Wagenknecht (D 2020) | Critic.de | #Filmfest 126

Filmfest 126 B

Eine Dokumentation über Sahra Wagenknecht ist beinahe eine Nachbetrachtung.

Im Herbst 2019 legte sie ihr Amt als Fraktionsvorsitzende von „Die Linke“ im Bundestag nieder und angesichts der Entwicklung, die ihre Partei nimmt, können wir uns zumindest ein internes Comeback nicht vorstellen.

 

Die Kraft für einen Aufbruch außerhalb der Linken, an der Seite eines Mannes, der für vieles, was sie getan und gelassen hat, verantwortlich war, der aber auch eine Generation älter ist als sie selbst, hat sie diese? Wir wagen daran zu zweifeln, dass ein solcher von Erfolg gekrönt wäre. Das wäre nur vorstellbar, wenn der komplette Neuaufbau einer Organisation im linken Spektrum erfolgen würde, der ganz auf sie zugeschnitten wäre. Der erste, halbherzige Versuch namens „Aufstehen“ hat sie nach unserer Auffassung nur zusätzliche Energie gekostet.

Auch der Film gibt nach Ansicht von Manon Cavagna bei Critic.de wenig Aufschlüsse und Einsichten und ist nach dem, was wir herauslesen, eher für Fans von Wagenknecht und jene, die sie ohnehin zu kennen glauben, als für ein Publikum, das sich erhofft, mehr über das innere Wesen einer der letzten begabten Politiker*innen in der deutschen Linken zu erfahren.

Die Empfehlung dieser Rezension auf „Critic.de“ stellt in doppelter Hinsicht eine Neuerung dar. Erstmals zeigen wir im Filmfest eine Kritik zu einer Dokumentation oder einem dokumentarischen Feature und erstmals einen Film aus 2020, der zum Zeitpunkt, zu dem die Kritik geschrieben wurde, gerade in den Kinos angelaufen war (vorab auf der Berlinale 2020 zu sehen).

Handelte es sich um eine eigene Rezension, würde damit auch das „Filmfest D“ (Dokumentation) starten, doch damit werden wir noch ein paar Monate warten, vermutlich erfolgt die Premiere der vierten Filmfest-Kategorie im Juni oder Juli, zuvor noch die von „Filmfest C“ (Fernsehfilme außerhalb der Rubrik „Crimetime“).

Zur Kritik von Manon Cavagna auf Crictic.de.

Filmdienst: 2/5
IMDb-Wertung: 5,2/10
Keine Wertung bei Critci.de

PRODUKTIONSLAND
Deutschland
PRODUKTIONSJAHR
2019
REGIE
Sandra Kaudelka
BUCH
Sandra Kaudelka
KAMERA
Albrecht von Grünhagen · Michael Kotschi · Alexander Gheorghiu
MUSIK
Soufian Zoghlami
SCHNITT
Jörg Hauschild
LÄNGE
100 Minuten
KINOSTART
12.03.2020
FSK
ab 0; f
GENRE
Dokumentarfilm

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