#Plastikmüll // #HannesJaenicke #SandraMaischberger #Verpackungsmüll #RangaYogeshwar

2018-06-24 MedienspiegelMedienspiegel 130

Wir hatten bisher keine Rubrik „Umwelt“ beim Wahlberliner, aber im Zuge der Spezialisierung, die bisher z. B. die Kategorie „Wirtschaft“ und die Dossiers und Serien „Aufstehen“ und „Mieter!“ hervorgebracht hat, führen wir diese nun ein.

Ökologische Belange werden sicher in nächster Zeit nicht das Hauptanliegen dieser Publikation sein, weil wir mit dem Thema Mieten und Wohnen bereits ein sehr weites Feld intensiver beackern. Aber hin und wieder kommt ein Umweltthema besonders auf, dann melden wir uns doch einmal zu Wort, wie im Sommer bezüglich des Klimawandels und seiner Leugner oder nun zum Thema Mikroplastik, das mittlerweile in Menschen nachgewiesen wurde. Wir haben dazu eine Meldung archiviert, die sich auf einen Maischberger-Talk bezieht, den man sicher auch im Internet finden kann.

Dabei geht es nicht immer darum, ganz aktuell zu sein, das Thema Mikroplastik war etwa Mitte September besonders auf der Tagesordnung. Es kann auch um ein Echo gehen, ein Nachhaken, wenn ein Gegenstand schon nicht mehr in aller Munde ist.

Es geht also um die Vermüllung der Welt und wem das noch nicht als Argument ausreicht, der sollte ein Interesse am eigenen Körper haben.

Ich hatte schon überlegt, die übliche persönlich Erlebniswelt zum Thema darzustellen, aber: alles gut. Das Leben ohne Wattestäbchen allerdings mag sinnvoll sein, einfach wird es nicht.

Dass Deutschland den Spitzenplatz beim Plastikverbrauch hält, hat mich allerdings verwundert. Denn die Plastiksucht kam doch eigentlich vom Westen her, wo zum Beispiel Getränkeflaschen schon aus Plastik waren, als es  das hier noch gar nicht gab und ich den Verdacht hatte, die EU hat uns diese Form von Plastik sozusagen reingedrückt. Klar, ab einer gewissen Preisklasse gibt es noch Mineralwasser in Glas und Bierflaschen aus Plastik haben sich glücklicherweise nicht durchgesetzt. Aber bei diesem fragwürdigen Spitzenplatz bin ich auch etwas auf Differenzierung bedacht. Bestimmte Milieus scheinen tonnenweise Plastik geradezu anzusaugen, während andere auf Vermeidung achten. Früher war die Zahl der Grün-Wähler wohl auch in etwa identisch dem Anteil an Ökobewussten in der Gesellschaft, das dürfte neuerdings nicht mehr hinkommen.

Dass Industrieplastik etwas anderes ist als solches, das für Verpackungen verwendet wird, ist evident und natürlich werden moderne Geräte nicht ohne Kunststoffe herzustellen sein – aber dann sollte auch die Recyclingquote dementsprechend erhöht werden. Problem natürlich wieder: Sobald man die wirklichen Kosten inklusive ökologischer Folgekosten in ein Produkt einpreist, wird es schlagartig teurer und am unteren Rand der Einkommenspyramide kommt der Konsum dann vollends zum Erliegen.

Und wer nicht mehr billigen Plastiktand oder unter Schweinebedingungen produzierte und materialseitig  minderwertige Bekleidung erwerben kann, wird viel eher unzufrieden als jemand, der sich keine Bücher oder dergleichen mehr leisten kann. Hinter dem Plastikmüll steckt also mehr. Auch besseres ökologisches Verhalten hat leider eine soziale Komponente. Deswegen ist es auch okay, wenn Menschen wie Hannes Jaenicke sich dafür einsetzen, denn jede Einkommensklasse hat ihre eigenen Kämpfe zu führen und vielleicht fällt bei diesen Kämpfen auch ein bisschen was für die Allgemeinheit ab, wenn sie erfolgreich geführt werden.

Es kann auch schnell andersherum laufen. Ich denke aber, gerade beim Plastikmüll im Sinn von Verpackungsmüll kann man viel für die Vermeidung tun, ohne dass irgendwer den Anschluss verliert.

TH

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

AutismusJournal

Perspektiven und Reflexionen

Carolin Schnelle

Jungjournalistin

thomas post

Alternativen

Telepolis

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

ScienceFiles

Kritische Sozialwissenschaften

Zusammen gegen #Mietenwahnsinn

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

KuBra Consult

Acta, non verba

Nachrichten: ZEIT ONLINE Newsfeed

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

Meike K.-Fehrmann (Autorin)

Frieda - Ein Demenz-Krimi / Warum Herr Hagebeck sterben muss / Kakerlaken-Schach / Die Rache stirbt zuletzt

SPIEGEL ONLINE - Politik

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

Testkammer

Testen macht süchtig: Filme, Spiele, Bücher etc. im Fokus

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

„Film is a disease. When it infects your bloodstream, it takes over as the number one hormone. As with heroin, the antidote to film is more film.“

SPD erneuern

Unfrisierte Gedanken zur Wiedergewinnung von Relevanz

Ein Parteibuch

Noch ein Parteibuch

Jan Josef Liefers

Die offizielle Fanseite

Wortwechsel 15

Das Schreibblog von Anja, Armena, Elke und Thomas

The Blog Cinematic

Film als emotionalisierende Kunstform

%d Bloggern gefällt das: