Wie viel kostet ein iPhone und wie viel ist es wert? (Statista + Kommentar)

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Ein Iphone besitzen zu wollen, ist keine rationale Entscheidung, sondern eine Glaubensfrage. Das haben wir um untenstehenden Ausgangsartikel herausgearbeitet. So irrational wie Apple-Nutzung ist nicht einmal das Fahren überteuerter „Premium“-Fahrzeuge deutscher, weil sie zumindest bis zum Beginn der Elektro-Ära, ein Plus an Leistung boten. Nun könnte man sagen, was beim Auto die PS, das sind beim Handy die Speicher. Aber braucht ein Handy wirklich 2 Terabyte? Höchstens, wenn man es als einziges digitales Kommunikationsgerät betreibt, also auch als Ersatz für einen richtigen Computer, und das käme für uns aus professionellen Gründen niemals in Frage. Wo ist der Mehrwert? Bei uns finden Sie immer einen Mehrwert, dieses Mal in Form einer stressfreien Speicherplatzbetrachtung im Anschluss an den Begleittext von Statista.

Denn so teuer sind iPhones wirklich. Das war uns bisher nicht bewusst, weil wir uns die Apple-Preise nicht anschauen:

Infografik: Wie viel kostet ein iPhone? | Statista

Begleittext von Statista

Diese Woche hat Apple seine neuen Smartphones vorgestellt. Dabei hat das Unternehmen mit dem iPhone Duo sein erstes Klapphandy vorgestellt. Das ist allerdings nur etwas für den besser gefüllten Geldbeute. Bereits in der günstigsten Ausführung mit 256 Gigabyte Speicher kostet das Gerät 2.299 Euro. In der teuersten Ausführung mit 2 Terabyte Speicher müssen Kund:innen hingegen 3.799 Euro investieren. „Dazu schreibt tagesschau.de: Apple hofft, mit dem hochpreisigen Gerät neue Zielgruppen zu erobern und angesichts gestiegener Preise für Speicherchips seine Gewinnmargen zu erhöhen. Bisher ist der Markt für Klapphandys mit etwa zwei Prozent Anteil eine Nische.“ Ein echtes Budget-Gerät hat das Unternehmen indes nicht mehr im Sortiment, wie der Blick auf de Statista-Grafik zeigt. Das billigste Smartphone auf der offiziellen Apple-Seit ist derzeit das iPhone 17e mit 256 Gigabyte Speicher für 849 Euro.

Mehrwert-Betrachtung

Ein Telefon für 3.799 Euro

Vom Gebrauchsgegenstand zur Luxusrequisite

3.799 Euro für ein Smartphone sind nicht einfach ein hoher Preis. Es ist eine Grenzüberschreitung. Dafür bekommt man keinen Kleinwagen, kein großes Fernsehgerät und auch keinen vollwertigen Arbeitsplatzrechner mit Monitor, Eingabegeräten und üppigem Speicher. Aber man bekommt – zumindest der Logik des Herstellers nach – ein besonders exklusives Gerät, das sich zusammenfalten lässt, zwei Displays verbindet und bis zu zwei Terabyte Daten in einem Gehäuse transportiert, das noch immer in eine Jacken- oder Hosentasche passen soll.

Apple ruft für sein erstes Falt-Smartphone, das iPhone Duo, 2.299 Euro in der kleinsten Konfiguration mit 256 GB auf. 512 GB kosten 2.549 Euro, 1 TB 3.049 Euro, die 2-TB-Spitze 3.799 Euro. Zwischen der Basis- und der Maximalausführung liegen also 1.500 Euro – wohlgemerkt bei identischem Prozessor, identischer Bauform, weitgehend identischer Kamera und identischem Bildschirmkonzept. Der Aufpreis gilt im Wesentlichen dem internen Speicher.[teltarif][stadt-bremerhaven]

Das ist bemerkenswert, weil sich der praktische Nutzen des Geräts keineswegs im selben Maß vervielfacht wie sein Preis. Es kann telefonieren, Nachrichten verschicken, fotografieren, navigieren, bezahlen, Musik abspielen und unterwegs arbeiten – alles Funktionen, die auch ein deutlich günstigeres Smartphone beherrscht. Das Faltgelenk verändert daran wenig. Es kann das Gerät vielseitiger machen, den Bildschirm beim Lesen, Schreiben oder Anschauen von Videos vergrößern und unterwegs einen kleinen Tablet-Eindruck erzeugen. Aber es löst kein Problem, das für die überwiegende Mehrheit der Menschen zuvor unlösbar gewesen wäre.

Ein Falttelefon ist damit keine technische Notwendigkeit. Es ist ein Komfort- und Designangebot. Und im Fall des iPhone Duo ist es vor allem eines mit einer beachtlichen Luxusprämie.

Falten als Rechtfertigung?

Apple betritt mit dem Duo ein Marktsegment, das bislang eine Nische geblieben ist. Laut dem von Statista zitierten Kontext liegt der Anteil von Klapphandys am Smartphone-Markt bei ungefähr zwei Prozent. Apple hofft also offenbar nicht darauf, dass plötzlich alle Menschen ein Faltgerät brauchen. Das Unternehmen setzt vielmehr auf eine zahlungskräftige Zielgruppe, die ein neues, sichtbares und technisch aufwendiges Spitzenprodukt möchte – und für die das Klappformat selbst zum Kaufargument wird.

Das ist nachvollziehbar. Faltbare Displays, Scharniere, besondere Gehäusekonstruktionen und die Optimierung von Apps für zwei Nutzungszustände sind aufwendiger als die Herstellung eines klassischen Barrensmartphones. Die Technologie hat ihren Preis. Ein differenzierter Blick muss deshalb zugestehen: Das Duo ist nicht bloß ein gewöhnliches iPhone, dem willkürlich ein Aufschlag angehängt wurde. Es ist ein komplexeres Produkt mit mehr beweglichen Teilen, zwei Bildschirmflächen und höheren Anforderungen an Stabilität, Material und Software.

Doch genau hier beginnt auch die Kritik. Ein Klappmechanismus ist zugleich ein zusätzlicher potenzieller Schwachpunkt. Ein herkömmliches Smartphone muss Stürze, Druck, Feuchtigkeit, Staub und den Verschleiß des Alltags überstehen. Ein Faltgerät muss zusätzlich dauerhaft tausende Öffnungs- und Schließvorgänge verkraften. Gerade bei einem Gerät für 2.299 bis 3.799 Euro müsste die Frage der Langzeitrobustheit wichtiger sein als bei fast jeder anderen Kategorie persönlicher Elektronik. Ein Luxuspreis erzeugt nicht nur den Anspruch auf schöne Technik, sondern auf außergewöhnliche Haltbarkeit, Reparierbarkeit und langjährige Softwarepflege.

Die zentrale Zumutung liegt daher nicht darin, dass Apple ein Faltgerät anbietet. Sie liegt darin, dass eine Designentscheidung – ein großes Display, das sich halbieren lässt – zum Ausgangspunkt einer Preisarchitektur wird, die mit den tatsächlichen Alltagsbedürfnissen vieler Käufer kaum noch verbunden ist. Wer für ein Gerät 3.799 Euro ausgibt, kauft nicht nur ein Werkzeug. Er kauft ein Versprechen von Exklusivität, Zukunft und digitaler Souveränität.

Zwei Terabyte: Speicher oder Beruhigung?

Zwei Terabyte Speicher auf einem Mobiltelefon wirken zunächst wie reine Übertreibung. Und für die meisten Menschen sind sie das auch. 2 TB entsprechen 2.000 GB. Das genügt für sehr große Fotoarchive, viele Stunden hochauflösender Videos, Offline-Filme, Spiele, Apps, Arbeitsmaterialien und Messenger-Anhänge. Rein technisch ist die Kapazität beeindruckend. Aber die Frage muss lauten: Welche Person braucht sie tatsächlich lokal auf einem einzigen Telefon?

Sinnvoll kann ein 2-TB-Gerät in klar umrissenen Sonderfällen sein:

  • Für Videojournalismus, mobile Dokumentation oder Social-Video-Produktion, wenn große Videodateien unterwegs entstehen und nicht zeitnah auf einen Laptop, Server oder eine externe SSD übertragen werden können.
  • Für professionelle Filmarbeit mit datenintensiven Codecs, vielen Aufnahmen und engen Produktionsfristen.
  • Für lange Reisen, Expeditionen, Außendienst oder Einsätze ohne verlässliche Netzanbindung und ohne Zugriff auf lokale Backup-Infrastruktur.
  • Für Menschen, die beruflich sehr umfangreiche Bild-, Video- oder Projektarchive direkt auf dem Gerät bereithalten müssen.

Aber diese Nutzungsszenarien beschreiben Spezialfälle – nicht den Alltag der Person, die Fotos macht, chattet, Musik streamt, unterwegs Nachrichten liest und gelegentlich Videos aufnimmt. Für solche Nutzer ist der 2-TB-Speicher keine produktive Notwendigkeit, sondern vor allem eine psychologische Versicherung gegen die lästige Meldung „Speicher fast voll“.

Das ist das Raffinierte an der Speicherstrategie: Speicher wird nicht nur als technische Kapazität verkauft, sondern als Freiheit von Entscheidungen. Wer viel Speicher hat, muss weniger löschen, weniger sortieren, weniger auslagern und weniger planen. Das ist angenehm. Doch aus Bequemlichkeit wird hier ein außergewöhnlich teures Produktmerkmal.

Beim iPhone Duo kostet der Sprung von 256 GB auf 512 GB 250 Euro. Der Weg von 512 GB auf 1 TB kostet weitere 500 Euro. Von 1 TB auf 2 TB verlangt Apple nochmals 750 Euro. Die zusätzlichen 1.750 GB gegenüber der Basisversion werden somit mit 1.500 Euro bepreist. Selbst wenn Speicherchips teurer geworden sind, wie Statista unter Verweis auf tagesschau.de beschreibt, ist das eine Preisstaffelung, die nicht nur Kosten weitergibt, sondern die Zahlungsbereitschaft für maximale Ausstattung abschöpft.[teltarif]

Noch grundsätzlicher: Interner Speicher ist kein Datensicherheitskonzept. Ein Smartphone kann gestohlen werden, verloren gehen, beschädigt werden oder schlicht ausfallen. Wer zwei Terabyte persönlicher Daten auf einem einzigen Gerät verwaltet, braucht umso dringender automatisierte Backups und eine gute Archivstruktur. Viel lokaler Speicher löst dieses Problem nicht. Er kann es sogar unsichtbarer machen, weil Daten lange bequem liegen bleiben, ohne ordentlich gesichert, sortiert oder exportiert zu werden.

Das iPhone 18 Pro: Teuer auch ohne Faltgelenk

Das Faltgerät könnte man noch als Sonderfall behandeln: als kostspieliges Erstlingsprodukt in einer technischen Nische. Doch die neue Preispolitik endet nicht beim Duo. Apple verlagert auch die klassischen Pro-Modelle in Regionen, die vor wenigen Jahren noch nach Spezialausstattung aussahen.

Das iPhone 18 Pro startet mit 256 GB bei 1.449 Euro. Für 512 GB verlangt Apple 1.699 Euro, für 1 TB 2.199 Euro und für 2 TB 2.949 Euro. Das größere iPhone 18 Pro Max startet bei 1.599 Euro, kostet mit 512 GB 1.849 Euro, mit 1 TB 2.349 Euro und mit 2 TB schließlich 3.099 Euro.[teltarif][appgefahren][mactechnews]

Modell256 GB512 GB1 TB2 TB
iPhone 18 Pro1.449 €1.699 €2.199 €2.949 €
iPhone 18 Pro Max1.599 €1.849 €2.349 €3.099 €
iPhone Duo2.299 €2.549 €3.049 €3.799 €

Die Tabelle zeigt nicht nur hohe Preise, sondern eine neue Normverschiebung. Das normale, nicht faltbare iPhone 18 Pro Max überschreitet mit 2 TB bereits die Marke von 3.000 Euro. Der entscheidende Punkt: Hier gibt es nicht einmal das Argument eines neuartigen Scharniers. Der Preis wird im Wesentlichen über Speicher, Spitzenkamera, Chip-Leistung, Displaygröße und die symbolische Position als „Pro Max“ hergestellt.

Apple bewirbt die 18-Pro-Generation mit A20-Pro-Chip, 48-Megapixel-Hauptkamera mit variabler Blende, neuer Dampfkammer zur Kühlung sowie Verbesserungen bei Kamera, Leistung und Batterielaufzeit. Das sind relevante technische Eigenschaften. Für Menschen, die mit dem iPhone professionell filmen, Fotos liefern oder unterwegs Inhalte produzieren, können solche Verbesserungen wertvoll sein. Aber ein 3.099-Euro-Smartphone ist dadurch noch nicht automatisch ein gutes Preis-Leistungs-Angebot.[apple]

Zwischen 256 GB und 2 TB liegen beim iPhone 18 Pro Max 1.500 Euro. Die Funktionalität des Telefons verändert sich dadurch nicht grundlegend. Es wird kein besseres Telefon, kein sichereres Gerät, kein langlebigeres Modell und nicht einmal zwingend ein besseres Kamerasystem. Es kann nur mehr Daten gleichzeitig in sich tragen. Die Aufpreisdynamik legt nahe, dass Apple gerade die Kundschaft adressiert, die nicht zwischen ausreichend und maximal unterscheidet – oder bewusst maximal wählen möchte.

Ratenzahlung macht keinen Preis kleiner

Apple stellt die hohen Summen nicht nur als Einmalzahlung dar, sondern auch als Finanzierung. Das iPhone 18 Pro beginnt bei 60,38 Euro monatlich über 24 Raten; das 2-TB-iPhone-18-Pro-Max wird mit 129,12 Euro monatlich beworben. Beim iPhone Duo entspricht die 2.299-Euro-Basisversion 95,79 Euro im Monat bei 24 Monatsraten.

Das ist keine Täuschung; die Gesamtsummen sind sichtbar. Doch die monatliche Darstellung verschiebt den psychologischen Maßstab. Aus 3.099 Euro werden knapp 130 Euro pro Monat. Aus 3.799 Euro werden rund 158 Euro monatlich. Damit tritt die Frage „Brauche ich dieses Gerät wirklich?“ leichter hinter die Frage zurück: „Passt diese Rate noch neben Vertrag, Streamingdiensten, Versicherungen und anderen festen Ausgaben?“

Gerade in einer Zeit hoher Lebenshaltungs- und Wohnkosten ist das keine nebensächliche Entwicklung. Das Premium-Smartphone wird zu einem dauerhaften Budgetposten – häufig noch ergänzt durch Mobilfunkvertrag, Schutzhülle, Versicherung, Cloudspeicher, Zubehör und möglicherweise Reparaturkosten. Ein Gerät, das klein genug für die Hosentasche ist, kann so über zwei Jahre einen finanziellen Raum einnehmen, der eher an ein langfristig finanziertes Konsumgut erinnert.

Die eigentliche Leistung dieser Preisstrategie ist deshalb nicht allein technische Innovation. Sie besteht darin, höchste Preise als finanzierbare Normalität zu inszenieren.

Die vernünftige Gegenfrage

Es wäre zu einfach, das iPhone Duo oder die teuren 18-Pro-Varianten bloß zu verspotten. Menschen dürfen Geld für Technik ausgeben, die ihnen Freude bereitet. Ein Designobjekt, ein besonders gutes Kamerawerkzeug oder ein angenehm kompaktes mobiles Büro kann seinen Preis haben. Auch teure Produkte können legitim sein, wenn sie langlebig sind, reparierbar bleiben und eine konkrete professionelle Aufgabe besser lösen als günstigere Alternativen.

Aber die richtige Verbraucherfrage ist nicht, ob Apple die Preise verlangen darf. Natürlich darf das Unternehmen sie verlangen. Die Frage lautet: Welchen konkreten Bedarf löst die teuerste Variante?

Beim iPhone Duo lautet die ehrliche Antwort für viele Käufer wahrscheinlich: keinen zwingenden. Es bietet mehr Bildschirm in einer faltbaren Form, nicht jedoch eine völlig neue Fähigkeit. Beim 2-TB-Speicher lautet die Antwort häufig: Er spart Organisation, ersetzt aber weder Backup noch Archiv. Beim 18 Pro Max für 3.099 Euro bezahlt man eine Kombination aus Spitzentechnik, maximalem Speicher und Prestige – jedoch keine im gleichen Maß gesteigerte Alltagstauglichkeit.

Wer professionell mobil produziert, große Datenmengen wirklich lokal benötigt und den Kauf über mehrere Jahre abschreibt, kann zu einem anderen Ergebnis kommen. Für die große Mehrheit jedoch ist ein sehr gutes Smartphone mit 256 oder 512 GB die plausiblere Wahl. Nicht, weil Spitzenmodelle technisch wertlos wären, sondern weil das Verhältnis zwischen zusätzlichem Nutzen und zusätzlichem Preis bei den Extremvarianten aus dem Gleichgewicht gerät.

Das iPhone Duo für 3.799 Euro und das iPhone 18 Pro Max für 3.099 Euro zeigen vor allem eines: Der Smartphone-Markt verkauft längst nicht mehr nur Kommunikationstechnik. Er verkauft Zugehörigkeit, Komfort, Zukunftsgefühl und den Wunsch, für jede denkbare Datensituation gerüstet zu sein. Gerade deshalb braucht es einen nüchternen Blick. Zwei Terabyte in der Tasche sind faszinierend. Aber sie machen aus einem Smartphone noch keinen Gegenstand, der fast 4.000 Euro vernünftig rechtfertigt.

Kommentar

Disclaimer: Wir haben insgessamt im Moment eine Festplattenkapazität von etwa 6 TB zur Verfügung und denken über einen Ausbau nach, trotz der teurer werdenden Speicherchips. Wir haben uns das Anwachsen der Dateien, zum Beispiel durch hochauflösende Videos, nicht ausgesucht. Wir müssen aber auch nicht alles mitmachen, was im Endeffekt keinen Mehrwert bringt. Vor allem: Wir müssen nicht alles mitmachen, was letztlich nur die Taschen von ein paar Superreichen füllt.

Bei den Smartphones hat es sich in der Tat ergeben, dass es alle 4-5 Jahre zu einer Vervierfachung des Speichers kommt. Wir sind privat erst relativ spät in die Welt der Smartphones eingestiegen, mit 16 GB, dann waren es 64, gegenwärtig sind es 256. Fortfolgend würde das bedeuten, dass wir in 4 bis 5 Jahren ein Gerät mit 1 TB erstehen werden. Möglich, dass es so kommt. Vielleicht sind durch mehr Wettbewerb am Markt bis dahin auch die Speicherchips wieder günstiger. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits. Mit 64 GB könnten wir unsere heutigen Ausgaben nicht ausführen, die Aufzeichnungen von bis zu 10 GB beinhalten, bei 256 GB bleibt nichts lange auf dem Handy liegen, sondern muss exportiert werden. Aber auch auf den Festplatten machen diese Dateien schnell einen Unterschied – und da wir keine Filmsammlung betreiben, sondern die Dateien beruflich zustandekommen, reichen irgendwann die Transkripte. Nämlich dann, wenn alles so weit abgearbeitet ist, dass die Original-Aufzeichnungen nicht mehr als Beweismittel verwendet werden müssen, um zum Beispiel Fehler in den Transkripten ausfindig zu machen. In der Regel ist das spätestens nach einem halben Jahr der Fall.

Und riesige Original-Videos müssen wir nicht aufheben, verwendet werden sowieso immer nur Bruchteile des gefilmten Materials. Mittlerweile erscheinen uns 256 GB keineswegs mehr großzügig dimensioniert, und das kurz nach dem Kauf unseres aktuellen Smortphones. Aber das, als Spitzenmodell des Herstellers, hat in dieser Konfiguration, auch „nur“ etwa 600 Euro gekostet, verteilt auf die oben illustrierten 24 Monatsraten, und das ist eine andere Hausnummer. Eine in der Regel verkraftbare. Nach etwas Hin- und Herrechnen, Einmalzahlung zu den Monatsraten hinzugebucht, Bonus und Cashback wieder runter, zahlen wir weniger als 50 Euro im Monat für ein Gerät und einen Tarif, die normale Anforderungen problemlos erfüllen. Alle außer die Marke mit dem angebissenen Apfel bewegen sich in einem Wettbewerbsumfeld, das von Rationalität bestimmt ist. Wie es aussieht, wenn diese fehlt, können Sie im folgenden Ausgangsartikel nachlesen, auf den wir das heutige Update aufgesetzt haben.

In einer Sache mussten wir übrigens doch schmunzeln. Selbstverständlich bekommt man für fast 4.000 Euro einen vollwertigen Arbeitsplatzrechner mit gutem Monitor, großem Speicher und schnellem Prozessor. Auch die KI hat sich da ein bisschen vom Apple-Preis-Delirium benebeln lassen.

Transparenz

Die Einleitung und der Kommentar stammen von uns (TH), die Grafik und der kurze Begleittext von Statista, die Mehrwert-Betrachtung wurde von einer KI erstellt.

31.08.2026

Haben Sie auch ein iPhone? Wir hatten nur einmal eines, und zwar dienstlich. Das ist schon recht lange her. Seitdem sind wir mit Android-Geräten vollkommen zufrieden.

Die Grafik ließ sich im Grunde recht einfach erstellen. Wer iOS nutzt oder gerne nutzen würde, muss ein Apple-Gerät haben, während alle anderen Hersteller mehr oder weniger auf Android setzen. Insofern steht in den Säulen tatsächlich Apple gegen den Rest der Smartphone-Welt, von einigen Exoten abgesehen. Was wir hier sehen, ist wieder einmal philosophisch oder psychologisch ausdeutbar.

Begleittext von Statista

Smartphones der Marke Apple sind unter jüngeren Menschen in Deutschland verbreiteter als unter älteren. Das ist das Ergebnis einer Statista-Umfrage unter Angehörigen verschiedener Generationen zu dem Betriebssystem auf ihrem hauptsächlich genutzten Handy. Demnach läuft iOS – Apples Betriebssystem für iPhones – besonders häufig auf den Handys der Generation Z: 55 Prozent der Befragten dieser Generation haben angegeben, ein iOS-Gerät als Haupt-Smartphone zu nutzen. Mit zunehmendem Alter setzen sich Android-Geräte durch. Bei den Babyboomern schließlich haben etwa nur noch 19 Prozent der Befragten ein iOS-Handy, dagegen 80 Prozent ein Android-Handy.

Ein Grund für die stärkere Verbreitung von iPhones unter jüngeren Befragten könnte sein, dass das ein teures Smartphone – zu denen iPhones zweifellos zählen – für sie eher als Statussymbol dient als für die älteren Befragten. Altersübergreifend sind für rund ein Fünftel der durch die Statista Consumer Insights Befragten in Deutschland der Ansicht, dass elektronische Geräte wie Smartphones für sie Statussymbole sind.

Die beiden Betriebssysteme iOS und Android machen gemeinsam knapp 100 Prozent des weltweiten Absatzmarktes unter sich aus, andere Betriebssysteme wie Black Berry oder Windows spielen so nahezu keine Rolle mehr. Auch in Deutschland liegt Android vorn: Im 3-Monatszeitraum Juli bis September 2025 erzielte Googles Betriebssystem Android in Deutschland einen Marktanteil am gesamten Smartphone-Absatz von 74,5 Prozent, der Anteil von Apples iPhone betrug 25,4 Prozent. Das auf Linux basierende Android-Betriebssystem wird von der Open Handset Alliance, unter der Führung des amerikanischen Tech-Riesen Google, entwickelt.

Kommentar

Wir müssen etwas warnen. Als wir den Kommentar geschrieben hatten, waren wir nicht gerade in bester Laune, das merkt man aber eher an der Ausdrucksweise als am Inhalt, denn zu dem stehen wir natürlich, sonst würden wir – sic! – ihn nicht so stehen lassen. Gleichwohl, es ist eine Meinung.

Nun ja, über Google kann man auch verschiedener Meinung sein, aber sein Betriebssystem hat sich nun einmal überwiegend durchgesetzt, und das muss Gründe haben. Zum Beispiel mehr Apps, mehr Konnektivität in verschiedenen Geräteumgebungen, und auf keinen Fall eine schlechtere Leistung oder Bedienbarkeit, zumindest nicht bei teureren Android-Geräten, gegenüber Apples iPhones. Und bis auf den Apfel, den man als essentiell oder eklektisch ansehen kann, gibt es keine echten Design-Unterschiede mehr, die darauf hinauslaufen würden, dass man sagt, dieses Handy ist optisch gelungen und jenes nicht. Auch das Format unseres aktuellen Geräts ist nahezu identisch mit dem eines iPhone 17 und wohltuend handlich, gegenüber den Teilen, die manche Menschen mit sich herumschleppen. Es ist ein echtes Einhand-Handy, genau wie die meisten Produkte von Apple. Der Akku ist sogar eher etwas besser und leistungsmäßig zeigen sich kaum Unterschiede.

Der Konsumismus der Generation Z ist jetzt schon in negativem Sinne legendär. Keine Generation zuvor war so durchweg frei von anderen Werten als wo man am meisten Geld für ausgeben kann, und wie man zeigen kann, dass man es hat.

Stimmt das? Natürlich nicht. Nicht so eindeutig. Wir erinnern uns zurück. Als wir jung waren, kam gerade der Markenklamottenfetischismus der 1980er auf. Der hat bis heute nicht nachgelassen, aber er ist auch typisch für junge Menschen und für solche, die nicht erwachsen werden können. Und von denen gibt es, bis hinauf in die Boomer-Generation, immer mehr. Aber das Statusdenken mit Konsumprodukten lässt im Alter nach. Weil man es nicht geschafft hat, einen Status zu erreichen, den man als Jugendlicher lediglich vorgeben kann, und man das ehrlich zugibt oder aus finanziellen Gründen zugeben muss. Oder weil man ihn hat und es nicht mehr so wichtig ist, ihn bei jeder Gelegenheit zu zeigen. Oder weil man postmaterialistisch genau das Gegenteil tun will. Jugendliche sind eher auf „Konformität in Individualität“ aus als ältere Menschen. Wir erinnern uns noch gut, dass wir mit 20 bis 30 auch immer das Neueste haben mussten, was es damals gab. Bei den Klamotten oder bei den Elektronik-Geräten, was sich unter anderem in einem 600 Mark teuren Sony Walkman niederschlug. Und wir waren bei den ersten mit einem CD-Player. Wer weiß, was diese Geräte anfangs kosteten, kann ermessen, wie viel mehr verkörperte Finanzpower eines Jugendlichen ein solcher Tonträger-Abspieler gegenüber einem heutigen Smartphone grundsätzlich bedeutete. Allein: Er stand zu Hause, man konnte ihn nicht überall vorzeigen. So ein Mist. Also doch die Klamotten. Typisch Mittelstands-Aufsteiger.

Dass heute viele Menschen, denen man bestenfalls die Geldversorgung durch ein Jobcenter zutraut, mit iPhones herumlaufen, das gab es damals eher nicht. Denn es gab noch keine Jobcenter. Und kein Raunen über zusätzliche Finanzquellen. Bei Handwerkern ja, bei Jugendlichen eher nicht, wenn sie nicht gerade Drogen verkauften. Was damals wiederum nicht ganz so gängig war wie heute in bestimmten Vierteln bestimmter Städte. Jede Generation, jedes Jahrzehnt hat seine eigenen Statussymbole. Aber Apple ist ein Sonderfall, das muss man zugeben. Seit den ersten iPhones vor fast 20 Jahren schafft es die Firma immer wieder, ein Image aufrechtzuerhalten, das es ermöglicht, Preise zu nehmen, die ganz sicher nicht durch technischen Vorsprung oder besseres Design gerechtfertigt sind. Falls wir mal eine Firma gründen sollten, die Äpfel verkauft, werden wir auf jeden Fall einen angebissenen Apfel als Logo nehmen. Damit kann man gar nichts falsch machen.

Und deswegen ist alles Psychologie und leider lässt es tief in die Untiefen des menschlichen Charakters blicken. Deutsche Autos sind übrigens eine ähnliche Nummer, zumindest die von drei bis vier Marken – nur geht es jetzt, global betrachtet, langsam zu Ende damit, dass man für mittelmäßige Technik Überpreise nehmen kann. Einmal hintendran, nie mehr zurück zur Spitze. So wird es vermutlich kommen. Bei Apple hingegen haben wir den Verdacht, dass die Firma sich sogar einen technologischen Rückstand leisten könnte, ohne dass die jungen Leute ernsthaft darüber nachdenken würden, ob es nicht doch Sinn ergeben könnte, anstatt über 1.000 Euro lieber 6.00 Euro für ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis auszugeben. Klar, wir nehmen gerade uns selbst als Beispiel, und durch die übliche Bezahlweise von Smartphones durch monatliche Raten, die mit Mobilfunkverträgen gekoppelt sind, ist der einzelne Betrag, der vom Konto abgeht, überschaubarer. Aber auch undurchsichtig. Wir mussten uns erst von einer KI beraten lassen, zusätzlich Vergleichsportale checken, bevor wir einigermaßen sicher waren, dass wir einen günstigen Vertrag bekommen, als dieses Jahr eine Neuanschaffung anstand. IPhone-Nutzer zahlen, ohne mit der Wimper zu zucken, für ein ähnliches Leistungspaket das Doppelte wie das, was wir uns jetzt organisiert haben.

Insofern ist das iPhone mehr als ein Statussymbol, es ist ein Fetisch. Das darf man ruhig so klar schreiben. Kein anderes Produkt wird so angebetet, und die Nutzer sind keine Fans, sondern Jünger. So etwas gibt es auch bei anderen Produkten, eben bei Klamotten oder auch bei einzelnen Automodellen und -marken. Aber nicht in der Form, dass alle, die ein solches Produkt nutzen, auch Jünger sind. Das schafft nur Apple. Ein simples Konsumprodukt in den Stand einer Religion zu erheben. Machen kann man das nur mit Menschen, die von Spiritualität keine Ahnung haben und Mimikry mit Mystik verwechseln. So gesehen, verrät die Apple-Nutzung spirituelle Armut.

Das ist natürlich überspitzt ausgedrückt, aber schräg ist dieser iPhone-Fetischismus auf jeden Fall. Insofern ist er menschlich, denn wer behauptet, dass Menschen halbwegs logisch und nachhaltig denken, kann nicht erklären, warum sie sich zum Beispiel eine Politik wählen, und das immer häufiger, die gegen ihre Interessen gerichtet ist und geniale Marketingstrategen wie zum Beispiel die Apple-Betreiber hundertfach besser entlohnt als Menschen, die Menschen retten, um ein Gegenbeispiel in Sachen Nutzwert eines Jobs in diesem Bereich gegenüber einem Steve Jobs zu benennen. Gott hab ihn selig. Oder wer immer für die Religion tatsächlich zuständig ist, die Jobs gestiftet hat.

Okay, von nichts kommt nichts. Apple hatte schon vor den Smartphones ein besonderes Image bei den Desktop-Computern, Designer schworen darauf, teilweise sogar aus nachvollziehbaren Gründen, und Apple war bei den Smartphones nun einmal der Vorreiter. Dafür gebührt Steve Jobs Anerkennung. Ob man deswegen fast zwei Jahrzehnte noch fast doppelt so viel für ein Apple-iPhone ausgeben muss wie für ein vergleichbares Android-Gerät ist eine ganz andere Frage, und die lässt sich eben nicht rational beantworten, weil es hier tatsächlich um eine Glaubensfrage geht. Wir glauben längst daran, dass es Sinn ergibt, rational an Konsumprodukte heranzugehen. Mit wenigen Ausnahmen, aber die sind nicht so fundamental wie immer das neueste iPhone haben zu müssen. Denn das kommt ja noch dazu: Wir sind uns ziemlich sicher, dass Apple-Jünger ihre Geräte auch häufiger wechseln als Android-Nutzer, weil cooler als ein Apple ja nur ein ganz neues Apple sein kann. Kennen Sie eine andere Marke, vor deren Läden sich lange Schlangen bilden, wenn sie das Rollout eines neuen Produkts bekanntgibt? Uns fällt spontan keine ein. Außer vielleicht bei Aldi, wenn das genaue Gegenteil eintritt und ein Elektronik-Gerät als Schnäppchen angeboten wird. Das sind die Extreme der Konsumgesellschaften und zwei Seiten derselben Medaille. Oder: Jünger sind jünger, Ältere merken eher, wenn sie veräppelt werden.

TH



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