AfD stärker als SPD – oder? #Sonntagsfrage – #AfD #SPD #Union #Aufstehen #Grüne #DIELINKE #FDP #INSA #Civey #Wagenknecht #Chemnitz

Umfrage & Ergebnis 22

Vor drei Tagen ging ein gewisses Raunen durch die Medien, weil eine Umfrage von INSA erstmals die AfD vor der SPD sah. Ist es soweit, dass die AfD bundesweit schon zweitstärkste Kraft ist?

Wir wollten das nicht ohne eine Gegenprobe einfach so weiterleiten und haben deswegen das immer fortlaufende Civey-Tableau befragt, der Stand ist vom 06.09.2018, 16:35 Uhr, auch wenn der verlinkte SPIEGEL-Beitrag, der sich mit dem Aufstieg der Grünen befasst, älteren Datums ist. Dieses Mal haben wir unser Ergebnis nicht ausgewiesen, weil wir nicht abgestimmt haben. Vermutlich ist deswegen meine Partei wieder mal an der 10-Prozent-Hürde gescheitert.

 Partei 03.09.2018

INSA

06.09.2018

Civey

24.09.2017

Wahl

CDU/CSU 28,5 % 29,7 % 32,9 %
SPD 16 % 17,7 % 20,5 %
GRÜNE 13,5 % 14,5 % 8,9 %
FDP 9,5 %  8,2 % 10,7 %
DIE LINKE 10 %  9,9 % 9,2 %
AfD 17 % 15,0 % 12,6 %
Sonstige 5,5 %  5,0 % 5,0 %

 

Nein, es gibt sie noch nicht, die klare Wachablösung, unser Gefühl hat und nicht getrogen. Schon möglich, dass in Sachsen die Vorgänge der letzten 11 Tage der AfD noch mehr Protestwähler in die Arme getrieben haben, angesichts der teilweise wirklich niederen Kommentare zu Sachsen als Ganzes – aber auf Bundesebene?

Es war in den letzten Tagen nur ein Gefühl, aber dieses hat sich bestätigt. Einige sind doch erst einmal ins Nachdenken gekommen, angesichts des besonders hässlichen Gesichts, das die AfD nach dem Mord in Chemnitz gezeigt hat und wie sie sich mit den Nazis gemein gemacht hat. Jetzt wird der weise Linkliberale sagen: Eh klar. Alles Nazis. Aber ich mache nach wie vor Unterschiede aus, innerhalb des mittlerweile ja nicht mehr so kleinen AfD-Sympathisantenclusters.

Ebenfalls stimmig finde ich, dass die Grünen gemäß Civey weiterhin im Aufwind segeln. Ihnen kommt das gegenwärtige, polarisierende Szenario am meisten entgegen, weil sie sich überwiegend auf eine   unaufgeregte, aber klare Art positioniert haben. Die neue Spitze hat auch dabei wieder eine gute Figur gemacht – eine wesentlich bessere als viele Medien und Social-Network-Influencer, die entweder alles relativieren und sich mit Begriffsklaubereien befassen oder den nationalen Notstand ausrufen wollten.

Hingegen gab es zuletzt keine Themen, welche der SPD geschadet hätten, immerhin hat sie ja gerade eine vermutlich weiterhin unwirksame, aber formal doch leicht bessere Mietpreisbremse durchgesetzt. Dass die Union bei fast 30 und nicht bei 28,5 Prozent liegt, halte ich für denkbar. Leider habe ich keine Zwischenauswertung gemacht, bevor Horst Seehofer die Migration als Mutter aller Probleme identifizierte.

Es wäre sehr aufschlussreich gewesen zu sehen, ob das der CDU/CSU eher was gebracht oder ihr eher geschadet hat – oder keins von beiden, denn Seehofers Ansichten bewegen die unionsnahen Wähler möglicherweise gar nicht mehr so, seit er Bundesinnenminister und damit in die Kabinettsdisziplin eingebunden ist, sondern triggern vor allem die Gegenseite. Noch ist die SPD also nicht verloren, falls man das daran festmachen kann, dass sie mindestens in Umfragen von der AfD überholt wird.

Eines ist aber nach allen derzeitigen Umfragen sicher. Eine Neuauflage der Großen Koalition, die aktuell in Berlin regiert, wäre nicht mehr möglich, weil die Union und die SPD zusammen keine 50 Prozent der Wähler mehr auf sich vereinen können. Gemäß Sahra Wagenknecht sind es nur noch 33 Prozent, weil sie das gesamte „Wahlvolk“ betrachtet und damit auch den üblichen Nichtwähleranteil von derzeit ca. 30 Prozent (Bundestagswahlen).

TH

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