Das Russland-Haus von Donald Trump // #Russia #USA #DonaldTrump #MichaelCohen #TrumpTower #Moskau #Putin #Moscow @realDonaldTrump #RobertMueller #Manipulation #Whywefight

2018-09-14 Social Media HotspotSMH 123-126 /  Länder

Da wir heute einen ziemlichen Auftrieb an Trafic aus den USA haben, nehmen wir dies zum Anlass, uns vom Klein-Klein zuhause und vom unsäglichen, spießbürgerlichen Hickhack in unserer Partei zu erholen und schauen ein wenig über den Großen Teich.

Seit Trumps Wahl zum US-Präsident Ende 2016 gibt es Vorwürfe, dass Russland zu seinen Gunsten in den Gang der Dinge eingegriffen habe. Nun hat sein Ex-Anwalt Michael Cohen die Hosen vor dem Sonderermittler Robert Mueller die Hosen heruntergelassen. Es gibt dazu heute 90 Beiträge allein in deutscher Sprache, wir haben uns den des SPIEGEL herausgegriffen, aus alter Liebe zum einst besten Investigations-Magazin in Deutschlnad.

Freilich ist auch der vorliegende Beitrag ganz und gar aus anderen Quellen bestückt worden, denn die Zeiten haben sich geändert und die USA sind nicht die gute alte, puppige BRD West. Zur Auflockerung fürgen wir auch hier und da einen Originaltweet des US-Präsidenten ein. Der Unterhaltungswert ist ungleich höher als bei allen deutschen Spitzenpolitiker_innen zusammen.

Aber auch die Verbreitung, die Zahl und die Art der Reaktionen sagen alles darüber aus, was ein großes Land ist und was große Skandale sind und über was wir uns hier stattdessen so alles aufregen.

Unbedingt mal ein paar Antworten lesen, nicht nur seine Postings, die ohnehin Weltruf genießen. Da geht es auf eine Art zur Sache, die bei uns schon längst Ex-Justizminister Maasens Netzdurchsetzungs-Zensurstelle auf den Plan gerufen hätte.  In den USA gilt, wer austeilt, muss auch einstecken können und kann nicht „mimimi“ machen und sich hinter der Political Correctness verstecken, wenn er Gegenwind bekommt.

Doch selbst, wenn wir das tun, wird am Ende alles irgenwie winzig. Wir lesen viel über den Sonderermittler Robert Mueller und wie er versucht, Licht in die Affäre um die Wahl 2016 zu bringen, in der es darum geht, welche Connections Trump und seine Entourage in Russland hatten und wofür sie verwendet wurden. Wir meinen, man kann lesen, so viel man will, es kann letztlich nur um einen entscheidenden Fakt gehen: Hat alles, was zwischen Trump, seinen Helfern und Russland gelaufen ist, dazu geführt, dass dadurch die Wahl beeinflusst wurde – und zwar so, dass Trump sie gewann.

Wir erinnern uns: Nach ausgezählten Stimmen lag ohnehin seine Konkurrentin Hillary Clinton vorne, aber das Wahlmänner-System in den USA, das dafür sorgt, dass die Ergebnisse nach Bundesstaaten zusammengefasst werden, hat ihm den Sieg gebracht. Schon das wirkt irgendwie unfair, nämlich so, dass die Stimmen in bestimmten Bundesstaaten mehr zählen als die in anderen. Das Wahlsystem in den USA mit seinen „registered Voters“ hat noch mehr Macken, aber es ist natürlich eine andere Sache, wenn ein ausländischer Staat nun tatsächlich eingreift, um die Wahlen, auf welchem Weg auch immer, zu manipulieren.

Nun schauen wir uns etwas anderes an. Ich kenne einige Linke, die tatsächlich glaubten, Trump würde ein neues Kapital im Verhältnis zu Russland aufschlagen und die Kriegstreiber in Washington in die Schranken weisen. Dieselben Linken in etwa, die gerne jeden Politiker als Marionette der Weltverschwörung darstellen. Wie Trump wirkt und tickt, spielte dabei keine Rolle. Aber er lebt noch. Das kann gemäß dieser Argumentationslinie nur bedeuten, dass er „eingehegt“ wurde. In diesem Sinn ist natürlich alles, was Mueller gegen Trump unternimmt, pure Manipulation, um einen etwas rauen, aber russlandfreundlichen Burschen zu diskreditieren oder auf Linie zu halten. Wirklich?

Das wäre doch gar nicht mehr nötig. Trump hat längst verstanden, falls es ihm wirklich so eingetrichtert wurde: Er kündigt jedes beliebige Abkommen, das ihm nicht passt, auch das Mittstreckenraketen-Abrüstungsabkommen mit Russland und geht auch jetzt gerade wieder auf Konfrontationskurs mit Wladimir Putin. Nichts von den linken Träume eines neuen Umgangs zwischen den USA und Russland hat sich bewahrheitet. Da kann man sehen, die Menschen, die am intelligentesten umd die Ecke denen, liegen oft ganz falsch.

Dass Trump die NATO-Partner ein wenig quält, geht eher in die andere Richtung, denn er verlangt ja nicht mehr Kooperation mit Russland, sondern mehr Aufrüstung und er versucht, Russlands wichtigen Nahost-Partner Iran in die Enge zu treiben.

Das wäre die Gelegenheit für die „Neocons“, abzulassen und Trump mindestens eine Gnadenfrist zu gewähren, bis es wieder um Entscheidungen geht, zu denen er genötigt werden muss. So gesehen, war jetzt der falsche Zeitpunkt für seinen früheren Anwalt Michael Cohen, um die Segel zu streichen und „umzufallen“. Schlechte Dramaturgie. Es läuft doch. Alle regen sich über Trumps „America first“ auf, als ob das wirklich etwas Neues darstellen würde. Es manifestiert sich wirtschaftlich, aber die USA generieren derzeit ein robustes Wachstum um 3 Prozent, von dem Europa nur träumen kann. Das dicke oder auch schlechte Ende kommt noch, schon klar. Aber wann? Nach Trumps Wiederwahl, die wir für alles andere als unmöglich halten? Und haben wir nicht zum Ende hin im SPIEGEL-Beitrag etwas von einem gewissen Mr. Manafort gelesen, der sich genau entgegengesetzt zu Cohen verhält? Na bitte.

Nach unserer Ansicht wäre Trump längst gefallen, angesichts der Art und Weise, wie er durch die Weltpolitik stolpert, wenn er nicht vom berüchtigten „System“ oder „Deep State“ gestützt würde. Ihm wird geholfen, nicht geschadet. Und deswegen glauben wir auch nicht, dass die Ermittlungen, die derzeit laufen,  zu einem Sturz des Präsidenten führen werden, wie viele US-Presseorgane es sich sehnsüchtig wünschen. Natürlich, schlecht Ding will Weile haben, Nixons Abgang nach der Wiederwahl 1972 hat auch zwei Jahre in Anspruch genommen. Aber da war er schon fast sechs Jahre im Amt.

TH

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