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Die Generation, die KI am meisten nutzt – und am wenigsten vertraut – Ein Leitartikel über Wut, Angst und den schwierigen Umgang einer Generation mit der Technologie, die ihr Leben prägen soll
Es war ein Moment, der um die Welt ging. Als der frühere Google-Chef Eric Schmidt am 15. Mai 2026 an der University of Arizona die Bühne betrat, um den Absolventinnen und Absolventen Mut für die Zukunft zu machen, erlebte er das Gegenteil. Kaum fiel das Wort „künstliche Intelligenz“, brachen Buhs aus dem Publikum hervor. „Ich höre euch“, sagte Schmidt ins Mikrofon, während die Unruhe zunahm. „Es gibt eine Angst in eurer Generation, dass die Zukunft bereits geschrieben ist – dass die Maschinen kommen, dass die Jobs verschwinden.“ Er hatte recht, was die Diagnose betrifft. Nur mit der Therapie – weiter mitmachen, die KI mitgestalten – kam er nicht durch.[1][2][^3]
Die Szene in Tucson war kein Einzelfall. Nur wenige Tage zuvor hatte eine Immobilienmanagerin an der University of Central Florida Ähnliches erlebt, als sie KI als „nächste Industrielle Revolution“ bezeichnete. Der CEO von Big Machine Records musste sich beim Abschluss der Middle Tennessee State University mit dem Satz „You can hear me now, or you can pay me later“ gegen anhaltende Buhrufe behaupten. Der Abschluss 2026 hat eine neue Choreografie: Wer KI lobt, erntet Unmut. Was sich auf diesen Bühnen entlädt, ist kein spontaner Protest unreifer Jugendlicher. Es ist ein kulturelles Signal, das tiefe gesellschaftliche Widersprüche sichtbar macht – und das dringend ernster genommen werden muss, als es bislang geschieht.[4][5][^6]
Das Paradox: Nutzen und Misstrauen zugleich
Um das Phänomen zu verstehen, muss man zunächst schauen, was die Daten sagen. Sie zeigen ein Paradox, das in seiner Schärfe überrascht. Laut der Gallup-Studie „The AI Paradox“, die im April 2026 im Auftrag der Walton Family Foundation und GSV Ventures veröffentlicht wurde, nutzten rund 51 Prozent der 14- bis 29-Jährigen KI täglich oder wöchentlich – eine Zahl, die gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieb. Die Nutzung ist stabil. Doch was diese Nutzung begleitet, hat sich fundamental verändert.[7][8][^9]
Die Begeisterung ist eingebrochen: Der Anteil derer, die sich „aufgeregt“ über KI fühlen, fiel von 36 auf 22 Prozent. Optimismus sank von 27 auf 18 Prozent. Und der Anteil derer, die Wut empfinden, stieg von 22 auf 31 Prozent. Die New York Times sprach von einer Generation, die KI nutzt, sich aber „nicht gut dabei fühlt“. Gallup-Forscher Zach Hrynowski beschrieb die Haltung treffend als „reluctant acceptance“ – eine widerwillige Akzeptanz, gespeist nicht aus Überzeugung, sondern aus dem Gefühl der Unvermeidlichkeit. Besonders ernüchternd: Selbst unter den täglichen KI-Nutzern, die insgesamt positiver eingestellt sind, hat die Begeisterung gegenüber dem Vorjahr spürbar nachgelassen.[10][11][^12]
Was folgt daraus? Eine Generation nutzt ein Werkzeug, dem sie nicht vertraut, in einer Gesellschaft, die ihr nicht erklärt, wie sie damit umgehen soll. Das ist keine Rebellion – das ist Orientierungslosigkeit. Und Orientierungslosigkeit, das wissen Bildungsforscher, ist ein gefährlicher Zustand für Menschen in formativen Lebensphasen.
Angst vor dem Karriere-Kahlschlag
Der Kern der Frustration ist handfest: die Zukunft des eigenen Berufslebens. Laut einer Umfrage des Institute of Politics der Harvard Kennedy School aus dem Herbst 2025 betrachten 59 Prozent der 18- bis 29-jährigen Amerikaner KI als Bedrohung für ihre Jobchancen – mehr als Immigration (31 Prozent) oder Outsourcing ins Ausland (48 Prozent). Fast 45 Prozent sagten, KI werde ihnen Chancen nehmen, während nur 14 Prozent Zuwächse erwarteten. Und 70 Prozent aller Studierenden gaben an, KI als Bedrohung für ihre Beschäftigungsperspektiven wahrzunehmen.[13][14][^15]
Diese Sorgen sind nicht aus der Luft gegriffen. Eine Studie der Universität Harvard aus dem Jahr 2025, die Daten von rund 62 Millionen Beschäftigten in 285.000 US-Unternehmen auswertete, fand ein klares Muster: In Firmen, die KI eingeführt hatten, ging die Zahl der Junior-Stellen seit dem ersten Quartal 2023 um 7,7 Prozent zurück – nach sechs Quartalen der Messung. Die Beschäftigung älterer, erfahrener Mitarbeitender stieg im gleichen Zeitraum. Die Forscher warnten davor, dass damit „die untersten Sprossen der Karriereleitern“ wegbrächen. Im Einzelhandel und Großhandel war der Rückgang bei Junior-Einstellungen in KI-nutzenden Firmen mit bis zu 40 Prozent besonders drastisch.[16][17]
Eine Studie des Stanford Digital Economy Lab bestätigte diese Befunde für einen breiteren Arbeitsmarkt: Die Beschäftigung von 22- bis 25-Jährigen in KI-exponierten Berufen sank zwischen Ende 2022 und Juli 2025 um 6 Prozent, während sie bei Arbeitnehmern über 30 Jahre um 6 bis 13 Prozent stieg. Die Dallas Federal Reserve ermittelte, dass der Anteil US-amerikanischer Beschäftigung in hoch KI-exponierten Berufen von 16,4 auf 15,5 Prozent der Gesamtbeschäftigung sank – mit einer klaren Konzentration auf jüngere Jahrgänge.[^18]
Für Deutschland zeichnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ein gemischteres Bild: Unter dem Strich könnte die Gesamtzahl der Arbeitsplätze weitgehend konstant bleiben, weil etwa 800.000 wegfallende durch 800.000 neue Stellen ersetzt werden könnten. Doch dieser volkswirtschaftliche Ausgleich verbirgt individuelle Härten: Wer in einer automatisierbaren Einstiegsposition arbeitet, profitiert nicht automatisch von den neu entstehenden Stellen, die andere Qualifikationen verlangen. Besonders im Visier sind Sekretariats- und Callcenter-Tätigkeiten sowie administrative Rollen – genau jene Positionen, in denen junge Menschen traditionell ihre ersten Berufserfahrungen sammelten.[^19]
Konzernchefs haben die Botschaft bereits gesendet. Amazon-CEO Andy Jassy erklärte seinen Mitarbeitenden im Frühjahr 2025 in einem internen Memo, KI werde die Arbeit grundlegend transformieren und das Unternehmen brauche „für bestimmte heute bestehende Rollen weniger Menschen“. Microsoft kündigte 2025 rund 15.000 Stellen, darunter 9.000 allein im Juli. CrowdStrike entließ 500 Beschäftigte – 5 Prozent der Belegschaft – mit explizitem Verweis auf KI-Effizienzgewinne. Insgesamt wurden 2025 in den USA rund 55.000 Stellenstreichungen direkt mit dem Aufkommen von KI begründet. Diese Zahlen sind nicht abstrakt. Sie sind der Kontext, vor dem junge Menschen eine Abschlussrede über die Chancen der künstlichen Intelligenz hören – und buhen.[20][21][^22]
Die Bildungsfrage: Lernen wir noch wirklich?
Neben den Jobsorgen treibt Gen Z eine zweite, subtilere Angst um: der Verdacht, dass KI-Nutzung sie dümmer macht. Auch hier liefern Studien Nahrung für Pessimismus. Das MIT Media Lab veröffentlichte 2025 eine viel diskutierte Untersuchung unter 54 Probanden im Alter von 18 bis 39 Jahren. Das Ergebnis war beunruhigend: Wer beim Schreiben von Aufsätzen ausschließlich auf ChatGPT zurückgriff, zeigte nach vier Monaten die geringste kognitive Aktivität, die schlechtesten sprachlichen Leistungen und die schwächste Merkfähigkeit. Die Forscher prägten den Begriff „cognitive debt“ – kognitive Schulden, die durch Bequemlichkeit im Jetzt auf Kosten des Lernens in der Zukunft aufgehäuft werden. Die führende MIT-Forscherin Nataliya Kosmyna war so besorgt über die Ergebnisse, dass sie sie veröffentlichte, bevor der Peer-Review-Prozess abgeschlossen war: „Ich fürchte, in sechs bis acht Monaten kommt ein Politiker auf die Idee: ‚Lass uns GPT im Kindergarten einführen.‘ Das wäre absolut schlecht und schädlich.“[23][24][^25]
Die RAND Corporation bestätigte diese Bedenken aus einer anderen Perspektive. In einer Erhebung unter Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden stieg der Anteil der Mittelschüler, die befürchten, KI schade ihrem kritischen Denken, von 48 Prozent im Februar 2025 auf 68 Prozent im Dezember desselben Jahres. Bei Gymnasiasten stieg der Wert von 55 auf 65 Prozent, bei Studierenden lag er bei 70 Prozent. Gleichzeitig nutzten immer mehr Schüler KI für Hausaufgaben: Der Anteil der Gymnasiasten, die KI für schulische Aufgaben nutzten, wuchs von 49 auf 60 Prozent. Das Muster gleicht dem der Gallup-Studie: Nutzung steigt, Vertrauen sinkt – eine paradoxe Gleichzeitigkeit.[^26]
Forscher der Universität Kassel haben jedoch einen differenzierteren Befund vorgelegt: Wenn KI-Tools pädagogisch gezielt instruiert sind – etwa als sokratischer Tutor, der durch Rückfragen statt durch Antworten führt –, kann KI kritisches Denken durchaus fördern. Der Unterschied liegt also nicht in der Technologie selbst, sondern in ihrer didaktischen Einbettung. Eine uninstruierte KI, die auf Knopfdruck fertige Antworten liefert, ist etwas fundamental anderes als ein pädagogisch gestaltetes Lernsystem, das den Denkprozess des Lernenden in den Mittelpunkt stellt. Das ist eine wichtige Nuancierung – aber auch eine Herausforderung: Solange Bildungseinrichtungen keine Konzepte für den reflektierten KI-Einsatz entwickeln, bleibt die unkontrollierte Nutzung die Norm.[27][28]
Gallup-Daten zeigen, dass Gen Z genau das einfordert: 52 Prozent der Befragten wollen, dass KI verpflichtend in K-12-Schulen gelehrt wird, und junge Berufstätige beklagen den Mangel an klaren Richtlinien am Arbeitsplatz. Nur ein von zehn Befragten gab an, ihr Arbeitgeber habe „extrem klare“ KI-Richtlinien aufgestellt. Die Botschaft ist eindeutig: Gen Z will nicht KI verbieten – sie will Orientierung.[^29]
Widerstand organisiert sich: Gewerkschaften und Gerichte
Der individuelle Unmut der jungen Generation hat eine strukturelle Entsprechung: Institutionen beginnen, KI-Grenzen zu ziehen. In der Kreativwirtschaft war die Writers Guild of America (WGA) Pionierin. Nach einem 148 Tage dauernden Streik einigten sich die Drehbuchautorinnen und -autoren 2023 mit den großen Hollywood-Studios auf einen Vertrag, der Maßstäbe setzt. Generative KI kann nach diesem Abkommen keine literarischen Werke schreiben oder umschreiben; KI-generiertes Material gilt nicht als Quellmaterial und darf nicht genutzt werden, um Autorenkredite zu untergraben. Produzenten müssen offenlegen, wenn sie Autoren KI-generiertes Material vorlegen. Die WGA behält sich ausdrücklich das Recht vor, die Nutzung ihrer Werke zum Training von KI-Systemen als vertragswidrig anzufechten.[30][31][^32]
Dieses Modell inspiriert andere Sektoren. Auf europäischer Ebene zeigt eine Studie von UNI Europa und der Friedrich-Ebert-Stiftung aus dem Jahr 2024, dass bereits 42 Prozent der befragten Gewerkschaftsvertreter in 32 Ländern Tarifverhandlungen über KI führten; ein Fünftel hatte bereits Verträge mit KI-bezogenen Klauseln abgeschlossen. Die wichtigsten Themen: Arbeitszeit und Recht auf Abschalten, Schulungen für neue KI-Tools sowie Arbeitsbelastung. Beispiele aus Italien, Deutschland, Norwegen und Spanien zeigen, dass konkrete Regelungen möglich sind. Die Tarifbewegung des Jahres 2026 in Deutschland, bei der DGB-Gewerkschaften für rund zehn Millionen Beschäftigte verhandeln, schafft weiteren Raum für solche Vereinbarungen.[33][34]
Auch die Gerichte beginnen, Grenzen zu ziehen. Besonders bedeutsam ist ein Urteil des Pekinger Internetgerichts vom 23. April 2024: Ein Synchronsprecher hatte entdeckt, dass seine Stimme ohne Zustimmung durch KI bearbeitet und kommerziell vertrieben worden war. Das Gericht urteilte, dass die KI-generierte Stimme die Persönlichkeitsrechte des Klägers verletze – die Stimmcharakteristik, Intonation und Aussprache des Originals seien so präzise repliziert worden, dass die Person identifizierbar sei. Die beklagten Unternehmen wurden zu einer Entschädigungszahlung von 250.000 Yuan verpflichtet. Dieses Urteil wurde vom Obersten Volksgerichtshof Chinas als Leitentscheidung eingestuft.[35][36][^37]
Auch in Deutschland hat die Rechtsprechung reagiert. Das Landgericht Berlin (Az. 2 O 202/24) entschied, dass es keinen Unterschied macht, ob eine Stimme von einem menschlichen Imitator oder von KI nachgeahmt wird – in beiden Fällen gilt das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Ein bekannter Sprecher hatte einen YouTuber verklagt, der seine Stimme mit KI für eigene Videos repliziert hatte. Das Gericht ordnete die Zahlung einer fiktiven Lizenzgebühr an. Das Signal ist klar: Das Persönlichkeitsrecht schützt die Stimme als Teil der Identität – unabhängig vom technischen Mittel der Verletzung.[^38]
Das Regulierungsrahmen-Puzzle: Der EU AI Act
Auf legislativer Ebene hat die Europäische Union als erste globale Jurisdiktion einen umfassenden Rechtsrahmen für KI geschaffen: den AI Act (Verordnung EU 2024/1689). Seit Februar 2025 gelten die Verbote für KI-Systeme mit unannehmbarem Risiko – etwa für Social Scoring oder manipulative Systeme. Die Vorschriften für Hochrisiko-Systeme, zu denen explizit auch KI in der Bildung gehört, treten im August 2026 in Kraft.[39][40][^41]
Was bedeutet das konkret? Hochschulen, die KI für Zulassungsentscheidungen, Bewerberbewertung, Plagiatserkennung oder Studienempfehlungen einsetzen, betreiben nach dem AI Act potenziell Hochrisiko-Systeme mit strengen Transparenz- und Aufsichtspflichten. Gleichzeitig verpflichtet Artikel 4 des AI Act alle Anbieter und Betreiber von KI-Systemen – und damit auch Unternehmen und Institutionen –, sicherzustellen, dass ihre Mitarbeitenden über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Dies ist keine Empfehlung, sondern eine rechtliche Anforderung, deren Nichterfüllung Konsequenzen haben kann.[42][40][^39]
Für Hochschulen bedeutet das eine Doppelverpflichtung: Sie müssen einerseits ihre eigene KI-Nutzung regulierungskonform gestalten und andererseits KI-Kompetenz aktiv lehren. Der EU AI Act ist damit nicht nur ein Unternehmensgesetz, sondern ein Bildungsgesetz – auch wenn er das nicht explizit aussagt.[43][42]
Das Bild, das konzernabhängige, lobbyorientierte Medien oft zeichnen – technikfeindliche Jugendliche, die das Rad der Zeit zurückdrehen wollen –, verfehlt die Realität. Gen Z ist nicht gegen KI. Sie ist gegen Ignoranz gegenüber ihren berechtigten Sorgen. Eine Analyse des Frontiers-Journals aus dem Jahr 2026 zeigt, dass junge Menschen KI häufig als pragmatische Ressource nutzen, wenn traditionelle Informationsquellen überfordern – während sie gleichzeitig tiefes Misstrauen gegenüber unreflektierter Technologiehörigkeit hegen. Viele nutzen KI präzise und bewusst – und genau deshalb wissen sie, wo ihre Grenzen liegen.[^44]
Die Gallup-Studie 2026 zeigt, dass Gen Z ausdrücklich Unterstützung einfordert: bei der Frage, wie KI in schulischen und beruflichen Kontexten eingesetzt werden soll. Rund 52 Prozent befürworten den Einsatz von KI im Unterricht – wenn er pädagogisch begleitet wird. Gleichzeitig zeigt das Verhalten einen kulturellen Gegentrend: Laut Business Insider flüchtet ein wachsender Teil der Generation in analoge Praktiken und alte Technologien – ein Ausdruck des Bedürfnisses nach Autonomie und authentischer Erfahrung in einer zunehmend algorithmisch durchdrungenen Welt.[5][45][^29]
Der Aktivist und Medienkritiker Brian Merchant bringt es auf den Punkt: Für viele junge Menschen sei KI „das grausame neue Gesicht des hyper-skalierenden Kapitalismus“ geworden. Das ist ein politisches Statement – aber kein irrationales.[^6]
Handlungsempfehlungen: Was jetzt getan werden muss
Die Analyse ergibt drei dringende Handlungsfelder:
Curricula müssen grundlegend überarbeitet werden – nicht um KI zu verbieten, sondern um sie didaktisch einzubetten. Das bedeutet: Metakognition lehren (Wie lerne ich? Wie erkenne ich die Grenzen eines KI-Outputs?), Quellenarbeit und Informationsbewertung stärken, Prüfungsformate so gestalten, dass sie echte Denk- und Problemlöseleistungen messen, nicht nur Ergebnisse. Der pädagogische Einsatz von KI als sokratischem Tutor – der fragt statt antwortet – ist eine vielversprechende Richtung, die skaliert werden kann.[28][26][^27]
Bildungseinrichtungen in Deutschland stehen mit der KI-Kompetenzpflicht aus Artikel 4 des EU AI Act unter konkretem Handlungsdruck. Der Stifterverband hat mit dem KI-Zukunftsfonds Hochschulen (2026–2030) eine Förderstruktur geschaffen, die diese Transformation unterstützt. Es braucht jetzt konkrete Umsetzung – in Lehrplänen, in Prüfungsordnungen, in der Lehrerausbildung.[46][40][^42]
Arbeitsmarkt gerechter gestalten
Arbeitgeber müssen aufhören, KI-bedingte Stellenkürzungen als rein technische oder ökonomische Entscheidung zu rahmen. Die menschlichen Kosten sind real und müssen explizit adressiert werden. Konkret bedeutet das: Transparenz über den geplanten KI-Einsatz und seine Konsequenzen für Stellen und Aufgaben; verbindliche Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten und Gewerkschaften bei KI-Einführungsentscheidungen; aktive Umschulungs- und Weiterbildungsprogramme für betroffene Beschäftigte. Das WGA-Modell zeigt, dass dies in Verhandlungen erreichbar ist – wenn Institutionen ihre Verhandlungsmacht nutzen.[32][30][^33]
Besonders wichtig ist die Schaffung neuer Einstiegsmöglichkeiten. Wenn KI die klassischen Junior-Rollen abbaut, braucht es alternative Berufseinstiegspfade, die Menschen schrittweise an komplexere Tätigkeiten heranführen. Die EZB-Studie vom März 2026 gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus: KI-intensive Unternehmen stellten insgesamt mit vier Prozent höherer Wahrscheinlichkeit neues Personal ein als Unternehmen ohne KI. Doch die Netto-Bilanz blendet aus, dass die neuen Stellen andere Profile verlangen als die wegfallenden – ohne Qualifizierungsoffensive bleibt diese Diskrepanz ungelöst.[47][48]
Rechtlichen Rahmen konsequent ausbauen
Der EU AI Act setzt wichtige Grundlagen, aber er braucht sektorale Konkretisierungen. In der Kreativwirtschaft sind kollektivvertragliche Regelungen nach WGA-Vorbild notwendig, die Transparenz-, Zustimmungs- und Vergütungspflichten für KI-Nutzung festschreiben. Im Persönlichkeitsrecht sind die Urteile aus Peking und Berlin wegweisend – sie sollten durch klare gesetzliche Definitionen zum Schutz von Stimme, Abbild und anderen Persönlichkeitsmerkmalen in der KI-Ära flankiert werden.[31][37][41][32][35][38]
Darüber hinaus braucht es Offenlegungspflichten für KI-generierte Inhalte in Medien, Werbung und öffentlichem Diskurs – transparente Kennzeichnung, die Menschen in die Lage versetzt, informiert zu urteilen. Das ist nicht Anti-Innovation; das ist der minimale Standard für eine informierte Gesellschaft.
Die tiefere Bedeutung des Protests
Wenn Absolventinnen und Absolventen bei Abschlussreden buhen, ist das unbequem – für die Rednerinnen und Redner, für die Universität, für die Öffentlichkeit. Aber es ist auch ein demokratisches Zeichen. Eine Generation drückt aus, was offiziell oft beschönigt wird: dass der Übergang in eine KI-geprägte Arbeitswelt nicht reibungslos ist, nicht gerecht verläuft und von denjenigen, die am meisten von ihr profitieren, nicht ausreichend erklärt wird.[49][6]
Dass diese Generation gleichzeitig die eifrigsten KI-Nutzer stellt, macht den Protest nicht unglaubwürdig, sondern gerade glaubwürdig. Wer ein Werkzeug täglich benutzt und dabei Zweifel spürt, hat das Recht, diese Zweifel zu artikulieren. Wer in einem System arbeiten oder lernen soll, dessen Spielregeln andere festlegen, hat das Recht, nach Mitbestimmung zu fragen.
Der Buhrufer von Tucson und Tallahassee möchte keine Rückkehr in die Steinzeit. Er will eine KI-Zukunft, die er mitgestalten konnte – nicht eine, die ihm in einer Abschlussrede verkauft wird. Das ist kein Widerspruch. Das ist politische Reife.
Fazit: Zugang allein schafft kein Vertrauen
Das eigentliche Versagen der letzten Jahre liegt nicht in der Technologie. Es liegt in der Begleitung ihres Aufkommens. KI wurde eingeführt, ohne dass Bildungssysteme sich angepasst hätten. Sie wurde ausgerollt, ohne dass Gewerkschaften ausreichend einbezogen wurden. Sie wurde vermarktet, ohne dass ihre sozialen Kosten ehrlich benannt wurden. Und sie wurde verteidigt, ohne dass die berechtigten Ängste der Jungen als das anerkannt wurden, was sie sind: Symptome struktureller Versäumnisse.[12][29]
Die Generation, die KI am meisten nutzt, ist zugleich die kritischste gegenüber ihr. Das ist kein Paradox – das ist Erkenntnisfortschritt. Wer täglich mit einer Technologie umgeht, versteht besser als jeder andere, was sie kann und was sie nicht kann. Was Gen Z braucht, ist kein Pep-Talk über die Chancen der vierten Industriellen Revolution. Sie braucht transparente Regeln, echte Bildungsreformen, faire Arbeitsmarktpolitik und das ehrliche Eingeständnis: Ja, das ist schwierig. Und nein, wir haben noch keine fertigen Antworten.[^9]
Nur wer das zugesteht, verdient Applaus statt Buhrufe.
Wir haben es in gewisser Weise leicht. Wir können in der aktuellen Phase unseres Berufslebens die Vorzüge der KI genießen und sind uns ziemlich sicher, dass sie uns in den nächsten Jahren noch nicht ersetzen wird. Wir haben Spaß damit, wie zum Beispiel, aus einer kurzen Zusammenfassung diesen Artikel per KI erstellen zu lassen, mit einem Modell, für das wir fairerweise bezahlen. Aber junge Menschen können heute nicht mehr 40 Jahre vorausdenken und einigermaßen sicher planen, wie das bei uns noch der Fall war (zumindest theoretisch), weil es eben mit der neuen Technik auch ans Eingemachte geht – an die Jobs, die bei der letzten industriellen Version noch nicht ersetzt wurden. Und niemand kann im Moment genau abschätzen, wie weit Künstliche Intelligenz in 20, 30, 40 Jahren tatsächlich sein wird. Um ehrlich zu sein: Wenn man die gigantischen Investitionen amerikanischer Tech-Firmen in KI anschaut, muss man zu dem Schluss kommen, alles andere als eine weitgehende Ersetzung menschlicher Arbeitskraft wäre Hokuspokus und verschwendetes Geld. Dass Ki hingegen das BIP anfachen wird, glauben wir eher nicht: Vielleicht kann sie sogar eigenständig Bedürfnisse kreieren, aber deren Befriedigung braucht ein vernünftiges Einkommen. Gegenwärtig sieht es nicht so aus, als ob KI-Nutzung so besteuert werden würde, dass die daraus generierten staatlichen Einnamenn wegfallende Lohnsteuereinnahmen ersetzen könnten.
Wir glauben also nicht, dass KI, wenn man sie konsequent anwendet, wirklich “jobneutral” ist. Was gerne übersehen wird: Hochwertige Arbeitsplätze gehen viel leichter verloren, als man denkt, und was nachkommt, falls überhaupt etwas nachkommt, hat bei Weitem nicht mehr die Wertschöpfung dessen, was weg ist. So etwa läuft es gerade beim Abbau von Industriearbeitsplätzen, vorwiegend aus Gründen, die mit KI nichts zu tun haben, aber sie verschärft natürlich das Problem. Wenn KI leistet, was ihre Macher versprechen, dürfte es in ein paar Jahren kaum noch einen Fachkräftemangel geben.
Die KI ist auch ein Wertschöpfungs-Vernichter, das muss man so klar sagen, denn sie kann Werk- und Dienstleistungen für einen Bruchteil des Preises erbringen, die eine menschliche Arbeitskraft verlangen muss, um davon leben zu können. Bei der letzten industriellen Revolution, als Roboter Menschen in der produzierenden Industrie ersetzten, war die Ersetzung immerhin noch eine große Investition, die Maschinen, die heute in Farbriken arbeiten, sind teuer und müssen ständig geupdatet werden. Eine KI kann das im Grunde von allein. Auf unsere gegenwärtige Berufssituation bezogen: Wir können bestimmte Vorgänge zeitlich nicht nur halbieren, sondern dritteln, seit wir KI dafür einsetzen. Sie kann nicht die Arbeit vor Ort substituieren, aber sehr wohl die gesamte Nachbearbeitung deutlich straffen. Und damit ist sie noch nicht agentisch, agiert also nicht als ein selbstständig arbeitender Workflow, das würden wir gegenwärtig auch nicht zulassen, weil wir der Präzision von KI diesbezüglich noch nicht genug vertrauen. Dass sie noch Fehler macht, ist sowieso einer ihrer größeren Vorzüge, denn dadurch gibt es einen Grund, mit ihr zu hadern, der anders gelagert ist als im Artikel beschrieben: Wieso wird es nicht schneller immer besser? Zuletzt hatten wir sogar das Gefühl, die Entwicklung stockt, trotz immer neuer Modelle. Gerade scheint es wieder etwas voranzugehen. Sicherlich sind diese Eindrücke auch subjektiv, bedingt durch Anforderungen, die wir an KI-Systeme stellen, diese variieren deutlich und unsere Ansprüche wachsen teilweise unbewusst.
Wir haben schon einige KI-Artikel geschrieben und werden diesen in eine Übersicht einbinden, die wir fortlaufend erstellen, vorerst bleibt er aber ein Solitär. Zum Nachdenken. Und die Transparenzpflichten bezüglich unseres KI-Einsatze erfüllen wir seit 2025, also seit sie vermehrt bei uns Einzug hält, freiwillig.
TH
Transparenz: Bis auf den Schlusskommentar wurde der Artikel von einer KI erstellt, die Idee zur Zusammenfassung und zum Prompt für diesen Artikel kam uns aufgrund einer Reuters-Meldung vom 20.05.2026: Die KI-Bots kommen und die Jungen buhen, anstatt zu applaudieren | Reuters.
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