Crimetime Vorschau - Titelfoto © SWR, Benoît Lindner
Die Rezension jetzt hier.
Der „Tatort: Hüter der Schwelle“, zu dem Michael Glasauer das Drehbuch schrieb, führt die Kommissare in Zwischenwelten, in denen es manchmal ziemlich handfest zugeht und in denen ihre Standfestigkeit auf nicht nur eine Weise erprobt wird. André M. Hennicke ist als magischer Gegenspieler von Richy Müller und Felix Klare zu erleben, dessen Welt Regisseur Piotr J. Lewandowski in betörenden Bildern einfängt. (ARD-Werbetext)
Es ist wieder Primetime. Das gegenwärtig führende Tatort-Team präsentiert einen neuen Fall, in dem des um Okkultismus geht. Bei Lannert und Bootz hatten wir sowas noch nicht, falls unsere Erinnerung nicht trügt. Kann man durch Verfluchen wirklich niemanden töten, wie in der Inhaltsangabe nachzulesen? Schade eigentlich. Das würde viele schwierige Tatausführungen überflüssig machen. Und man muss ja nicht allen davon erzählen, wie es offenbar der eitle Herr Luxinger („Ex Schwabenland lux“) hier den Kommissaren gegenüber tut.
Wir halten das Vorwort heute kurz, aber nächstes Mal könnten wir uns und unseren Lesern vielleicht eine erfreuliche „Lannert-Bootz-Bewertungskurve“ gönnen, die sich an der Rangliste des Tatort-Fundus orientiert. Für heute Abend hoffen wir, das hohe Niveau, das zuletzt mit „Anne und der Tod“ und „Der Mann, der lügt“ erreicht wurde, kann gehalten werden. Wenn der Regisseur Lewandowski heißt und Figuren Namen wie Luxinger oder Diana Jäger tragen, sollte der 1104. Tatort zumindest kein Eigentor werden. Und einige der Vorschaubilder lassen in der Tat einen ganz eigenen visuellen Zauber erwarten – wie dasjenige, das wir als Titelbild verwendet haben.
TH
Handlung
Auf einem Bergplateau vor den Toren Stuttgarts wird die Leiche von Marcel Richter gefunden. Der Ort ist einsam und von wilder Schönheit – und bei dem Toten finden sich magische Requisiten, die signalisieren, dass der Student Opfer eines Ritualmordes geworden sein könnte.
Die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz forschen deshalb nach Verbindungen zu okkultistischen Kreisen. So etwas gab es nicht, meinen sowohl Marcels Mutter als auch Diana Jäger, eine Kommilitonin, mit der der zurückhaltende Student viel Zeit verbrachte. Eine Adresse, die die Kommissare bei Marcel finden, führt sie zu Emil Luxinger. Der Privatgelehrte sieht sich selbst als Magier und behauptet, von dem Studenten bestohlen worden zu sein. Deshalb habe er ihn mit einem Schadenszauber belegt.
Im Hinblick auf harte Fakten bringt das die Kommissare nicht wirklich weiter. Verfluchen ist kein Straftatbestand und führt nicht zum Tod. Aber ihr Misstrauen gegen den sich sehr abgeklärt gebenden Emil Luxinger ist geweckt. Während Lannert und Bootz versuchen herauszufinden, ob der selbsternannte Magier nicht doch konkret gehandelt hat, versucht Luxinger, die Kommissare in seine magische Denkweise hineinzuziehen.
Playlist
| Protector | Jürgen Kramlofsky | Jürgen Kramlofsky |
| Degenerate Love | Antoni Lazarkiewicz/ Mary Komasa | Antoni Lazarkiewicz/ Mary Komasa |
| Disarm | Antoni Lazarkiewicz/ Mary Komasa | Antoni Lazarkiewicz/ Mary Komasa |
| Taste | Antoni Lazarkiewicz/ Mary Komasa | Antoni Lazarkiewicz/ Mary Komasa |
| Elephant | Tame Impala | Tame Impala |
| Chronic Love Game | Antoni Lazarkiewicz/ Mary Komasa | Antoni Lazarkiewicz/ Mary Komasa |
| Deadly Valentine | Charlotte Gainsbourg | Charlotte Gainsbourg |
| Mon Coeur s‘ouvre à ta Voix | Maria Callas |
Besetzung und Stab
| Thorsten Lannert | Richy Müller |
| Sebastian Bootz | Felix Klare |
| Emil Luxinger | André M. Hennicke |
| Diana Jäger | Saskia Rosendahl |
| Heide Richter | Victoria Trauttmansdorff |
| Marcel Richter | Max Bretschneider |
| Emilia Alvarez | Carolina Vera |
| Dr. Daniel Vogt | Jürgen Hartmann |
| Musik: | Lenny Mockridge |
| Kamera: | Jürgen Carle |
| Buch: | Michael Glasauer |
| Regie: | Piotr J. Lewandowski |
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