Borowski und das verlorene Mädchen – Tatort 999 / Crimetime 274 // #Tatort #Kiel #TatortKiel #Borowski #Brandt #Tatort999 #NDR #Moschee

Titelfoto © NDR, Christine Schroeder

Verlorene Zeit durch Werteverlust?

Der 28. Kiel-Tatort mit Klaus Borowski und Sarah Brandt als Ermittler-Team ist gelaufen. Das Ende war tragisch und vorhersehbar. Eine Moschee wurde für uns geöffnet, aber haben wir Einblick nehmen dürfen? Wer hat am meisten verloren, im Spannungsfeld zwischen dem großen Werte-Vakuum und radikalen Überzeugungen? Wir reflektieren darüber in der -> Rezension

Handlung, Besetzung, Stab

Die 17-jährige Schülerin Julia erscheint auf dem Kommissariat und bezichtigt ihren Bruder des Mordes an ihrer Mitschülerin Maria. Am nächsten Morgen wird tatsächlich Marias Leiche aus der Förde geborgen. Zwar findet das Ermittler-Duo Klaus Borowski und Sarah Brandt Hinweise, warum Julias Bruder die Tat begangen haben könnte, aber Julias Verrat können sich die Kommissare nicht erklären.

Erst als sie entdecken, dass sie heimlich zum Islam konvertiert ist, scheint langsam Licht ins Dunkel zu kommen. Aber Borowski und Brandt sind nicht allein mit ihren Nachforschungen: Die Staatsschutz-Abteilung beim LKA um Leiter Kesting verfolgt offenbar eigene, skrupellose Interessen. 

Rezension

Einfache Kost ist es nicht, die uns bei der heutigen Fernsehpremiere vorgesetzt wurde – aber eben ein Tatort, und in dieser Reihe wurden von Beginn an nicht bloß Kriminalfälle gelöst, sondern gesellschaftspolitische Fragen betrachtet. Allerdings mit deutlicher Verschiebung in Richtung der politischen Aussagen im Lauf vieler Jahre.

Borowskis beste Filme waren bisher allerdings Thriller mit schrägen Täterfiguren, hin und wieder auch mal mit politisch loalisierbaren, dann wieder eher skurrilem Rahmenbedingungen, oft mit großartigen Stimmungsbildern. Aber der sogenannte ernsthafte Sozialtatort ist eher ein Ding, das die Kölner sehr empathisch auf die Rolle bekommen oder die Münchener etwas distanzierter, die Bremer mit ansatzweise Agitprop-Attitüde, zumindest war das früher mal so. Kiel war für die besonderen Zwischentöne und den ziemlich hintergründigen Humor, für Atmosphäre und feines Spiel bekannt. Konnten diese guten Eigenschaften eingebracht werden, um einen guten politisch-sozialen Tatort zu machen?

Mein spontaner erster Gedanke nach dem Anschauen war: Das war und wird schwierig. Manches kam mir stimmig vor, vieles andere nicht. Vor allem musste ich  nun einen Filter anlegen: Ich bin selbst nicht im Milieu, kann also nicht sagen, ob die Moschee als Gemeinde so tickt wie im Film gezeigt. Ob es dort zum Beispiel zu Auseinandersetzungen  zwischen Flüchtlingen und Agitatoren kommen kann, weil man sich im Leben immer zweimal sieht. Aber ich habe in der Vorschau schon geschrieben, dass mir ein Konversionsfall persönlich bekannt ist und dass ich von der Mutter des Mädchens viele Informationen habe, ergibt sich daraus. Weiterhin habe ich vor einigen Wochen eine Türkin kennengelernt, die alle religiösen Fanatiker, auch Erdogan, der in Syrien seine Finger ebenso im Spiel hat wie der im Film erwähnte Westen, zum – genau, zum Teufel wünscht. Sie hat mir erzählt, wie es in Ostanatolien zugeht und wie es war, wenn man als Mädchen von einer Männergesellschaft klein und dumm gehalten wird. Und die trotz der daraus resultierenden, biografisch bedingten Schwierigkeiten froh ist, in einem Land wie Deutschland leben zu dürfen.

Es war bisher eben immer so, dass ich eher in Kontakt mit Menschen komme, die religiösen Fanatismus verurteilen oder / und von seinen Folgen negativ betroffen sind als jene, die ihn propagieren und ausüben. Vorbehaltlich neuer Erkenntnisse aus politischem Engagement, von dem ich noch nicht weiß, welche Personen mir bei Aktionen aller Art über den Weg laufen und wem ich ins Diskutieren komme, wird es tendenziell dabei bleiben.

Ich muss also aufpassen, dass ich nicht meine persönlichen Informationen und meine Haltung zum Maßstab mache, gerade bei diesem Thema nicht, und alles, was davon nicht umfasst wird oder entgegenläuft, als unrealistisch apostrophiere. Ich wage aber jetzt schon zu bezweifeln, dass mir die Neutralität gelingen wird.

Zudem fand ich manche Szenen äußerst bedrückend, aber das geht mir immer so, wenn ich sehe, wie Menschen andere Menschen manipulieren und für ihre Zwecke missbrauchen. Ich gebe zu, ich habe die „Anwerberin“ momentweise gehasst und war beinahe erleichtert – nein, nicht, als sie ermordet wurde, sondern, weil sie für den Staatsschutz, der Dienst wird nicht genannt, gearbeitet hat.

Aber der „Staatsschutz“, das sind doch nicht die Guten, so, wie sie hier dargestellt werden? Kleiner Tipp. Wer Jürgen Prochnow nicht erkennt: Es ist der Grauweiße mit mehr Haaren als Borowski. Wir können gleich bei der Manipulation bleiben. Der Tatort verliert erheblich an Kraft, weil eben diese Staatsschutz-Angelegenheit drin war. Ich habe sogar den Verdacht, dass am Drehbuch herumgedoktert wurde, bis endlich Ausgewogenheit hergestellt war, ein Gleichgewicht auf die Art, die immer darauf bedacht ist, dass ja der deutsche Staat auch nicht gut wegkommt, egal, wie mies die anderen sind. Wir kennen das von den OK-Tatorten aus Bremen, mein subjektiver Eindruck ist, dass der NDR oder die norddeutschen Sender besonders auf diese letztlich wieder schräge Form von Balance achten, die klare Aussagen relativiert und das Gefühl für Gefahr und Manipulation auffächert: Am Ende sind nur noch die armen Kieler Cops die wirklich Guten, und die können den Tod von Julia auch nicht verhindern. Sehr tragisch, wenn man von allen verraten wird, aber genau da begeht der Film einen Fehler.

Einen konzeptionellen Fehler? Es ist denkbar, dass auch in den Moscheen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, V-Leute arbeiten, und mir ist es lieber, dass es wenigstens die gibt, als wenn alles, was dort gepredigt, dass Religionsbetriebe, die von interessierter ausländischer Seite bezahlt werden, überhaupt nicht unter die Lupe genommen werden. Und es ist eventuell möglich, dass Menschen so gegen die Wand gefahren werden wie hier Julia, die 17jährige, die auf der Suche nach sich selbst von allen benutzt wird. In der rechten Szene haben auch V-Leute gearbeitet, die bewusst Situationen verschärft haben und bei denen man am Ende nicht mehr wusste, was ihr wirklicher Antrieb war und wie sie ticken. Dass die Führungspersonen solcher Menschen manipulativ sind, versteht sich von selbst, also ist auch der Staatsschützer Kestin (Jürgen Prochnow) nicht aus der Luft gegriffen.

Aber in einem Tatort, der ernsthafte Befassung mit dem Thema religiöse Konversion mit anschließender Radikalisierung Jugendlicher zu zeigen vorgibt, wäre es weitaus besser gewesen, einen strikten Trennstrich zu ziehen: Entweder prangert man die Art, wie der deutsche Staat sich in die Szene einarbeitet an, oder man stellt das Schicksal des Mädchens so in den Mittelpunkt, dass die ganze Dramatik einer mentalen 180-Grad-Wende vom Werte-Vakuum zu den falschen Werten deutlich wird. Damit das auch klar ist: Ich halte alle Werte für falsch, die Menschen voneinander trennen. Alle Ideologien und Religionen, die Ungleichheit als zentralen Bestandteil aufweisen, auf auserwählt sein auf wir, die Richtigen, ihr die Falschen abstellen, die Gläubigen, die Ungläubigen, und resultierend, wenn man das fanatisch sieht, auf die Berechtigung, die anderen auslöschen zu dürfen, weil ihr Leben unwert ist. Und ich glaube auch, dass bei uns mit solchen Ideologien zu blauäugig und gleichgültig umgegangen und das dann als Toleranz verkauft wird.

Der Film führt darüber keinen wirklichen Diskurs, sondern setzt auf die emotionale Stärke der Schauspieler, deswegen kommt immerhin Sarah Brandt in Person von Sibel Kekilli dieses Mal gut raus. Sie bildet, auch wenn sie einen deutsch klingenden Rollennamen trägt, den natürlichen Link zur Welt des Islam. Leider kann ich eine solche Funktion nicht Klaus Borowski zuschreiben, obwohl er seine Suspension für Julias zwischenzeitliches Aus-dem-Verkehr-Ziehen riskiert.

Also erst einmal raus aus dem Islamismus und rein in die Qualität des Spiels? Ja, ein Abstecher zu meiner Verwunderung über einen meiner Lieblingsermittler. Selten habe ich Axel Milberg so fahrig erlebt wie in diesem Tatort. Es wirkt, als habe er auf das Thema oder dessen Darstellung keine Lust gehabt, und das ist bei diesem Schauspieler schon bemerkenswert. Bisher hat Milberg seine Figur ganz souverän über alle Untiefen, die manches Drehbuch bereithielt, hinweggehoben, hat ihre Trennung von Polizeipsychologin Jung verkraftet und sich im Lauf der Zeit etwas gewandelt, das wirkte alles stimmig.. Dieses Mal nicht. Keine Ahnung, ob er sich schlecht geführt fühlte, ihm das Thema oder dessen Darstellung nicht lag oder ob er schon gedanklich im Urlaub (Fernweh am Hafen!) oder sogar bei der Jubiläumsfolge „Taxi nach Leipzig“ war und ob er deswegen den Tatort 999 als lästig, zu viel oder den Tatort 1000 als Zumutung wegen der dafür notwendigen Zusammenarbeit mit Überdrüber-„Charlotte Lindholm“ empfand. Es obliegt Sibel Kekilli, „Borowski und das verlorene Mädchen“ vor der emotionalen Unterkühlung zu retten, das schafft sie auch. Knapp. Ihre Momente mit Julia gehören zu den besten im Film. In einem Film, der zu Beginn sehr zäh, verschwurbelt und bis zum Ende nicht konsistent wirkt.

Also wieder mit sanftem Bogen zurück zur Handlung. Der Film hat mich auch als Krimi enttäuscht. Ein Tatort hat für mich eben auch eine Krimi-Komponente. Ich bin ja kein Feuilletonist, der ausschließlich die Ausarbeitung des sozialen Themas bewertet, sondern setze auch auf überzeugende Kriminalarbeit und eine halbwegs nachvollziehbare Auflösung. Man kann eine solche sehr wohl mit einem gut dargestellten politisch-sozialen Thema verbinden. Wie aber im Tatort 999 mit dem ersten Mord umgegangen wird, das ist ein  neuer Tiefpunkt in Sachen an den Haaren herbeigezogene Lösung und mit Abstand der schwächste Krimiplot, den ich in einem Kiel-Tatort bisher wahrgenommen habe – und ich habe ja nun fast alle Borowski-Filme durch. Die Mitschülerin als beinahe abstrakt gepeinigtes Maria-Opfer dreht im Mietwagen durch. Schon klar. Auch, um das noch zu verkaufen, wurde sicher viel am Drehbuch herumgemurkst – u. a. die Bemerkungen der Mitschülerin über die böse Maria eingefügt, damit da wenigstens ein Ansatz von Herleitungsmöglichkeit entsteht. Die Gefahr, dass ein Film nur noch als Vehikel für ein Thema dient, ist nicht neu, aber hier wird nicht nur das Thema nicht so dargestellt, dass man als Außenstehender überzeugende Einblicke erhält, sondern es gibt auch eine miserable Auflösung – und eine Vehikel-Erweiterung, die mich schon vor Jahren genervt hat.

Dass der Tatort Anne Will, dann Günter Jauch, jetzt wieder Anne Will als Aufhänger dient? Inklusive Einblendungen während des Films, auch ja die anschließende Diskussionsrunde nicht zu verpassen. Sehr stimmtungsvoll, immer wieder, diese blauen Felder mit weißer Schrift. Wenn ich die ersten Reaktionen der Tatort-Fans in den Netzwerken richtig deute, läuft es genau anders herum: Die meisten waren vom Film schon so genervt, dass sie sich gewiss nicht gleich anschließend das Dozieren von sogenannten Experten über die Gefahren des Islamismus reinziehen werden. Ich habe es mir auch nicht angetan, wie man daran ablesen kann, dass ich die Rezension heute noch veröffentliche. Es liegt alles viel zu klar auf der Hand, als dass man es zerreden müsste, es ist alles viel zu individuell, um einfachen Kategorisierungen zugänglich zu sein.. Es gibt tausend Gründe, warum ein Mensch sich entschließen kann, einen bestimmten Weg zu gehen. Da müssen die Eltern nicht geschieden, die Mütter nicht  unempathisch, die Verhältnisse nicht so trist sein, dass man am liebsten den Fernseher anders einstellen würde, weil das Bild nie hell wird.

Es geht um Urvertrauen und Geborgenheit, die vielen Menschen fehlen, um Vertrauen in die eigene Stärke, die keine Anbetung von  – sic! – Götzen braucht. Es gab jedoch immer schon und wird immer Angebote mit verführerisch einfach erscheinenden Lösungen geben und immer jene, die darauf hereinfallen und dann benutzt werden. Ob diese Angebote von ganz rechts oder aus radikalen religiösen Kreisen kommen, sie wirken eben vor allem durch ihre vorgebliche Einbindung in eine starke Gemeinschaft, die den richtigen Weg weiß, da werden die oft menschenverachtenden Inhalte der Ideologie von jenen gerne in Kauf genommen, die im Leben zu viel Verachtung erfahren haben, weil ihre innere Auflehnung gegen dieses Inhumane zu schwach ist. Das wird im Film zwar angerissen, aber bleibt zu sehr an der Oberfläche. Plakative Szenen wie das Zigarette auf dem Arm Ausdrücken unter lächelndem Beisein der Mutter müssen tiefere Befassung ersetzen, und das ist unbefriedigend.

Dass es Angebote wie die der Islamisten gibt, ist aber auch der Preis für eine pluralistische Gesellschaft, in der wir die Freiheit haben, genau solche Sätze wie diese zu schreiben. Es versteht sich, dass eine solche Gesellschaft verschiedene Ansichten zulässt, dass sie aber auch genau deswegen schützenswert ist und ständig verbessert werden muss, damit sie nicht durch die derzeit stark anwachsende Zahl von mit ihr Unzufriedenen ausgehöhlt wird, die sich ohnmächtig gegenüber einer abgehobenen Politik und billigend in Kauf genommenen sozialen Missständen fühlen.

Das zu ändern, darin liegt der Ansatz und die Lösung. Das ist nicht einfach, das ist tägliche Mühsal an der sozialen Front. Falls dies ein Krieg ist, dann ist er nicht heilig, aber notwendig um der Freiheit Willen, und ihn zu führen, heißt nicht, etwas herbeizubomben – aber manipulieren wie ein Imam, der den guten Hirten gibt, das tut jeder, der an dieser Front steht, und sei er tatsächlich ein guter Hirte. Es ist also unser aller Aufgabe, die klügeren Angebote bereitzustellen und die Bejahung des Lebens, des Diesseits, der Kultur und echter Toleranz in die Herzen junger Menschen zu pflanzen.

Das Appellative ist im vorausgehenden Absatz dieser Rezension unübersehbar – und das Fazit? Offenbar will man nicht wieder durch zu viel Eindeutigkeit einen Giftschrank-Tatort produzieren, das ist dem NDR ja vor einigen  Jahren mit dem Lindholm-Tatort „Ehre, wem Ehre gebührt“ zum letzten Mal unterlaufen. Genau dieser Mut ist aber erforderlich, um heiße Eisen mit Rückgrat anzufassen und bis zum Ende in der Hand zu behalten. Der aktuelle Jugendprotest, der sich in freiwilliger Hinwendung zur gesellschaftlichen Rückständigkeit äußert, ist ein heißes Eisen, ein wichtiges Thema. Ich neige ein wenig zu statistischen Betrachtungen und könnte mir sagen: Was sind 100 islamisierte Jugendliche pro Jahr im Vergleich zu 1000 Drogentoten und über 3000 Verkehrstoten? Für die Welt sind alle drei Gruppen verloren, die letzten beiden sogar endgültig. Aber es lohnt sich, hinzuschauen, aufzuklären und von den Folgen her zu denken. Es ist ein Unterschied, ob eine tolerante Gesellschaft einen Blutzoll für die Freiheit zahlt, oder ob sie von Menschen unterwandert wird, die die Freiheit verachten, weil sie deren Vorzüge nie hinreichend vesrpüren durften.

Wir brauchen noch eine Wertung. Der Tatort erreicht nun einmal mehr Zuschauer als jedes andere Format im deutschen Fernsehen, also ist er das richtige – sic! – Vehikel. Aber ich fand den Film weder spannend noch sehr erhellend, halte ihn für inkohärent und zu flach. Für ihn gilt, was ich bei vielen Tatorten der letzten Zeit schreiben muss: Hätte man sich mehr aufs Wesentliche konzentriert, hier beispielsweise die Staatschutz-Schiene weggelassen, hätte man die Welt des Mädchens Julia detaillierter beschreiben und ihre Wandlung besser darstellen können. Dass in Syrien viele Staaten, auch westliche, eine ungute Rolle spielen,  hätte man dann mit Fakten vom zweifelhaften Status der reinen Behauptung befreien können. Denn da liegt ein großer Teil des Problems, das dem IS erst den Boden bereitet hat. Der Staatsschutz hingegen, der in Tatorten gerne dämonisiert wird, versucht im Grunde nur, mit seinen unzulänglichen und eine von idelogischem Schmutz vergiftete Welt spiegelnden Mitteln grobe Politikfehler abzufedern.

Stellenweise konnte man erahnen, wie es ist, wenn Ideologie und jugendliche Emotionen eine negative Verbindung eingehen – davon mehr, dann wäre das Ende auch schockierender und ergreifender rübergekommen. Es ergibt einen Unterschied, ob es so wirkt, also wenn jemand letztlich zwischen ruchlosen Gegenspielern aufgerieben wird oder klar ein Opfer seines eigenen, tragischen Irrweges.

Tut mir bei einem Kiel-Tatort besonders weh, aber leider nur 5,5/10.

Ergänzung vom 07.11.2016. Mittlerweile hatte ich Kontakt zu der Mutter des Mädchens, das ich hier und in der Vorschau erwähnt hatte und . Ich zitiere aus ihrer Antwort auf meine Tatort-Empfehlung an sie von gestern: 

Lieber Thomas,
ich war gestern Abend bei Anne Will, die ja thematisch an den Tatort anschloss. Vorher hatten wir den Tatort da schon gesehen. Das war Zufall, die Karten für Anne Will hatte mir (…) zum Geburtstag geschenkt und das Thema wird immer sehr kurzfristig festgelegt.

Icht habe das ganz gut überstanden, das Thema, allerdings lehnt [die reale Tochter, A. d. Verf.] Gewalt auch ab. Den Tatort fand ich schwach, ehrlich gesagt, sie hätten sich auf die Konvertitin konzentrieren sollen, diese Mädelmordgeschichte war Murks, fand ich. Dass sie [die Konvertitin, A. d. Verf.] sich erschießt, war auch Murks, weil das total haram ist. Das hätte sie gewusst und ein heulender hysterischee Zusammenbruch wäre realistischer gewesen.

© 2019, 2016 Der Wahlberliner, Thomas Hocke  

Axel Milberg (Klaus Borowski), Sibel Kekilli (Sarah Brandt), Mala Emde (Julia Heidhäuser), Sithembile Menck (Amina Jaschar), Ferhat Keskin (Imam Abu Abdullah), Dogan Padar (Hasim Mahdi), Thomas Kügel (Roland Schladitz), Jürgen Prochnow (Kesting)Regie: Raymond LeyDrehbuch: Charlotte I. Pehlivani

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