Der Herr des Waldes – Tatort 1162 #Crimetime Vorschau #Tatort #Saarbrücken #Hölzer #Schürk #Baumann #Heinrich #SR #Wald #Herr

Crimetime Vorschau 05.04.2021, 20:15 Uhr DAS ERSTE – Titelfoto © SR, Manuela Meyer

Hoffentlich sieht man den Wald vor lauter Bäumen

Der neue Tatort, der 2021 am Ostermontag (5.4.2021 um 20.15 Uhr im Ersten) gezeigt wird, stammt aus Saarbrücken. Das noch frisch zusammengestellte Quartett um die Hauptkommissare Schürk (Daniel Sträßer), Hölzer (Vladimir Burlakov), Baumann (Brigitte Urhausen) und Heinrich (Ines Marie Westernströer) übernimmt in seinem zweiten Fall „Der Herr des Waldes“ die Aufgabe, am Feiertag dem Tatort-Publikum spannende Unterhaltung zu bieten. schreibt die Redaktion von Tatort-Fans einleitend und zeigt sich insgesamt verhalten (2 bzw. 3 von fünf Sternen).

Nun ist das Saarland bekanntlich eine sehr waldreiche Gegend und es wäre schade, wenn sich im Wald nur Banales täte, denn mit ihrem ersten Film „Das fleißige Lieschen“ hat das neue Saar-Team etwas geschafft, was dem kleinen Bundesland im Südwesten wohl nie zuvor gegönnt war: Es sprang auf Platz eins der Beliebtheitsliste des Tatort-Fundus. Was einfach daran lag, dass der o. g. erste Film recht gut ankam und es der erste war. Alle „Altgedienten“ haben auch schon einige von der Tatort-Fundus-Community als schwach bewertete Filme in ihrer Sammlung. Ich bin schon gespannt, ob die Dreiwort-Titel inklusive Artikel nun ein Saarland-Markenzeichen werden, als nächster müsste etwas kommen, was mit „die“ anfängt. Aber es sind ja erst zwei Filme, also warten wir diese Entwicklung ganz entspannt ab.

Erste Meldungen über zu viele Bäume im Wald sind eingetroffen:

„Mal wieder zu viel Stoff für knapp neunzig Minuten, nicht nur der Herr des Waldes steht im Wald. Dafür ist die Kameraarbeit von Tobias Schmidt beeindruckend, tolle Bilder aus der gewaltreichen Vergangenheit und der waldreichen Gegenwart.“ – Holger GertzSüddeutsche Zeitung[3]

„Knapp 40 Prozent des Saarlands besteht aus Wald. Genug, um sich zwischen Buchen, Eichen und Fichten jahrelang zu verstecken oder unbeobachtet einen Mord zu begehen. Da kann das Opfer schreien, wie es will“, bestätigt der SWR3-Tatortcheck unsere Einlassung in Person von Brigitte Egelhaaf zum Saarland und zieht dieses Fazit: „Adam Schürk & Leo Hölzer: Ein Saarbrücken-Team mit Potenzial. Ich finde die Idee mit dem Waldmenschen, der immer wieder auftaucht, genauso abwegig wie gut. Den „Komavater“ fast genau so abscheulich, wie das Verbrechen an Jessica. Und ja, ich finde die Charaktere der beiden Kommissare spannend. Weil sie glaubhaft und nicht so krass überzogen sind. Die Kommissare aus Saarbrücken, Adam Schürk (Daniel Sträßer) und Leo Hölzer (Vladimir Burlakov), sind auf dem besten Weg zumindest eines meiner Lieblingsteams zu werden. Nach langem Suchen und vielen Experimenten in der Tatort-Historie, hat dieses Saarlandteam für mich wirklich mal Potenzial.“ Na bitte, alles wird gut, man mus nur lange genug testen und nicht immer glauben, Notfallzulassungen seien erforderlich. Dass es noch zu meinen Lebzeiten im Saarland ein Team mit Potenzial gibt, muss mich einfach freuen, die Redakteurin von SWR freut’s auch und sie vergibt 4 von 5 Elchen.

Bei Tittelbach-TV kommt Tilmann P. Gangloff ebenfalls auf 4 Sterne. Allerdings kann es bis zu 6 gehen und für einen Tatort sind 4 eher mittelmäßig. Die Zusammenfassung: „Der zweite Film mit dem jungen „Tatort“-Team aus Saarbrücken, „Der Herr des Waldes“ (SR / Degeto / ProSaar), erzählt eine spannende Geschichte. Die besondere Qualität des Drehbuchs liegt in einer cleveren doppelten Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit. Auf diese Weise lässt sich auch die gemeinsame Jugend der Ermittler perfekt mit der Jagd auf einen mutmaßlichen Serienmörder kombinieren. Schade nur, dass Daniel Sträßer seinen Kommissar erneut übertrieben maskulin verkörpert; das erweckt den mitunter irritierenden Anschein, als habe sich der junge Lars Eidinger in ein zweitklassiges B-Movie verirrt.“

Christian Buß titelt im Spiegel: Der Horror geht weiter – auch nach dem Abspann. Mord mit Pfeil und Bogen, Krimi-Kunst auf höchstem Niveau: Der Saar-»Tatort« über ein Gewaltverbrechen im Wald zeigt, wie ein Thriller-Plot souverän über mehrere Folgen gesponnen wird.“ Buß ist geradezu begeister davon, wie man nach dem ein Jahr zurückliegenden Starter des neuen Saar-Teams problemlos wieder in die horizontale Handlung einsteigen kann, die sich aus der dunklen gemeinsamen Vergangenheit von Schürk und Hölzer speist. 9 von 10 Punkten sind ein Wort, daran werden wir beim Anschauen den Film nun messen. Vor allem, wenn ich nach dem Anschauen kaum vom Sofa hochkomme, weil ich immer noch am Zittern bin, wird sich das sicher auf die Bewertung niederschlagen.

TV-Spielfilm hebt den Daumen und bei Kino.de gibt es derzeit drei Bewertungen mit 5/5, während die Redaktion meint, man laufe Gefahr, ein wenig zu überpacen, die Konstruktion der Handlung sei sehr kühn, aber der Wald! Der sommerliche Wald sei ein starker Verbündeter. Der Ostermontagabend kann kommen. Und er wird kommen mit dieser …

Handlung

Die Schülerin Jessi (18) hat ein Date. Aber nicht in der Disco, sie macht sich auf in den nahe gelegenen Wald am Stadtrand. Kurze Zeit später ist sie tot.

Zunächst trifft sie ein Carbonpfeil in den Oberschenkel, dann ein Messerstich mitten ins Herz. Als ein Jogger die Leiche am nächsten Tag findet, weist sie unter anderem Bissspuren auf und hat einen Zweig im Mund.

Das saarländische Ermittlerteam um die Hauptkommissare Leo Hölzer und Adam Schürk steht vor einem Rätsel, denn der Zweig im Mund weist auf einen alten Jägerbrauch hin. Handelt es sich um ein Ritualverbrechen?

Zunächst ermitteln die Kommissare im schulischen Umfeld des Opfers, befragen Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitschülerinnen und Mitschüler. Denn aus Jessis Tagebuch geht hervor: Sie hatte eine heimliche Liebe. Auf der anderen Seite: Auch verschmähte Liebhaber gab es reichlich. Und plötzlich erscheint dann auch noch Adams Vater auf der Bildfläche: Roland Schürk, der gegen Ende der ersten Folge („Das fleißige Lieschen“) aus einem 15-jährigen Koma erwacht war, behauptet zu wissen, wer der Täter ist.

Unterdessen führt eine weitere Spur die Hauptkommissarinnen Esther Baumann und Pia Heinrich nach Frankreich. Gemeinsam kommt das Team einer Lösung näher.

TH

Regie Christian Theede
Drehbuch Hendrik Hölzemann
Musik Dominik Giesriegl, Florian Riedl
Kamera Tobias Schmidt
Besetzung

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