Es steht in den Sternen oder nicht | #Newsroom #Sternzeichen #Esoterik #Horoskop #Eigenschaften

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Liebe Leser:innen, nachdem wir Sie an diesem tristen, regnerischen Herbsttag mit wichtigen und schwerwiegenden Themen genervt haben, vielleicht ein kleiner Abstecher ins Esoterische? Offenbar hatte Statista heute auch die Idee, dass es mal etwas „Relief“ braucht und eine in hübschen Farben gehaltene Statistik dazu erstellt, wie es die Menschen hierzulande mit dem Einfluss der Sterne auf unseren Charakter halten:

Nicht  zu vergessen die Widder, die immer mit dem Kopf durch die Wand müssen. Es kommt selten vor, dass wir hier Grafiken zeigen, die keinen politischen oder wirtschaftlichen Hintergrund haben, aber heute muss es mal. Der Link zum Statista-Original setzen wir hier.

Unsere Haltung dazu ist: Interessant, aber letztlich  nicht entscheidend, wenn es um die Beurteilung einer Person geht. Witzigerweise aber dann doch, wenn Menschen gewisse Eigenschaften zeigen, die man bestimmten Sternzeichen zurechnet. Was wir nicht tun würden: Wenn es zu neuen Begegnungen kommt, die Vertiefung vom Sternzeichen abhängig machen. Und noch etwas vermeiden wir nicht nur, sondern  halten es auch für gefährlich: Horoskope, egal, ob sie auf Sternzeichendeutung beruhen oder nicht. Kennen Sie das, wenn Sie online Nachrichten z. B. auf Google durchscrollen und jede vierte oder fünfte befasst sich mit Sternzeichen und jede zweite davon ist wiederum als Horoskop aufgebaut?

Bei den Charaktereigenschaften mögen diese Beschreibungen bis zu einem gewissen Grad konsistent sein, weil man sich im Laufe der Zeit auf bestimmte Zuschreibungen geeinigt hat, was nicht heißt, dass sie zutreffen. Wir haben zum Beispiel im Bekanntenkreis viele Menschen mit dem Sternzeichen Jungfrau und auf manche von ihnen trifft das Penible und die Tendenz zum Selbstgerechten, das man den unter diesem Sternzeichen Geborenen nachsagt, absolut zu, aber man darf Sternzeichen nicht nur als Erklärung heranziehen, wenn man sich gerade ärgert, sondern muss, wenn  man schon darauf zurückgreift, auch die positiven Seiten eines Menschen aus dieser Perspektive sehen. Außerdem sind in der erwähnten Teilmenge auch ein, zwei krasse Gegenbeispiele angesiedelt, vor allem den (nicht vorhandenen) Ordnungssinn betreffend.

Bei den Horoskopen käme es schnell zu Widersprüchen zwischen einzelnen Anbietern solcher Nachrichten, wenn man sie konsequent auswerten würde, dessen sind wir sicher. Vielleicht, vor allem mittel- und längerfristig, zwischen Meldungen von derselben Stelle. Die Gefahr, wenn man positive Vorhersagen ernst nimmt, liegt zum Beispiel darin, dass sie nicht eintreten und man ist enttäuscht, fragt sich vielleicht sogar, ob man Schuldanteile am Nichteintreten des Hypes zum Jahresende etc. hat, den man laut Sternzeichen-Horoskop hätte erleben müssen, anstatt einfach sein Ding zu machen und die Erwartungen realistisch zu halten. Dass Frauen mehr Wert auf Sternzeichen und überhaupt auf Esoterisches legen, ist nach unserer Ansicht kein Klischee, sondern trifft zu. Dies bedeutet aber nicht, dass sie irrationaler ticken als Männer. Beide Geschlechter ziehen immer wieder mal den Stecker, mit dem der Verstand an die Welt angeschlossen ist, und das hat bei der Art, wie Männer es tun, oft schwerwiegendere negative Folgen.

Und damit zum Begleittext von Statista:

Auch wenn bestimmten Sternzeichen spezifische Eigenschaften nachgesagt werden, ist eine entsprechende Zuordnung auf wissenschaftlicher Ebene nicht erwiesen. Dennoch glauben vor allem Frauen in Deutschland zumindest in gewissem Maß daran, dass die Persönlichkeit von Menschen davon abhängt, ob sie Waagen, Stiere und Co. geboren sind.

Wie unsere Umfrage in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt, sieht ein Viertel der weiblichen Befragten einen großen Zusammenhang zwischen dem jeweiligen Sternzeichen und der Persönlichkeit eines Menschen. Zusammen mit den 41 Prozent, die zumindest eine gewisse Verbindung sehen, glauben etwa zwei Drittel aller Frauen an einen Zusammenhang zwischen Charaktereigenschaften und Sternzeichen. Bei den Männern sehen 55 Prozent keinerlei Anknüpfungspunkte, 40 Prozent mindestens eine kleine Verbindung.

2020 war das Segment der Ratgeber, unter das auch Bücher zum Thema Spiritualität fallen, für 14,2 Prozent des gesamten Umsatzes mit Büchern in Deutschland verantwortlich und stand damit nach Belletristik und Kinder- und Jugendbüchern an dritter Stelle. Der Umsatz mit Spiritualitätsratgebern ist aber überschaubar: Vergangenes Jahr entfielen lediglich vier Prozent des gesamten Umsatzes mit Ratgebern auf diese Sparte.

Außerdem Teil der Umfrage: Wie sehr die Deutschen an Horoskopen interessiert sind und wie viel Vertrauen sie den dazugehörigen Vorhersagen schenken.

TH

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