Das fleißige Lieschen – Tatort 1128 #Crimetime Präsentation: Das neue Tatort-Team. Moskowiter, Wahlberliner*innen und Menschen aus dem tiefen Westen an der Saar #Tatort #Saarbrücken #Saarbruecken #Schürk #Hölzer #Baumann #Heinrich #SR #Lieschen #fleißig

Crimetime Präsentation - Alle Fotos © SR, Manuela Meyer

Wir haben heute das Vergnügen, das neue Saarland-Tatort-Team vorstellen zu dürfen. Morgen, am 13. April 2020, wird der erste SR-Tatort der „neuen Generation“ zur üblichen Zeit, um 20:15 Uhr, von DAS ERSTE ausgestrahlt werden – allerdings an einem Montagabend, aber auch das ist Standard, wenn der Montag ein Feiertag ist.

Die betreuende PR-Agentur hatte uns angeschrieben und uns das verwendete Material zur Vorstellung angeboten – ohne zu wissen, dass wir Saar-Spezialisten sind. Im Wege der Arbeit mit dem Vorgänger-Blog hatten wir am Ende, nach 450 Artikeln der Rubrik „TatortAnthologie“, Kontakt zu zwei Drehbuchautoren und einem Produzenten der „ersten Stunde“ (Werner Kließ), der uns interessante Einblicke in die Tatortgeschichte, besonders die WDR-Produktionen der 1970er, vermittelte.

Die Zeiten sind härter geworden, nicht erst sei Corona.

Das gilt für viele Berufe, auch für Kriminalkommissar*innen. Der SR-Tatort hatte es schon mit dem knuffigen Jens Stellbrink nicht so leicht, trotz des beliebten Devid Striesow in der Rolle des leitenden Ermittlers. Die neue Aufstellung mit vier Ermittler*innen, zwei Frauen, zwei Männer, ist mittlerweile nicht mehr untypisch, wir kennen sie z. B. aus Dortmund.

Es scheint vielversprechend zu beginnen: Die Vorab-Kritiken, die wir gelesen haben, lassen Gutes vermuten: Verrisse gab es nicht, das neue Team wird zumindest von den Profis unter den Tatortguckern positiv aufgenommen. Wir werden morgen in der üblichen Vorschau einige Stimmen einfangen. Heute geht es zunächst um den Inhalt und einige Worte zum Team.


Handlung

„Das fleißige Lieschen“, der erste Fall der neuen Saarbrücker Kommissare Adam Schürk (Daniel
Sträßer) und Leo Hölzer (Vladimir Burlokov), hat es in sich. Die beiden kennen sich aus Kindertagen und haben sich seit über 15 Jahren nicht mehr gesehen. Zudem verbindet sie ein dunkles Geheimnis, das ihr Wiedersehen überschattet. Auch die Art, wie sie zusammenkommen, ist nicht unkompliziert: Leo hatte bislang einen Partner im Team, der sich nun weigert, mit ihm weiter zusammen- zuarbeiten. Denn Leo hat ein Ermittlungsverfahren am Hals: Er hatte sich geweigert, an entscheidender Stelle von der Schusswaffe Gebrauch zu machen und sich damit nach Ansicht des Disziplinar- beamten wegen unterlassener Amtshilfe schuldig gemacht.



Adam übernimmt die Rolle des Teampartners an Leos Seite. Ihr erster gemeinsamer Fall führt die beiden mitten in das Geflecht einer völlig verfeindeten Industriellenfamilie, in der jeder jeden hasst.

Ermordet wurde der jüngere zweier Brüder, der das Familienunternehmen übernehmen sollte. Schnell wird klar, dass die Hintergründe, die zum Mord führten, weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Bereits der Vater der beiden Brüder ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen.
Während des Zweiten Weltkrieges beschäftigte die Firma – wie so viele damals – Zwangsarbeiter.*

Liegen hier die Ursachen für die aktuellen Ereignisse?

Schnell kämpfen die Kommissare an zwei Fronten: Zum einen der ihrer eigenen Vergangenheit und zum anderen jener der einflussreichen Saarbrücker Familie. Beide haben konträre Ansichten darüber, wie man sich dem Fall nähern sollte.

Liegt die Schuld bei dem herrischen Familienpatriarchen, der die Ansichten über das Recht des Stärkeren immer noch offen postuliert? Ist es der Neid zwischen den Brüdern, der den Konflikt befeuert hat? Kann der Mord mit den Spielschulden des Opfers zu tun haben oder steht hier eine Rache aus der Vergangenheit an?

So sehr die unterschiedlichen Temperamente und Ansichten der beiden Kommissare auch aufeinanderprallen, so sehr wird ihnen im Laufe dieses Falls auch klar, dass sie sich schmerzlich vermisst haben.

*Anmerkung TH: Das entspricht auch an der Saar den Tatsachen und ist z. .B. belegt für die Röchling-Stahlwerke, die ein wichtiges Unternehmen der NS-Rüstungsindustrie waren.

Trailer

Ein Film zum Hochladen in unsere Mediathek wurde uns freundlicherweise zugesendet, aber aufgrund der Dateigröße solcher Videos, wenn sie in hochauflösender Qualität geliefert werden, haben wir nur eingebettet.

Die Kommissare und Kommissarinnen

Vladimir Burlakov ist Hauptkommissar Leo Hölzer. Vladimir Burlakov, 1987 in Moskau geboren, siedelte im Alter von neun Jahren mit seiner Mutter, seiner Zwillingsschwester und der jüdischen Großmutter nach Deutschland über. Früh in seiner Kindheit hegte Vladimir Burlakov bereits den Wunsch, Schauspieler zu werden. Er verfolgte konsequent dieses Ziel und ließ sich 2006 bis 2010 an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München ausbilden. 2010 gab er sein Film-Debüt für das deutsche Fernsehen: Er spielte eine Hauptrolle in dem von der Kritik hochgelobten Krimi-Mehrteiler „Im Angesicht des Verbrechens“ von Dominik Graf.

Gemeinsam mit dem Ensemble gewann Burlakov hierfür den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Besondere Leistung Fiktion“. 2011 übernahm er in „Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis“ neben Veronica Ferres und Herbert Knaup die Hauptrolle des Marco Weiss und erhielt für seine schauspielerische Leistung den Bayerischen Fernsehpreis. Es folgten seitdem zahlreiche weitere TV-, Kino- und Theaterproduktionen. Vladimir Burlakov lebt in Berlin.

Daniel Sträßer ist Hauptkommissar Adam Schürk. Daniel Sträßer wurde 1987 in Völklingen im Saarland geboren und besuchte die freie Waldor schule Saarbrücken. Ab 2008 absolvierte er die Schauspielausbildung an der Universität Mozarteum in Salzburg. 2011 debütierte er in der Rolle des Romeo am Wiener Burgtheater, dessen Ensembleer bis 2015 angehörte.
Zweimal wurde er für seine Leistungen als bester Schauspieler für den „Nestroy-Preis“ nominiert. Ebenfalls in Österreich bekam er seine erste Kinohauptrolle in dem Film „Der letzte Tanz“, der 2014 mit dem „Großen Preis der Diagonale“ ausgezeichnet wurde. Seither lebt Sträßer in Berlin und arbeitet weiterhin am Theater (unter anderem Schauspielhaus Zürich) sowie in zahlreichen Kino- („Schönefeld Boulevard“, „Jeder stirbt für sich allein“, „La Palma“) und Fernsehproduktionen („Die Pfeiler der Macht“, „Polizeiruf“, „Charité“).

Brigitte Urhausen ist Hauptkommissarin Esther Baumann.
Sie wurde in Luxemburg geboren und hat an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart Schauspiel studiert. Nach ersten Verpflichtungen an Theatern in ihrem Heimatland, dem Staatstheater in Stuttgart sowie dem Theater Magdeburg trat sie 2004 ein mehrjähriges Festengagement am Pfalztheater in Kaiserslautern an. Seit 2009 gastierte sie an verschiedenen
Luxemburger Bühnen, außerdem am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Staatstheater Mainz sowie bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Vor der Kamera spielte Brigitte Urhausen in jüngster Zeit bereits im SR-„Tatort“ „Mord Ex Machina“ (Regie: Christian Theede) sowie in der ZDF-Arte Serie „Bad Banks“ (Regie: Christian Schwochow) und in den internationalen Kinofilmen „Dreamland“ (Regie: Bruce McDonald) und „Marionette“ (Regie: Elbert van Strien). Außerdem hat sie in zahl- reichen luxemburgischen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, unter anderem dem Kinofilm „Doudege Wènkel“ und der Serie „De Bësch“ (beides Regie: Christophe Wagner). Seit 2013 spricht sie die Rolle der Kommissarin Amalie Gentner in den vom Saarländischen Rundfunk produzierten „ARD Radio Tatorten“. Brigitte Urhausen lebt in Karlsruhe.



Ines Marie Westernströer ist Hauptkommissarin Pia Heinrich. Sie wurde in Bochum geboren und absolvierte von 2007 bis 2011 ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Im Anschluss wurde sie von 2011 bis 2016 festes Ensemblemitglied am Staatsschauspiel Dresden, wo sie unter anderem dieTitelrolle in dem Stück „Miss Sara Sampson“, die „Hilde Wangel“ in „Baumeister Solness“ sowie die „Mignon“ in „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ spielte. 2016 wechselte sie vom Staatsschauspiel Dresden an das Schauspiel Köln, wo sie erneut festes Ensemblemitglied ist.

Hier arbeitet sie mit Regisseur- innen und Regisseuren wie Frank Castorf, Stefan Bachmann, Therese Willstedt, Nuran David Calis und Rafael Sanchez. Für ihre Leistung in dem Stück „Istanbul“ (Regie: Nuran David Calis) wurde sie 2017 von der Zeitschrift Theaterheute als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert. Außerdem ist sie regelmäßig für Film, Fernsehen und Hörfunk tätig. In dem Kinofilm „Die Hannas“ spielte sie die Hauptrolle „Nico“. Für ihre Leistung wurde sie beim Filmfest München 2016 als beste Hauptdarstellerin nominiert. Im Sommer 2017 wurde der Film beim Achtung Berlin Filmfestival als bester Spielfilm ausgezeichnet. In jüngster Zeit stand sie für den Kölner „Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade“ (Regie: Felix Herzogenrath) und für den Kinofilm „Tagundnachtgleiche“ (Regie: Lena Knauss) vor der Kamera.

Anna Böttcher ist Rechtsmedizinerin Dr. Henny Wenzel. Sie wurde in Berlin geboren und absolvierte ihre Ausbildung zur Schauspielerin an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. Sie wirkte in unzähligen TV- und Kinospielfilmen mit, darunter der „Tatort: Der Hammer“ (Regie: Lars Kraume), die Serien „Sperling“ und „Weinberg“ (Regie: Till Franzen) sowie die Spielfilme „Goethe!“ (Regie: Philipp Stölzl), „Kaddisch – Für einen Freund“ (Regie: Leo Khasin) und gerade erst „Cortex“ (Regie: Moritz Bleibtreu). 2000 erhielt sie den Deutschen Fernsehpreis für die beste Nebenrolle in Jan Joseph Liefers Regiedebüt „Jacks Baby“.

Neben ihren Filmrollen zieht es sie auch immer wieder zum Theater hin. So spielte sie am Renaissance Theater Berlin, dem Hans Otto Theater in Potsdam und im Theater an der Parkaue, dem größten Staatstheater für junges Publikum in Deutschland. Dass ihr das junge Publikum am Herzen liegt, zeigt auch ihr Mitwirken in den Kinderfilmen „Sams im Glück“, „Rico, Oscar und der Diebstahlstein“ und „Die Pfefferkörner und der Fluch des Schwarzen Königs“. Anna Böttcher lebt mit ihrer Familie in Berlin.

In einem Punkt wird sich die morgige Vorschau von der üblichen Gestaltung unterscheiden: Wir werden in sie Interviews mit Vladimir Burlakow und Daniel Sträßer integieren, die uns ebenfalls von der betreuenden Agentur PR Heike Ackermann zur Verfügung gestellt wurden. Es bleibt also spannend – bleiben Sie dran!

TH

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