Hundeleben – Tatort 563 / Vorschau WDR 04.10.2018, 20:15 Uhr // #Tatort #Hundeleben #Ballauf #Schenk #Köln #Koeln #WDR #Tatort563 #TatortHundeleben

Titelfoto © WDR, Uwe Stratmann

Tod in der Seniorenresidenz

Es gibt sie noch, die Premieren, die nicht Sonntags stattfinden. Die älteren Tatorte, die wir bisher nicht gesehen haben. Heute ist es wieder mal ein Kölner. Da Ballauf und Schenk, die Helden der sozialen Dialektik unter den Tatort-Teams, schon 71 Fälle gelöst haben, kann das passieren, denn wir haben ja erst ca. 650 von derzeit 1065 Tatorten angeschaut.

Dass dieser Tatort nicht häufiger wiederholt wird, ist ein wenig seltsam. Gemäß der Rangliste des Tatort-Fundus ist er die Nr. 24 von 71 alle Ballauf-Schenk-Filme, also am oberen Rand des mittleren Drittels in der Gunst der Tatort-Fans angesiedelt. Und das Thema Pflegenotstand ist ein Dauerbrenner und wir lernen, den gab es vor fast 15 Jahren auch schon. Wie lang das doch dauert, bis die Politik sich wenigstens um ein paar Zentimeter bewegt, wie es derzeit mit einer Besserstellung der Pfleger_innen mit einem erhöhten Mindestlohn und mit der Schaffung einiger neuer Stellen der Fall ist. In die falsche Richtun ist die Politik immer viel schneller unterwegs und das Jahr 2004, wir erinnern uns, war das zweite Jahr der Agenda 2010, der Kanzler hieß noch Gerhard Schröder. Es handelt sich also bei „Hundeleben“ um einen prähistorischen Tatort.

Dass man sich am Titel eines berühmten Films von Charles Chaplin („Ein Hundeleben“, 1918) orientiert hat, muss für die Handlung nicht unbedingt etwas bedeuten, aber man hat als Liebhaber der Kinohistorie gleich Bilder im Kopf, die den damals schon Dollar-Millionär Chaplin zeigen, wie er mit einem kleinen, gescheckten Hund zusammen als Obddachloser vagabundiert.

TH

Handlung

Max Ballauf und Freddy Schenk ermitteln im Altenheim. Die Ärztin des Seniorenstifts „Abendrot“, Dr. Rose Lang wurde ermordet. Ausgerechnet im „Abendrot“ hat Freddy Schenk auch seine Großmutter Margot untergebracht – gegen ihren Willen. Jetzt plagt ihn das schlechte Gewissen. Im „Abendrot“ muss der Kommissar feststellen, dass das Pflegepersonal des Seniorenstifts vollkommen überfordert ist und nur dazu kommt, die Bewohner mit dem Nötigsten zu versorgen.

Durch diesen Missstand war es offensichtlich auch zu Spannungen zwischen Dr. Lang und der Pflegerin Tatjana Riegelsberger sowie der Heimleiterin Erika Schubert gekommen. Nach dem jüngsten Todesfall einer Seniorin, hatte die Ärztin deutliche Kritik am Pflegenotstand im „Abendrot“ geäußert. Der Heimbewohner Kehl ist überzeugt, seine Frau hätte gerettet werden können, wäre nur rechtzeitig Hilfe zur Stelle gewesen. Da stirbt vollkommen überraschend ein weiterer Heimbewohner, Konstantin Baumeister. Ausgerechnet mit ihm hatte sich Margot Schenk gerade angefreundet.

Besetzung und Stab

Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Freddy Schenk – Dietmar Bär
Franziska Lüttgenjohann – Tessa Mittelstaedt
Dr. Joseph Roth – Joe Bausch
Margot Schenk – Helga Göring
Konstantin Baumeister – Otto Mellies
Herr Kehl – Rudolf Wessely
Tatjana Riegelsberger – Anneke Kim Sarnau
Peter Riegelsberger – Frank Köbe
Erika Schubert – Pola Kinski
Marlies Kahane – Anne Cathrin Buhtz
Thomas Kahane – Antoine Monot jr.
Frau Lübschen – Katharina Tüschen
Emma – Natascha Hockwin
Astrid – Ingeborg Westphal
und andere

Musik – Lutz Kerschowski
Kamera – Peter Przybylski
Buch – Nina Hoger
Regie – Manfred Stelzer

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