„Rund zwei Prozent aller Pkw fahren elektrisch“ (Statista) | Frontpage | Wirtschaft Wandel | #EMobility Elektromobilität

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Liebe Leser:innen,

jetzt geht es hoppla, mit der Zunahme der Elektromobilität in Deutschland. Um nicht weniger als 0,9 Prozent hat sich der Bestand an E-Fahrzeugen im Jahr 2021 erhöht. Eingerechnet sind allerdings nicht nur eine Elektroautos, sondern auch Plug-in-Hybride. Im Vergleich zu bisherigen Regelung ist die Reform der E-Auto-Förderung sinnvoll, welche die Bundesregierung geplant hat, weil sie an der elektrisch zurücklegbaren Reichweite orientiert ist, diese soll sich immer weiter erhöhen, sodass irgendwann, falls überhaupt, nur noch reine E-Mobile förderbar sind.

Reine Stromer sind nur etwa die Hälfte der in der Grafik zu sehenden 2,1 Millionen, 300.000 kamen 2021 hinzu. Zu wenig, nach unserer Ansicht, ganz abgesehen von unseren prinzipiellen Bedenken, auf diese Weise den Stromverbrauch in Deutschland explodieren zu lassen und die ökologischen Herstellungs- und Betriebskosten gegenüber Benzinern so wenig abzusenken, dass ein E-Auto durchschnittlich erst nach 70.000 Kilometern Laufleistung – nein, nicht CO²-neutral ist, sondern ab dann besser wird als ein Wagen mit Verbrennungsmotor, denn seine Herstellung verschlingt mehr wertvolle Ressourcen und wenn man sieht, wie Elektroautos sich größen-, gewichts- und leistungsmäßig entwickeln, kann man sich nur an den Kopf fassen. BMW stellt gerade sein einziges „kleines“, von Beginn an als solches konzipiertes Elektroauto, den i3, ein. Das ist auch das Ende einer zu Beginn der 2010er neuen Philosophie, die, für diese Marke ganz untypisch, auf Sparsamkeit und ökologische Verträglichkeit ausgelegt war.

Die anderen Hersteller in Deutschland haben von Beginn an ihre Elektroautos eher vom Normalfahrzeug her definiert. Die Reduktion, die dringend erforderlich ist, muss in der Laufleistung selbst und der Verminderung der Anzahl von Autos vor allem in den Städten liegen und in nicht allzu ferner Zeit muss auch die Förderung von schweren Elektrofahrzeugen eingestellt werden, egal, wie hoch ihre Reichweite sein wird, und auch diese Autos gemäß ihrem gesamten Gepräge, das nun einmal nicht nachhaltig ist, steuerlich höher belasten.

Begleittext von Statista zur obigen Grafik:

Auf deutschen Straßen fahren neuesten Zahlen zufolge knapp über eine Million Elektroautos. Ihr Anteil am Gesamtbestand aller Pkw in Deutschland liegt damit bei 2,1 Prozent. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes. Der Bestand ist in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Hintergrund: Zuletzt hatte die Bundesregierung im Rahmen eines Konjunktur-Pakets die Förderprämie für Elektroautos erhöht: Der Bund schießt bei Fahrzeugen bis zu einem Nettolistenpreis von unter 40.000 Euro nun 6.000 Euro zum Kauf eines Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeugs dazu. Zusammen mit dem Zuschuss der Hersteller in Höhe von 3.000 Euro ergibt sich eine Kaufprämie von insgesamt 9.000 Euro. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Unternehmen mit kommunaler Beteiligung, Stiftungen, Körperschaften und Vereine. Die Förderung für elektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride wird derzeit allerdings reformiert. Deshalb soll es ab dem 1. Januar 2023 den Umweltbonus nur noch für Fahrzeuge geben, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben, der ausschließlich über einen elektrischen Fahranteil und eine elektrische Mindestreichweite definiert wird.

Wie diese Statista-Infografik zeigt, kann der Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektroautos in Deutschland mit dem schnell steigenden Bestand nicht ganz mithalten. So müssen sich in schlecht ausgestatteten Zulassungsbezirken mitunter über 1.000 Elektroautos eine Schnellladesäule teilen. Nach Definition der Bundesnetzagentur gilt ein Ladepunkt als Schnellladepunkt, wenn er eine Kapazität von mehr als 22 Kilowatt hat. Deutschlandweit gibt es Stand Ende November 2021 insgesamt 7.053 dieser Schnellladepunkte, denen rund eine Millionen Elektroautos gegenüberstehen (durchschnittlich 143,3 Elektroautos je Schnellladepunkt).

TH

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