"Berlin will Inanspruchnahme neuer Grün- und Freiflächen für eine bauliche Nutzung und neue Versiegelungen minimieren" (Senat) #Berlin #GruenBerlin #bauenbauenbauen #Mietenwahnsinn #Flaechennutzungsplan @SenSWBerlin

Die wachsende Stadt Berlin stellt hohe Anforderungen an die Planer. Wir haben zu wenige Wohnungen, also muss gebaut werden. Wird aber gebaut, kommt es immer häufiger zu Konflikten mit ökologischen Anforderungen. Wie bringt man das unter einen Hut?

Die Probleme betreffen das Bauen selbst und seinen Ausstoß von Emissionen, aber auch die Flächennutzung. Das Tempelhofer Feld wurde zum Symbol des Kampfes „Umwelt vs. Bau“, seit es 2014 nach einer Volksabstimmung für baufrei erklärt wurde. Der Senat versucht jetzt, auf das Dilemma mit einer Minimierung der Nutzung von Frei- und Grünflächen zu antworten und umreißt einen Ansatz für optimiertes Flächenmanagement.

TH

Berlin will Inanspruchnahme neuer Grün- und Freiflächen für eine bauliche Nutzung und neue Versiegelungen minimieren

Pressemitteilung vom 14.01.2020

Aus der Sitzung des Senats am 14. Januar 2020:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung den von der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, vorgelegten zweiten Bericht an das Abgeordnetenhaus zum Thema „Flächensparendes Bauen“ beschlossen.

Gerade in einer wachsenden Stadt wie Berlin ist die Steigerung der Flächeneffizienz neben der Flächensicherung und -entwicklung eine wichtige Maßnahme der Daseinsvorsorge. Trotz der sehr dynamischen Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung wurden in den vergangenen fünf Jahren in Berlin insgesamt nur rund 80 ha landwirtschaftlicher Fläche für die Siedlungsentwicklung in Anspruch genommen. Um diesen notwendigen sparsamen Flächenverbrauch fortzusetzen, bedarf es flächensparender Bauweisen genauso wie Mischnutzungen und sparsamer Dimensionierung von Verkehrsanlagen. Die Aktivierung kleinerer Potenzialflächen, die Nutzung von zurzeit extensiv genutzten Flächen wie Parkplatz- oder Lagerflächen sowie der Abriss und Neubau beziehungsweise der Umbau bestehender Gebäude unter Ausnutzung von Möglichkeiten der vertikalen Organisation stehen hierbei im Zentrum der Betrachtung.

Verdichtung muss mit der Sicherung von Frei- und Grünflächen vor allem in den dichtbesiedelten Innenstadtgebieten einhergehen. Über 90 Prozent der Neubaupotenziale im Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen 2030 sind bereits der Innenentwicklung zuzuordnen, und weniger als 10 Prozent der Potenziale befinden sich auf den im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Stadterweiterungsflächen.

Ein lenkender Einfluss auf die flächensparende Nutzungsmischung besteht für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vor allem in den Entwicklungsgebieten.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wird kurzfristig ein Umsetzungskonzept „Beförderung Mehrfachnutzung“ für Soziale Infrastruktur erarbeiten. Eine Grundidee der Mehrfachnutzung im Rahmen des Projekts soll es sein, Flächen effizienter zu nutzen, um mehr Einrichtungen mit Flächen versorgen zu können. Unter anderem um damit zusammenhängende Fragen der Flächenverteilung und -nutzung zu beantworten, sollen sowohl Verfahrensschritte auf strategisch-übergeordneter Ebene geprüft als auch konkret-handhabbare Bausteine wie eine Handreichung erarbeitet werden.

Ende der Pressemitteilung

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