ZDF-Montagskrimi „In falschen Händen“ mit Katharina Schlothauer, Pegah Ferydoni, Florian Stetter und Aurel Manthei | Crimetime Präsentation

Crimetime Präsentation: ZDF, 12.09.2022, 20:15 Uhr

Liebe Leser:innen,

vorgestern hatten wir die erste Neuproduktion im deutschen Fernsehen vorgestellt, die im zweiten Halbjahr Premiere haben wird („Liberame – nach dem Sturm„), heute geht es weiter mit hochwertiger Krimikost bzw. Krimikunst von den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. 

*** Pressetext ***

Es scheint die perfekte Lösung: Manu (Katharina Schlothauer) sucht einen Job, Nika (Pegah Ferydoni) und Tom (Florian Stetter) händeringend Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Doch je enger Manus Bindung zu den Kindern wird, desto angespannter wird das Verhältnis zwischen den Erwachsenen. Und bald fragen sich die Eltern, wer Manu wirklich ist.

Der Psychothriller „In falschen Händen“ läuft am Montag, dem 12. September 2022 um 20.15 Uhr im ZDF. Regisseur Mark Monheim inszenierte den hochspannenden Film nach dem Drehbuch von Holger Joos mit Katharina Schlothauer („Ferdinand von Schirach – Feinde“), Pegah Ferydoni („SOKO Hamburg“), Florian Stetter („Im Abgrund“), Aurel Manthei („Kranitz – Bei Trennung Geld zurück“) und dem sechsjährigen Sole Inan Aktas in den Hauptrollen. 

Inhalt: Bei Nika (Pegah Ferydoni) und ihrem Mann Tom (Florian Stetter) ist die Kinderbetreuung ein ständiges Diskussionsthema. Da trifft Nika auf dem Spielplatz zufällig die sympathische Manu (Katharina Schlothauer), die sich ihr spontan als Kindermädchen anbietet. Im Handumdrehen scheint sich für die junge Münchner Familie das überlastete Leben zu verbessern. Nika kann wieder in Vollzeit als Modedesignerin arbeiten, und sie versteht sich gut mit Manu. Tom wiederum ist nicht begeistert, denn mehr und mehr drängt sich die neue Babysitterin in das Familienleben. Als Tom Manu eines Tages nach Hause fährt, wird sie an der Haustür von einem Mann (Aurel Manthei) angegriffen. Tom eilt ihr zur Hilfe. Nika und Tom realisieren schlagartig, wie wenig sie über die Frau wissen, der sie täglich ihre Kinder anvertrauen. Sind ihr sechsjähriger Leon und die acht Monate alte Clara bei Manu wirklich in sicheren Händen? Droht Manu Gefahr aus der Vergangenheit oder wird sie selbst zur Gefahr?

„In falschen Händen“ ist eine ZDF-Auftragsproduktion der Claussen+Putz Filmproduktion GmbH (Produzenten: Uli Putz, Jakob Claussen; Producerinnen: Veronika Ackermann, Amelie Syberberg). Die Redaktion im ZDF verantwortet Esther Hechenberger. Die Kamera führte Rebecca Meining. Gedreht wurde im Herbst 2021 in München. 

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Hier finden Sie weitere Informationen zum Film, unter anderem Interviews mit Darsteller:innen und zu dem, was psychologisch beachtenswert ist.

Ist dies die mittlerweile gegen unendlich tendierenden Abenteuer von „Das Kindermädchen“ auf negativ gedreht? Das verraten wir hier natürlich nicht, aber das, was wir über den Film gelesen haben, klingt auf jeden Fall realistischer und tiefgängiger. Rainer Tittelbach schreibt zu „In falschen Händen“ zusammenfassend:

Eine junge Frau ist die Rettung für ein berufstätiges Ehepaar mit zwei kleinen Kindern. Doch diese vereinsamte Frau gibt den Zuschauer:innen bald Rätsel auf, während den Eltern erst spät bewusst wird, dass diese zwar kinderliebe, aber seelisch angeknackste Manu ihrem „Großen“ gar nicht so guttut. Und dann sieht sie auch noch so gut aus. Obwohl das ZDF-Drama „In falschen Händen“ (Claussen + Putz) senderlike mit dem Thriller-Genre kokettiert, lassen Autor Holger Joos, Regisseur Mark Monheim und Darstellerin Katharina Schlothauer keinen Zweifel daran, dass dieses Kindermädchen kein böser Mensch ist. So richtig tief rein in den psychischen Konflikt, das Trauma, geht der Film allerdings nicht; erfreulicherweise verzichten die Macher aber gleichermaßen auf billige Thriller-Effekte. Der Film erfindet weder die TV-Dramaturgie noch deren psychologischen Narrative neu, bleibt aber bis zum Ende spannend. Das liegt auch an dem großartigen Schauspielertrio und der starken Inszenierung, die einen 90 Minuten lang mitnehmen. Und ein bisschen Hitchcock gibt es schließlich auch noch.

Dafür gibt Tittelbach 4,5/6, das entspricht etwa einer durchschnittlichen Wertung für einen Tatort seitens „Tittelbach-TV“. Uns sind in der Regel Stimmigkeit der Handlung und Darstellungskunst wichtiger als maximaler, oft aufgesetzt wirkender Effekt. Den psychologischen Teil, bei dem es um Traumabewältigung geht, kann man sicherlich zur eigenständigen Vertiefung nutzen, wenn man an diesem Thema interessiert ist – oder wenn man als junges Elternpaar nach einem Kindermädchen sucht. 

TH

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