Die tödlichsten Naturkatastrophen 2020 + Juli 2021 | #Frontpage Natur, Umwelt, Klima | Statista Infografik #Flutkatastrophe #Deutschlandhilft #Spenden

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179 Todesopfer hat die Flutkatastrophe nach bisherigem Stand gefordert, die sich im Juli 2021 in Deutschland zugetragen hat. Auch benachbarte Länder waren betroffen, wie denken auch an die Menschen in Belgien, den Niederlanden, die ihr Hab und Gut oder gar ihr Leben verloren und an ihre Angehörigen.

Die nachfolgende Infografik bezieht sich auf das Jahr 2020, denn eine komplette Übersicht des laufenden Jahres kann es noch nicht geben. Nach der Grafik hätten sich die Opferzahlen in Deutschland, die wir aus diesem Sommer kennen, an die genannten Katastrophen angeschlossen, die alle noch etwas mehr Menschenleben gefordert haben. Die Grafik wurde am 25. Januar 2021 erstellt, nicht anlässlich der Flutkatastrophe in diesem Sommer.

Hier zur Grafik und zum folgenden Begleittext

Bei Überschwemmungen und Sturzfluten in Pakistan sind 2020 rund 400 Menschen gestorben. Diese verheerenden Ereignisse sind laut Jahresbilanz der Naturkatastrophen 2020 der Munich Re die tödlichsten des vergangenen Jahres. Auch die afrikanischen Staaten Ruanda, Uganda und Kenia sowie das asiatische Bangladesch und Afghanistan waren von hydrologischen Katastrophen betroffen – auch hier gab es 190 bis 281 Todesfälle.

Das Jahr 2020 war auch ein Rekordjahr für nordatlantische Stürme mit etwa 30 Stürmen und 13 Hurrikans, von denen zwölf auf die US-Küste trafen. Hurrikan Eta forderte während seiner Reise durch die Karibik rund 183 Menschenleben. Der Gesamtschaden der nordamerikanischen Hurrikan-Saison wird auf etwa 43 Milliarden US-Dollar taxiert – also und ein Fünftel der weltweit verursachten Schadenssumme von 210 Milliarden US-Dollar.

Ich kann mich lediglich daran erinnern, dass die Flut in Bangladesh in den Nachrichten eine mittelgroße Meldung war, falls ich sie nicht mit Fluten vorausgehender Jahre verwechsle. Vermutlich deshalb, weil die Jouranlist:innen Angst hatten, der Nachschub an billigen Klamotten könnte in Stocken geraten, die bekanntlich zu Millionen dort hergestellt werden. Aber die Empathie nimmt, wenn nicht geschickt aufgemachte persönliche Storys die Aufmerksamkeitsökonomie besonders gut bespielen, wie das vor einigen Jahren bei einem Bergwerksunglück in – Chile? – der Fall war, mit der Entfernung ab. Das fängt bereits damit an, dass wir anders reagieren, wenn Verwandte, Freunde, Bekannte von einem Unglück betroffen sind, als wenn wir jemanden nicht persönlich kennen. Manche schaffen es auch, sich bei „Promi-Schicksalen“ mehr zu engagieren, als das üblicherweise bei ihnen der Fall ist.

Ohne die Ziehung von Schutzmauern um uns herum, die vieles mehr oder weniger abprallen lassen, was uns oder unser Umfeld nicht zu betreffen scheint, könnten wir wohl nicht innerlich überleben. Bedauernswert ist es trotzdem, weil unser Gefühl die in vieler Hinsicht desaströse globale Wirklichkeit viel zu schwach ausgeprägt ist. Was uns einerseits davor rettet, in ständige Melancholie und Trauer zu verfallen oder nur noch wütend, verstellt uns andererseits den Blick für die Probleme, die wir weltweit mitverursachen. Seit der Mensch fähig wurde, Nachrichten über weite Strecken zu transportieren, dies mittlerweile in Echtzeit, gibt es diesen unauflösbaren Widerspruch. Bei weniger empathisch als ideologisch ausgeformten Menschen tritt hinzu, dass Opfer immer nur dann wichtig und erwähnenswert sind, wenn sie ins eigene Konzept passen und wenn überlebende Angehörige besonders viel Pech haben, werden sie nach dem Tod ihrer geliebten Menschen ebenfalls zu Opfern, nämlich zu Opfern des Missbrauchs durch krude Whataboutismen.

Die oben genannten Schäden, sofern sie nicht mit Todesopfern, schweren, irreversiblen Verletzungen und in zweiter Linie mit dem unwiederbringlichen Verlust immaterieller Werte verbunden sind, sehe ich eher pragmatisch: Was zerstört ist, wird wieder aufgebaut, wird ersetzt, und davon profitieren die Volkswirtschaften, die Katastrophe steigert das BIP, wenn man so will. Blöd für die Versicherungen und die Rückversicherungen, aber wir zahlen es über unsere Prämien sowieso alle mit und insofern besteht eine gewisse Solidarität, auch wenn sie indirekt ist und in der Regel zu abstrakt, als dass von uns als solche empfunden wird. Das Gleiche gilt für staatliche Hilfen, die aus Steuergeldern fließen: Wir beteiligen uns ein wenig. Wenn wir persönlich mehr tun wollen, spenden geht auch, zum Beispiel hier:

Deutschland hilft.

Auf der Seite können Sie auch sehen, wir sind hierzulande nicht alleine in Not, ganz und gar nicht. Auch die Grafik weist darauf hin. Wenn Sie also Ihre Solidarität territorial ausdehnen möchten, weil wir alle in einer einzigen Welt leben, dann finden Sie bei „Deutschland hilft“ und bei vielen, vielen anderen großartigen Organisationen weitere Projekte, die Sie unterstützten können.

TH

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