Auch die Gaspreise steigen in Deutschland (Statista + Einordnung + Kommentar: Es wäre alles nicht nötig mit zukunftsorientierter Politik)

Gaspreise, Erdgas, Energiepreise, Iran‑Krieg, Verivox, Statista, Haushalte, Heizkosten, Energiearmut, Energiewende, Klimapolitik, Energieversorgung, Merit‑Order, Strompreise, Inflation, Reallöhne, soziale Gerechtigkeit, fossile Energieträger, erneuerbare Energien, Versorger, Zukunftsorientierung, Bundesregierung

Gerade wurde im Irankrieg ein 14-Tage-Waffenstillstand verkundet, die Ölpreise fallen gerade – wenn auch noch nicht an den Tankstellen, sondern erst am Weltmarkt. Und was ist mit dem Gas? Dazu die aktuelle Statista-Grafik.

Mit diesem Text bereiten wir einen weiteren Artikel vor:
Und ist nämlich beim Studium des Gasverbrauchs in Deutschland, den Statista in einer weiteren Grafik darstellt, etwas aufgefallen, das genau die Argumentation stützt, die Sie unter 5. im vorliegenden Artikel lesen werden. 

Wie teuer ist Erdgas in Deutschland?

1. Metadaten

Titel der Grafik: Durchschnittlicher Gaspreis für Neukund:innen in Deutschland
Thema/Stichworte: Erdgas, Gaspreis, Haushalte, Neukund:innen, Energiepreise, Deutschland, 2026
Quelle: Statista – „Infografik: Wie teuer ist Erdgas in Deutschland?“ (https://de.statista.com/infografik/36057/durchschnittlicher-gaspreis-fuer-neukundinnen-in-deutschland/) – Datenbasis: Verivox, Auswertung der Gaspreisentwicklung für Neukund:innen (Jahresverbrauch 20.000 kWh)
Stichtag / Zeitraum der Daten: Februar 2026 (u.a. Stand 28.02.2026)
Lizenzhinweis: „Grafik gemeinfrei, Beschreibung eigenständig erstellt.“

2. Kurzbeschreibung

„Die Grafik zeigt den durchschnittlichen Gaspreis für Neukund:innen in Deutschland bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Verlauf bis Anfang 2026. Auffällig ist, dass der Preis infolge des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran auf ein Dreijahreshoch von rund 10,8 Cent je Kilowattstunde gestiegen ist, aber weiterhin deutlich unter dem Rekordniveau von über 40 Cent im Jahr 2022 liegt.“

3. Barrierefreier Beschreibungstext (Alt‑Text in Prosa)

„Es handelt sich um eine Liniendiagramm‑Grafik, die den durchschnittlichen Gaspreis für Neukund:innen in Deutschland bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden zeigt. Die Werte werden in Cent pro Kilowattstunde angegeben und über einen Zeitraum bis Anfang 2026 dargestellt.
Zu Beginn des Angriffs auf den Iran am 28. Februar 2026 liegt der Preis bei etwa 8,4 Cent pro Kilowattstunde, später steigt er auf rund 10,8 Cent pro Kilowattstunde und erreicht damit ein Dreijahreshoch. Im Text zur Grafik wird außerdem darauf hingewiesen, dass der historische Höchststand im Jahr 2022 bei knapp über 40 Cent pro Kilowattstunde lag und dass sich die Preise für Neukund:innen in der ersten Jahreshälfte 2023 zunächst wieder normalisiert hatten. Insgesamt wird deutlich, dass die aktuellen Gaspreise zwar spürbar gestiegen sind, aber weit entfernt vom Rekordniveau der Energiepreiskrise 2022 bleiben.“

4. Faktische Auslesung

Verlauf des durchschnittlichen Gaspreises für Neukund:innen in Deutschland (Jahresverbrauch 20.000 kWh):

  • Höchststand in der Energiepreiskrise 2022: knapp über 40 Cent je kWh

  • Normalisierung der Preise in der ersten Jahreshälfte 2023 (deutlich unter dem Höchststand)

  • Gaspreis zu Beginn des Angriffs auf den Iran (28.02.2026): etwa 8,4 Cent je kWh

  • Gaspreis zuletzt (Anfang 2026, Dreijahreshoch): etwa 10,8 Cent je kWh. 

5. Interpretative Ebene 

5.1 Strukturdiagnose

Die Preisentwicklung macht sichtbar, wie abhängig Deutschland trotz aller Energiewende‑Rhetorik weiterhin von fossilem Erdgas und globalen Konflikten ist. Während Konzerne, Händler und Zwischenstufen an dieser Volatilität mitverdienen, tragen vor allem private Haushalte und kleine Betriebe das Risiko schwankender Endkundenpreise – bis hin zur Energiearmut.verivox+1

5.2 Zeitliche Einordnung

Der Rekord von über 40 Cent je Kilowattstunde im Jahr 2022 markierte den Preis der politischen Entscheidung, sich jahrelang in eine strukturelle Abhängigkeit von russischem Gas zu begeben. Dass nun der Krieg der USA und Israels gegen den Iran bereits ausreicht, um die Preise wieder deutlich nach oben zu treiben, zeigt, dass die Lehren aus dieser Abhängigkeit nur halbherzig gezogen wurden und die sozial gerechte Ausgestaltung der Energiewende weiter hinterherhinkt.tagesspiegel+2

5.3 Politisch‑ökonomische Dimension

Die aktuelle Preiswelle wirft die Frage auf, wer in einer fossilen Krisenökonomie geschützt wird: Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen oder eher die Geschäftsmodelle der Energieversorger und fossilen Produzenten. Solange politische Antworten vor allem auf kurzfristige Entlastungspakete und Preisbremsen setzen, statt auf einen massiven, sozial abgefederten Ausbau erneuerbarer Energien, Effizienz und öffentliche Infrastruktur, bleiben Verbraucher:innen Geiseln eines fossilen Systems, das durch jeden neuen Krieg auf dem Weltenergiemarkt erschüttert werden kann.vergleich+3

5.4 Offene Fragen

Offen bleibt, ob die Politik den Mut findet, Energie als grundlegliche Daseinsvorsorge zu behandeln – mit klaren sozialen Mindeststandards und einem schnellen Ausstieg aus fossilen Abhängigkeiten – oder ob sie weiter in einem Krisen‑Modus reagiert, in dem jede neue geopolitische Eskalation direkt auf den Heizkostenbescheiden landet. Ebenso stellt sich die Frage, ob die Verteilung der Krisenkosten künftig stärker diejenigen belastet, die vom fossilen Status quo profitieren, oder weiterhin überwiegend diejenigen, die am wenigsten Spielraum haben, ihr Heizverhalten oder ihre Wohnsituation zu verändern.investing+3 

5.5 Kommentar (TH)

Wir kommen langsam dorthin, dass wir im Grunde nicht mehr kommentieren müssen, denn die KI, die wir verwenden hat, mittlerweile gut verstanden, worum es uns im Wesentlichen geht. Lediglich der Ton weicht noch ab, aber das ist auch gut so, sonst wäre keine Unterscheidbarkeit mehr gegeben. Die aktuelle Bundesregierung betreibt massiv Lobbypolitik zulasten der Energiewende, und in Krisenzeiten kann sie daher allerhöchstens reagieren, falls sie das überhaupt tut, und zwar zulasten des Staatsschuldenstandes, anstatt proaktiv die Autarkie des Landes zu fördern. 

Dewesen doch noch händisch geschrieben ein Anspekt, den viele nicht auf dem Schirm haben, wenn es darum geht, wie massiv die Bürger und Bürgerinnen gegen die Energiewende beeinflusst werden. Es geht schlicht um Macht. Fossile Energien, große Konzerne mit weltweitem Einfluss, Politiker, die diesen Konzernen zugeneigt sind und von ihnen beeinflusst werden, aber auch Privilegien erhalten können. Ex-Kanzler Schröder ist das perfekte Beispiel für diese persönliche Verquickung. 

Erneuerbare Energien: Tendenz zu kleineren Einheiten, lokalen Netzwerken, mehr Bürgerbeteiligung, Privatisierung der Energieversorgung auf Einzelhaushalts-Basis, weniger Einfluss für die Politik durch Anbindung an wenige internationale Großkonzerne = weniger Machtausübung. Das ist der Kern dessen, warum die Energiewende gezielt von der herrschenden Politik hintertrieben wird.

Sie ist demokratisch, die Politik hingegen arbeitet auf vielen Ebenen daran, das Land undemokratischer werden zu lassen. Das hat nicht mit Windrädern und Landschaftsbildbeeinflussung zu tun tun: Autarkie ist mehrstufig, sie fängt dabei an, dass Deutschland nicht mehr so sehr von ausländischen fossilen Rohstoffen abhängig wäre, sie gilt aber auch auf einer weiteren Ebene: Sie kann so gesteuert werden, dass Bürger mehr Einfluss auf ihre eigene Energieversorgung gewinnen. Das ist für diejenigen, die eine immer weitere Machtkonzentration beim Großkapital vorantreiben, ein ideologisches Problem. Und deswegen, das nehmen wir hier vorweg, bezieht Deutschland nicht etwa weniger Gas als zu dem Zeitpunkt, als die russischen Lieferungen beendet wurden – sondern mehr. Einschließlich des ökologisch hochgradig bedenklichen LNG-Gases, das zuvor überhaupt  keine Rolle gespielt hatte und das neben anderen Faktoren dafür verantwortlich ist, dass die Preise nicht sinken.
 

6. FAQ

Frage 1: Worum geht es in dieser Statista‑Grafik genau?
Antwort: Die Grafik zeigt den durchschnittlichen Gaspreis für Neukund:innen in Deutschland bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden und wie sich dieser bis Anfang 2026 entwickelt hat.

Frage 2: Warum ist diese Statistik wichtig?
Antwort: Sie macht sichtbar, wie stark Gaspreise auf geopolitische Krisen reagieren und welche finanzielle Belastung dadurch für private Haushalte entstehen kann, insbesondere im Vergleich zum Rekordjahr 2022.

Frage 3: Welche Hauptaussage lässt sich aus der Grafik ableiten?
Antwort: Die Gaspreise für Neukund:innen sind infolge des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran wieder deutlich gestiegen und haben ein Dreijahreshoch erreicht, liegen aber weiterhin klar unter dem Allzeithoch von 2022.

Was man allerdings ebenfalls der Grafik entnehmen kann: Im Winter 2024/25 war es bereits wieder zu Preisen von mehr als 10 Cent/Kwh gekommen.

7. Quellen‑ und Transparenzhinweis

„Die Grafik basiert auf Daten des Preisvergleichsportals Verivox, aufbereitet von Statista („Infografik: Wie teuer ist Erdgas in Deutschland?“, https://de.statista.com/infografik/36057/durchschnittlicher-gaspreis-fuer-neukundinnen-in-deutschland/). Die grafische Darstellung ist gemeinfrei. Die hier verwendete Beschreibung der Grafik und die Zusammenfassung der Kernaussagen wurden aufgrund einer von uns verfassten Vorlage speziell für Grafik‑Auswertungen von uns und einer KI gemeinsam erstellt.
Alle Werte sind gerundet; Abweichungen durch Aktualisierungen der Verivox‑Daten oder kurzfristige Preisschwankungen sind möglich.

Der Textblock 5.5 (Kommentar) ist manuell verfasst (TH).


Entdecke mehr von DER WAHLBERLINER

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar