Event-Explosion in Berlin: Solidarität für Potse, Tu Mal Wat Aktionstage, HAU-Festival „Berlin bleibt!“ #Mieterpost 3 SERVICEAUSGABE #DWMP – @Potse_Berlin @tumalwatinfo @Krossener36 @BGemeinwohl – #l34bleibt #r94bleibt #potsebleibt #drugstorelebt #meutebleibt #Syndibleibt

Dritte Ausgabe:

In den nächsten Tagen ist wieder viel los in Berlin – Mieter*innen vernetzen sich überall auf Veranstaltungen. Daher wird der Schwerpunkt der Mieterpost 3 auf diesen Events liegen.

Die Bandbreite dieser Ereignisse ist enorm und zeugt davon, wie Mieten & Wohnen diese Stadt bewegt. Von einer weiteren Demo gegen Verdrängung über die Vorstellung vieler Einzelprojekte gegen den Mietenwahnsinn bis  zu einem Kulturfest, das sich speziell mit der Wohnungssituation in Berlin befasst, reicht das Angebot. 

Wegen unserer umfangreichen Berichterstattung dazu seit Ende 2018 haben wir die Soli-Demo fürs autonome JuZ Potse in unserem Bezirk vorangestellt, es folgen die „Tu Mal Wat Aktionstage“ und schließlich „Berlin bleibt!“, ein Theaterfestival des HAU (Hebbel am Ufer).

Hier zur  Ausgabe 2

3/1 Solidarity Call der des autonomen JuZ Potse in Schöneberg

2019-09-28 Demo Tu mal wat-Tage

„Call for Solidarity!
 
Wir brauchen eure Unterstützung! Am 08.01.2020 ist das Räumungsverfahren der Potse. Wirkliche Lösungen gibt es aber von Seiten der Stadt und dem Bezirk weiterhin nicht.  Dies bedeutet, dass es auf eine gewaltsame Räumung hinauslaufen wird.
Um mehr Menschen auf unsere Situation aufmerksam zu machen und den Druck auf die Politik zu erhöhen, rufen wir auf, sich am Samstag, den 28.09., an der Demonstration „Drugstore und Potse erhalten – Eine Stadt für Alle!“ um 12 Uhr vor der Potse zu beteiligen.
 
Aber damit viele Menschen zu der Demonstration kommen, brauchen wir die praktische Solidarität von Einzelpersonen, Gruppen, Bands und Kollektiven. 
 
Die Demonstration wurde vorerst von der Polizei nicht genehmigt. Nach einer Routenänderung hat die Polizei dennoch weiterhin den Auftaktort vor der Potsdamer Straße 180 (Potse) verboten. Diesen mussten wir mit unserem Anwalt vor der Versammlungsbehörde durchsetzen.  
 
Macht auf die Demonstration aufmerksam, redet mit Menschen über unsere Situation, schreibt eigene Aufrufe, mobilisiert mit Plakaten und Flyern. Nehmt Mobivideos auf oder mobilisiert kreativ für die Demo und die TuMalWat Aktionstage. #l34bleibt #r94bleibt
 
Plakate für die Demo liegen in den Buchläden Schwarze Risse am Mehringdamm, Schwankende Weltkugel in der Kastanienallee, sowie in der Potse und im Tommy-Weisbecker-Haus (zu Bürozeiten und auf Anfrage) aus.  
 
Demonstration „Drugstore und Potse erhalten – Eine Stadt für Alle!“ Samstag, 28.09.2019 Potsdamer Str. 180, 12 Uhr Kämpfen wir gemeinsam für eine Stadt für Alle!
 
Drugstore, Syndikat, Meuterei, Liebig 34, Potse, Rigaer94, Rummelsburger Bucht, DieselA bleiben.“
 
Als kleinen Service haben wir den siebenteiligen Originaltweet vom JuZ Potse zusammengefasst. Vielfach haben wir über diese Institution der Berliner Jugendarbeit berichtet, zuletzt hier ausführlicher, die sich bei uns fast um die Ecke befindet und sogar überlegt, wie es wäre, sie hier im Kiez zu haben, wenn es zu einer Ersatzlösung mit dem alten Straßenbahndepot in der Belziger Straße kommen sollte. 

Doch gegenwärtig gibt es keine gute Lösung, denn nach wie vor ist der Bezirk nicht bereit, Potse (in Besetzung) und Drugstore (im Exil) zu adäquaten Räumen vor allem für den Konzertbetrieb zu verhelfen, der ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit und der Identität der beiden Jugendzentren ist:
 
Man kann jemanden irgendwie weitermachen  lassen, aber wer macht einfach weiter wie bisher, wenn man ihm die Seele rausreißt?
 
Politisches Kalkül? Bei einigen Gegnern linker, autonomer Jugendarbeit ganz sicher.
 
Die Demo ist auch Teil der „Tu mal wat“-Tage vom 26. bis 29.09.2019 (siehe abgebildetes Plakat oben).

Solidarität mit Potse und Drugstore am Samstag, 28.09.2019, 12 Uhr, Treffpunkt Potsdamer Straße 180!
 
3/2 Tu Mal Wat Aktionstage in Berlin
 
Bei den „Tu Mal Wat Aktionstagen“, die am gestrigen Nachmittag bereits ihren Auftakt hatten (wir haben den Aufruf zum Protest gegen eine Veranstaltung von Haus und Grund in Neukölln retweetet) und zu deren Veranstaltungen auch die oben beschriebene Demo von Potse und Drugstore zählt, wird jeder etwas finden, dessen Herz für die kämpfenden Mieter*innen in der Stadt schlägt.

Es ist wie ein Kongress mit Workshops, auf dem sich, wer hingeht, Themenschwerpunkte suchen kann – nur dass die Tagungsorte etwas mehr über die Stadt verstreut sind und viele Kontakte mit Kollektiven und Initiativen ermöglichen, die sich gegen Verdrängung wehren. 
 
 
Alles gelesen? Ist das reichhaltig? Wir finden, es ist der Wahnsinn, was da auf die Beine gestellt wird.  

Die vermutlich der angekündigten Diashow zugrundeliegende Mieterkämpfe-Ausstellung im Regenbogencafé vor einigen Monaten haben wir besucht und waren sehr beeindruckt von dem, was früher gelaufen ist und was wir daraus mitnehmen können. 
 
Die Namen einiger Institutionen und Projekte kennen wir, unter anderem den eines Hausprojekts, dessen Kampf um die Ausübung des bezirklichen Vorkaufsrechts wir  begleitet haben und der nun durch den Kampf um DIESEeG weitergeführt wird. Ihnen und allen anderen wünschen wir viel Erfolg!  
 
 
2019-09-20 Festival HAU
 
Das zentrale Ereignis ist „Stadt unter Einfluss – das Musical zur Wohnungsfrage“, das heute Abend Premiere feiert.
 
An diesem Festival kann man unter anderem sehen, wie gut es ist, der vollkommerziellen Verwendung des ehemaligen Postbankgebäudes am Halleschen Ufer entgegengewirkt zu haben – wir haben über diesen Fall berichtet
 
Das „Hebbel am Ufer“ widmet sich dem Thema Mieten und Wohnen, hier ist der oben als Foto eingestellte Spielplan noch einmal auf der Webseite nachzulesen. Neben Kulturereignissen stellen sich auch Mieter*innenprojekte vor, die sich z. B. der Vergesellschaftung widmen, u. a. die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“. 
 
Was aber ist „Hebbel am Ufer?“ Wir haben die Wikipedia befragt:

Das Hebbel am Ufer (HAU) besteht seit der Spielzeit 2003/2004 als Theaterkombinat mit drei Spielstätten in Berlin. Es verfügt über kein eigenes Ensemble, sondern stellt eine Spielstätte für Festivals, Gastspiele und Koproduktionen dar.

In der Wikipedia ist der Umzug einer der Bühnen an die Adresse Hallesche Ufer 60 noch nicht vermerkt. Dort heißt es weiter:

Das HAU umfasst die folgenden drei Bühnen:

Angesichts des riesigen Programms insbesondere der „Tu Mal Wat Aktionstage“ kam uns spontan der Einfall, ob man periodisch alle Mieter*innenprojekte der Stadt, die sich beteiligen möchten, auf einer Messe / in einer Ausstellung präsentieren könnte. Man sieht sie dann zwar nicht in „authentischer Umgebung“, aber zwecks eines ersten Kennenlernens vieler Initiativen fänden wir das klasse. Solch ein konzentriertes Beisammensein kann keine Aktionstage ersetzen, es wäre additional und der enormen Vielfalt der Mieter*innenproteste in Berlin gewidmet.

Ältere Ausgaben der Mieterpost:

2/1: Der Mietendeckelrechner des Berliner Mietervereins
2/2: Wegweisender Beschluss der SPD im Bundestag zur Wohnungspolitik

#DWMP 1

1/1 Ein Jahr Brandanschlag Habersaathstraße

TH

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