Filmfest 894 Cinema
Tausend Sterne leuchten (alternativ: 1000 Sterne leuchten; Verweistitel Haus Vaterland und Patricia) ist ein deutscher Revuefilm von Harald Philipp aus dem Jahr 1959. Die Hauptrollen sind mit Germaine Damar, Toni Sailer, Maria Sebaldt und Harald Juhnke besetzt. Das seinerzeitige Filmplakat versprach „eine musikalische Reise um die Welt“.[1]

Das Lexikon des Internationalen Films bezeichnete Tausend Sterne leuchten als „Revuefilm“, in dem „zwischen ziemlich lauten Show- und Musiknummern das Verwechslungsspiel einer mühelos karrieremachenden Tänzerin“ behandelt wird.[2]
Cinema konnte auch diesem Film aus den 1950er-Jahren nichts abgewinnen und war der Meinung: „Wo tausend Sterne leuchten sollen, zünden noch nicht mal die Gags.“ Fazit: „Verglühte 50er-Jahre Sternschnuppe.“[3]
Dann sind wir uns in diesem Fall ja mal alle einig und wir haben keinen Anlass, eine Neusichtung vorzunehmen, weil wir damals möglicherweise fehlgegriffen haben. Auch die IMDb-Nutzer:innen vergeben nur eine Durchschnittswertung von 3,9/10. Trotzdem finden wir es noch immer richtig, auch solche Filme bzw. die Rezensionen dazu noch einmal auf dem Filmfest vorzustellen. Man darf nicht vergessen, dass der deutsche Film zur damaligen Zeit von solchen Werken geprägt war und die Filme, die wir zuletzt vorgestellt und mit 6 Punkten aufwärts bewertet haben, schon Ausnahmen darstellten.
Freilich gilt dieses Prinzip grundsätzlich auch für andere Länder. Man darf sich nicht täuschen: Viele ausländische Filme minderer Qualität oder denen man keine Erfolgschancen ausrechnete, kamen gar nicht erst in die deutschen Kinos. Daher haben wir von der damaligen Auslandsproduktion kein so umfassendes Bild, während selbst schlechte deutsche Filme noch lange im Fernsehen durchgenudelt wurden. Sein Bild kann man jetzt erweitern, indem man sich im Internet Streifen z. B. aus den USA anschaut, die keinen deutschen Kinoverleih fanden. Gerade bei diesen Sichtungen wird man manche positive Überraschung erleben.
© 2023, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke
Kursiv und tabellarisch: Wikipedia
| Regie | Harald Philipp |
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| Drehbuch | Joachim Wedekind, Harald Philipp |
| Produktion | Willy Zeyn für Union-Film |
| Musik | Gert Wilden |
| Kamera | Heinz Hölscher |
| Schnitt | Elisabeth Kleinert-Neumann |
| Besetzung | |
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