Die Liebe, ein seltsames Spiel – Tatort 1022 #Crimetime 282 #Tatort #München #Muenchen #Batic #Leitmayr #Liebe #seltsam #Spiel #Liebesspiel

Crimetime 282 - Titelfoto ©  BR / Claussen + Putz Filmproduktion GmbH, Hendrik Heiden

Die Offensive aus Bayern – auch in der Liebe?

Vorwort 2019: In der Zeit vom Dezember 2016 bis Oktober 2017 hatten nicht weniger als fünf München-Tatort Premiere, was uns zu der Vermutung veranlasste, dass der Bayerische Runfunk beschlossen hatte, Batic und Leitmayr, die 1991 ihren Dienst begannen, unbedingt vorne zu halten – ihnen die Position eins der meisten Tatorte eines Teams zu sichern. Zuvor sah es so aus, als würden die Kölner Ballauf und Schenk, die zwar erst 1997 begannen, aufgrund ihrer höheren Taktung die beiden Bayern von diesem Platz verdrängen.

Da Lena Odenthal vermutlich weitermachen wird, bis sie 80 ist oder so, jedenfalls hat sie kürzlich angedroht, im Dienst zu bleiben, so lange sie laufen und schießen kann, werden die Herren Ivo und Franz vermutlich niemals die längste Dienstzeit aller Tatort-Teams für sich beanspruchen können, Odenthal startete 1989 und ist ein paar Jahre jünger als die beiden München-Cops.

Angesichts dieser Sachlage und die Kölner im Nacken,  hat hat sich der BR gesagt, ein Spitzenplatz für dieses großartige Team, das so viele Top-Fälle lösen durfte wie kein anderes, muss drin sein – und er muss ja nur verteidigt werden. Es ist allerdings zuletzt wieder knapp geworden, die bayerischen Buam kommen auf 80 Filme, die Kölner Kunpels auf 75, hatten also als zweites Team das bisher größte Jubiläum erreicht aller Tatort-Zeiten erreicht. Lena Odenthals Fallsammlung umfasst aktuell 68  Werke. Sie alle haben noch ein gemeinsames Ziel, das wir kürzlich erst entdeckt haben, weil wir uns jetzt auch mit der Reihe Polizeiruf 110 beschäftigen: Der Ermittler Fuchs, erst Oberleutnant, nach der Wende Hauptkommissar, kommt auf 84 Filme. Die Münchener dürften diese Bestmarke spätestens 2020 übertreffen, die Kölner 2021-2022, wenn sie alle weitermachen und ihr bisheriges Tempo halten.

Wie hat sich die hohe Premierenfrequenz des München-Tatorts auf die Qualität ausgewirkt? Wie wir beim Rezensieren immer wieder feststellen müssen, leidet Deutschland nicht an einem Übermaß an talentierten Drehbuchautor_innen, daraus folgt die Feststellung, es gibt nicht genug davon, um den Ansprüchen der deutschen Premium-Krimireihe gerecht zu werden. Wie es diesbezüglich und überhaupt mit „Die Liebe, ein seltsames Spiel“ aussah, klären wir in der -> Rezension.

Handlung

Verena Schneider wird von einem Nachbarn tot aufgefunden. Schnell führt die Spur zu ihrem Lebensgefährten Thomas Jacobi. Offenbar hatten die beiden kurz vor der Tat Streit. Doch Jacobi hat ein Alibi. Er war zur Tatzeit bei seiner Hausärztin. Als diese kurz darauf ebenfalls tot ist und sich herausstellt, dass sie nicht nur seine Ärztin sondern ebenfalls seine Lebensgefährtin war, erhärtet sich der Verdacht gegen ihn.

Und noch eine weitere Frau taucht auf, die verzweifelt um Jacobis Aufmerksamkeit buhlt. Den Kommissaren entblättert sich rund um Jacobi ein kompliziertes Geflecht von Liebesbeziehungen zu einer ganzen Reihe von Frauen, die über eine lange Zeit offenbar nichts voneinander wussten. 

Rezension: Anni und Tom über „Die Liebe, ein seltsames Spiel“


Anni: Jetzt hauen die Münchener aber einen nach dem anderen raus. Nach letzter Woche (Tatort 1021 „Der Tod ist unser ganzes Leben„) schon wieder die beiden Herren in Schlohweiß und schon wieder so ein schöner, langer Ganzsatz-Titel. Ich glaube, die wollen sich doch nicht den Kölnern geschlagen geben, was die Gesamtzahl ihrer Tatorte angeht, und da liegen sie ja nach wie vor auf Rekordkurs. Jetzt haben sie schon 76 Fälle. Ivo und Franz schaffen noch die 100, du wirst sehen. Falls das Metermaß nicht zu kurz ist.

Tom: Die Szene mit dem Metermaß hat mich wirklich nachdenklich gemacht.

Anni: Ja, wieso sitzen wir hier und schreiben über einen Tatort über Polyamorie, anstatt selbst unseren polyamoriden Neigungen mehr nachzugehen? Aber bei uns sind es ja noch ein paar Zentimeterchen mehr als bei Ivo und bei Franz. Ehrlich, ich habe dieses Fremdwort nie zuvor gehört.

Tom: Dabei wird bloß beschrieben, was eh Gang und Gäbe ist, nämlich, dass die Menschen es nicht so mit der Treue haben. Angereichert um den Aspekt, dass die Polygamie bewusst offen gelebt wird. Die Anhänger der Polyamorie glauben, dass man gleichzeitig mehrere Menschen geistig und körperlich lieben und daraus ein langfristig funktionierendes Beziehungsgerüst aufbauen kann, grenzen sich also von freier Liebe ab. Also, ich glaube, die Filmemacher wollten darlegen, dass dieses Konstrukt tödlich enden muss.

Anni: Nein. Beide Täterpersonen gehören nicht zum polyamoren oder polyamoriden Kreis um den Architekten Jacobi, außerdem ist er ja in vier Fällen ein Heimlichtuer und nur bei der cleveren Psychologin, die natürlich die Polyamorie am besten auschecken kann, läuft alles offen, sie weiß also von den vier anderen Frauen. Aus dem Geschehen kannst du gar nicht schließen, dass das mit der Polyamorie nicht funktioniert.

Tom:  Anderer Ansatz. Zwar ist keine der Frauen aus Jacobis Liebeskarussell Täterin, aber da die meisten glauben, sie seien die Einzige, stimmt die Basis, die doch auf Transparenz fußen soll, nicht und sie reagieren erschrocken und verletzt, als sie die Wahrheit über den Baumeister erfahren. Die Beziehungen sind bezüglich des Wissensstandes der Beteiligten also asymmetrisch, wie wenn jemand klassisch-heimlich seinen Ehepartner betrügt. Nur die Heimlichkeit, die Jacobi bis zum ersten Mord wahren konnte, bewahrte ihn vor offenen Konflikten. Die Ärztin, die sich einbildet, modern zu sein, indem sie das richtige Framing verwendet, ist schockiert und kann doch – erst einmal – nicht von  ihm lassen. Er sieht übrigens älter aus als 49, eher, als teilte er mit Batic und Leitmayr dasselbe Geburtsjahr. Okay, etwas jünger als Miroslav Nemec wirkt er vielleicht, der ist schon 63, Udo Wachtveitl ist 59. Man hat also bei ihnen das Zentimetermaß etwas länger gemacht. Wobei das mit den 77 Jahren für den deutschen Durchschnittsmann so nicht stimmt. Wer die 70 erst einmal erreicht hat, lebt in der Regel wesentlich länger, und die beiden wirken ja noch recht rüstig.

Anni: Aber die Architeken – oder? Ich kann verstehen, warum die beliebter sind als die Freizeitschriftsteller. Was hat dieser Jacobi da eigentlich für ein irres altes Auto gefahren?

Tom: Das ist ein britisches Modell, ein Jensen Interceptor, um 1970 gebaut. Dass der Wagen so grollt, liegt daran, dass er einen V8-Motor von Chrysler unter der Haube hat.

Anni: Wie abgefahren. Davon sind sicher nur ein paar Hundert gebaut worden, so ein Teil mussten sie wohl erst einmal ranschaffen. Das waren Zeiten, als die Architekten sich mit einem Saab zufrieden gaben, um sich als Individualisten darzustellen. Was heißt eigentlich „Interceptor“?

Tom: Abfangjäger.

Anni: Cooler Gag. Wir haben ja schon beim Tatort-Fundus nachgeschaut und festgestellt, dass dieses Thema Liebe, wie üblich, nicht zu Höchstwertungen verführt, aber das ist vielleicht auch zu subtil. Der Architekt geht ja nicht aktiv auf die Frauen los, sondern fängt sie sozusagen mit seiner Aura ab, die vom Spießer Leitmayr auch gut erkannt wird, als der ihm ein abgeschmackte Spiel vorwirft. Wobei er plötzlich bei der Befragung unsachlich wird. Ich glaube, der Typ muss nicht mal mit dem Finger wackeln. Und diese Hemden, die der trägt. Uuuuh! Aber seine Augenbrauen waren mir doch etwas zu buschig und seine Ohren haben mich an jemanden erinnert, den ich ganz gut kenne.

Tom: Vermutlich ist es gerade diese Mischung aus animalisch, starke Augenbrauen, niedriger Haaransatz und Künstler. Du musst es besser wissen als ich, aber ich fand ihn vor allem so affektiert, wie Leitmayr ihn auch sah. Obwohl – eigenartige Mischung. Kann man aber schön drüber reflektieren. Da ist beispielsweise diese gewisse Wehmut in seinem Antlitz. Doch, ich kann verstehen die Frauen verstehen. Schade, dass man sich ein solche Gesicht nicht bei Amazon bestellen kann …

Anni: Noch nicht. Sie arbeiten daran.

Tom: … und die Wohnungen und das Architekturbüro, das ist ja ein richtiger Baumeister-Konzern. Obwohl ich mit der Branche ein wenig vertraut bin, war ich noch nie in einem so großen Architekturbüro – falls alle Etagen des Hauses dazugehören. Ich glaube, die Drehbuchautoren stehen auf Leitis Seite. Der Jensen Interceptor wird von vielen Fachleuten als großartig misslungen angesehen und diese Lampen, deren Leuchteinheit aus der Büste des Lovers besteht, lassen darauf schließen, dass die Skriptverfasser von „Die Liebe, ein seltsames Spiel“ eine Rechung mit gut verdienenden Architekten offen hatten.

Anni: Aber die Wohnungen und überhaupt die Sets sind schon stark. Schön abgestuft natürlich nach Sozialstatus der Bewohnerin, Jacobis Privatgemächer sieht man ja nicht. Vermutlich hat auch nur der obere Mittelstand die Muße und Unabhängigkeit, sich eine Polyamorie zu leisten. Wenn du dir die Leute anschaust und wie einflussreich sie im Gesellschaftsbild sind, weißt du auch, warum keine Chance auf linke Mehrheiten besteht. Was sollten solche Menschen, die nur um sich selbst kreisen, schon mit der sozialen Frage anfangen? Übrigens, deine Theorie vom Scheinästheten kannst du vielleicht noch mit der Präsentation des Modells der angestellten Architektin, die ihn auch liebt, im wörtlichen Sinn untermauern. Dieses Geschwurbel von den sich gegenseitig auflösenden Räumen, das am Ende in der simplen Idee gipfelt, zwei Glaskuppeln obenauf zu setzen, ist ja auch so ein Wording für die, die es hören wollen.

Tom: Ganz sicher. Ich überlege gerade, ob dann nicht nur die Jungarchitektin so banal wirken soll, denn sie weicht, wenn du genau zuhörst, von Jacobis Vorschlag ab. Es kann aber auch sein, dass die Drehbuchautoren einfach alles reingeschmissen haben, was an Wissen über Architektur vorhanden war und das Banale von der Begrenztheit dieses Wissens herrührt.

Anni: Das Drehbuch wurde ausnahmsweise nur von einer Person geschrieben, und zwar von einer Frau. Wenn wir also nicht werkimmanent interpretieren, musst du ganz anders denken: Nämlich, dass sie eine entlarvende weibliche Sicht auf Typen wie Jacobi hat und nicht etwa neidisch ist, sondern ihn durchschaut. Ich finde es übrigens eine bescheuerte Sendeplanung, „Der Tod ist unser ganzes Leben“ und „Die Liebe, ein seltsames Spiel“ direkt hintereinander zu zeigen. In 1021 steht Ivo noch voll auf Ayumi und in 1022 in diese verheiratete Sirene verliebt, weiß, dass sie gebunden ist und ist doch traurig, als er sie mit ihrem Mann sieht. Wer nur einen Partner hat, ist immer voll angeschissen, in so einem Spiel. Und dieser abrupte Wechsel von der Frage nach allem, auch nach der weiteren Zusammenarbeit der beiden München-Cops, am Ende von „Der Tod ist unser ganzes Leben“ hin zur abrupt einsetzenden Normalität ist mir einfach zu heftig, auch wenn ich weiß, dass alles Fiktion ist. Zwischen die Premieren hätte ein längerer Zeitraum gelegt werden müssen.

Tom: Ein Echo gibt es ja noch, weil immer Ivo in Liebesnöten steckt und Franz das jetzt ziemlich sarkastisch kommentiert. Aber es ist eben alles ungleich verteilt, obwohl bei der um sich greifenden Polyamorie und anderen wenig auf komplettes Sich-Einlassen ausgerichteten Beziehungsformen doch genug Partner_innen für alle da sein müssten. Aber wenn schon Polizisten im Tatort mal Sex haben dürfen, dann stimmt natürlich was nicht. Dass Cops nie ein zufriedenstellendes Privatleben haben dürfen, ist genauso manieriert wie das Architekten-Genie-Bashing.

Anni: Hast du den Satz mitgekriegt: „Die Dame besteht auf eine genaue Uhrzeit“? Als er wohl nicht ans Telefon geht, beim Anruf von Nicole. Soll damit zart angedeutet werden, dass Menschen, die das Häuser entwerfen und die ein korrektes Deutsch sprechen, nicht identisch sein können?

Tom: Aber das war doch nur die sehr nebenfigürliche Sekretärin, die den Satz gesagt hat. Keine hinreichende Drehbuchredaktion beim BR, keine Überinterpretation bei uns.

Anni: Mittlerweile kommen es fast in jedem Tatort zu Dialogstellen mit Grammatikfehlern.   Ich hör da schon gar nicht mehr so genau hin. Aber endlich mal wieder ein echter Womanizer, nachdem die Menschen mittlerweile oft so blutleer und emotional reduziert wirken.

Tom: Aber er macht es ja gerade mit dieser elitären Zurückgenommenheit, diesem überzüchtet wirkenden Habitus. Und trotzdem animalisch? Das kriegen wir heute nicht gelöst.

Anni: Dafür ist der Kalli echt süß, in seiner unkomplizierten, unverdorbenen Art. Wie er versucht, den Leiti zu verkuppeln, der ihm beim Einzug in eine neue Wohnung geholfen hat. Und wie er sich immer seins denkt, angesichts der Probleme der älteren Herren. Ich glaube, die Jugend hat eine Weisheit, Klarheit und Sicherheit, die mit der Zeit immer mehr verloren geht. Man wird nicht reifer, sondern immer mehr abhängig von den Fails in der eigenen Biografie. Den Kalli müssen sie unbedingt behalten, wenn Ivo und Leiti mal abtreten.

Tom: Aber die Auflösung ist wirklich schwach, oder? Ich meine, dieses Handgemenge oder was es mal wieder war, das die Ärztin das Leben gekostet hat, okay, Standard.

Anni: Und dass Leiti und Ivo gleich dabeistehen, als die angestellte Architektin ihrem Chef darüber Bericht erstattet, ist natürlich  mega-praktisch, da braucht es keine Ermittlungen mehr. Aber eine Frau umzubringen, um an deren Wohnung zu kommen, so muss man es ja wohl verstehen, das zu tun, weil sie allein fünf Zimmer hat und eine Familie im selben Haus beengt lebt, das ist so dämlich …

Tom: Der Mietenwahnsinn!

Anni: … und verhöhnt außerdem die Menschen, die unter dem Wohnungsmangel leiden  Wer sich das ausgedacht hat – aber da haben wir’s wieder. Beziehungen und alles, was da nicht stimmt, darüber können diese Personen nachdenken, aber soziale Tatbestände diskriminierungsfrei darzustellen, das liegt sehr außerhalb der Reichweite.

Tom: Und dass die beiden Cops falsches Spiel mit der armen Familie treiben, indem sie behaupten, es sei erwiesen, dass Verena S. mit dem Babykissen erstickt wurde, das ist dieser Klassiker von geht gar nicht, wegen Falschbehauptung. Ein Trick, den schon Haferkamp gerne anwendete, um die mühselige Ermittlung per KT abzukürzen. Denn das Kissen wurde ja gewaschen, sodass eine sichere Zuordnung als Tatwerkzeug nicht möglich war. Jeder halbwegs normale Mensch, auch wenn er finanziell nicht so gut aufgestellt ist, hätte dieses Kissen übrigens entsorgt, nachdem er jemanden damit erstickt hat. Zu der Art, wie die Liebe hier verhackstückt wird, kann man sich so oder so stellen, aber die Auflösung der Geschichte ist unterirdisch. Deshalb von mir nur 6/10.

Anni: Ich wollte das positiv bewerten. Ich mag die Art, wie in München über Beziehungen nachgedacht wird, weil es in diesem von materiallen Sorgen freien Raum geht, unverfälscht darzustellen, wie sich emotionale Probleme und Schieflagen in Beziehungsgeflechten auswirken, ohne dass das Soziale alles dominiert und determiniert. Von mir aus kann man es auch als Ausfluss einer Zeit sehen, in der manche Leute eben im Überfluss und Überdruss leben. Das wirkt in München authentischer, als wenn du, wie in Köln und früher in Hessen, immer wieder in die Niederungen der Gesellschaft vorstößt. Es gibt mehrere Münchener Tatorte mit einem ähnlichen Tenor wie „Die Liebe, ein seltsames Spiel“.

Tom: Etwa „Wenn Frauen Austern essen“ oder „Unsterblich schön“, oder auch „Sechs zum Essen“. Allerdings sind diese Film nicht so beliebt wie die eher markigen Filme von Ivo und Franz, wie du gerade wieder sehen konntest.

Anni: Das kommt daher, dass die überwiegend männlichen Zuschauer diese Darstellungen nicht so mögen und sich auf die Gefühlsbeschreibungen nicht so einlassen mögen. Sie sagen dann, der Tatort war heuter aber überhaupt nicht spannend, nach dem Motto: blöde Gefühlsduselei, ich will Blut und Action sehen. Ich mag diese Beziehungstatorte aber und die witzigen Statements, die Ivo und Leiti ja gerade in diesen Filmen abgeben können. Aber mich hat der Schluss dieses Mal komplett rausgerissen, den empfand ich geradezu als Verrat am Thema und auch als Verarsche – gut, das Architekten-Blondche hatte ich im Verdacht, und die Familie … da dachte ich, das werden sie doch nicht bringen, die armen Leute am Schluss als Täter hinstellen? Und dann wegen dieses Motivs? Also, was gibst du?

Tom: Von mir 7,5/10. Vielleicht, weil ich von den hohen Wertungen, die wir für „Der Tod ist unser ganzes Leben“ und besonders für dessen quasi ersten Teil, „Die Wahrheit“ vergeben haben, vorsichtig zurückbauen will. Kein Absturz. Klar, das ist unsachlich, aber ich hab mich auf das Thema konzentiert, und da du ja dieses Mal den Plot als Krimi bewertet hast, konnte ich diese Stimmigkeit der Unstimmigkeit in Beziehungsdingen mehr würdigen.

Anni: Und da wir ja, anders als bei Filmen, hier 0,5er-Schritte machen, ziehen wir die Punktzahl etwas nach oben.

7/10

© 2019, 2017 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Hauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Hauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Assistent Karl-Heinz „Kalli“ Hammermann – Ferdinand Hofer
Veronika Hammermann, Mutter von Kalli – Wookie Mayer
Kathi Lechner, Freundin von Kalli – Lotta Lubkoll
Dr. Andrea Slowinski – Juliane Köhler
Dr. Isolde Slowinski, Andreas Mutter – Isolde Barth
Dr. Matthias Steinbrecher – Robert Joseph Bartl
Thomas Jacobi – Martin Eifel
Verena Schneider – Jasmin Gregori
Andre Schneider – Winfried Frey
Max Heimerl – Wowo Habdank
Therese Heimerl – Marlene Morreis
Anna Marie Fritsch – Genija Rykova
Nicole Büchner – Hanna Scheibe
Dr. Julia Stephan – Anna Schäfer
Heike Gonzor – Anastasia Papadopouslou
Martin Kowert – Michael Marwitz
Josie Cremer, Geliebte von Batic – Viola Wedekind
Helga Maitz, Nachbarin – Eva-Ingeborg Scholz
Makler – Andreas Bittl
Sekretärin – Marie Bloching

Regie Rainer Kaufmann, Drehbuch Katrin Bühlig

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