Mord ist kein Geschäft – Tatort 144 / Crimetime Vorschau // #Tatort #Stuttgart #Südfunk #Lutz #Wagner #Mord #Geschäft #Tatort144

Crimetime Vorschau - Titelfoto © SF / SWR

Überreste der schwäbischen Mafia betreiben Terror im kulinarischen Raum

„In der Tatort-Folge „Mord ist kein Geschäft“ ermitteln der Stuttgarter Kommissar Lutz (Werner Schumacher) und sein Assistent Wagner (Frank Strecker) in den Kreisen der Schwäbischen Mafia.
Der Tatort „Mord ist kein Geschäft“ beginnt wie sooft mit einem grausigen Fund (…)“
(Tatort Fans)

Die schwäbische Mafia kennen wir in Berlin gut, sie hat sich nach der Wende vorzugsweise im wilden Osten niedergelassen und terrorisiert die wenigen nicht weggentrifizierten Ureinwohner mit kulinarischer Überfremdung, was ja auch eine Art Erpressung darstellt. Wir dachten anhand der Einleitung von „Tatort Fans“ zunächst, das soll eine politische korrekte Umschreibung für die italienische Mafia in Schwaben sein, aber gemäß Handlungsangabe ist viel komplizierter.

Nun also auch der SWR. Nachdem der WDR plötzlich angefangen hat, die in der Tatortgemeinde als weniger hoch eingestuften Schimanski-Folgen zu wiederholen, dies nun zusätzlich mit weniger hoch eingestuften Haferkamp-Filmen anreichert, legt nun der SWR kurz vor Ende der Tatort-Sommerpause nach und zeigt uns einen Film mit seinem einstigen Kommissar Lutz und dessen Assistent Wagner, welcher in der Ermittler-internen Rangliste der bei Bewertungen führenden Plattform Tatort-Fundus ebenfalls ziemlich weit unten angesiedelt ist. Und das in einem Moment, wo wir sowieso Oberkante Unterlippe sind. Wir hatten einfach nicht damit gerechnet, als wir im März auch die Reihe Polizeiruf zu rezensieren begannen, dass so viele noch nicht angeschaute Tatorte wieder in einem so kurzen Zeitraum auf den Bildschirm kommen. Die meisten Lutz-Fälle wurden vor einigen Jahren in einer Retrospektive gezeigt, aber eben nicht alle. Daher auch nur eine Vorschau, keine wiederveröffentlichte Rezension.

Ernst Bienzle ist übrigens auch schon zu sehen – wieso auch nicht, schließlich stammt das Drehbuch von Felix Huby, der den letzten Kommissar mit Trench und Hut entwarf, der von 1992 bis 2007 in Stuttgart ermittelte. Bei Lutz war es noch so, dass er in verschiedenen Städten unterwegs war, als einziger für Morde zuständiger Kommissar im Gebiet des damaligen Südfunks.

Handlung

Im Schwäbischen Wald wird von einem Bauern ein Campingbus mit einer männlichen Leiche entdeckt. Erste Ermittlungen der Polizei ergeben, daß es sich bei dem Ermordeten um Günther Happel handelt, der auf dem Campingplatz des Cannstatter Wasens in Stuttgart polizeilich gemeldet ist. Als Kommissar Lutz und sein Assistent Wagner dorthin kommen, beobachten sie einen Sportwagen, der zielstrebig zu dem Abstellplatz von Happels Campingbus fährt. Der Fahrer des Wagens ist, wie sich später herausstellen wird, ein guter Bekannter der Polizei: Alfons Kehl, mehrfach vorbestraft. 

Kehl ist nach Kenntnissen der Polizei Mitglied eines Gangstersyndikats, das bei Gastwirten und Geschäftsleuten „Schutzgelder“ kassiert. Ein paar dieser erpreßten Wirte versuchten, sich zu wehren. Als Wortführer dieser Gruppe werden der Grieche Costas und der Türke Önökyl genannt. Günther Happel soll für sie gearbeitet haben. Die Ermittlungen für Lutz gestalten sich äußerst schwierig. Zum einen wollen die betroffenen Wirte nicht aussagen, zum anderen wird Lutz von einer Seite Hilfe angeboten, von der er sie am wenigsten erwartet hat. Der Chef des Syndikats, Sakowsky mit Namen, fühlt sich in seinen Geschäften durch die große Aktivität der Polizei gestört. Er bietet Lutz seine Hilfe an, den Mörder von Happel zu finden. Begründung: Happel sei sein Kassierer gewesen. Doch Assistent Wagner läßt nicht locker. Über Aischa, die hübsche Tochter des türkischen Wirts Önökyl, versucht er mehr über die Hintergründe des Falles in Erfahrung zu bringen. Für ihn steht fest: Sakowsky ist für den Mord an Happel verantwortlich. Lutz ist da zwar nicht so sicher, aber er läßt Wagner gewähren. – Und so trägt jeder der beiden auf seine Weise zur überraschenden Klärung dieses Falls bei.

Kommissar Lutz – Werner Schumacher
Wagner – Frank Strecker
Aischa – Despina Pajanou
Horn – Hartmut Reck
Sakowsky – Peter Ehrlich
Kehl – Peter Lakenmacher
Ann – Irina Wanka
Önökyl – Meray Ülgen
Mehmed Devecz – Yüksel Topcugürler
Costas – Jannis Kyriakidis
Eisele – Walter Schultheiss
Müller – Christoph Hofrichter
Penner – Wolfgang Schwalm

Buch – Felix Huby
Regie – Theo Mezger
Kamera – Justus Pankau
Kostüme – Annette Schaad
Szenenbild – Dieter Hoepker
Musik – Jonas C. Haefeli


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