UPDATE 2 #Corona 27: Notfallnummern, Bußgeldkatalog, schonungsloses Erklärvideo + Was darf man wo?, wichtige Anlaufstellen in Berlin, Service für Unternehmer*innen, Selbstständige, Künstler*innen + Bezirk Tempelhof-Schöneberg #Corona #Service #CoronaHilfe #COVID19 #COVID2019 #COVIDー19 #Coronavirus #CoronavirusDE #SARSCoV2 #coronavirusdeutschland #Covid_19 #PhysicalDistancing #Ausgangssperre #Bussgeld #Phase2

Liebe Leser*innen,

wir erweitern heute wieder unseren Service-Artikel zur Corona-Krise um wichtige Punkte (zur letzten Version #23 hier). Soeben ist der Bußgeldkatalog zur Berliner Corona-Verordnung erschienen, die Pressemitteilung und einen Link zum Originaldokument sind neue Inhalte.

Außerdem haben wir die allerwichtigsten Notfallnummern optisch abgesetzt eingebunden – und es gibt mittlerweile ein Erklärvideo zur Krise, das in den sozialen Netzwerken für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt hat und das wir ans Ende des Beitrags stellen. Unter den Bußgeldkatalog, denn wir finden, beides sind zwei Seiten derselben Medaille.

1.) Die ganz wichtigen Telefonnummern für Notfälle (Berlin)
2.) Ausgangsbeschränkungen, nach Bundesländern gegliedert – was darf man wo, was ist zu beachten?
3.) Hilfe und Service berlinweit, verschiedene Schwerpunkte (Berlin)
4.) Unser BerlinerWohnbezirk Tempelhof-Schöneberg
5.) Service für Unternehmer*innen, Selbstständige, Künstler*innen (Berlin)
6.) Der Bußgeldkatalog ab 03.04.2020 (Berlin)
7.) „Corona geht gerade erst los“ Erklärvideo zu den Krisen-Verlaufsszenarien

Die Angaben zu 2.) und 3.) wurden von DIE LINKE in Tempelhof-Schöneberg zusammengestellt; vielen Dank an die MdA Harald Gindra und Philipp Bertram und an den Bezirksvorsitzenden Alexander King. 3.) haben wir aus #20 unverändert übernommen.

1.) Die Telefonnummern für Soforthilfe<<<<

Die Corona-Hotline:

2020-04-03 Krisentelefon Corona-Hotline.jpgCorona-Verdacht?

030 – 90 28 28 28

 

 

 

 

2020-04-03 Krisentelefone für Frauen.jpg

 

Hilfe für Frauen und allgemeine Hilfe- und Notfallnummern.


Diese Angebote sind nicht speziell für die Corona-Krise eingerichtet worden, sondern bestehen generell, aber jetzt sind sie besonders wichtig!

2020-04-03 Krisentelefone allgemein.jpg

 

2.) Was darf man in welchem Bundesland?

Nicht alle Bundesländer haben die gleichen Maßnahmen ergriffen, um das Corona-Virus einzudämmen. Eine gute Übersicht über den aktuellen Stand haben wir im Netz gefunden. Hier geht’s zum Original-Tweet. Anmerkung 03.04.2020: Diese Grafik ist nicht mehr ganz aktuell, z. B. wurde die Ausweismitführungspflicht in Berlin wieder aufgehoben. Auf einer Parkbank darf man zumindest zur Erholung sitzen und dies auch zu zweit, bei entsprechenden 1,5 Metern Abstand. Nur zur Erholung, heißt es – ob damit auch Lesen gemeint ist, können wir im Moment noch nicht einschätzen.

2020-03-28 Wo darf man was in welchem Bundesland


3.) Hilfe und Service berlinweit, verschiedene Schwerpunkte

Die in Berlin geltende Verordnung:

https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/

Die zentrale Info-Seite des Senats zu Corona:

https://www.berlin.de/corona/

Angebot von 11-sprachigem Info-Material zu Corona allgemein sowie Schutz
in Unterkünften:

https://www.berlin.de/laf/leistungen/gesundheit/infektionsschutz/

Infos aus der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe –
Leitfäden für unterschiedliche Wirtschaftsakteure:

https://www.berlin.de/sen/web/corona/

Täglicher Newsletter der IHK-Berlin (Wirtschaftshilfen/-infos):

https://inx.odav.de/inxmail14/anmeldung_corona_nl.jsp

Web-Informationen der IHK:

https://www.ihk-berlin.de

Speziell für Fragen von Gaststätten (und Beherbergungsbetrieben):

https://www.dehoga-berlin.de

Weitere Tipps und Hilfen: Was passiert, wenn Beschäftigte nicht arbeiten dürfen?

https://www.igmetall-berlin.de/aktuelles/meldung/was-passiert-wenn-beschaeftigte-nicht-arbeiten-duerfen/

Gute Initiative von Ver.di: Aufstockung Kurzarbeitergeld auf 90%

https://www.change.org/p/bundesregierung-miete-zahlen-trotz-corona-90-kurzarbeitergeld-jetzt

Angebot und Unterstützung von Kulturschaffenden:

https://www.berlinalive.de

Praktische Hilfe aufbauen – weiterverbreiten!

Die bereits genannte Plattform nebenan.de hat einen Notruf geschaltet:
0800 8665544 (gebührenfrei)

https://corona.nebenan-stiftung.de

Seite des Senats mit gutem Überblick über Angebote im Internet:

https://www.berlin.de/buergeraktiv/informieren/coronavirus/nachbarschaftliche-hilfe/

Telefonische Hilfe (Krisentelefon, Silbernetz) + psychologische
Unterstützung:

https://www.berlin.de/buergeraktiv/informieren/coronavirus/telefonische-hilfe/

Weitere Links:

https://www.coronaport.net

https://bwurl.de/14va

Berliner Morgenpost: Telefonische Vermittlung unter 030 887 27 78 42
(von 8 bis 16 Uhr)

Tipps der GEW zum Lernen zuhause

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mit-diesen-10-tipps-klappt-das-lernen-zu-hause/


4.) Unser Wohnbezirk Tempelhof-Schöneberg

Vom Tagesspiegel: Gesprächsangebote für Menschen mit dringenden Anliegen
bietet das Nachbarschaftshaus Friedenau/Nachbarschaftsheim Schöneberg,
Telefon: 030 85 99 51 100 oder per Mail: information@nbhs.de, Montag bis
Freitag 9 bis 16 Uhr

Beratung rund um die Selbsthilfe: Selbsthilfetreffpunkt
Schöneberg/Nachbarschaftsheim Schöneberg, Telefon: 030 85 99 51 – 330
und -333 oder per Mail: selbsthilfe@nbsh.de, Montag 15 bis 19 Uhr,
Dienstag 15 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 14 Uhr

Ehrenamt rund um die häusliche Pflege: Kontaktstelle PflegeEngagement
Tempelhof-Schöneberg/Nachbarschaftsheim Schöneberg, Telefon: 030 85 99
51 225 oder per Mail: pflegeengagement@nbhs.de, wochentags erreichbar.

Allgemeine Beratung: Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der
Ufa-Fabrik, Telefon: 030 75 50 31 46 oder per Mail: buero@nusz.de,
wochentags erreichbar

Ergänzen will ich noch den Hinweis einer Genossin auf dieses Angebt der
GEW, über das sich sicher viele Eltern freuen werden:

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mit-diesen-10-tipps-klappt-das-lernen-zu-hause/


5.) Service für Unternehmer*innen, Selbstständige und Künstler*innen

(Hier weitere Infos zur Gesamtgestaltung der Hilfsprogramme.)

Wichtig ist, dass die Kleinunternehmer-Soforthilfe von 9.000 Euro immerhin nicht zurückgezahlt werden muss – der Preis ist, dass sie, siehe oben, für Mittelständler mit hohen Umsätzen pro Person viel zu gering ist, um deren Wirtschaftstätigkeit abzubilden. Das heißt aber nicht, dass mit den 9.000 Euro Schluss ist. Nur werden weitere Hilfen in der Regel als Kredite vergeben werden. Wir werden uns noch dazu äußern, denn es ist zu befürchten, dass es inzwischen bei Konsumenten bestimmter Branchen eher zur Substitution kommen wird, als dass sie nach der Krise alles nachholen, was derzeit nicht möglich ist und somit den Kleinunternehmer*innen einen problemlosen Schuldendienst ermöglichen. Deswegen haben wir im Bereich der Mieten auch gefordert, dass alle ihren Teil der Krise tragen müssen, auch z. B. Vermieter durch einen Teilerlass geschuldeter Mieten.

Zu den beiden wichtigsten Links:

Allein der Bund weist nicht weniger als 130 Corona-orientierte Förderprogramme aus. Wir wünchen den Betroffenen, dass sie die Nerven und den Überblick behalten, um sich in dieser Maßnahmenlandschaft zu orientieren. Es gibt aber auch Suchmöglichkeiten, die den Einstieg erleichtern sollen.

Es dauerte bis zum 2. März 2020, bis es in Berlin den ersten runden Tisch zur Corona-Krise gab. Das mag spät klingen, weil man aufgrund der Häufung von Ereignissen eine falsche Wahrnehmung haben mag: In Wirklichkeit gab es erst am Folgetag, dem 03.03., die ersten drei Corona-Fälle in Berlin. Alle Hilfen zur Existenzsicherung gefährdeter Wirtschaftssubjekte, die der Berliner Senat aufgelegt hat, kann man hier abrufen. Die Senatsverwaltung benennt nicht nur die zuständigen Ansprechpartner und die aufgelegten Programme, sondern hält auch Leitfäden zum Vorgehen bei unterschiedlichen Herausforderungen bereit, welche die Corona-Krise stellen kann.

Alle Hilfen werden ohnehin über die Länder gesteuert, sie sollen für die Koordinierung und Auszahlung zuständig sein. Mit dem Vorteil, dass der Überblick erhalten bleibt, wer was bekommt, mit dem Nachteil, dass nicht alle Länder administrativ gleich gut aufgestellt sind, wenn es darum geht, diese neue Aufgabe zu bewältigen.


6.) Der Berliner Bußgeldkatalog ab dem 03.04.2020

Berliner Senat beschließt Bußgeldkatalog und verlängert Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus

Pressemitteilung vom 03.04.2020

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick möchte auf eine Pressemitteilung des Presse- und Informationsamts des Landes Berlin aufmerksam machen:

Der Berliner Senat hat heute die Verlängerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Die SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung wurde bis einschließlich 19. April 2020 verlängert. Diese Verordnung tritt am 03. April 2020 in Kraft.

Der Berliner Senat hat sich in der Senatssondersitzung unter anderem auf folgende Änderungen der Verordnung verständigt:

  • Gewerbliche Ausflugs- und Stadtrundfahrten dürfen nicht stattfinden
  • auch Betreiber von Ferienwohnungen dürfen keine touristischen Übernachtungen anbieten
  • Kantinen für Betriebsangehörige sowie für Angehörige von Bundeswehr und Polizei dürfen nur betrieben werden, wenn geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Sicherung des Mindestabstandes getroffen werden
  • auch Reinigungen dürfen öffnen (wie bisher schon Waschsalons)
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft, alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person, ohne jede sonstige Gruppenbildung, bleibt erlaubt. Bei Aktivitäten nach Absatz 3 i sind Erholungspausen auf fest installierten Sitzgelegenheiten bei Wahrung des Mindestabstands von 1,5 Metern zulässig, auf Wiesen und Freiflächen bei Wahrung eines Mindestabstandes von 5 Metern. Grillen und das Anbieten offener Speisen sind nicht zulässig. Zur Vermeidung von Überfüllungen können Zugangsbeschränkungen für Parks und Grünanlagen festgelegt werden
  • für Prüfungen an Hochschulen gelten die gleichen Regelungen wie für Schulen
  • Die Ausweispflicht (§ 17) ist aufgehoben
  • Personen, die am Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“ aus einem Staat außerhalb der Bundesrepublik Deutschland ankommen, gegebenenfalls auch nach Umsteigen an einem Flughafen innerhalb der Bundesrepublik, oder nach Ankunft am Flughafen Berlin-Schönefeld in das Stadtgebiet von Berlin einreisen, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach ihrer Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder gewöhnliche Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr ständig dort aufzuhalten.

Der Senat hat heute zudem auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kalayci einen Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung beschlossen.

Ziel ist es, den Ordnungsbehörden einen Orientierungsrahmen bei der Bemessung des Bußgelds für Verstöße im Einzelfall an die Hand zu geben. Dabei sind die Bußgelder in Form von Rahmen angegeben. So kostet etwa die verbotene Öffnung einer Gaststätte den Betreiber 1.000 bis 10.000 Euro. Der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung oder Unterkunft ohne triftigen Grund kann mit 10 bis 100 Euro geahndet werden. Das Anbieten von touristischen Übernachtungsangeboten liegt zwischen 1000 und 10.000 Euro.

Die Verordnung im Wortlaut

Der Bußgeldkatalog im Wortlaut

*ENDE der Pressemitteilung*


7.) „Corona geht gerade erst los“ – 22 Minuten Klartext

Dank an @LieblingXhain für den Tipp via Twitter.

TH

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