Filmfest 1271 Cinema – Werkschau Buster Keaton (8) – Die große Rezension
Out West ist eine US-amerikanische Stummfilmkomödie aus dem Jahr 1918, eine Satire auf zeitgenössische Western mit Roscoe „Fatty“ Arbuckle, Buster Keaton und Al St. John in den Hauptrollen. Es war der erste von Arbuckles „Comique“-Filmen, der an der Westküste gedreht wurde, nachdem die vorherigen fünf in und um New York City gedreht worden waren. Die Idee zu der Geschichte kam von Natalie Talmadge, die später Keatons erste Frau werden sollte.
Da sind die Komikergrößen also in den Westen gegangen, um einen Western zu drehen. Das ergibt einen gewissen Sinn. Außerdem haben wir das Jahr 1918 und es war ganz offensichtlich, dass Arbuckle und Keaton nach einem Jahr der Zusammenarbeit ein neues Kapitel aufschlagen wollten. Wie sich diese Absicht im ersten Film, der das neue Veröffentlichungsjahr trägt, ausgewirkt hat, erklären wir in der Rezension.
Handlung (1)
Arbuckle spielt einen Herumtreiber, der sich im Wassertank eines Zuges versteckt hat, aber aus dem Zug geworfen wird, nachdem er dabei erwischt wird, wie er Essen von den Passagieren stiehlt. Er wird von einer Gruppe Indianer gejagt, die ihn töten und essen wollen. Er rennt in eine Stadt namens Mad Dog Gulch, wo er versehentlich einen Raubüberfall von Wild Bill Hickup (St. John) und seiner Bande vereitelt, woraufhin der Sheriff der Stadt (Keaton) ihn zum neuen Barkeeper der örtlichen Bar „The Last Chance Saloon“ ernennt.
Später kehrt Hickup zurück, diesmal betrunken und mit Chaos in der Bar. Nachdem er sich einer jungen Dame „Salvation Sue“ (Lake) aufdrängt, versuchen der Barkeeper und der Sheriff erneut, Hickup rauszuwerfen. Als ihre Versuche, ihn k.o. zu schlagen, indem sie Flaschen über seinem Kopf zerbrechen und ihm sogar in den Rücken schießen, erfolglos bleiben, gelingt es ihnen, ihn zu überwältigen, indem sie ihn kitzeln, bis er flieht.
Gedemütigt versucht Hickup, sich zu rächen, indem er Sue entführt und mit ihr aus der Stadt reitet, während seine Bande den Barkeeper und den Sheriff in Schach hält. Der Barkeeper befreit sich schließlich und jagt Hickup zurück zu seiner Hütte, während der Sheriff Hickups Männer zurückhält. Nachdem sie Hickup erneut bezwungen haben, indem sie ihn gekitzelt haben, stoßen der Barkeeper und Sue seine Hütte von einem Hügel herunter, in der er sich noch befindet.
Rezension
Es hat sich zum Beispiel so ausgewirkt, dass sie schon wieder einen Gag erfunden haben, der eigentlich Charles Chaplin zugeschrieben wird – und eine große Rolle in „Goldrausch“ (1925) spielt: Die Hütte auf der Bergkante, die schlussendlich abgeht. Dieses Mal sogar mit Gepolter und Zerbersten, während sie, wie es sich für den Goldrausch-Film von Beginn an gehört, irgendwo im Nirgendwo zerschellen dürfte. Natürlich spielt Chaplin den Gag mehr aus, aber es ist ist schon der zweite aus „Goldrausch“, den ich bei Arbuckle oder Arbuckle und Keaton gesehen habe: Auch der Brötchentanz wird in einer prototypischen Version von Arbuckle erfunden („The Rough House“, 1917). Wenn das so weitergeht, werde ich zu Chaplins Originalität eine ganz andere Einstellung bekommen. Zumal zu berücksichtigen ist, dass ich bisher nur ganz wenige Slapstick-Komödien aus dem riesigen amerikanischen Filmreservoir der frühen Tage gesehen habe, die Chaplin für seine Sketche als Vorlagen gedient haben könnten. Einige davon sind vielleicht sogar verschollen.
Trotzdem bleibt es Chaplins Verdienst, mit dem Tramp eine Figur erfunden oder berühmt gemacht zu haben (auch als Tramp war er nicht der einzige Schauspieler), die weltweit so populär wurde, dass er in Ruhe und in längeren Filmen die Gags andere weiter ausfeilen und zu Ikonen der Stummfilmkomödie machen konnte. Für original erfunden halte ich immer noch vor allem viele seiner Ideen aus „Moderne Zeiten“ und „Der große Diktator“, weil die Filme konzeptionell und thematisch einzigartig sind. Vielleicht sehen wir noch die umgekehrte Variante, nämlich, dass Keaton und andere Dinge von Chaplin übernehmen, denn Letzterer begann 1914 mit dem Filmen, während Keaton erst 1917 startete.
Out West ist nicht nur wegen dieses aufwendigen Gags mit der Hütte, sondern summarisch der bisher mit Abstand beste der Arbuckle-Keaton-Kooperation. Er hat etwa die Länge der 1917er Filme der beiden, wäre aber fast 30 Minuten lang, wenn man sich bei der Restaurierung entschieden hätte, den Film von der heutigen Geschwindigkeit von 24-25 Bildern pro Minute auf die 17-18 umzustellen, die damals üblich waren. Hat man bei Lobster, die für die Restaurierung verantwortlich zeichnen, aber nicht gemacht. Der Grund ist relativ leicht zu sehen: Die hohe Geschwindigkeit macht das Ganze viel lustiger, weil die Action dadurch noch atemloser wirkt, und eine angehobene Bewegungsgeschwindigkeit ist immer per se lustig. Deshalb hat man auch die für die Restaurierung neu geschriebene Musik exakt in diesem Stil gehalten und den beschleunigten Bewegungsabläufen angeglichen. Ich musste wirklich lachen, und nicht wenig – bis zu einer Szene, bei der es mir wieder mal im Hals stecken blieb. Wieder mal? Ich kann es nicht ändern, aber diese Filme haben nun einmal oft rassistische Elemente. Ich habe noch die Menschen essenden Ureinwohner verdaut und dass sie massenhaft erschossen werden, auch die Weißen untereinander sind ja nicht zimperlich, wie die Todesklappe mitten im Saloon belegt. Klar, es ist eine Parodie. Verstanden.
Aber das Feingefühl, dass man einen wehrlosen, unbewaffneten und wieder mal als brechend einfältig dargestellten Afroamerikaner nicht zu Pistolenschüssen tanzen lässt, bis ihn eine weiße Retterin in Person der Heilsarmistin erlöst, das hatte man leider nicht. Gesteigert wurde mein Ärger dadurch, dass Arbuckle und Keaton sich bedenkenlos an diesem rassistischen Spektakel beteiligen, anstatt sich wenigstens rauszuhalten. Keaton müsste sich sogar dagegenstellen, denn er spielt ja den Sheriff. Man merkt, vor dem Gesetz sind wahrlich nicht alle gleich. Sicher, so wirkt die Standpaukte der tapferen Frau, die sich für den armen dunkelhäutigen Jungen einsetzt, konsequenter. Ich musste erst einmal recherchieren, wie man diese Art, jemanden „tanzen“ zu lassen, nennt, die man in einigen klassischen und auch parodistischen neueren Western zelebriert hat. Also los mit der Recherche:
Wie heißt der Fachbegriff oder der englische Begriff dafür, wenn eine Meute einen Mann zu Pistolenschüssen „tanzen“ lässt, wie sie in „Out West“ (1918) gezeigt wird?
Der Fachbegriff oder englische Begriff für die Praxis, jemanden durch Pistolenschüsse auf die Füße zum „Tanzen“ zu zwingen, wie es in „Out West“ (1918) gezeigt wird, lautet „bullet dancing“ oder „shooting at someone’s feet to make them dance“. Diese Darstellung ist ein bekanntes Klischee aus Western- und Gangsterfilmen, das oft mit Gewalt oder Einschüchterung assoziiert wird145.
In „Out West“ wird diese Szene als Teil der Handlung dargestellt, wobei sie eine dunklere und grausame Seite des Humors aufzeigt, die aus heutiger Sicht als problematisch gilt134./[1]
Sie sehen, ich hatte gar nicht nach einer Bewertung gefragt, die KI hat sie von sich aus geliefert. Ich finde darüber hinaus, dass eine Parodie allgemein nicht so tödlich sein sollte. Ich habe nach ein paar Minuten nicht mehr mitgezählt, wie viele Leichen es in diesem Film gibt.
Aber natürlich sind die USA weder ein Land der Gewalt, noch gibt es in ihnen strukturellen Rassismus gegenüber allen Nichtweißen. So sieht es die neue US-Regierung, die den Rassismus wieder hoffähig machen will.
Deswegen finde ich auch Rezension, die in etwa lauten „Was für ein Spaß, ich hab‘ mich scheckig gelacht“, die erst vor wenigen Jahren geschrieben wurden, unpassend, wenn man nicht zumindest die Schattenseiten des Films erwähnt. Ja, ich habe auch gelacht, und ich bin etwas sauer über mich selbst, dass das auch noch so war, nachdem schon einige der Natives tot waren und habe mich danach gefragt, warum ich erst beim „Kugeltanz“ die Reißleine in Sachen vergnügt sein gezogen habe.
Es wird auch daran gelegen haben, dass der Film hochwirksam ist, dass ich diese Dichte an Gags und ihre große Varianz so nicht erwartet hatte, weil ich froh war, endlich mal überhaupt über eine dieser frühen Komödien lachen zu können, und weil mir, wie allen heutigen Betrachtern, das Missing Link „A Country Hero“ gefehlt hat. Es handelt sich dabei um den direkten Vorgänger von „Out West“, der aber verschollen ist und wohl einen Qualitätssprung gegenüber den vorherigen Werken darstellen soll; mich mithin auf „Out West“ vorbereitet hätte.
Keine Frage, dass der Film eine andere Klasse hat als die 1917er Filme und dass Buster Keaton, hier wohl unterstützt durch Ideen seiner späteren Frau, bereits mehr künstlerischen Einfluss auf die Arbeit mit Arbuckle hatte als zu Beginn. Das ist ja auch eine logische Entwicklung, wenn man den weiteren Werdegang von Keaton sieht. Was der Film auch zeigt: Wie viele der heute noch bekannten Western-Standards es damals schon gegeben haben muss, wenn man sie in einem 20-Minüter bereits parodieren kann. Dadurch verändert sich sogar das Gepräge späterer Filme, die mit Humor versehen waren und ich würde sie heute ein wenig anders rezensieren. Indem ich darauf hinweise, dass hier notabene Klischees mit genüsslicher Ironie dargeboten werden, die es quasi seit Anbeginn des Genres gibt. „Rio Bravo“ (1959) mit John Wayne, Dean Martin und von Howard Hawks fällt mir immer sofort als Beispiel für einen solchen gleichermaßen spannenden, im Ganzen noch klassischen, aber bereits im Detail ironisierenden Western ein.
Tja, was mache ich nun mit einem Film, der an sich ein richtiger Schritt nach vorne ist, aber bei dem ich schon wieder über eine Form von Diskriminierung stolpere, die es in dieser massiven Form in europäischen Filmen nicht gab, bis die Nazis an die Macht kamen. Ein netter Trick wäre, die Punktzahl für den Film so hoch anzusetzen, dass er auch nach den Rassismus-Abzügen noch gut im Rennen liegt. Ich kann aber unmöglich 80/100 als Ausgangsbasis nehmen, so gut ist dieses wiewohl innovative Slapstick-Festival der westlichen Art nun auch nicht. Ich habe aber diese Angelegenheit noch einmal vertieft, weil ich wissen sollte, ob ich auf einem einsamen Pfad unterwegs und überempfindlich bin.
Wie wurde die Szene im Film „Out West“ von Kritikern aufgenommen?
Die Frage war ein Vorschlag der KI zur Vertiefung, den ich angenommen habe, und hier das Ergebnis:
Die Szene im Film „Out West“ (1918), in der ein schwarzer Schuhputzer durch Pistolenschüsse auf seine Füße zum Tanzen gezwungen wird, wurde von Kritikern sowohl damals als auch heute äußerst kontrovers aufgenommen. Hier ist eine Zusammenfassung der Reaktionen:
Zeitgenössische und moderne Kritik
- Rassistische Darstellung und Grausamkeit
Die Szene wird allgemein als zutiefst rassistisch und grausam angesehen. Kritiker betonen, dass sie die stereotype Darstellung eines schwarzen Mannes als unterwürfig und ängstlich verstärkt. Besonders problematisch ist, dass die „Helden“ des Films, Roscoe Arbuckle und Buster Keaton, aktiv an der Erniedrigung teilnehmen, was die Szene noch verstörender macht135. - Verstimmung des Tons
Die Szene wird oft als Bruch im Ton des Films beschrieben. Während der Film als Parodie auf Western-Klischees gedacht war, ruiniert diese Sequenz laut Kritikern die humorvolle Stimmung. Bei öffentlichen Vorführungen wurde berichtet, dass das Publikum nach dieser Szene nicht mehr lachte und die Atmosphäre merklich kippte14. - Satirischer Kontext
Einige Kritiker argumentieren, dass die Szene im Kontext einer satirischen Darstellung des Wilden Westens gesehen werden muss. Dennoch wird betont, dass sie selbst für eine Parodie unangemessen und geschmacklos ist. Der Einsatz eines schwarzen Schauspielers (Ernie Morrison Sr.) für eine solche erniedrigende Rolle zeigt die rassistischen Einstellungen der damaligen Zeit35. - Reaktionen auf die dunkle Komik
Der Versuch, dunklen Humor mit Gewalt zu verbinden, wird in dieser Szene als gescheitert angesehen. Während andere makabre Gags im Film (wie das Entsorgen von Leichen durch eine Falltür) als zynisch-humorvoll wahrgenommen wurden, überschreitet diese Szene für viele Kritiker eine Grenze15. - Rolle der Salvation-Army-Figur
Die Intervention der Salvation-Army-Frau (Alice Lake), die die Cowboys zurechtweist und das Mobbing stoppt, wird von einigen Kritikern als moralischer Moment interpretiert. Allerdings reicht dies nicht aus, um den Schaden durch die vorherige Darstellung zu mildern13.
Fazit
Die Szene in „Out West“ wird heute überwiegend negativ bewertet und gilt als ein Beispiel für den tief verwurzelten Rassismus in der frühen Filmgeschichte. Obwohl der Film einige innovative und humorvolle Elemente enthält, wird diese Sequenz oft als störend empfunden und überschattet den Gesamteindruck des Werks135./[2]
Als in den 1960ern eine intellektualistische Neubewertung der Stummfilmkomiker vorgenommen wurde und Keaton plötzlich für einige die Nummer eins wurde, sie ihn also über Charles Chaplin stellten, wurde ausgerechnet im Zeitalter der Bürgerrechtsbewegung unterschlagen, dass Chaplin immer den besonders groben Rassismus vermieden hat, den Keaton und Arbuckle in „Out West“ zeigen und der dem dort weniger auffälligen Muster eines früheren Films der beiden folgt, in dem eine Afroamerikanerin kein Parfüm, sondern eine Dose mit „Charcoal“ in die Hand gedrückt bekommt.
Wenn man den Rassismus in Großfilmen von Griffith oder in „Vom Winde verweht“ richtig einordnen will, muss man sich darüber im Klaren sein, dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt, sondern – sic! – um Auswüchse eines strukturellen Rassismus, der sich übrigens um 1918 herum auch in der Darstellung des Kriegsgegners Deutschland äußerte. Man kann auch sagen, die damaligen USA waren nicht nur ein weites, sondern auch ein rohes Land, wenn man bedenkt, dass diese Filme zur größtmöglichen Erbauung eines durchschnittlichen Massenpublikums gemacht wurden.
Warum ist es heute so wichtig, diesen Teil der damaligen Unterhaltungsindustrie nicht zu verschweigen, sondern sogar hervorzuheben, wie ich das tue, wenn er in einer Form vorkommt wie hier? Weil mittlerweile die Amerikaner sich wieder erhaben über die Mängel in ihrer eigenen Geschichte und ihrer eigenen Gesellschaft fühlen sollen, wenn es nach der ultrarechten Trump-Administration geht. Und dies wird wieder zur mehr offenem Rassismus führen. Wir sind gespannt, wie sich das auf Hollywood-Filme auswirken wird. Vielleicht nicht so stark, weil sie mittlerweile auf ein weltweites Publikum ausgerichtet sind, aber jenseits von Großproduktionen und in der Alltagskultur muss man das Schlimmste befürchten. Man geht also zivilisatorisch im Kreis. Deswegen habe ich kein Verständnis für Kritiker, die schreiben: „Mann, was hab ich gelacht!“, und das war’s.
Ich bin aber nicht allein und ein bisschen Trost gibt es, dazu eine Vorbemerkung: Ich würde nie eine Recherche vornehmen und schon vorher das Ergebnis als eigenen Gedankengang verkaufen. Dazu ist auch der KI-Einsatz eine ethisch zu ernste Sache. Dass vieles von der KI genau so wiedergegeben wird, als Reaktion vieler Menschen, wie ich es zuvor als meinen Eindruck beschrieben habe, hat mich in der Tat ein wenig getröstet. Die KI konnte auch meinen bis dahin verfassten Text selbstverständlich nicht einsehen, sie belegt ja auch mit Quellen, wer alles sich schon in dieser Richtung geäußert hat.
Was ebenfalls nicht geht: Dass man sagt, wir wissen es heute besser, aber damals war es eben so, mit dem Humor. Denn die Probleme sind ja nicht beseitigt und vergessen und der Revisionismus, der gerade mit einer unfassbaren Wucht über die USA bzw. alle wohlmeinenden Menschen dort hinwegfegt, muss eine Gegenreaktion auslösen – die zeigen wir beim Wahlberliner, indem wir noch stärker auf solche bösartigen Elemente wie den „Bullett Dance“ eingehen, als wir das in ruhigeren Zeiten, etwa während der Obama-Administration, getan hätten. Wir hätten es erwähnt, aber wir hätten uns nicht so ausführlich damit befasst, weil wir damals auch der Ansicht waren, derlei wird niemals wiederkehren. Weit gefehlt, es brodelte schon unter der Oberfläche, und uns fehlte die Tiefenkenntnis, die Innensicht, um das zu erkennen. Jetzt merkt jeder, was in den USA Sache ist, wenn von einer gespaltenen Gesellschaft geredet wird.
War also vor 100 Jahren der Kitt einer in sich ziemlich diversen weißen Mehrheit, innerhalb derer es auch eine Rangordnung gab, schon der Rassismus gegenüber Minderheiten? Wer weiß, ob es heute nicht auch eine Mehrheit für die Wiedereinführung der Sklaverei gäbe in dieser Gesellschaft der waffentragenden Freien gäbe, auch im Norden des Landes.
Ab jetzt werden wir alle, nicht nur amerikanische Filme, die massiven Rassimus zeigen, im Titel der Rezension mit dem betreffenden Sonderkürzel #Racism versehen. Ob das kontrovers aufgenommen werden wird, ist mir relativ egal. Ich musste auf das Thema mittlerweile zu oft eingehen, im Rahmen der „dritten US-Filmchronologie“ (Ein Jahr, ein Film, von Beginn an). Ich darf aber auch versprechen, es wird etwas besser werden, wenn wir in die 1920er und 1930er Jahre kommen.
Finale
Die IMDb-Nutzer:innen vergeben für „Out West“ durchschnittlich 6,4/10, für den Nachfolger „The Bell Boy“ 6,9/10. Diesen habe ich ebenfalls schon gesichtet – nach meiner Ansicht ist „Out West“ rein filmisch besser. Das lässt darauf schließen, dass der in „The Bell Boy“ nicht präsente Rassismus (von ein paar im Rahmen des während des Krieges Üblichen gestalteten Momenten gegen die Deutschen) den Film gegenüber „Out West“ gehoben hat. Was macht man damit nun, bewertungstechnisch? Immerhin handelt es sich um eine besondere Form des Humors, die damals filmisch erst im Erstehen war, bei dem, was wir in „Out West“ sehen:
Roscoe Arbuckle und Buster Keaton waren Meister der Parodie und des Slapstick-Humors, und viele ihrer Filme enthalten satirische Elemente, die sich über zeitgenössische Genres und gesellschaftliche Klischees lustig machen. Hier sind einige Beispiele für Filme von Arbuckle und Keaton, die ähnliche parodistische Ansätze wie „Out West“ zeigen, und damit noch einmal etwas Konter-Recherche, um das Innovative der beiden Komiker hervorzuheben:
Welche anderen Filme von Buster Keaton oder Roscoe Arbuckle zeigen ähnliche Parodien?
Die Frage war ein Vorschlag der KI, und hier das Ergebnis:
Filme von Roscoe Arbuckle
- Good Night, Nurse! (1918)
Diese Komödie spielt in einer Irrenanstalt und parodiert medizinische Einrichtungen sowie die damalige Vorstellung von Heilmethoden. Arbuckle tritt in Drag als Krankenschwester auf, und der Film enthält eine Mischung aus absurden Gags und surrealem Humor37. - The Garage (1919)
Arbuckle und Keaton spielen Feuerwehrmänner in einer Kleinstadt, wobei der Film mit einer Vielzahl von Slapstick-Gags die Arbeit in einer Garage und Feuerwehr satirisch überzeichnet. Die absurden Mechanismen und chaotischen Abläufe erinnern an die anarchischen Elemente in Out West37.
Filme von Buster Keaton
- The Frozen North (1922)
Keaton parodiert hier Westernmelodramen, insbesondere die Filme von William S. Hart. Der Film nimmt die Klischees des „guten Bösewichts“ aufs Korn und verwendet übertriebene Gesten, wie künstliche Tränen, um Hart’s Stil zu karikieren. Hart war über diese Parodie so verärgert, dass er zwei Jahre lang nicht mit Keaton sprach16. - The Playhouse (1921)
In diesem Film parodiert Keaton das Theater und die damalige Unterhaltungskultur. Er spielt mehrere Rollen gleichzeitig, darunter Musiker, Schauspieler und Zuschauer, um die Absurditäten des Showbusiness humorvoll darzustellen1. - One Week (1920)
Diese Komödie nimmt den amerikanischen Traum vom Eigenheim auf humorvolle Weise aufs Korn. Keaton zeigt den chaotischen Bau eines Hauses aus einem Fertigbausatz, wobei die Gags eine satirische Kritik an der Industrialisierung und dem Konsumverhalten darstellen1.
Gemeinsame Merkmale
- Beide Künstler nutzten ihre Filme oft als Plattform für satirische Kommentare zu populären Genres (z.B. Western, Melodramen) oder gesellschaftlichen Themen.
- Ihre Werke enthalten anarchische Elemente und absurden Humor, der oft mit physischer Komödie kombiniert wird.
- Parodien in ihren Filmen zielten darauf ab, bekannte Klischees zu entlarven oder zu übertreiben.
Diese Filme zeigen, wie Arbuckle und Keaton durch ihre einzigartige Mischung aus Slapstick und Parodie das Publikum unterhielten und gleichzeitig zeitgenössische Themen kritisch reflektierten./[3]
Mit der weiteren Recherche haben wir uns natürlich auch um eine Bewertungsentscheidung herumgedrückt. Aufgrund seiner Reichhaltigkeit und seiner Innovationsleistung inklusive einiger früher Special Effects, die für einige Gags notwendig waren, für die bisher technisch beste Arbuckle-Keaton-Komödie, die wir gesehen haben (ohne Berücksichtigung einiger Filme wie „The Garage“, die wir zu einem früheren Zeitpunkt im Rahmen einer kleinen Arte-Werkschau gesichtet haben, die aber später gedreht wurden) vergeben wir 71/100. Und für den Rassismus ziehen wir 20/100 ab.
51/100
2025 Der Wahlberliner, Thomas Hocke
| Regie | Roscoe Arbuckle |
|---|---|
| Drehbuch | Roscoe Arbuckle Natalie Talmadge (Geschichte) |
| Produzent | Joseph M. Schenck |
| Hauptrollen | Roscoe Arbuckle Buster Keaton Al St. John Alice Lake Joe Keaton |
[1] Quellen zum „Bullet Dance“
- https://silentology.wordpress.com/2017/07/17/thoughts-on-out-west-and-the-bell-boy/
- https://www.richardpowers.com/dance-histories
- https://en.wikipedia.org/wiki/Out_West_(1918_film)
- https://www.imdb.com/title/tt0009466/
- https://www.reddit.com/r/movies/comments/1cdnnnl/what_was_the_first_instance_in_a_movie_of_a/
- https://en.wikipedia.org/wiki/Wild_West_shows
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3610089/
- https://www.standard.co.uk/culture/tvfilm/dope-girls-bbc-historical-drama-real-story-b1210433.html
- https://www.whitlams-berlin-tours.com/tips-for-your-trip/anita-berber
- https://www.latimes.com/entertainment-arts/movies/story/2025-03-27/grand-tour-review-miguel-gomes-portugal
- https://www.youtube.com/watch?v=E1zEhEMin4c
- https://encyclopedia.1914-1918-online.net/article/otheringatrocity-propaganda/
- https://moviessilently.com/2014/12/21/out-west-1918-a-silent-film-review/
- https://en.wikipedia.org/wiki/Roscoe_Arbuckle
- https://keatonroundtable.wordpress.com/arbuckle-and-keaton-going-west/
- https://www.ballet.org.uk/blog-detail/connections-first-world-war/
- https://threestooges.net/forums/index.php?topic=5818.0
- https://www.imdb.com/title/tt0009899/
- https://www.iwm.org.uk/history/the-real-story-of-the-christmas-truce
- https://www.loc.gov/item/ihas.200217630/
[2] Quellen zu „Kritiker und die Bullet-Dance-Szene“:
- https://www.imdb.com/title/tt0009466/reviews/
- https://en.wikipedia.org/wiki/The_Bell_Boy
- http://www.threemoviebuffs.com/review/out-west.html
- https://www.imdb.com/title/tt0009466/
- https://silentology.wordpress.com/2017/07/17/thoughts-on-out-west-and-the-bell-boy/
- https://peoplevsarbuckle.com/tag/roscoe-arbuckle/
- https://www.youtube.com/watch?v=5VabEEgfFYM
- https://books.openedition.org/editionscnrs/4093
- https://moviessilently.com/2014/12/21/out-west-1918-a-silent-film-review/
- https://thelostlaugh.com/wp-content/uploads/2020/05/the-lost-laugh-12.pdf
- https://en.wikipedia.org/wiki/Out_West_(1918_film)
- https://www.iamnotastalker.com/2013/11/21/roscoe-fatty-arbuckles-former-house/
- https://moviediva.com/reviewpages/mdoutwest/
- https://letterboxd.com/film/out-west/
- https://www.rottentomatoes.com/m/out_west_1918
- https://runningwildfilms.com/movie-monday-western-movie-reviews-week-198-moonshine-1918-and-out-west-1918/
[3] Quellen zu „weitere Parodien“ von Arbuckle und Keaton
- https://en.wikipedia.org/wiki/Buster_Keaton
- https://voiceovermovies.wordpress.com/2014/09/01/buster-keatons-grand-hotel-parody/
- https://silentfilm.org/fatty-buster-the-comique-world-of-fatty-arbuckle-and-buster-keaton/
- https://en.wikipedia.org/wiki/Out_West_(1918_film)
- https://publicdomainmovie.net/movie/out-west
- https://en.wikipedia.org/wiki/The_Frozen_North
- https://silentology.wordpress.com/2017/07/01/roscoe-arbuckles-comique-shorts-masterpieces-of-silent-comedy/
- http://www.dvdjournal.com/reviews/b/bestarbucklekeaton.shtml
- https://en.wikipedia.org/wiki/Buster_Keaton_filmography
- https://silentology.wordpress.com/2020/03/09/reviewing-all-of-busters-1930s-educational-shorts-yes-talkies/
- https://publicdomainmovies.info/tag/buster-keaton/
- https://www.youtube.com/playlist?list=PL2gsu7VGzgdaJH0KLX-XW_DSPIz94iorK
- https://kendraprestonleonard.hcommons.org/2021/03/15/paratexts-of-buster-keatons-the-general-1927/
- https://de.wikipedia.org/wiki/Buster_Keaton_bek%C3%A4mpft_die_blutige_Hand
- https://www.imdb.com/name/nm0000036/
- https://www.reddit.com/r/TrueFilm/comments/1zxkzu/theme_surrealism_1_sherlock_jr_1924/
- https://www.youtube.com/watch?v=UtyesYIvKsY&vl=de
- https://www.reddit.com/r/TrueFilm/comments/1f9rdh1/i_watched_and_ranked_every_buster_keaton_film_88/
- http://www.whatwouldbusterkeatondo.com/2016/04/go-west-underrated-keaton-masterpiece.html
- https://www.youtube.com/playlist?list=PL9DkvqG-jlbzunG8VNa5L1Kg11lYWQP2R
- https://silentfilm.org/the-big-business-of-short-funny-films-1918-1929/
- https://www.youtube.com/watch?v=-LOhA7KcMkw
- https://www.youtube.com/watch?v=CbMxoD97r5E
- https://archive.org/details/arbuckle-salome
- https://letterboxd.com/director/roscoe-fatty-arbuckle/
- https://www.youtube.com/watch?v=aSTq10qm9cE
- https://en.wikipedia.org/wiki/Roscoe_Arbuckle
- https://www.youtube.com/playlist?list=PLHQODl6AgbeSh2hvQAWZg97IfLUxfyklq
- https://en.wikipedia.org/wiki/Roscoe_Arbuckle_filmography
- https://www.degruyter.com/document/doi/10.36019/9780813550725-011/pdf?licenseType=restricted
- https://www.flickchart.com/Charts.aspx?director=Roscoe+%27Fatty%27+Arbuckle
- https://www.rottentomatoes.com/celebrity/william_goodrich
- https://www.britannica.com/biography/Buster-Keaton
- https://www.ebsco.com/research-starters/literature-and-writing/parodies-mystery-and-crime-fiction
- https://www.youtube.com/watch?v=Jn9ycui-ItY
- https://themovievampire.wordpress.com/2014/08/07/crash-course-the-short-films-of-buster-keaton/
- https://www.imdb.com/name/nm0000779/
- https://thelostlaugh.com/2020/12/13/arbuckle-without-keaton/
- https://dcairns.wordpress.com/2023/05/07/the-sunday-intertitle-moonshine-mystery/
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