genau das Gegenteil des US-Vorgehens: Unterstützung für Dänemarks Souveränität, nicht Raubzug.
C. Zersplitterung der NATO und der transatlantischen Ordnung
Das Risiko ist real. Wenn Trump Grönland besetzt:
- Dänemark und das übrige Skandinavien könnten NATO-Austritt erwägen, also Schweden und Finnland, die der NATO gerade erst beigetreten sind und das Bündnis im Norden, wo es im Grunde seinen Kern hat, erheblich verstärken.
- Deutschland und Frankreich würden eine europäische Verteidigungslösung beschleunigen.
- Die NATO als Bündnis würde implodieren – nicht durch formalen Austritt, sondern durch Nützlichkeitsverlust.
- China und Russland würden Europa als zerrissen wahrnehmen.
Eine schnelle, entschlossene europäische Antwort würde dies verhindern: Sie würde Trump signalisieren, dass Grönland nicht einzunehmen ist. Und sie würde die NATO retten – indem sie zeigt, dass die Europäer selbst ihre Grenzen verteidigen können.
X. Kritische Gegenpunkte und Realismuscheck
Es gibt legitime Einwände:
- Könnte die EU rechtlich und politisch so handeln? Technisch ja, aber erfordert ein hohes Maß an Einigkeit. Wichtige Länder wie Deutschland, Frankreich und Polen müssten beinahe zwingend mitmachen. Das ist nicht garantiert.
- Würde es den Krieg nicht eskalieren? Eine europäische Truppe wäre ein Signal der Entschlossenheit, kein Krieg. Aber es würde bedeuten, dass Trump eine echte militärische Gegenposition anträfe. Das könnte Trump tatsächlich abhalten, oder es könnte zur Konfrontation führen.
- Ist Deutschland wirklich bereit? Deutschland hat gerade 108 Milliarden Euro Verteidigungsbudget bewilligt und betont „europäische Eigenständigkeit“. Deutsche Politiker sprechen von NATO-Fähigkeiten ohne US-Hilfe. Das Narrativ ist da. Die Frage ist die Willenskraft.
- Und die Grönländer selbst? Grönlands Premierminister Nielsen hat klargemacht: „Unser Land steht nicht zum Verkauf.“ Eine europäische Schutztruppe wäre mit grönländischer Zustimmung (über Dänemark). Das ist legitim.
XI. Gesamtszenario: Was käme nach Venezuela?
Analoge Muster deuten auf mögliche nächste Schritte hin:
- Jan. 2026: Venezuela – das Regime Maduros fällt endgültig; US-Ölfirmen können operieren.
- Jan.–Feb. 2026: 2026: Grönland – diplomatische Drohungen, Sonderbotschafter, Medien-Kampagne.
- Feb.–März 2026 (möglich): Grönland – militärische Eskalation, Test der europäischen Reaktion.
- Parallel: Türkei könnte Zypern angreifen, Iran könnte sich bewegen, China könnte Taiwan testen. Das ist natürlich ein Maximalszenario, aber wir wissen, wie aufmerksam autoritäre Regime beobachten, was sich die westliche Führungsmacht leistet. Das hat nicht nur ethische oder völkerrechtliche Folgen, sondern auch reale geopolitische Konsequenzen.
Trump bereitet einen Umbruch vor. Ohne europäische Gegenkraft wird dieser Umbruch ausschließlich zugunsten der USA erfolgen. Und er ist angesichts der militärischen Macht der USA in der Tat irreversibel, wenn diese Macht keine völkerrechtliche Ordnung anerkennt.
XII. Schlussfolgerung und Empfehlungen
Dieser Ansatz ist valide: Eine europäische Schutztruppe von 10.000 Soldaten kann von Dänemark selbst mit dem Ersuchen um Hilfe bei Bündnispartnern / EU-Partnern aufgestellt werden. Dagegen ist völkerrechtlich nichts einzuwenden, denn Grönland ist ein legitimer Bestandteil Dänemarks, wenn auch mit Autonomiestatus, außerdem sieht es im Moment so aus, als ob auch die grönländische Regierung damit einverstanden wäre. Militärisch Realisierbarkeit ist gegeben (5–8 Milliarden Euro), strategisch ist eine solche Schutztruppe intelligent (Widerlegung von Trumps Narrativ), und sie ist politisch notwendig.
Die Europäer müssen endlich verstehen, dass Diplomatie bei Trumps Stil nicht funktioniert. Trump respektiert nur Macht. Eine schnelle Mobilisierung von 10.000 europäischen Soldaten in Grönland, mit Marinepräsenz, würde kommunizieren, was Worte nicht können.
Dänemark, Deutschland, Frankreich und die übrigen EU-Länder haben eine klare Aufgabe.
- Sofort handeln – eine EU-Artikel-42.7-Arbeitsgruppe einrichten.
- Truppenpläne konkretisieren – welche Länder welche Einheiten bereitstellen.
- Die maritime Komponente designen – Fregatten, U-Boote, Transportschiffe.
- Logistikzentren etablieren – Island, Nordnorwegen als Basen (bezüglich Norwegen allerdings nicht sicher, denn es ist NATO-Mitglied, aber kein EU-Mitglied – hier könnte die skandinavische Solidarität helfen).
- Öffentlich ankündigen – nicht heimlich, sondern als klares Signal.
Dies ist keine Aggression gegen die USA. Dies ist die Verteidigung europäischer Souveränität und Unterstützung für einen NATO-Alliierten. Und es würde zeigen, dass die EU endlich aus der Defensive kommt.
Kommentar-Annex
Im Prinzip ist unser Kommentar zur Lage in der Analyse enthalten. Hier unsere Fragestellung an die KI, die zu dieser Analyse geführt hat:
Will Trump wirklich Grönland? Chefideologe Miller spricht Klartext. Aufgabe in mindestens 1.500 Wörtern: a.) Bitte fassen Sie den obigen Artikel zusammen und ergänzen Sie die Lage in Grönland, und was als Konsequenz der Venezuela-Aktion der Trump-Regierung noch kommen könnte, mit vielen weiteren Quellen und Meinungen a) aus den USA und b) aus Europa. c) Was sind die Konsequenzen? Diskutieren Sie bitte unseren Ansatz: Wir würden der EU dringend empfehlen, eine Schutztruppe von mindestens 10.000 Soldat:innen gegen Trumps Ambitionen nach Grönland zu entsenden. Jedes EU-Land, primär diejenigen, die auch NATO-Länder sind, trägt gemäß seiner Truppenstärke bei. Argumentativ passender Hintergrund: Die EU-Verträge sehen eine noch stärkere Beistandspflicht vor als die des Art. 5 des NATO-Vertrags (bitte stellen Sie diese dar). Würden die USA Grönland besetzen, müssten diese Pflichten wahrgenommen werden. Dagegen wäre eine Schutztruppe eine präventive, friedenserhaltende Maßnahme. Diese Aktion müsste à la Trump, also schnell und kompromisslos, durchgezogen werden. Die EU muss endlich aus der Defensive kommen.
Außerdem wäre damit das Sicherheitsargument der USA widerlegt, denn die Schutztruppe würde natürlich auch ein Kontingent an Kriegsschiffen einschließen, das die Insel gegen angebliche Ambitionen von Russland und China sichern kann. Es ist klar, dass es in Wirklichkeit wieder einmal um Bodenschätze geht, und dieser Raubzug der USA muss endlich gestoppt werden.
Donald Trump macht genau das, was geht. Das haben wir einmal mehr gelernt. Wir haben es hier bereits antizipiert, als es den Fall Venezuela bisher nicht gab: kein Durchgriff gegen andere Hardliner der Weltpolitik, aber maximaler Druck gegen Schwächere und nun auch offene Übergriffe. Trump sieht die EU nicht als Verbündeten, sondern als schwächer als die USA. Daraus ergibt sich die gesamte Logik. Was die USA von der EU haben wollen, nehmen sie sich. Wir können nur davor warnen, das Grönland-Szenario nicht als realistisch anzusehen. Und es wäre der Point of no Return. In der Tat hat die Analyse einen Punkt herausgeschält, der geradezu zwingend ist: Wenn die EU jetzt nicht handelt, wird sie es niemals mehr können. Es wird zu spät sein.
Schützt die EU aber Grönland, schützt sie sich selbst, schützt die NATO und vielleicht viele andere Länder, weil Trump erstmals eine Gegenreaktion erhält, mit der er nicht gerechnet hat?Wenn die EU den Ernst der Lage nicht erkennt, ist sie im Grunde geliefert. Es müssen nicht alle EU-Länder mitmachen, wie wir oben festgestellt haben. Ungarn und andere können sich verkrümeln; wir rechnen sowieso damit, dass das Land eines Tages austreten wird oder dass die EU erstmals einen Staat ausladen muss, weil er ein Sicherheitsrisiko und ein selbst für heutige Verhältnisse zu großes Demokratie-Risiko darstellt. Eine gewisse Verkleinerung, die mit einer Erhöhung der Schlagkraft einhergeht in Zeiten, in denen Schlagkraft wieder einen Wert und eine Notwendigkeit darstellt, kann der EU nur guttun. Damit wird sie auch Nehmerländer los, die nicht ein Jota an Solidarität zurückgeben. Soll China sich diese Länder schnappen? Auch hier wird die EU einmal Position beziehen müssen, was unfaire Handelspraktiken und die imperialistische Übernahme von Staaten durch Soft Power angeht.
Die Großspurigkeit und Arroganz der US-Regierung bergen übrigens eine weitere Gefahr: dass Russland und / oder China tatsächlich nach Grönland greifen, bevor es zu spät ist und die Amerikaner es übernommen haben. Die Trump-Administration schafft bedenkenlos solche Gefahren.
Einigkeit zwischen Kernländern der EU und Handlungsfähigkeit in der Sache Grönland wären ein erstes Ausrufezeichen auch gegenüber Russland und China. Es gibt keine bessere Gelegenheit, dieses Ausrufezeichen endlich zu setzen. Und zwar, bevor es zu spät ist und ein Kriegsfall eintritt, der unabsehbare Folgen hätte, falls Dänemark sich entschließt, den USA Widerstand zu leisten.
Ursprünglich war unsere Idee, dass die EU schon jetzt nach Art. 42.7 EUV handeln könnte, aber diesen kann Dänemark nicht nutzen, solange kein tatsächlicher Angriff erfolgt ist. Die Drohungen aus den USA reichen für seine Anwendung nach gängiger Rechtsansicht nicht aus. Deswegen wäre jetzt eine freiwillige Vereinbarung notwendig, damit es gar nicht erst zu einem Anwendungsfall und einer Konfrontation kommt. Es ist möglich, dass im Artikel noch Spuren der ursprünglichen Fassung zu finden sind, die auf eine sofortige Inanspruchnahme von Art. 42.7 EUV ausgerichtet war. Zum Ausgleich für eine Relativierung der Rechtsgrundlage haben wir den Titel geschärft und ihn von „Handlungsanleitung für“ in „Handlungsanweisung an“ geändert. Uns ist klar, dass wir keine Anweisungen geben können, aber wir wollten damit betonen, dass es für die EU kurz vor zwölf ist, wenn sie nicht wegen innerer Schwäche, die als fortgesetzte außenpolitische Handlungsunfähigkeit zutage tritt, obsolet werden will, wie Trump es nennen würde.
TH / Analyse nach der oben gezeigten Anfrage durch KI erstellt
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