Die fünf Vogelfreien (Firecreek, USA 1968) #Filmfest 512

Filmfest 512 Cinema

Die fünf Vogelfreien (Originaltitel: Firecreek) ist ein US-amerikanischer Western von Vincent McEveety aus dem Jahr 1968.

Die beiden Hollywood- und Westernstars James Stewart und Henry Fonda, die privat eng befreundet waren, standen in diesem Film nach dem Westernepos Das war der Wilde Westen (1961) zum zweiten Mal gemeinsam vor der Kamera.[1]

Die Handlung erinnert an den Westernklassiker 12 Uhr mittags: Dort spielt Gary Cooper einen Sheriff, der gegen eine Bande von Verbrechern antreten muss, ohne dass ihm die Bewohner seiner Stadt dabei helfen.

„Gemächlich beginnender, dann an Aktion zunehmender Western mit dem Versuch einer psychologischen Vertiefung“, befand das Lexikon des internationalen Films.[2]Joe Hembus meinte in seinem Western-Lexikon, man sehe dem Film an, dass der Regisseur McEveety vom Fernsehen komme; seine Arbeit sei „brav“. Henry Fonda übe „die Schurkenrolle ein, die ihm ein Jahr später in Spiel mir das Lied vom Tod viel besser“ gelinge.[3] Phil Hardy nannte den Film in The Encyclopedia of Western Movies „bestenfalls Routine“, die „melodramatische Regie“ konterkariere die interessanten Ideen des Drehbuchs.[4]

Da ich an diesen Film, den ich vermutlich seit 1988 nie wieder gesehen habe, keine Erinnerung mehr habe, müssen wir es bei den obigen fremdtextlichen Angaben belassen. Die Karriere von Jimmy Stewart klang zu dem  Zeitpunkt langsam aus, zumindest die große Leinwand betreffend, während Henry Fonda im Italowestern durchaus noch einige bemerkenswerte Rollen spielte – und natürlich „On Golden Pond“ (1981), der aber kein Western ist. Der „Spätwestern“ hatte, anders als der Italowestern, der zu der Zeit erst vier Jahre alt war, das Problem, dass er nichts Neues mehr zu sagen hatte. So schien es zumindest, bis „The Wild Bunch“ von Sam Peckinpah und „Butch Cassidy and the Sundance Kid“ (1969, 1968) herauskamen. Es gab auch kaum neue spezielle Genrestars, sodass sich ältere Recken, sogar John Wayne, noch einmal in den Sattel schwingen oder hineingehoben werden mussten, so genau weiß man das nicht immer. Trotzdem gibt es auch aus jenen Jahren bemerkenswerte Übergangsfilme, die wir noch besprechen werden und in denen nicht auf das Genre spezialisierte Schauspieler der ersten Riege wie Marlon Brando oder Paul Newman versuchten, dem Western weitere Türen zu öffnen. Am Schluss war es trotzdem der Italowestern, der für eine Wiederbelebung sorgte und im Neowestern ab den 1990ern finden sich Elemten der klassischen amerikanischen Spielweise ebenso wie die Einflüsse, die aus Europa hinzutraten.

TH

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kursive Textteile: Wikipedia oder zitiert nach der Wikipedia

Regie Vincent McEveety
Drehbuch Calvin Clemens
Produktion Philip Leacock,
John Mantley
Musik Alfred Newman
Kamera William H. Clothier
Schnitt William H. Ziegler
Besetzung

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