Borowski und die heile Welt – Tatort 732 #Crimetime 585 #Tatort #Kiel #Borowski #Jung #NDR #Welt #heil

Vorwort 2020

Heute tun wir’s mal wieder. Wir zeigen eine Rezension aus der Anfangszeit des „ersten Walberliners“ im Original. Normalerweise erarbeiten wir bei Wiederveröffentlichungen eine Anpassung an aktuelle optisch-inhaltliche Vorgaben, aber die erste Rezension eines Falls mit dem Team Kiel, damals Klaus Borowski und Frieda Jung, lassen wir mal stehen, wie sie war, um einen Eindruck vom damaligen Stand der Dinge zu vermitteln.

Der Text entstand im Sommer 2011, 2014 wurden kleinere Änderungen stilitischer Natur vorgenommen.

Im April 2011 begannen wir mit derReihe „TatortAnthologie“, dem Vorgängerfeature von „Crimetime“. Ende 2016 ging der „erste Wahlberliner“ vom Netz, mit ca. 450 veröffentlichten Rezension. Das neue oder „zweite“ Magazin „Der Wahlberliner“ existiert seit 24. Juni 2018 und enthält, Stand 14.03.2020, 585 Beiträge in der Reihe „Crimetime“, das ist ein gutes Viertel aller Veröffentlichungen.

TH

Handlung

  1. Es ist ein harter Fall für Borowski: Die Leiche des achtjährigen Mädchens weist Hämatome und einen Rippenbruch auf – beides ältere Verletzungen. Der Kommissar sieht sich die Familie genauer an: Michelles Eltern, Nadine und Thies Nowak, haben Geldsorgen und kämpfen mit enormen Eheproblemen. Zu allem Überfluss ist Nadine schwanger, und dann taucht auch noch Thies´ Exfreundin wieder auf der Bildfläche auf. Bei der Überprüfung des Umfelds der Familie Nowak stoßen Borowski und seine Kollegin, die Polizeipsychologin Frieda Jung, auf Tim Hansen, einen Kellner in Thies´ Restaurant.
  2. Nadine und Thies Nowak sind im ärgsten Ehekrach: Das nicht florierende Restaurant, Nadines Schwangerschaft und Thies’ Unaufmerksamkeit sind die Gründe. Da hält es ihre Tochter Michelle nicht mehr aus und läuft davon. Am nächsten Morgen wird das kleine Mädchen tot auf einer Fördefähre aufgefunden. Keine Zeugen – das Oberdeck der Fähre war an dem regnerischen Abend wie leergefegt. Erste Resultate der Obduktion: Michelles Leiche weist Hämatome und einen verheilten Rippenbruch auf.

Beides ältere Verletzungen, die nichts mit ihrem Tod zu tun haben. Michelle wurde zweifelsfrei mit ihrer eigenen Jacke erstickt – einige Stunden, nachdem ihre Mutter die Polizei wegen Michelles Verschwinden alarmiert hatte. Bei der Überprüfung des Umfelds der Familie Nowak stoßen Kommissar Borowski und Frieda Jung auf Tim Hansen, einen Kellner in Thies’ Restaurant.

Er bestätigt Borowski, Kontakt zu Michelle gehabt zu haben. Doch ist er wirklich tatverdächtig, nur weil er mit dem Mädchen mal beim Schwimmen war? Die Situation bei den Nowaks eskaliert, nicht zuletzt, weil Thies’ Exfreundin Saskia wieder in seinem Leben aufgetaucht ist. Ein Grund mehr für Frieda Jung und Borowski, sich die familiäre Situation genauer anzusehen. (Zusammenfassungen aus dem Tatort-Fundus.)

Kurzkritik (mit Angaben zur Auflösung)

„Borowski und die heile Welt“ ist ein langsam und mit Bedacht inszenierter Tatort um den Tod eines siebenjährigen Mädchens.

Dass das Problem und damit auch die Lösung des Falles in der Familie liegt, wird relativ schnell klar, zumal es keine sonstigen, nennenswerten Verdächtigen gibt.

Wer den Film nach dem Ausschlussverfahren betrachtet, kann nach einiger Überlegung darauf kommen, dass es die Mutter Nadine sein muss, welche die siebenjährige Michelle umbringt.

Ihr Mann Thies wird recht offensichtlich als gewaltgeneigt und meist knapp kontrolliert dargestellt und hat außerdem eine Biografie mit Jugendstrafe und Therapie gegen Gewaltbereitschaft hinter sich, es wäre zu einfach gewesen, wenn er der Mörder – oder Totschläger – des Kindes gewesen wäre.

Es gibt in Maßen falsche Spuren, wie den Restaurantmitarbeiter Tim Hansen, der Michelle öfter ins Schwimmbad mitgenommen hat, und die Ex-Geliebte von Thies, Saskia. Sie hat ihm einen Kredit für sein Restaurant gegeben und hätte den Mann möglicherweise gerne zurück.

Es ist dem Film hoch anzurechnen, dass er sich Zeit für die Charakterzeichnung lässt, das ist besonders notwendig, damit die Mutter Nadine glaubwürdig dargestellt werden kann.

Dadurch gerät der Fall etwas einfach, aber die Figuren sind gut und intensiv gespielt.

Rezension

Wieder ein neues Team für uns

Wir haben uns nicht davor gedrückt, aber wenn zwei Tatorte an einem Abend liefen und einer davon war ein Borowski, haben wir den anderen genommen. Mittlerweile aber sind wir in der komfortablen Lage, dass die ersten Tatorte laufen, die wir bereits rezensiert haben.

Und damit zu Klaus Borowski (Axel Milberg), der seltsamerweise keinen Co-Ermittler hat. Eine  nicht sehr realitätsnahe Aufstellung, die allerdings seinen eigenbrötlerischen Charakter stärkt. Überhaupt ist das Kommissariat in Kiel dünn besetzt, im Vergleich zu den Dienststellen anderer Tatort-Städte. Immerhin wird Borowski unterstützt von der Polizeipsychologin Frieda Jung (Maren Eggert). Und die beiden sind ja doch so etwas wie ein Team. Allerdings wildern beide Mitglieder im selben Revier. Zumindest im Tatort 732 hat Borowski einen ähnlichen Touch Richtung psychologische Einfühlung wie die hauptamtliche Polizeipsychologin Jung.

Das hat uns überrascht. Wir fanden den Kauz aus Kiel zurückhaltend, aber nicht spröde. Einmal waren wir sogar verblüfft – als er die Fischhändlerin Saskia Fröhlich (Karin Giegerich) direkt angeblafft und ihr quasi unterstellt hat, sie habe das Kind umgebracht und das Restaurant von Thies Novak angezündet. Nicht sehr logisch, vor allem Letzteres, schließlich steckt ihr Geld darin und sie ist ein kaufmännisch orientierter Typ. Aber aufgrund der bisher äußerst zähen Ermittlungen wird Borowski einmal, nur eimal, auch ein Opfer des Musters geworden sein, das in den meisten von uns steckt: sich innig eine einfache, schnelle Lösung zu wünschen, wenn nichts vorangeht. Und wenn diese Lösung noch so unlogisch ist.

Diese Langsamkeit der Ermittlung fanden wir hingegen sehr gut. Endlich mal keine Zufallserfolge. Sondern, was vermutlich die Arbeit der realen Polizisten am besten wiedergibt. Zähes Ringen um die Wahrheit mit widerspenstigen, verstockten Tatverdächtigen. Vielleicht hätte die Kriminaltechnik etwas mehr zum Einsatz kommen können, aber auch das war wohltuend: dass sie nicht eklatante Erfolge immer genau dann produziert, wenn die Ermittler feststecken.

Betreffend die Ermittlungsarbeit einer der realistischsten Tatorte, die wir bisher rezensiert haben. Und Borowski verkörpert diesen zähen, sehr traditionellen Ermittlertyp hervorragend, der mit kleinen Gesten agiert, aber zumindest in dieem Fall, dessen Titel ironisch gemeint ist, keineswegs kalt oder unbeteiligt wirkt. Wir sind angenehm überrascht.

Frau Jung hingegen ist uns noch nicht ganz geheuer. Sie wirkt stellenweise sehr professionell und es ist gut, dass in einem Tatort auch psychologische Figuren dem Ermittler und somit auch dem Publikum erklärt werden. Hier zum Beispiel bringt sie uns nahe, was eine Kollusion in Zweierbeziehungen ist.

Kollusion

Unter Kollusion versteht man in der Psychologie ein oft unbewusstes Einvernehmen, d. h. ein uneingestandenes, oft aufgrund unbewusster psychischer Motive bzw. Konflikte unbewusst abgestimmtes Zusammenspiel zweier oder mehrerer Personen.

Hinsichtlich einer Zweierbeziehung hat Jürg Willi den Begriff Kollusion für Fälle geprägt (vgl. Willi, J. 1975) [1], in denen die neurotischen Dispositionen beider Partner wie Schlüssel und Schloss zusammenpassen. In diesen Fällen haben beide Partner bestimmte zentrale Konflikte aus früheren seelischen Entwicklungsphasen in ihrer Persönlichkeit nicht verarbeitet und leben nun entgegengesetzte, sich zunächst aber ergänzende „Lösungsvarianten“ dieser inneren Konflikte aus. Die Partner spielen unbewusst füreinander, oft klischeehafte und stereotype, wechselseitig komplementäre Ergänzungsrollen zur Aufrechterhaltung der Beziehung. (Wikipedia)

Im Fall der Eheleute Nadine und Thies Nowak wirkt sich dieses letztlich zerstörerische Zusammenspiel folgendermaßen aus. Nadine hat ein Kindheitstrauma, das aus dem verlassen werden seitens des Vaters beruht, der immer auf See war, und der sehr schroffen, dominanten Art ihrer Mutter, die sich wohl selbst gegen die Einsamkeit abgeschottet hat. Das kommt an einer Stelle zum Ausdruck, wo die Mutter sagt, kaum sei der eine Versager weg gewesen, habe Nadine sich dem nächsten (Thies, dem ehemaligen Sträfling) an den Hals geworfen.

Thies seinerseits sucht ebenfalls Halt und Nähe und hat außerdem den unbedingten Willen, etwas aufzubauen, worauf er stolz sein kann und setzt sich dafür ungebührlich unter Druck – und steht immer unter Druck. Unausgelebte Emotionen und innere Spannungen prägen dieses Eheverhältnis. Schutzsuche um jeden Preis und Fassade. Ein kleines, höchst aufgeräumtes Haus, eine formale Idylle (die heile Welt, auf welche der Titel anspielt und die wir als Chimäre kennenlernen).

Solche Formen von Kollusion sind in der Realität so häufig, dass man sie in bestimmten Milieus wohl eher als die Regel denn die Ausnahme ansehen muss. Das ist nicht despektierlich, aber wo emotionale Defizite häufig sind, muss es wohl zu kollusiven Verbindungen kommen, in denen Defizite sich auf ungünstige Weise potenzieren oder addieren.

Das Dramatische daran ist das Unausweichliche. Das kommt auch in anderen Tatorten sehr gut rüber, man kann fast sagen, dieser sehr am Sozialdrama interessierte Kiel-Tatort ist einer aus der Frankfurter Schule, nur ist die Umgebung ländlicher und damit idyllischer. Aber wie auch in vielen Frankfurt-Tatorten gibt es kein Happy-End. Was nützt es, eine verzweifelt-überforderte, innerlich zerrissene Mutter als die Person identifiziert zu haben, die ihr Kind getötet hat? Gerade bringt sie ein weiteres Kind zur Welt. Dieses muss aufgrund ihrer Lähmung nach Fenstersturz hauptsächlich von einem Vater aufgezogen werden muss, der mit seinen eigenen Traumata kämpft.

Das Drama liegt nicht in nur in einer aktuellen Situation, sondern in der Perpetuierung der Verhältnisse, der Übertragung von einer Generation auf die nächste. Auch „Borowski und die heile Welt“ trägt seinen Teil dazu bei, dass uns dies bewusst wird und wir uns die Frage stellen, wie man diesen Kreislauf unterbrechen kann. Es gibt sogar eine weitere Frage hinter dieser Frage – in einer Welt, in der immer härter um die eigene Existenz gekämpft werden muss, in der immer mehr Menschen von ihren Jobs und allen sonstigen Lebensfragen aufs Äußerste beansprucht sind, muss in einer solchen Welt die Tendenz zur emotionalen Unterversorgung nicht zunehmen?

Ist das, was wir in diesem Tatort sehen, auf schwache Sozialmilieus begrenzt? Man muss eher befürchten, dass der gefräßige Wurm der Kollusion neue Opfer findet, die vielleicht in besseren Zeiten ihre latente Anfälligkeit und ihre vielleicht nicht ganz so stark wie im hiesigen Fall ausgeprägten Traumata überspielen konnten.

Die Figurenzeichnung

Zunächst muss man festhalten, dass beinahe alle wichtigen Figuren gut geformt sind. Das trifft auf den Ermittler Borowski zu, auch auf die Psychologin Jung, wenngleich sie – siehe oben – etwas hermetisch wirkt. Als horche sie immer professionell nach innen, wolle sich aber nicht selbst einlassen. Doch weshalb sollte eine Psychologin keine Schutzmechanismen haben? Borowski hat ihr gesagt, er will sie mehr in die Ermittlungsarbeit einbinden, wo sie doch auf ein lukratives Arbeitsangebot in der Schweiz verzichtet hat, um weiterhin auf eine rechts spartanische Weise mit ihm arbeiten zu können. Das ist ehrenwert. Und einer etwas kryptischen Figur würdig. Stellenweise erinnert sie ein wenig an Charlotte Sänger, die Frankfurter Ermittlerin. Weniger in der Ausstrahlung als in der Art, wie sie introvertiert durch den Tatort wandelt, aber immer präsent ist, wenn es um psychologische Einfühlung geht (wobei Letzteres, anders als bei Sänger, ja nicht eine besondere Eigenschaft, sondern ihre raison d’ètre als Figur ist).

Gut gefallen hat uns das Spiel von Katharina Wackernagel als Nadine Novak. Dass sie stellenweise ein wenig überaktiv in ihrer Rolle wirkt, ist durchaus kein Fehler, denn man muss ihr abnehmen können, dass sie sich selbst verstümmelt und auch ihrer Tochter etwas antut.

Es ist richtig, sie nicht als einen der Realität nüchtern und sortiert zugewandten Menschen zeigen. Denn eine Mutter hat im Normalfall eine sehr hohe Hemmschwelle davor, ihr Kind zu töten. Dass Nadine auch das Restaurant angezündet hat, ist etwas dick aufgetragen, aber nicht vollkommen neben den Möglichkeiten. Etwas anders bei ihrem Mann Thies (Fabian Hinrichs). Es war etwas in seinem Spiel, das – ja, eben, gespielt gewirkt hat. Keine schlechte Leistung, aber ein deutliches Gefühl, dass es eine Diskrepanz zwischen Rolle und Schauspieler gibt. Er musste sich den immer unter Strom stehenden Typ abringen. Besonders in den Szenen, in denen er die Ruhe zu bewahren hatte, war zu bemerken, dass er in jenen Momenten am meisten bei sich selbst war. Und vielleicht lieber einen Mann und Vater gegeben hätte, der weniger zu plötzlichen Eruptionen neigt.

Ein Wort muss man zu Marita Breuer als Vera Zimmer, Nadines Mutter, verlieren. Ihre Darstellung wirkt unsympathisch, das darf man nicht mit unglaubwürdig verwechseln. Aber manchmal würden wir uns wünschen, Eltern und Kinder würden doch etwas mehr nach optischer Ähnlichkeit besetzt. Damit nicht schon die vollkommen unterschiedliche Physiognomie, Gestik, Mimik, die Frage aufkommen lässt, wie eine solche Mutter einen solche Tochter entwickelt haben kann. Eine Persönlichkeit, die in jeder Geste, in jeder Handlung so verschieden von der Mutter ist. Da gibt es ein  Glaubwürdigkeitsproblem. Auch wegen der intensiven Interaktion der beiden. Wäre diese weniger hervorgehoben, wie in vielen anderen Filmen, wäre der Aspekt nicht so auffällig.

Symbolisches

Eine besondere Erwähung verdient die im Grunde witzige Idee, eine leckgeschlagene heile Welt durch durch tropfenden Schneckentrabs zu symbolisieren. Darauf muss man kommen. Eine aufgeräumte Fassade, dahinter ein verzweifelter Versuch, die heile Welt davor zu bewahren, dass sie so überläuft wie der Eimer, der das aus der undichten Stelle im Abfluss  austretende Wasser auffangen muss, bevor Thies die Rohrteile wieder korrekt aneinander befestigt. Tragisch, dass es zu spät ist, ein aus den Fugen geratenes Beziehungsgefüge ist kein Abfluss und lässt sich nicht mit einfachen Handgriffen reparieren.

Dass Nadine zu dem Zeitpunkt längst emotional außer Kontrolle geraten ist und ihre siebenjährige Tochter umgebracht hat. Hier wirkt die Mechanik des jede Reflektion Betäubenden immer weiter, nicht darüber nachdenken, was auf dem Spiel steht und was im Grunde längst in Scherben liegt. Erschütternd, diese nie enden wollende Rechtfertigung von etwas, das es nie hätte geben dürfen – den Versuch der Schaffung einer heilen Welt zwischen Menschen, in deren Seelen nicht sehr viel Heiles zu finden ist.

Fazit

Ein intensiver Tatort, in dem viel Wert auf die Figuren gelegt wird. Verblüffend, wie sich in manchen dieser Filme Persönlichkeiten auf dem Bildschirm entfalten und ihr inneres Drama dem Zuschauer zu treuen Händen übergeben, auf dass er die Leistung zu würdigen weiß, die dahinter steckt, keine brettflachen Rosamunde-Pilcher-Figur zu spielen, sondern Menschen, die alle Untiefen des wirklichen Lebens spiegeln und sich und den Betrachter zu quälen wissen. Wir bedanken uns für dieses Vertrauen und schließen die 25. Tatort-Rezension mit einer Wertung von 8,0/10.

Nachtrag: Nach nunmehr über 270 Rezensionen für die TatortAnthologie können wir „Borowski und die heile Welt“ wesentlich besser in die gesamte Welt dieser Serie einordnen und halten daran fest, dass er überdurchschnittlich ist (unser gegenwärtiger Punkteschnitt liegt bei 7,2/10). Zudem hat er uns auf Borowski aufmerksam gemacht, dessen erklärte Fans wir mittlerweile sind und dessen in seinen jüngsten Filmen voll zur Entfaltung kommendes Potzenzial wir bei der Besprechung von „Borowski und die heile Welt“ zumindest geahnt haben.

Heute würden wir sicher nicht mehr den Nicht-Kieler wählen, wenn zwei Tatort an einem Abend laufen (wobei es immer seltener vorkommt, dass wir beide noch nicht kennen und rezensiert haben). Aber unsere damalige Haltung weist auf ein Problem hin, welches die Kieler Tatortschiene nach weiteren, sehr guten Filmen, die inzwischen Premiere hatten, fortgesetzt plagt: Dass sie unterschätzt wird. Belegt wird dies durch Zuschauer-Kenndaten, die zwar in absoluten Zahlen und Marktanteilen hoch sind und den aktuellen Tatortboom wiederspiegeln, aber im Vergleich zu Tatorten aus anderen Städten und gemessen an der Qualität der Kieler Produktionen sind sie unangemessen niedrig, die Kiel-Schiene liegt nur im unteren Mittelfeld (Nachweis: Statista).

© 2020, 2014, 2011 Der Wahlberliner, Thomas Hocke 

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