Sonntagsfrage: AfD wieder vor SPD – Verfestigung oder Trendwende absehbar? #AfD #CDU, #DIE LINKE, #SPD, #Grüne, #FDP #Sonntagsfrage #Bundestagswahl #INSA #YouGov

Umfrage & Ergebnis 24

Sie haben es wieder getan. Acht Tage nach der ersten INSA-YouGov-Umfrage, in der die AfD vor der SPD zweitstärkste Partei wurde, hat sich dieser Wechsel auf Platz 2 und 3 in der soeben veröffentlichten nächsten Erhebung bestätigt. Einige Fakten und kurze Überleungen:

 

  • Die SPD steigt gegenüber der letzten INSA-Umfrage, die für viel Diskussionsstoff gesorgt hatte, wieder leicht an (von 16 auf 17 Prozent).
  • Die AfD steigt um ein weiteres halbes Prozent (von 17 auf 17,5 Prozent) und bleibt aufgrund der Tatsache, dass INSA auch halbe Prozente ausweist, vor der SPD.
  • Andere Institute sehen die SPD teilweise bei 18, die AfD aber nur bei 16 Prozent.
  • Der letzte ARD-Deutschlandtrend wies sogar aus, dass die AfD im Osten die CDU überholt hat. Hier zur ARD-Seite.
  • INSA bevorzugt kleinere Parteien, hier kommt DIE LINKE jetzt z. B. auf 10,5 Prozent, zuvor 10 Prozent. Wer jetzt meint, das habe mit „Aufstehen“ zu tun, der schaue sich bei INSA mal ein bisschen rückwärts um. Sowohl im zeitlichen Umfeld der Bundestagswahl 2017 wie auch über weite Strecken in 2018 hat INSA Werte von 11 oder 12 Prozent für DIE LINKE ausgewiesen, mehr, als alle anderen Institute und auch mehr als Civey, dem wir im ernstfall eine besonders hohe Genauigkeit zurechnen und wo DIE LINKE selten über 10 Prozent kommt.
  • Die CDU/CSU  hingegen wird von INSA seit einiger Zeit als besonders schwach angesehen, was natürlich zugunsten der kleineren Parteien geht: Derzeit 28 Prozent, bei anderen Instituten bis zu 31 Prozent.
  • Grüne und FDP liegen mit 9 bzw. 13,5 Prozent in etwa dort, wo sie auch von anderen Instituten gesehen werden.

Während der SPD-Wert realistisch sein könnte, kommen mir die 17,5 Prozent für die AfD doch sehr hoch angesetzt vor. Zeichen in anderen Umfragen deuteten zuletzt eher darauf hin, dass der Aufwärtstrend der Blauen vorerst gestoppt ist, weil nach den jüngsten Ereignissen in Ostdeutschland doch viele Menschen über deren Verbindungen zur rechtsextremen Szene nachdenken und sich nicht mit allzu radikalen Positionen und notabende Vorgehensweisen der gewaltbereiten / gewalttätigen Ultrarechten und Nazis identifizieren möchten.

TH

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