Vor dem Wochenstart in den #Mietenwahnsinn: Gewinne privatisieren, Folgekosten sozialisieren – Neoliberalismus endgültig als Schummel-Ökonomie enttarnt // @HeimatNeue @Mieterproteste @SusanneHoppe2 @KiezinAktion @BGemeinwohl @BMieterverein @22Marion_Noiram @Kiez_Web_Team // #Berlin #Gentrifizierung #Verdrängung #Milieuschutzgebiet #Mieter #Vertreibung #Milieuschutz #Mieterverein #Vorkaufsrecht #Mietpreisbremse #wirbleibenalle #stadtfueralle #Mietenwahnsinn_stoppen

Serie und Dossier „Mieter, kämpft um diese Stadt!“

Liebe Leser_innen, wir wollen Ihnen gewiss nicht den Start in die Woche verderben, aber besser heute als am Freitag, oder?

In letzter Zeit hat die RBB-Abendschau viel über den #Mietenwahnsinn berichtet, unter anderem am 10. Februar, daher stammt die Texttafel, die wir als Titelbild für diesen kleinen Beitrag entliehen haben.

Die Wohnungsnot in Berlin  hat so viele Aspekte, auch dieser hat uns nicht sehr überrascht: Dass existenzielle Sorgen wie die um die eigene Bleibe zu psychischen Problemen führen können. Das Gefühl von Ohnmacht spielt dabei meist eine große Rolle, ob Sorgen in einem beherrschbaren Rahmen bleiben oder krank machen. Die Mieter_innen fühlen sich dem Wahnsinn der Renditetreiber hilflos ausgeliefert, das ist es wohl vor allem, was die Zustände immer besorgniserregender werden lässt. Selbst jene, die (noch) nicht selbst betroffen sind, leiden (mit).

Der Eindruck, man habe keine eigene Handlungsmöglichkeit, außer vielleicht, die Stadt zu verlassen, die Vertreibung hinzunehmen, ist verheerend. Was ja einige auch schick fänden, alle unterhalb fünfstelliger Monatseinommen raus – die aber offenbar nicht rechnen können, denn dann würde der Markt sofort kippen.

So ist das aber mit dem Neoliberalismus, der unsere Stadt, unsere Wohnungen und uns selbst immer noch im Würgegriff hält:

  • Gewinne werden privatisiert,
  • Folgekosten werden sozialisiert.

Dieses System soll effizient sein? Wenn wenige den Reibach machen und die Folgekosten, auch die für Krankheiten und deren Behandlung, an der übergroßen Mehrheit hängen bleiben? Schon in der Arbeitswelt geht diese Gleichung nicht auf. Warum sollte sie es auf dem Wohnungsmarkt tun? Das ist einer der Gründe, warum sich auch der kleinkapitalistische Mittelstand Gedanken machen darüber machen müsste, ob nicht ein etwas sozialeres Verhalten die günstigere Lösung sein könnte.

Mit was als dem Günstigstprinzip sollen wir sonst argumentieren, wenn wir mit lauter Menschen reden, denen man von Kindesbeinen an eingebläut hat, Konkurrenz und Durchsetzungsvermögen und ich zuerst und allein seien Werte. Es geht nur mit dem Argument Eigennutz. In einem Satz:

  • Die Effizienz des Privatisierungswahns ist die größte Milchmädchenrechnung seit der Erfindung der Milch.

TH

Medienspiegel 264

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