Eine Dame verschwindet (The Lady Vanishes, GB 1938) | 3 Empfehlungen | #Filmfest 285 #Top250

Fimfest 285 A "Concept IMDb Top 250 of All Time" (31)

Wir müssen uns mal wieder etwas behelfen. Dass ich diesen Film kenne, steht außer Frage, aber es lässt sich keine Rezension dazu finden, was ich wiederum merkwürdig finde. Ich kann aber nicht warten, bis ich per Zufall doch noch über etwas Verfasstes stolpere. Mehr als mit „Everything“ blitzartig alle Datenträger nach Titeln ausforschen und dabei auch alle möglichen Fehlschreibungen berücksichtigen, kann ich nicht tun.

Aber ich muss gestehen, ich freue mich auch darauf, mir diesen typischen Hitchcock-Agententhriller der 1930er Jahre, für meine Begriffe der Höhepunkt seines Schaffens in jenem Jahrzehnt, noch einmal anzuschauen. Ich mag außerdem Filme, die in Zügen spielen und manchmal hat man das Glück, dass genau dies bei einem Hitchcock der Fall ist. Die Zugsequenz ist, wenn ich es richtig im Kopf habe, deutlich länger als die beiden Schienenverkehrspassagen in „Der Fremde im Zug“ und in „Der unsichtbare Dritte“ und vielen anderen Filmen von ihm, in denen Zugreisen eine Rolle spielen – und somit das ultimative Hitchcock-on-a-Train-Movie, das auch Werke wie „Mord im Orient-Express“ inspiriert hat.

Wie waren die Meinungen, als der Film herauskam und etwas später (Lexikon des Internationalen FIlms, alle zitiert nach der Wikipedia)?

Publikum und Kritik nahmen den Film gleichermaßen enthusiastisch auf. Hitchcock wurde als „Englands größter Regisseur“ bezeichnet und erhielt den New Yorker Kritikerpreis 1938 in den Kategorien „Bester Film“ und „Bester Regisseur“. Orson Welles soll sich den Streifen elfmal, James Thurber sogar doppelt so oft angeschaut haben.[2]

„Es ist charakteristisch für Hitchcock, daß er das Publikum schon frühzeitig in seine Geheimnisse einweiht und dann eine aufregende Sequenz auf die andere türmt, während seine Figuren sich langsam auf die bedrohlichste Art der Wahrheit nähern.“ – Newsweek

„Selbst bei einem so synthetischen Medium wie dem Film ist es möglich, die Handschrift eines Meisters zu erkennen. The Lady Vanishes ist im gleichen Maße die Hervorbringung einer persönlichen Imagination und Kunst wie ein Bild von Cézanne oder eine Partitur von Strawinsky.“ – Howard Barnes in der New York Herald Tribune

„Spannende Spionagekomödie, die den frühen Hitchcock der englischen Periode schon als Meister der Überraschung zeigt.“ Lexikon des Internationalen Films

In der Internet Movie Database bringt der Film es immer noch auf 7,8/10, was aber eine leichte Abwertung gegenüber der Zeit von 2005 bis 2010 darstellt, in welcher er in den Top 250 enthalten war. Krass finde ich die Durchschnittsbewertung von 5,8 bei „Moviepilot“, von wo ich mittlerweile viele Filmnews und persönliche Empfehlungen beziehe. Dort wird generell vergleichsweise niedrig bewertet, aber diese Punktzahl wird dem Film eindeutig nicht gerecht. Ich werde dem sicher etwas entgegensetzen, wenn ich eine Rezension dazu verfasst habe.

Regie Alfred Hitchcock
Drehbuch Sidney Gilliat,
Frank Launder
Produktion Edward Black
für Gainsborough Pictures
Musik Charles Williams
Kamera Jack E. Cox
Schnitt R.E. Dearing
Besetzung

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