Musk und die Märchenstunden für Idioten oder: Das Ende des Wachstums und warum Umsteuern keine Option, sondern eine Überlebensfrage ist

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Es gibt Momente, in denen die Realität mit einer Brutalität durch die Türen bricht, die keine Beschwichtigungsrhetorik mehr reparieren kann. Wir leben in einem solchen Moment. Die Erde hat im Oktober 2025 ihren ersten klimatischen Kipppunkt offiziell überschritten: Warmwasserkorallenriffe, von denen eine Milliarde Menschen und ein Viertel aller Meereslebewesen abhängen, haben ihre thermische Überlebensschwelle dauerhaft hinter sich gelassen. Das ist kein Szenario mehr. Das ist Gegenwart. Und gleichzeitig sitzt in Washington ein Präsident, der am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit die USA zum zweiten Mal aus dem Pariser Klimaabkommen herausgeführt hat – begleitet von einem Mann, dessen jährliche Privatjet-Emissionen allein so viel CO₂ produzieren wie die durchschnittlichen Lebensemissionen von 834 Durchschnittsmenschen.[1][2][3][4][^5]

Willkommen im Jahr 2026.

Der Mann, der uns Lügen erzählt

Elon Musk ist ein interessantes Phänomen. Er hat einmal ein Imperium auf der Prämisse gebaut, dass Elektroautos die Welt retten können. Heute erklärt er, die Klimasorgen seien „kurzfristig übertrieben“, fossile Brennstoffe sollten mittelfristig nicht „verteufelt“ werden, und CO₂-Werte seien kein Problem, solange sie keine Kopfschmerzen verursachen. Das ist nicht nur inhaltlich falsch – es ist eine performative Kehrtwende eines Mannes, dessen Vermögen im März 2026 die 800-Milliarden-Dollar-Marke überschritten hat. Mit dem bevorstehenden SpaceX-Börsengang könnte er der erste Billionär der Geschichte werden – reicher als die ärmsten 46 Prozent der Weltbevölkerung zusammengenommen.[6][7][8][9]

Anmerkung: Es ist umstritten, ob Musk tatsächlich der erste „Billionär“ nach deutscher Zählweise, also Trillionär im US-Zählsystem ist, nachdem der Space-X-Börsengang nun erfolgt ist.

Es lohnt sich, bei dieser Zahl innezuhalten: ein Mensch, reicher als 3,8 Milliarden Menschen. Das ist kein kapitalistischer Wachstumserfolg. Das ist eine Zivilisationsstörung.

Musk ist dabei kein Einzelfall, sondern Symptom. Im Jahr 2025 wuchs das Vermögen der Milliardäre weltweit um 2,5 Billionen US-Dollar – ein Betrag, der nahezu dem Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Menschheit entspricht. Dreimal so schnell wie in den Jahren zuvor, seit 2020 inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent. Oxfam stellt in seinem Bericht „Resisting the Rule of the Rich“ nüchtern fest: Milliardäre bekleiden 4.000-mal häufiger ein politisches Amt als Durchschnittsbürger. Geld ist Einfluss, Einfluss ist Macht, Macht schreibt die Regeln. Wer die Regeln schreibt, schreibt auch die Narrative – und wer die Narrative kontrolliert, bestimmt, was als möglich gilt und was nicht.[10][11][^12]

Marx hat es gewusst – wenn man ihn richtig liest

An dieser Stelle betritt Kohei Saito die Bühne – ein 1987 geborener japanischer Philosoph, der in seiner Heimat mit „Systemsturz“ einen Millionenbestseller gelandet hat, bevor das Buch den Weg in die westliche Welt fand. Saito ist kein Steinzeitkommunist, der mit Lenin-Porträt auf dem Schreibtisch die Verstaatlichung der Produktionsmittel fordert. Er ist etwas ungleich Interessanteres: ein Denker, der Marx‘ Spätwerk ernst nimmt und darin einen ökologischen Vordenker entdeckt. Marx habe, so Saito, in seinen letzten Jahren erkannt, dass die kapitalistische Produktionsweise nicht nur die Arbeiterklasse ausbeutet, sondern auch den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur zerstört – und er habe damit begonnen, in Richtung einer Degrowth-Utopie zu denken.[13][14][15][16]

Ein Interview von T-Online mit Saito liegt der Idee zu diesem Artikel zugrunde: Klimakrise, Trump und globale Spannungen: „Musk erzählt uns Lügen“.

Das Konzept, das Saito daraus ableitet, nennt er „Degrowth-Kommunismus“ – eine gemeinschaftliche Verwaltung und Nutzung von Ressourcen, die eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft ermöglichen soll. Die Idee: Wenn der Kapitalismus strukturell auf permanentes Wachstum angewiesen ist und dieses Wachstum die planetaren Grenzen überschreitet, lässt sich die Klimakrise nicht durch grüne Technologien innerhalb des Systems lösen, sondern nur durch eine fundamentale Umgestaltung des Systems selbst. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen nennt er „Opium des Volks“, individuelle Konsumkritik einen modernen „Ablasshandel“. Das klingt provokant. Es ist auch provokant. Aber es hat Hand und Fuß.[14][15][^17]

In einer jüngeren Äußerung vom April 2025 hat Saito die Diagnose verschärft: Die letzte Chance sei verpasst worden, die Klimakrise eskaliere unkontrolliert, und es steuere alles auf einen „Kriegskommunismus“ zu – eine Notfallwirtschaft, die Ressourcen nicht länger dem Markt überlässt. Diese Terminologie ist das, was viele abschreckt. Zu Recht. Aber hinter der rauen Verpackung steckt ein klarer Befund: Freiwilligkeit allein reicht nicht.[^18]

Saito ist nicht allein

Saito ist die lauteste, aber nicht die einzige Stimme in diesem Chor. Der britische Ökonom Tim Jackson hat bereits 2009 mit „Wohlstand ohne Wachstum“ das geschrieben, was manche die „Bibel der Wachstumskritik“ nennen. Seine Kernthese: Wohlstand bedeutet die Fähigkeit zu gedeihen als menschliches Wesen – innerhalb der ökologischen Grenzen eines endlichen Planeten. Jenseits eines bestimmten Einkommensniveaus trägt Wachstum nicht länger zu menschlichem Wohlbefinden bei; es produziert stattdessen soziale Erschöpfung, ökologische Zerstörung und wachsende Ungleichheit. Jackson zeigt, dass eine Post-Wachstumswirtschaft kein apokalyptisches Szenario ist, sondern ein präzise definierbares, sinnvolles Projekt: mit Arbeitszeitverkürzung, sozialen Investitionen, weniger Ungleichheit und ökologischer Stabilität.[19][20][^21]

Zu der Zeit, als Jackson seine These aufstellte oder ein paar Jahre früher gab es sogar eine Festlegung: mehr als 3.000 Euro netto im Monat führen nicht mehr zu einer weiteren Verbesserung des Lebensgefühls. Angesichts der Inflation seit Mitte der 2000er Jahre muss man den Betrag ehrlicherweise auf 4.500 bis 5.000 Euro netto anheben – und merkt sofort, wie viele von uns mittlerweile in der Falle der eigenen Wachstumslosigkeit stecken, dann das ist bereits ein weit überdurchschnittliches Gehalt, für viele unerreichbar – auch, weil wenige mittlerweile absurd viel Geld anhäufen und die Politik sich nicht traut, dem Einhalt zu gebieten. Weil sie von diesen Leuten immer stärker beeinflusst und damit immanent immer undemokratischer wird. Ein Gegenmittel wäre mehr Wirtschaftsdemokratie, doch der Trend zeigt in die andere Richtung.

Jason Hickel, Wirtschaftsanthropologe und Autor von „Less Is More: How Degrowth Will Save the World“, schlägt in dieselbe Kerbe. Der Kapitalismus fordere permanente Expansion – und diese Expansion verwüste die Lebenswelt. Im Mai 2025 lieferte Hickel bei der dritten GRIP-Lecture der Universität Bergen eine Grundsatzrede: Nur durch Bewegungen für wirtschaftliche Souveränität und einen ökosozialistischen Übergang sei es möglich, den Fallen des neo-kolonialen Extraktivismus zu entkommen. Hickel trennt konsequent zwischen „Wachstum“ und „Fortschritt“: BIP als Wohlstandsmaß sei schlicht falsches Handwerkszeug.[22][23][^24]

Schließlich wäre Kate Raworth zu nennen, die Erfinderin der Donut-Ökonomie. Ihr visuelles Modell besticht in seiner Schlichtheit: Eine innere Grenze definiert, was alle Menschen zum Leben brauchen – Gesundheit, Bildung, Wohnung, Würde. Eine äußere Grenze markiert, was der Planet ertragen kann. Der „sichere und gerechte Raum für die Menschheit“ liegt dazwischen. Das Modell ist keine radikale Utopie, sondern ein nüchterner Kompass: Wir haben beides verletzt – wir überschreiten die äußeren Grenzen des Planeten, während Milliarden Menschen durch das innere Loch fallen.[25][26][^27]

Die Schere und die Hetze

In Deutschland leben 13 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Das sind 15,5 Prozent der Bevölkerung – Tendenz steigend: Die Armutsquote ist 2024 um 1,1 Prozentpunkte gestiegen. Die Hans-Böckler-Stiftung hat Ende 2025 bestätigt, dass die Einkommensungleichheit in Deutschland den höchsten Wert seit Beginn des Sozio-ökonomischen Panels im Jahr 1984 erreicht hat. Eine winzige Minderheit von 0,6 Prozent der Bevölkerung besitzt 45 Prozent des Gesamtvermögens. CEO-Gehälter sind in den letzten fünf Jahren 30-mal stärker gestiegen als die Reallöhne – auf durchschnittlich 4,4 Millionen Euro.[28][29][30][31]

Und was passiert? Die Armen werden gegen die Ärmsten aufgehetzt.

Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge hat präzise beschrieben, wie Rechtspopulisten dieses Manöver vollziehen: Sie behaupten, für „die da unten“ zu sprechen, während sie gleichzeitig marktradikale Botschaften verbreiten und Sozialneid nach unten kanalisieren – gegen Geflüchtete, gegen „Arbeitsscheue“, gegen migrantische „Sozialschmarotzer“. Das Soziale wird ethnisiert. Der Blick wendet sich vom Penthouse ab und zur Unterkunft daneben. Das ifo-Institut hat nachgewiesen, dass steigende Armutsgefährdung statistisch signifikant den Stimmenanteil rechtsextremer Parteien erhöht: Ein Prozentpunkt mehr Armutsquote bedeutet 0,5 Prozentpunkte mehr Stimmen für rechtsextreme Parteien bei Bundestagswahlen. Konfliktforscher Andreas Zick von der Universität Bielefeld stellt klar: Rechtspopulismus ist kein „Arme-Leute-Phänomen“ – es sind Mittel- und Oberschichten, die ihn organisieren, finanzieren und verbreiten. Aber die Verunsicherung und das Abstiegsangst der unteren Mittelschicht liefert den Resonanzboden.[32][33][34][35]

Das ist das eigentliche Meisterstück des Systems: Es produziert Ungleichheit, die Ungleichheit erzeugt Angst, die Angst wird auf die Falschen gerichtet.

Das Problem mit der Schreckensrhetorik

Saito hat in seinen Analysen recht. In seiner Rhetorik schießt er über das Ziel hinaus – und das ist keine Kleinigkeit. „Kriegskommunismus“ ist ein Begriff, der in der historischen Erinnerung mit Zwangskollektivierung, Gulags und Totalitarismus assoziiert ist. Das schreckt die Menschen ab, die man eigentlich erreichen möchte: die erschöpfte Krankenpflegerin, den überschuldeten Handwerker, die Alleinerziehende, die gerade noch über die Runden kommt. Menschen, die täglich erleben, wie das System sie abreibt, brauchen keine neue Bedrohungskulisse. Sie brauchen eine Einladung.

Es gibt gute Forschung dazu, was wirkt. Statt auf Angst und Verlust zu setzen, sollte Klimakommunikation konkret beschreiben, was das Lebenswerte an einer anderen Zukunft ist: mehr Verbundenheit, weniger Lärm, gesündere Ernährung, kürzere Arbeitswoche, mehr Zeit. Humorvolle und hoffnungsvolle Botschaften sind in der Wirkungsforschung regelmäßig effektiver als autoritäre Appelle. Das klingt nach Werbung. Es ist aber auch Pragmatismus: Wer in der Demokratie Mehrheiten braucht, braucht eine Geschichte, in der die Menschen Hauptfiguren sein wollen – nicht Schuldige oder Opfer.[36][37]

Anmerkung: Wie kann es dazu kommen, dass in einer Gesellschaft wie der deutschen negative Narrative so viel stärker wirken als positive? Wir glauben, ein wichtiger Grund sind die heutigen politischen Personen: Da ist nichts mehr, was sie anziehend und mitnehmend macht. Einerseits wählen die Wählenden auch die schlechtere Seite von sich selbst, wenn sie solche Menschen mit Mandaten ausstatten, andererseits tritt auch kaum jemand auf den Plan, der ein Gegenmodell verkörpern würde.

Das positive Narrativ liegt auf der Hand, und es ist nicht einmal gelogen: Ein Leben, das auf Solidarität statt auf Konkurrenz gebaut ist, auf ausreichend statt auf maximiert, auf gemeinschaftlichem Reichtum oder, um das Gründungsnarrativ der BRD etwas zu beflügeln, Wohlstand für alle, statt auf individuellem Luxus für wenige – das ist kein Verzicht. Das ist ein besseres Leben für die überwiegende Mehrheit. Jason Hickels Vision einer post-kapitalistischen Ökonomie ist, so sein Versprechen, „gerechter, fürsorglicher und befriedigender“ als das, was wir kennen. Tim Jackson spricht davon, dass die Abkehr vom Wachstumsmythos nicht mit Armut, sondern mit einer „Vervielfältigung der Möglichkeitsräume“ und letztendlich mit mehr Wohlstand und Glück einhergehen kann.[38][39]

Die Stunde der Entscheidung

Der Global Tipping Points Report 2025, von über 160 Forschenden verfasst, warnt: Die aktuelle globale Erwärmung von 1,3 bis 1,4 Grad liegt bereits über dem thermischen Schwellenwert der Korallenriffe. Andere Kipppunkte – der Amazonas-Regenwald, die polaren Eisschilde, die atlantische Ozeanzirkulation – stehen am Rand. Der zweite Austritt der USA aus dem Pariser Abkommen, wirksam seit dem 27. Januar 2026, trifft die internationale Klimagovernance in einem Moment, in dem sie am verwundbarsten ist.[40][2][^5]

Es gibt keine Version dieser Geschichte, in der alles gut wird, wenn man nur weitermacht wie bisher. Das wäre die eigentliche Lüge – und es ist eine, die mächtigere Sender als Elon Musk seit Jahrzehnten ausstrahlen. Aber es gibt eine Version, in der genug Menschen rechtzeitig begreifen, dass das, wofür sie kämpfen könnten, nicht der Verzicht ist, sondern das eigene bessere Leben.

Saito, Jackson, Hickel, Raworth – sie kommen aus unterschiedlichen Traditionen, sprechen unterschiedliche Sprachen, haben unterschiedliche Feinde. Was sie verbindet: die Überzeugung, dass diese Zivilisation an der Schnittstelle von planetarer Physik und sozialer Gerechtigkeit gescheitert ist, wenn sie so weiter macht. Und die Überzeugung, dass es eine andere Möglichkeit gibt.

Es ist die Aufgabe derer, die das wissen, diese Möglichkeit so zu erzählen, dass sie gehört wird. Nicht mit dem Gestus des Propheten, der Feuer regnen lässt. Sondern mit der Einladung des Menschen, der sagt: Dort drüben ist es besser. Kommt mit.

Schlusskommentar

Von dem schöneren sprachlichen Niveau des vorherigen Absatzes wieder zurückzukommen auf die Frage danach, wie blöd man eigentlich sein kann, ist nicht gerade das, was man die von uns organisierte Fortsetzung des Narratives von einer besseren Zukunft für die Mehrheit bezeichnen könnte. Wer Anfangs des E-Auto-Booms einen Tesla kaufte, den konnte man noch als progressiv bezeichnen, weil Elon Musk von vielen so gesehen wurde. Heute weiß jeder, dass er ein ultrarechter Menschenverächter ist, und trotzdem steigen, auch in Deutschland, die Tesla-Verkaufszahlen wieder. Mangelhafte politische Bildung ist nur bedingt eine Rechtfertigung für konsumethisches Totalversagen. Und wie ironisch dieser E-Hype angesichts von Musks persönlichem CO2-Ausstoß ist.

Ein Sprung. Auch T-Online ist normalerweise ein typisches Mainstream-Medium, das zu einem Konzern gehört und neoliberalen Unsinn wenig hinterfragt zum Besten gibt. Gerade deswegen haben wir die Chance genutzt, einen Artikel auszuwerten, den man sich offenbar mal gegönnt hat, neben Formaten die dem Tagesanbruch, der so bemüht mittig sein will, aber nur deswegen von vielen vielleicht so empfunden wird, weil das politische Spektrum in Deutschland komplett nach rechts verengt ist. Inklusive der Grünen, die einen grünen Kapitalismus propagieren. Es gibt zum Beispiel keine relevante Partei, die Saitos Ansichten spiegelt, die wiederum vieles von dem beinhalten, was wir schon länger denken. Auch deswegen haben auf dem Interview mit ihm einen Beitrag aufgebaut. Er nennt es nicht Klassenkampf, wir schon.

Er nennt es (ökologisch grundierte) Kriegswirtschaft, wir nicht. Trotzdem gibt es erhebliche Übereinstimmungen zwischen seiner und unserer Verortung im politischen Kompass, der alle ideologischen Richtungen umfasst, nicht nur die das obere rechte Viertel (eher autoritär, eher libertär), das in Deutschland als herrschende Politik anscheinend unüberwindlich ist. Die einzige Partei, die außerhalb dieses Viertels steht und einige Wähler anspricht, ist Die Linke, und auch sie ist eben nicht der linke Rand des Political Compass, sondern tendiert im linken Feld wiederum zur Mitte. Das muss man wissen, denn bei uns führen unzählige rechte und Mainstream-Medien den Menschen ein Bild von politischen Ideologien vor, das an Unvollständigkeit kaum zu überbieten ist und vor allem auf eines hinausläuft: Mehr Hetze, mehr Spaltung, mehr Armut für viele und niemals ein Antasten des immer extremeren Reichtums weniger.

Und dann schauen wir uns an: Wem gehören diese Medien, von wem werden sie gesteuert, welche Lobbygruppen beeinflussen sie und die Politik? Danach sind wir schlauer. Vielleicht nicht so schlau wie der japanische Philosoph Kohei Saito, aber klug genug, um die Logik in vielen seiner Argumente zu verstehen. Und zu verstehen, was wir uns antun, wenn wir weiterhin Parteien wählen, die im Political Compass alle in einem winzigen Feld rechtsaußen zusammenklumpen, wie AfD, FDP, CDU, CSU, sogar die SPD zieht immer mehr nach rechts und die Grünen haben vermutlich die echte Mitte verloren, als sie das anfängliche Ökolinks abgestreift haben wie einen alten Mantel, der nicht so recht zum Regierungslaufsteg mit dem bis dahin rechtesten SPD-Regierungspolitiker Gerhard Schröder gepasst hat.

Ist man aber wirklich aufgeschmissen, gibt es keine echten Wahlalternativen? Wir meinen, dem ist nicht so, aber die Massenwirksamkeit, basierend auf Zugpferden, Menschen, die tatsächlich noch eine positive Ausstrahlung mitbringen, die Gesichter für Zukunftspolitik fehlen leider. Und Menschen orientieren sich in erster Linie an Menschen. Trotzdem unsere Bitte: Wenn schon, dann doch nicht an den allerübelsten, denen man ihre Gemeinheit auf den ersten Blick ansieht. Wir nennen dieses Mal keine Namen. Machen Sie morgens im Spiegel ein freundliches Gesicht, auch, wenn’s schwerfällt, dann wird es auch leichter mit besseren, menschenwürdigen Wahlentscheidungen. Das wäre ein Anfang, und von da bis zu wirklich besserer Politik ist es nicht so weit, wie man angesichts der allgemeinen Stimmung im Land denken mag.

Transparenz

Mit dem Artikel haben wir eine KI nach ausführlicher Anweisung beauftragt, einige Anmerkungen (kursiv) eingefügt, die Passagen stehenlassen, die auf eine nicht ganz aktuelle Informationslage hindeuten, und die Headline und den Schlusskommentar selbst verfasst (TH). Das Titelbild ist wiederum KI-generiert und hätte sicher optimiert werden können, fasst aber gut auf, dass eine Umorientierung eben keine Armut, sondern ein besseres Leben bedeutet.

References

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  2. Die Welt überschreitet ihren ersten Klimakipppunkt – Global Tipping Points Report 2025 zeigt auf: Absterben vieler Korallenriffe nur noch unter größtem A…
  3. Forschungsbericht sieht ersten Klima-Kipppunkt erreicht – Fachleute warnen vor unumkehrbaren Veränderungen des Erdsystems.
  4. [PDF] Rücktritt der USA von dem Übereinkommen von Paris und Austritt …
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  13. Wir brauchen eine neue Art des Überflusses« – ak analyse & kritik – Der japanische Philosoph Kohei Saito über seine Verbindung von Degrowth, Marx und Kommunismus
  14. Kohei Saito – Wikipedia
  15. Kohei Saito: „Durch ein Maximaleinkommen können wir unnötigen Konsum verringern“ – Zur Bekämpfung des Klimawandels plädiert der Philosoph Kohei Saito für einen Degrowth-Kommunismus. I…
  16. Karl Marx und die drohende Klimakatastrophe? Kohei …
  17. Marxistische Schrumpfkur – Christian Hofmann: Eine Kritik an Kohei Saitos Konzept des Degrowth-Kommunismus
  18. Philosoph über Wege aus der Klimakrise: „Wir können kein weiteres … – Kohei Saito sieht die Welt am Abgrund des Klimakollapses. Nur ein auf Degrowth ausgerichteter Kriegs…
  19. Tim Jackson: Wohlstand ohne Wachstum | Heinrich-Böll-Stiftung – Mit dem Buch „Wohlstand ohne Wachstum“ hat Tim Jackson im Jahr 2011 die „Bibel der Wachstumskritik“ …
  20. Prosperity without Growth?
  21. Prosperity Without Growth – Wikipedia – Prosperity Without Growth is a book by author and economist Tim Jackson. It was originally released …
  22. ‘These ideas are incredibly popular‘: what is degrowth and can it save the planet? – The post-growth movement says GDP is the wrong way to measure progress and we need a radical economi…
  23. Less is More – Jason Hickel – How Degrowth Will Save the World (Penguin Random House)
  24. Reorganizing Production to Serve Life, Not Profit – Jason Hickel on ecology, capitalism, and socialist strategy in the twenty-first century
  25. Donut-Ökonomie – Die von Kate Raworth entwickelte Donut-Ökonomie markiert eine konzeptionelle Wende in der Klimadebat…
  26. Doughnut – The doughnut of planetary boundaries and social boundaries defines a safe and just space for humanit…
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  29. Der Paritätische Armutsbericht 2025 – Der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht jährlich den sogenannten Paritätischen Armutsbericht, …
  30. [PDF] 20.11.2025 – Hans-Böckler-Stiftung
  31. Paritätischer Armutsbericht 2025 – DPT-News
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