Analyse, Klimawandel, Hitzewelle, Klimaleugner, Desinformation, Fake News, Erderwärmung, Jahresdurchschnittstemperatur, Meteorologie, Klimawissenschaft, Kampagnen, rechte Spins, Hitzetote, Rekordtemperaturen, Europa, USA, Städte, Saragossa, Milano, Paris, München, Frankfurt, Köln, Berlin, Treibhausgase, CO2-Ausstoß, Rekordtemperatur Deutschland
27.06.2026, 17:30 Uhr
Wir wissen kaum noch, wie wir die Überschrift so gestalten sollen, dass sie noch ein paar Hashtags erlaubt, weil sie immer länger wird. Auch gestern kam es wieder zu neuen Temperaturrekorden – und zwar nach denen, die wir bereits gemeldet hatten. Auch ein neuer Berlin-Rekord war dabei. Ganz in unserer Nähe erstellt, was gut zu unseren persönlichen Eindrücken passt. Heute zeigen die Apps genauso hohe Temperaturen an, trotz eines gestrigen Abendgewitters.
Heute haben wir in einem Zeit-Artikel gelesen, man soll doch aufhören, immer über das Wetter zu reden, aber das Klima nicht zu benennen, sprich, den Klimawandel. Wir haben uns nichts vorzuwerfen, wir haben es umgekehrt gemacht. In die Hitzewelle hinein einen Klimakrise-Beitrag verfasst, und dann kamen die Rekorde serienweise. Wir verlinken diesen Artikel in jedem Update, denn er ist die Basis, er liefert die Einordnung dessen, was wir gerade erleben: Hitzewelle, Hysterie und Klimaleugnung: Fakten gegen Desinformation an einem heißen Tag (Analyse + Kommentar) – DER WAHLBERLINER.
Und damit zum aktuellen Geschehen:
Deutschland: Vier Allzeitrekorde in Folge
| Tag | Station | Temperatur |
|---|---|---|
| Freitag, 26.6. | Saarbrücken-Burbach | 41,3 °C |
| Samstag, 27.6. | Möckern-Drewitz, Sachsen-Anhalt | 41,5 °C |
| Samstag, 27.6. | Coschen, Brandenburg | 41,7 °C |
| Sonntag, 28.6. (bisher) | Coschen, Brandenburg | 40,9 °C (Stand: 13:20 Uhr) |
Am Samstag wurden also sogar zwei neue Rekorde an einem Tag aufgestellt – zunächst 41,5 Grad in Drewitz, dann 41,7 Grad in Coschen. Heute liegt Coschen mit 40,9 Grad um 13:20 Uhr bereits sehr hoch; der Höhepunkt dürfte am Nachmittag noch etwas später kommen, wobei Meteorologen heute etwas niedrigere Spitzenwerte als gestern erwarten.
Berlin: Neuer Allzeitrekord bestätigt
Der gestern gemeldete Berliner Rekord ist nun offiziell: Berlin-Tempelhof verzeichnete 39,9 Grad – der bisherige Berliner Allzeitrekord von 38,9 Grad aus dem Jahr 2015 ist damit um einen vollen Grad übertroffen. Die 39 Grad, die persönlich erlebt wurden (siehe unsere persönlichen Anmerkungen von gestern), sind also tatsächlich Berliner Rekordwerte, noch nie in der Berliner Messgeschichte verzeichnet.
Nachtrekord ebenfalls neu
Auch für die wärmste Nacht gibt es einen neuen vorläufigen Rekord: 29,4 Grad in Kubschütz (Sachsen) als Tiefstwert – der bisherige Rekord von 26,2 Grad aus 2019 wäre damit massiv übertroffen, der Wert muss aber noch vom DWD offiziell bestätigt werden.
Und ein kleines Randdetail, das den Artikel von Freitag nochmal unterstreicht: World Weather Attribution hat bestätigt, dass diese Hitzewelle ohne den menschengemachten Klimawandel rund 3,5 Grad kühler gewesen wäre – und in der Klimatologie der 1970er Jahre „praktisch unmöglich“ gewesen wäre.
Anmerkung: Beim Nachtrekord sind wir etwas vorsichtig. Dieselbe KI, die wir hier mit der Recherche beauftrag haben, hatte für Freitagnacht auch 28,2 Grad gemeldet, die 29,4 von gestern beziehen sich aber auf den „alten Rekord“, der am Freitag nur eingestellt wurde (26,2 Grad). 3,2 Grad mehr wären ein gigantischer Sprung, der gesundheitlich noch schädlicher ist als die immer weiter ansteigenden Spitzenwerte am Nachmittag, denn wie soll das menschliche System zur Ruhe kommen, wenn es nachts nicht mehr abkühlen kann? Die autochthonen Deutschen als Mitteleuropäer sind jedenfalls dafür nicht geschaffen, solche Temperaturen schadlos zu überstehen. In Berlin gab es hingegen einen stärkeren Temperaturrückgang in der Nacht bis auf ca. 22-23 Grad, was immer noch als Tropennacht bezeichnet wird (mehr als 20 Grad).
FFF-Hitzedemo 28.06.
Fridays for Future Berlin hat kurzfristig eine Demo explizit wegen der Hitze ausgerufen.zeit+1
- Aufruf am Samstag mit der Begründung, die extremen Temperaturen seien „das Ergebnis einer fossilen Politik, die lieber fossile Konzerne schützt als das Leben von Menschen“.zeit
- Ort: Invalidenpark in Berlin-Mitte, Beginn bewusst auf 21 Uhr gelegt, damit die Teilnehmenden nicht in der größten Tageshitze stehen müssen.
- Im Aufruf wird die Bundesregierung scharf kritisiert, weil sie „statt Menschen akut zu helfen und weitere krassere Hitzewellen vorzubeugen, die Klimakrise weiter befeuert“ – der effektivste Hitzeschutz sei Klimaschutz.zeit
Fridays for Future nutzt die Hitzewelle damit direkt als Anlass, um die Verbindung zwischen akuter Gesundheitsgefahr und Klimapolitik zu markieren – und passt die Protestform selbst an die Hitze an (später Abend).
Sicherheits- und Rettungseinsätze
Parallel zur Demo häufen sich Meldungen über hitze- und unwetterbedingte Vorfälle:
- In mehreren Bundesländern kam es im Zuge von abendlichen Gewittern zu schweren Sturmschäden: Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, beschädigte Oberleitungen und unterbrochene Bahnstrecken.vulkane+1
- Die Feuerwehr in Duisburg-Marxloh meldete etwa mehr als 30 wetterbedingte Einsätze an einem Abend, darunter ein größerer Einsatz, weil Äste auf die Straßenbahn-Oberleitung und auf einen stehenden Zug stürzten.vulkane
- Baden- und Baggerseen verzeichnen eine Serie von Badeunfällen mit Todesfolge, weil viele Menschen in Flüssen und Kanälen Abkühlung suchen: Fälle im Rhein-Herne-Kanal im Ruhrgebiet, im Rhein bei Biblis (Hessen) und in Seen in Baden-Württemberg werden berichtet.rp-online
Ad-hoc-Maßnahmen
In einigen Regionen wurden kurzfristig Hitzeschutz-Maßnahmen ergriffen:
- Kommunen in Süddeutschland haben temporäre „Kühlzentren“ für vulnerable Gruppen (Senioren, Obdachlose) geöffnet, etwa klimatisierte öffentliche Gebäude, Bibliotheken oder Einkaufszentren, die explizit als Rückzugsorte benannt wurden.zennews24
- Die Polizei in Berlin arbeitet zeitweise mit erleichterten Bekleidungsregeln und zusätzlichen Trinkwasserangeboten für Einsatzkräfte; parallel werden Bürger aufgerufen, ältere Menschen und Nachbarn aktiv zu unterstützen.tagesschau+1 Die Polizei hat sogar Wasserwerfer für einen guten Zweck eingesetzt, nämlich, um Kühlwasser zu versprühen, ist uns zu Ohren gekommen.
Die Hitzewelle ist damit längst nicht nur ein Wetterereignis, sondern ein Auslöser für Protest, eine Belastungsprobe für Rettungsdienste und ein Testfall dafür, wie ernst Politik und Verwaltung das Thema Hitzeschutz inzwischen nehmen.
Und bei uns?
Wir haben es beinahe absichtlich gemacht, uns gestern Abend im Gewitter abgekühlt, als wir noch schnell zum Einkaufen gefahren sind und der Laden kurz vor 23 Uhr absolut gepackt war. Das Warten an der Kasse hatte ewig gedauert und auf der Rückfahrt mit dem Rad hatte es fest geregnet, gedonnert und geblitzt. Hätte man besser organisieren können, keine Frage, aber Wetter ist, wenn man mitmacht. So gut man kann. Und da stellen sich im Moment viele Fragen, die wir beruflich zum Beispiel gerade mit dem Thema Klimaschutz und Inklusion zu beantworten versuchen, wobei der Hitzeschutz wieder eine besondere Rolle spielt.
Dieses Thema wurde lange vor der aktuellen Hitzewelle beschlossen. Dass es so gut passen würde, haben wir uns wahrhaftig nicht gewünscht. Es ist einfach passiert. Ob es im Juli noch heißer werden wird? Das wäre normal, aber dieses Klima ist nicht mehr normal, deswegen könnte es auch sein, dass wir die Höchstwerte für dieses Jahr gestern gesehen haben oder heute sehen werden. Gestern kam es zu Tagestemperaturen um 0,4 Grad höher als die bisherigen Rekordwerte, die erst 2019 erzielt wurden. Wenn es in dem Tempo weitergeht, wird bald niemand mehr vom berühmten 1,5-Grad-Ziel sprechen, sondern nur noch darüber, wie man versuchen kann, den gewaltigen Schäden, die auf uns zukommen werden, mit Notmaßnahmen zu begegnen, anstatt sie mit vorausschauender, kluger Klimapolitik zu begrenzen. Dafür dürfte es schon zu spät sein. Und doch zählt der Kampf um jedes Zehntelgrad Erderwärmung gerade jetzt.
Wie stellen sich die Menschen dazu? Wir sehen nicht, dass die Umfragewerte der rechten Klimawandel-Leugner zurücken. Das seigt eigentlich alles über die erschreckende Wahrheit aus: Wir haben es gar nicht verdient, diesen Kampf um eine bewohnbare Erde zu überleben. Oder: vox populi, vox Rindvieh. Sagten unsere Lehrer, der Spruch stammt vermutlich aus vordemokratischer Zeit, trifft aber in einer Demokratie ebenjene Demokratie umso härter. Inklusive der Erkenntnis, dass dieses System auf mehreren Ebenen an seine Grenze gestoßen ist. Eine davon ist die im Hauptartikel angesprochene kognitive Dissonanz, die bei vielen Menschen eine unüberwindbare Hürde zwischen Empfinden und Einordnung darzustellen scheint.
Unser Gefühl ist, dass wir im Wahlberliner noch häufiger über dieses Thema schreiben werden müssen. Es gibt so viele Themen, aber dieses ist eines, das als den meisten anderen übergeordnet behandelt werden muss.
Transparenz
Die Daten- und Ereignisrecherche 27./28.06. wurde an eine KI vergeben, die Einleitung und die Absätze „Und bei uns?“ haben wir selbst verfasst (TH)
27.06.2026, 17:30 Uhr
Nachdem gestern in Saarbrücken einen neuen Allzeit-Temperaturrekord für Deutschland aufgestellt wurde, ist die Hitzewelle nach Osten gewandert: 41,5 Grad in Sachsen-Anhalt. Und in Berlin, wo wir schreiben, bis zu 39,3 Grad – auch dies ein Rekord. Eine private Station hatte sogar 40,2 gemeldet, dieser Berlin-Rekord wird aber wohl nicht anerkannt werden.
Angezeigt werden bei uns gerade 39 Grad (auf dem Mobil-Telefon, auf dem Computer nur bis zu 36 Grad), und dass wir das noch nie erlebt haben, seit wir hier sind. Die selbst erlebten 39 Grad in Berlin sind also absolut rekordverdächtig.
Deutschland: Neuer Allzeitrekord erneut übertroffen
Der gestrige deutsche Allzeitrekord von 41,3 Grad (Saarbrücken-Burbach, Freitag) hielt gerade 24 Stunden. Laut Tagesschau-Eilmeldung von heute Nachmittag wurde an der Wetterstation Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt vorläufig 41,5 Grad gemessen – damit ist Deutschland zwei Tage in Folge über den jemals gemessenen Höchstwert hinausgegangen. Laut Wikipedia-Temperaturrekordliste wird heute zudem in Saarbrücken-Burbach 41,4 Grad geführt.[1][2]
Hier noch ein paar Ergänzungen ohne eigenen Update-Artikel: Am Samstag wurde dieser Rekord an derselben Wetterstation erneut gebrochen: 41,4 Grad zeigte das Thermometer um 15.00 Uhr im Nordwesten der saarländischen Hauptstadt (Saarbrücken-Burbach, wie oben). Im weiteren Verlauf wurde dieser Rekord dann in Sachsen-Anhalt noch einmal knapp übertroffen. Der DWD teilte gleich mehrere bundesweite Rekorde mit: An 46 Stationen wurden mindestens 40,0 Grad gemessen. An insgesamt 250 Stationen wurden so hohe Werte gemessen wie nie zuvor. Zudem wurden an 211 weiteren Stationen Rekordwerte für Juni gemessen. Zahlreiche Bundesländer vermeldeten ebenfalls Rekordgradzahlen. Damit sind im Juni bundesweit einige Rekorde gefallen: neben der bisher höchsten jemals gemessenen Temperatur auch der Juni-Rekord für Deutschland. Der hatte zuvor bei 39,6 Grad gelegen, gemessen am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt.
Berlin und Brandenburg: Klare Antwort
- Berlin-Tempelhof (DWD-Station): vorläufig 39,3 Grad – der bisherige Berliner Allzeitrekord von 38,9 Grad (Berlin-Köpenick, August 2015) ist damit gefallen.[4][3] Wir sind also wieder dicht dran, denn die Station liegt in unserem Wohnbezirk.
- Potsdam: sogar 39,9 Grad – neuer Allzeitrekord für Brandenburg, bisheriger Rekord lag bei 38,9 Grad (Cottbus, Juni 2022).[3]
- An privaten Wetterstationen (nicht offiziell anerkannt, weil zu jung) wurden in Berlin-Eiskeller sogar 40,2 Grad gemessen.[3] Klingt bei dem Namen der Station nach einem Gag, bestätigt aber nur den Trend an offiziellen Messstationen, den wir gerade sehen.
Was auf unseren Geräten angezeigt wird, hat sich also bestätigt. Das ist der neue Berliner Rekord. Das bisherige Maximum aus 18 Jahren liegt damit hinter heute zurück, was die persönliche Erinnerung „nie so etwas erlebt“ wissenschaftlich bestätigt, es lag bei 36-37 Grad.
Tropennacht-Rekordeinstellung dazu
Heute Nacht wurde in Weinbiet (Rheinland-Pfalz) als Tiefstwert 26,2 Grad gemessen – vorläufig wärmste Nacht, die je in Deutschland registriert wurde.[1] Der bisherige Rekord lag bei 26,2 Grad (ebenfalls an diesem Ort und stammt aus dem ebenfalls sehr heißen Sommer 2019) und in Bad Bergzabern wurde er in der Nacht von vorgestern auf gestern eingestellt, mit ebenfalls 26,2 Grad.
Hier haben wir eine Korrektur vorgenommen. Nach neuesten Meldungen wurde der Rekord von 2019 lediglich eingestellt, nicht übertroffen, ursprünglich hatten wir, den Angaben der beauftragten KI gemäß, geschrieben, dass in Weinbiet 28,2 Grad in der Nacht nicht unterschritten wurden. Das bedeutet, der bisherige Rekord wurde nicht übertroffen, sondern lediglich eingestellt. Traditionell sind die heißesten Tage und Nächte allerdings im Juli zu verzeichnen, wir werden also sehen, ob die „alte“ Rekordmarke Ende Juli noch bestand haben wird.
Drei Tage, drei neue Allzeitrekorde. Unser Ausgangsartikel lässt sich wohl kaum besser belegen: Hitzewelle, Hysterie und Klimaleugnung: Fakten gegen Desinformation an einem heißen Tag (Analyse + Kommentar) – DER WAHLBERLINER. Und wir sind erst im Juni, das muss noch nicht das letzte Wort für dieses Jahr in Sachen Temperaturrekorden sein.
Hier zu Hause
Und bei uns so? Nachdem das Thermometer gestern bei 27 Grad gnädigerweise gestoppt hat (allerdings sank es in der Nacht nur um 2 Grad), hatten wir am frühen Nachmittag 28,5 Grad, jetzt 28 Grad. Auch ein Haus wie dieses heizt sich irgendwann auf; deswegen ist es für das Wohlbefinden wichtiger als absolute Spitzentemperaturen, wie lange eine Hitzewelle anhält. Spätestens morgen muss es kühler werden, sonst überschreiten wir hier auch die 30-Grad-Marke. Klar, man kann sich unter den Umständen eine Klimaanlage zulegen, aber der Betrieb kostet erheblich mehr Strom als der Ventilator, den wir nun bestellt haben (siehe Ausgangsartikel). Erfahrungen zur Klimatisierung, nur fürs Arbeitszimmer, haben wir bereits gesammelt in einer Dachwohnung im warmen Südwesten Deutschlands, bevor wir nach Berlin gezogen sind. Das war eine nur mäßig effiziente und sehr teure Angelegenheit, die uns im Sommer 2003, dem damaligen Rekordsommer, zwar ein bisschen das Leben erleichterte, aber einen erheblichen Anteil an unserem damaligen 8.000-kWh-Stromverbrauch im Jahr hatte. Bis heute ist das der Höchstwert. Was ein solcher Verbrauch bei aktuellen Strompreisen bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen.
Transparenz
Die Beiträge dieser Reihe wurden auf spezifische Anfragen von uns hin von einer KI erstellt, persönliche Anmerkungen haben wir natürlich selbst geschrieben (TH)
Quellen
- https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Temperaturrekorde_in_Deutschland
- https://www.tagesschau.de/eilmeldung/eilmeldung-9388.html
- https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/06/temperaturrekorde-berlin-brandenburg-hitzewelle.html
- https://www.n-tv.de/regionales/berlin-und-brandenburg/Hitzewelle-rollt-ueber-Berlin-und-Brandenburg-id31020288.html
- https://www.wetterprognose-wettervorhersage.de/wetter/juni/wetter-juni-2026/13635-wettervorhersage-hitzewelle-mit-unwetter-wuestentagen-und-tropischen-naechten.html
- https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-06/temperaturrekord-deutschland-40-grad-hitze-juni
- https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/wetter-hitze-deutschland-100.html
- https://www.tagesschau.de/inland/hitzerekord-juni-100.html
- https://www.youtube.com/watch?v=UdhbpHoImgQ
- https://denkstrom.org/artikel/hitzewelle-hartmut-rekord-europa-juni-2026/
- https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/extremwerte.asp
- https://www.wetterdienst.de/Deutschlandwetter/Thema_des_Tages/6612/sechsunddreissig-grad-und-es-wird-noch-heisser
- https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/hitzewelle-in-deutschland-erneut-hitzerekord-gebrochen–415-grad-in-sachsen-anhalt-gemessen-15741040.html
- https://www.merkur.de/welt/hitzewelle-mit-41-grad-am-wochenende-26-bis-28-juni-94369990.html
- https://www.zeit.de/news/2026-06/27/hitzewelle-geht-nach-rekordtag-weiter
26.06.2026, 18:30 Uhr
Kaum haben wir die untenstehende Analyse veröffentlicht, da kam die Meldung: Deutschland hat den nächsten Hitzeschritt genommen: Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurde am Freitag in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad die höchste Temperatur gemessen, die jemals in Deutschland registriert wurde.
Der bisherige Allzeitrekord von 41,2 Grad aus dem Juli 2019 ist damit vorerst übertroffen. Besonders gefährlich ist, dass diese Extremwerte auf Nächte treffen, in denen die Temperaturen mancherorts kaum noch unter 26 Grad sinken – Hitze ohne Erholung, Tag und Nacht.
Temperaturrekord in Deutschland gemessen – 41,3 Grad in Saarbrücken | tagesschau.de
Die bisherige Rekordmarke von 41,2 Grad war am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen worden. Nun liegt der neue vorläufige Höchstwert bei 41,3 Grad, gemessen am späten Nachmittag in Saarbrücken-Burbach. Tagesschau und andere Medien betonen zugleich, dass es sich noch um einen vorläufigen DWD-Wert handelt, der nachträglich überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden kann. (n-tv+2)
Zusätzlich wurden am selben Nachmittag in Bad Kreuznach und Kitzingen jeweils 40,7 Grad gemessen, was zeigt, dass die Extremhitze nicht nur lokal, sondern großräumig zugeschlagen hat. Bereits zuvor war mit 39,0 Grad in Waghäusel-Kirrlach der baden-württembergische Juni-Höchstwert übertroffen worden.
Schon im damaligen Rekordsommer 2003 war das Saarland ganz vorne dabei, wenn es um 40-Grad-Temperaturen ging. Selbst, falls der heutige Rekord nicht bestätigt werden sollte: Morgen und am Sonntag soll es bekanntlich, bis zu einem Gewittter, nach dem die Temperaturen um ca. 15 Grad sinken sollen, noch heißer werden als heute. Und wir haben Juni, nicht Ende Juli, wo es generell am heißesten ist.
Zu der Stadt und sogar zu dem Stadtteil, in dem die heutige vorläufige Rekordtemperatur gemessen wurde, haben wir einen sehr persönlichen Bezug und konkrete Bilder vor Augen, wie sich über 40 Grad dort anfühlen. Saarbrücken-Burbach ist ein Stadtteil mit Tallage, in dem sich die Hitze besonders gut stauen kann. Es überrascht uns nicht, dass ein Rekord, wenn er in dieser Stadt fällt, genau in der Gegend erzielt wird. Vorläufig hin oder her, es ist ein Rekord, auf den man gerne verzichten würde. Unser aktuelles Gefühl hingegen ist, dass wir schon morgen das nächste Update schreiben werden.
TH
26.06.2025, 15:00 Uhr
Was könnte man an einem Freitagnachmittag tun, an dem wegen der Hitze ein Termin ausgefallen ist? Früher hätten wir gesagt: Ins Freibad, ins Freibad! Wenn es Hitzefrei in der Schule gab (ab 25 Grad aufwärts morgens um 10) Aber in Berlin ins Freibad? Wenn es wirklich heiß ist?
Also lieber einen Artikel über das Wetter schreiben, zum Beispiel. Und darüber, dass die Menschen entweder immer dümmer oder immer bösartiger werden, oft trifft ja beides zu.
Sie kennen sicher aus den unsozialen Medien alle diese Gegenüberstellungen, in denen die gleichen Temperaturen in den 1970ern oder 1980ern als tolles Sommerwetter bezeichnet wurden und jetzt als Klima-Alarm daherkommen. Das als „Klimahysterie“ zu bezeichnen, ist schon aus einem einzigen Grund komplett daneben, jenseits aller Fakes, die in dem Zusammenhang produziert werden: Damals gab es die Erhöhung der Jahres-Durchschnittstemperatur gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter noch nicht, die wir mittlerweile verzeichnen und die zum Beispiel von 1960 bis heute eine Erhöhung der Jahresdurchschnittstemperatur von 8,4 auf 10,1 Grad mit sich gebracht hat. Selbst den borniertesten Menschen müsste, wenn sie Berliner sind, auch aufgefallen sein, dass in den Hitze-Trockensommern 2018 und 2019 die Natur teilweise gekippt war, Bäume vorzeigt braune Blätter bekamen, die sich einrollten, beispielsweise. Damit sparten sie Wasser, um im wörtlichen Sinne das Stammsystem zu erhalten. Nachbarn hatten versucht, den Prozess durch ausgiebiges Gießen zu stoppen, was keine Wirkung zeigt und was wir für falsch halten, angesichts der Tatsache, dass auch das Wasser nicht gerade mehr wird. Deutschland verliert erheblich an Wasserreserven. Aber das wussten sie gewiss schon, vielleicht wissen Sie es auch und leugnen es, wie alles, was unbequem ist.
Wir hatten jedenfalls diesen Notmodus der Bäume zuvor nie beobachtet, und dieses Jahr könnte es wieder soweit sein, wenn es weitergeht wie bisher.
Glücklicherweise gehen die Temperaturen dieser Tage nicht ganz so hoch wie prognostiziert, heute wird es vermutlich bei 33 bis 34 Grad bleiben. Also knapp unter dem, was wir in Berlin bisher als höchste Temperatur erlebt haben: ein bis zwei Grad mehr. Vielleicht geht es noch auf 35, gegen 17 Uhr. Im Arbeitszimmer messen wir gerade 27 Grad und empfinden es sogar als angenehm. Spoiler: Unter 22 Grad wird es bei uns schwierig, da kriegen wir klamme Finger und das Tippen geht nicht mehr so leichthändig. Wir sind also eher wärmeaffin.
Trotzdem haben wir uns entschlossen, nach gestern 30 Grad und Saunagefühl im Büro unterm Dach heute im Homeoffice zu arbeiten. Eine entsprechende Empfehlung gab es für die gesamte Verwaltung unseres Arbeitgebers schon seit Mittwoch, aber gestern reizte es uns, zu testen, wie wir, auch unter Bezugnahme auf unser sich unweigerlich erhöhendes Alter, mit über 30 Grad umgehen können, unterstützt durch einen kleinen Ventilator, den wir einer Kollegin sozusagen entwendet hatten, die schon seit Tagen lieber von zu Hause aus arbeitet. Teile der Produktion sind übrigens bei uns klimatisiert. Zu Hause hatten wir bisher keinen Ventilator, jetzt haben wir einen bestellt. Lieferzeit mindestens zehn Tage, vielleicht gerade richtig zur nächsten Hitzewelle. Wir hätten auch in den nächsten Baumarkt gehen können, aber dieses Mal sollte es etwas Schickes, sehr Leises und Stromsparendes sein, was es nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt.
Aber was ist nun mit den Idioten, die den menschengemachten Klimawandel leugnen? Ihretwegen musste die ARD einen Faktencheck in eigener Sache schreiben: Klimadesinformation – Fakes relativieren Hitzewelle | tagesschau.de. Wir fassen ihn zusammen und reichern das Thema mit weiteren Aspekten und Quellen an.
Was der ARD-Faktenfinder dokumentiert
Der ARD-Faktenfinder von Carla Reveland und Pascal Siggelkow, erschienen am 25. Juni 2026, legt dar, mit welchen Mitteln Klimawandelleugner die aktuelle Hitzewelle zu relativieren versuchen. Drei Kategorien von Desinformation lassen sich unterscheiden.
Falschbehauptung 1: Die Wetterkarten werden manipuliert
In sozialen Netzwerken kursiert seit Jahren die Behauptung, die öffentlich-rechtlichen Medien würden Wetterkarten absichtlich in intensiven Rottönen darstellen, um eine dramatischere Hitze vorzutäuschen. Das ARD-Wetterkompetenzzentrum hat dazu klar Stellung genommen: Das Design der Tagesschau-Wetterkarten wurde tatsächlich in den Jahren 2005 und 2014 verändert – zur besseren Erkennbarkeit, nicht aufgrund einer politischen Botschaft. Silke Hansen, Leiterin des ARD-Wetterkompetenzzentrums, erklärt: „Wir skalieren die Rottöne im Sommer nicht nach oben, im Gegenteil! Die höheren Temperaturen werden weniger rot dargestellt als im Frühjahr oder Herbst – weil es im Sommer häufiger höhere Temperaturen gibt.“ Für den Winter werden Wetterkarten verwendet, auf denen Temperaturen schon als Gelb oder Orange angezeigt werden, die auf Sommerkarten als kühl wirkendes Grün daherkommen:
Es gibt einen Unterschied zwischen Wetterkarten (Sonne, Wolken, Regen) und Temperaturkarten. Letztere passen ihre Farbskala je nach Jahreszeit an, damit kleinere Temperaturunterschiede überhaupt noch sichtbar sind. Eine Temperatur von fünf Grad wird im Sommer blau dargestellt, im Winter gelb oder orange. Das ist keine Manipulation, sondern grundlegendes kartografisches Handwerk.
Falschbehauptung 2: „Früher war das auch so warm“
Alte Zeitungsschlagzeilen werden in sozialen Netzwerken als vermeintliche Belege verbreitet, dass Hitzewellen nichts Neues seien. Ein klassisches Beispiel: die Titelseite der Bild-Zeitung von 1957 mit der Schlagzeile „56 Grad! Ganz Deutschland ein Brutofen!“ – ein Foto, das seit Jahren durch die Netzwerke geistert. Wer den Originalartikel aufruft, erfährt: Die 56 Grad bezogen sich auf die Temperatur im Gehäuse der Bahnhofsuhr von Wanne-Eickel, nicht auf die Lufttemperatur. Tatsächlich wurde in Deutschland bislang noch nie eine Lufttemperatur von über 50 Grad gemessen. Der bisherige Höchstwert beträgt 41,2 Grad Celsius, gemessen am 25. Juli 2019. Dass die Bildzeitung immer schon zur Polarisierung, Spaltung und gerne auch zu Fake News ober absichtlich missverständlichen Formulierungen tendiert, ist eine permanente Herausforderung für die Demokratie seit über 70 Jahren.
Eine weitere vielgeteilte Schlagzeile stammt aus der Bild-Zeitung von 1975: „40 Grad Hitze. Jetzt wird das Wetter lebensgefährlich!“ Der ARD-Faktenfinder und frühere Correctiv-Recherchen zeigen: Es handelte sich um eine Prognose für Essen, die sich nicht bewahrheitete – gemessen wurden an jenem Tag 30,8 Grad. Jetzt könnte man meinen, na also, auch damals wurde das Wetter schon alarmistisch dargestellt, gerade aus dem Artikel ließe sich demnach kein Unterschied zur heutigen Berichterstattung ableiten, sofern man sie als alarmistisch wahrnimmt. Hier geht es aber in erster Linie um etwas anderes: Um eine Prognose, die gar nicht eingetreten ist, aber das zu unterscheiden, fällt einigen offenbar schon schwer.
Falschbehauptung 3: Die Zahl heißer Tage hat nicht zugenommen
Das Kernargument der Verharmloser lautet, es habe früher auch heiße Sommer gegeben. Das stimmt – aber es verschweigt den entscheidenden Trend. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) definiert einen „heißen Tag“ als einen Tag mit mindestens 30 Grad Celsius. Zwischen 1951 und 1990 gab es gerade ein einziges Jahr, in dem gemittelt über ganz Deutschland mehr als zehn solcher Tage auftraten. In den Jahrzehnten danach war dies hingegen bereits 14-mal der Fall – allein zehn dieser Jahre liegen im Zeitraum von 2010 bis 2025. Das Rekordjahr 2018 verzeichnete 20,4 heiße Tage.
Und die Durchschnittstemperatur in Deutschland? Sie lag im Jahr 1960 bei 8,4 Grad Celsius – und 2025 bei 10,1 Grad Celsius.
Die Hitzewelle von 2026: Das ist, was gerade passiert
Während diese Zeilen entstehen, erreicht die aktuell zweite europäische Hitzewelle des Jahres 2026 ihren Höhepunkt. Das Hitzehoch „Hartmut“ liegt als sogenannter Heat Dome über weiten Teilen Europas: Ein stabiles Hochdruckgebiet hält heiße Luft wie unter einem Deckel gefangen, Tiefdruckgebiete werden abgelenkt, kühle Nordseeluft kommt nicht durch. Diese Omega-Wetterlage ist an sich nicht außergewöhnlich – was sich verändert hat, ist die Temperatur, die eine solche Lage heute erzeugt.
Zum Wochenende (27./28. Juni) werden in Teilen Deutschlands Werte von 40 bis 41 Grad erwartet, der bundesweite Allzeitrekord von 41,2 Grad aus dem Juli 2019 gerät in Reichweite. Im Südwesten sind einzelne Modellberechnungen bis 42 Grad möglich. Frankreich erlebte am 24. Juni mit einem neuen Höchstwert von 40,9 Grad in Paris den womöglich heißesten Junitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im südwestfranzösischen Pissos wurden am 25. Juni 44,3 Grad gemessen – der heißeste Tag in Frankreich seit fast 80 Jahren. In Spanien wurden in der schlimmsten Hitzewelle seit Messbeginn innerhalb weniger Tage 327 Hitzetote gezählt. Auch in Großbritannien fiel ein Juni-Rekord: Im südenglischen Gosport stieg das Thermometer auf 36,1 Grad.
Für NRW erwartet die WDR-Wetterredaktion, dass im Juni 2026 zehn oder elf Tage in Folge über 30 Grad registriert werden könnten – der bisherige Juni-Rekord für aufeinanderfolgende heiße Tage lag bei acht und stammt aus dem Jahr 1976.
Erinnern Sie sich noch an den Sommer 1976? Oder an den Sommer 2003? Damals war es auch wirklich schon heiß, aber eben nicht mit einer solchen Häufung an Tagen über 30 Grad wie zuletzt. Zehn Tage am Stück über 30 Grad schon im Juni würden allerdings jeden Rahmen sprengen. Zumindest in Berlin dürfte diese Serie nicht zustandekommen, falls es nach dem derzeit prognostizierten Gewitter am Sonntag deutlich abkühlt.
Der wissenschaftliche Befund: Klimawandel macht diese Hitzewelle wärmer
Das Forscherteam Climameter hat im Rahmen einer Echtzeit-Attributionsanalyse untersucht, was die aktuelle Hitzewelle vom natürlichen Schwankungsbereich unterscheidet. Das Ergebnis ist eindeutig: Je nach Ort sind zwei bis vier Grad der gemessenen Temperaturen direkt auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen.
Die Zahlen für einzelne Städte
| Stadt | Klimabedingte Zusatztemperatur |
| Saragossa (Spanien) | +4,0 °C |
| Mailand | +3,8 °C |
| Paris | +2,4 °C |
| München | +2,3 °C |
| Frankfurt am Main | +1,7 °C |
| Köln | +1,6 °C |
| Berlin | +1,2 °C |
Davide Faranda vom Projekt Climameter bringt es auf den Punkt: „Das Wettermuster hinter dieser Hitzewelle ist nicht außergewöhnlich. Was außergewöhnlich ist, ist, dass der Klimawandel den Temperaturen in Teilen Westeuropas bis zu 4 Grad Celsius hinzugefügt hat.“
Da haben wir in Berlin also noch vergleichsweise Glück gehabt, bisher jedenfalls. Uns ist eher aufgefallen, dass es (Ausnahme: der vergangene Winter mit zwei langen Glatteisperioden) im Winter wärmer wird als im Sommer. Dabei spielt auch ein subjektiver Eindruck sicherlich eine Rolle: Da wir aus einer Gegend nach Berlin gezogen sind, in der es in der Regel nur wenige Schneetage im Jahr gibt, haben wir die Winter 2010-2012 hier als „das andere Deutschland“ empfunden, wettermäßig, während ansteigende Sommertemperaturen in Berlin nicht oberhalb dessen liegen, was wir aus dem wärmeren Südwesen gewöhnt waren. Dort hatte es allerdings auch deutlich mehr geregnet, weshalb die Vegetation dort üppiger ist, besonders fallen die höheren Wald-Laubbäume auf.
Die hinter den Angaben in der obigen Tabelle ist vergleichsweise simpel und methodisch robust: Die Forscher vergleichen aktuelle Großwetterlagen mit ähnlichen Mustern aus den Jahren 1950 bis 1979 – einem Zeitraum, in dem der Klimawandel noch kaum messbare Auswirkungen hatte. Das Ergebnis unterstreicht, was bereits der IPCC-Sachstandsbericht festgehalten hat: Extremhitzeereignisse nehmen in Westeuropa schneller zu, als Klimamodelle es vorhergesagt hatten. Emma Holmberg von der Universität Bern formulierte es so: „Bereits im Juni herrschen gefährliche Hitzewerte, die sowohl die Infrastruktur als auch den Einzelnen stark belasten.“
Globaltrend: Die letzten elf Jahre – die wärmsten seit Messbeginn
Die aktuelle Hitzewelle ist kein Ausreißer, sondern Teil eines unverkennbaren Musters. Der EU-Klimadienst Copernicus hat bestätigt: 2024 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (in Europa) im Jahr 1850 – und erstmals überschritt die globale Jahresdurchschnittstemperatur die Schwelle von 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Das Jahr 2025 war global das drittwärmste. Die letzten elf Jahre (2015 bis 2025) waren die elf wärmsten seit Messbeginn. Der dreijährige Durchschnitt für 2023 bis 2025 lag erstmals mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau – ein historisch beispielloser Dreijahreszeitraum und bereits eine Überschreibung des bekannten 1,5-Grad-Ziels, das im Pariser Klimaabkommen als anzutrebend festgelet wurde. Der Temperaturanstieg sollte nicht über diese Zahl hinausgehen, dazu sollten die Staaten alle beitragen, die sich in diesem Abkommen zu
Auch der Mai 2026 war der zweitwärmste Mai weltweit seit Beginn der Aufzeichnungen. Samantha Burgess, Vizedirektorin von Copernicus, sprach von „einer ungewöhnlich frühen und intensiven Hitzewelle, wie man sie noch nie so früh im Jahr in Westeuropa beobachtet hat“.
Die Bäume sterben: Was in Berlin wirklich passiert
Das Einrollen der Blätter, das eingangs beschrieben wird, hat einen Namen: Trockenstress. Und es ist kein ästhetisches Problem. Nach den extrem trockenen Sommern 2018 und 2019 – in Berlin lag die Durchschnittstemperatur 2018 um 2,3 Grad über dem langjährigen Mittelwert von 1961 bis 1990, die Niederschlagsmenge sank von normalerweise 598 auf 359 Liter pro Quadratmeter – gingen mehr Berliner Stadtbäume verloren, als neu gepflanzt wurden: 4.900 Fällungen, aber nur 2.400 Neupflanzungen allein in einem Jahr. Manfred Forstreuter vom Institut für Biologie der Freien Universität Berlin fasste damals zusammen: „Unsere Stadtbäume vertrocknen.“
Große Bäume können durch privates Gießen nicht gerettet werden – sie verdunsten schlicht zu viel Wasser, um durch Bewässerung ausgeglichen zu werden. Das macht die gut gemeinte Gieß-Aktion der Nachbarn nachvollziehbar, aber wirkungslos: Bei einem ausgewachsenen Stadtbaum handelt es sich um ein Stammsystem, das Tonnen von Wasser bewegt. Was hilft, ist städtisches Wassermanagement, weniger versiegelte Flächen, Zisternen für Regenwasser.
Und das Wasser? Deutschland verliert tatsächlich erhebliche Reserven. Laut Bundesumweltamt schrumpften die nationalen Wasserbestände von 489 Milliarden Kubikmetern im Jahr 2001 auf 338 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2022. Die Wasserbilanz, einst positiv mit einem Plus von 56 Milliarden Kubikmetern, ist inzwischen negativ und weist einen Verlust von 23 Milliarden Kubikmetern auf. Eine BUND-Studie zeigt, dass besonders Regionen mit intensiver Landwirtschaft, hoher Industrialisierung und dichter Besiedlung betroffen sind.
Hitze tötet – und das ist kein Erfinden von Toten
Ein zentraler Vorwurf im Repertoire der Klimaleugner und der mit ihnen sympathisierenden rechten Medienblasen: Die Medien „erfinden Hitzetote“ oder dramatisieren Gesundheitsrisiken. Die Realität ist eine andere.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Umweltbundesamt (UBA) haben für die Sommer 2023 und 2024 jeweils rund 3.000 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland ermittelt. Das Jahr 2018 kam auf geschätzte 8.700 Hitzetote, ähnlich den historischen Hitzejahren 1994 und 2003 mit jeweils rund 10.000. Für 2019 schätzen Forscher von RKI, Umweltbundesamt und DWD 6.900 hitzebedingte Sterbefälle, für 2020 sind es 3.700.
Europaweit verzeichnete der Sommer 2023 über 47.000 Hitzetote – so das Institute for Global Health in Barcelona, das seine Studie im Fachjournal Nature veröffentlichte. Ohne Hitzeschutzmaßnahmen wäre die hitzebedingte Sterblichkeit demnach um 80 Prozent höher gewesen. Besonders betroffen sind ältere Menschen über 75, die an Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen leiden, sowie Menschen mit Demenz.
Hitze erscheint selten als direkte Todesursache auf Totenscheinen – weshalb Forscher statistische Verfahren zur Übersterblichkeitsanalyse einsetzen. Das ist keine Erfindung, sondern epidemiologische Standardmethodik. UBA-Präsident Dirk Messner: „Aufgrund des Klimawandels wird sich das Problem der Übersterblichkeit im Sommer in Zukunft noch weiter verschärfen.“
Die aktuelle Hitzewelle schreibt das fort: In Frankreich wurden bis zum 24. Juni mindestens 18 Tote durch die Hitze gemeldet, darunter zwei Kleinkinder, die in einem überhitzten Auto aufgefunden wurden. Hinzu kommen 40 Ertrinkungstote, die beim Versuch, in Flüssen Abkühlung zu suchen, ums Leben kamen.
Die Macher der Leugnung: Eine organisierte Kampagne
Die Vorstellung, Klimaleugnung sei eine spontane Volksbewegung von Skeptikern, die einfach mal nachfragen, querdenken, damit die Denkfigur nicht mehr in den Rahmen der Realität passt, stimmt nicht. Sie ist zu erheblichen Teilen das Produkt einer gezielten, jahrzehntelangen Desinformationskampagne – ausgerechnet finanziert von Unternehmen, die es besser wussten.
Eine im Fachjournal Science veröffentlichte Studie der Wissenschaftshistoriker Geoffrey Supran und Naomi Oreskes von der Harvard University sowie des Physikers Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) belegt: ExxonMobil wusste spätestens seit 1977 intern, dass fossile Brennstoffe zu einer globalen Erwärmung von etwa 0,2 Grad pro Jahrzehnt führen würden. Die eigenen Klimaforscher des Konzerns sagten die heutige Erderwärmung sogar präziser voraus als viele unabhängige Wissenschaftler der damaligen Zeit.
Was tat der Konzern stattdessen? Er finanzierte über Jahrzehnte Kampagnen, die gezielt Zweifel an der Klimaforschung säten. Das Modell war dem der Tabakindustrie abgeschaut, die jahrzehntelang behauptete, Rauchen verursache keinen Lungenkrebs. Die „merchants of doubt“ – Händler des Zweifels, wie Naomi Oreskes sie in ihrem gleichnamigen Buch nennt – verbreiteten Mythen über eine drohende Eiszeit, redeten Klimamodelle schlecht und versuchten, die Wissenschaft insgesamt zu diskreditieren.
Shell gründete gemeinsam mit anderen Ölmultis wie Chevron, BP und Exxon 1989 die Lobbyorganisation „Global Climate Coalition“ – ausdrücklich zum Zweck der Verzögerung von Klimaschutzmaßnahmen. Das ist kein Verschwörungstheorem, sondern belegt durch interne Dokumente, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Die Strategien der modernen Klimaleugner
Heute hat sich das Arsenal verfeinert. Jennie King, Abteilungsleiterin Climate and Research beim Institute for Strategic Dialogue in London, identifiziert mehrere Typen von Akteuren: die klassische fossile Industrie, die es sich leisten kann, eigene „Experten“ zu finanzieren; sogenannte „Empörungshändler“, die auf Empörungsökonomie setzen und mit Klimaleugnung Aufmerksamkeit und Reichweite generieren; und staatliche Akteure – darunter Russland –, die Klimadesinformation strategisch einsetzen, um westliche Klimapolitik zu destabilisieren.
Der BR-Faktenfuchs hat drei klassische Strategien dokumentiert:
Wissenschafts-Mimikry: Klimaleugner geben vor, selbst wissenschaftlich zu argumentieren, instrumentalisieren aber korrekte Wetterdaten falsch oder zitieren aus dem Kontext. Aus den Schwankungen einer Jahreskurve wird eine vermeintliche Widerlegung des Klimatrends konstruiert – obwohl jede Zeitreihe natürliche Variabilität enthält und der Trend trotzdem eindeutig ist.
Scheinargumente: Die Gegenüberstellung von 1970er-Schlagzeilen mit heutiger Klimaberichterstattung ist ein klassisches Scheinargument. Es suggeriert Vergleichbarkeit, wo keine ist. Die Rahmenbedingungen – die globale Durchschnittstemperatur, die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre, die Häufigkeit von Extremwetterereignissen – haben sich fundamental verändert. Die Temperaturzahl 35 Grad auf einer Wetterkarte von 1976 ist nicht dieselbe wie 35 Grad auf einer Karte von 2026.
Rosinenpicken: Einzelne kalte Winter, lokale Temperaturanomalien oder einzelne Jahre, in denen die Erwärmung stagnierte, werden herausgepickt und als Widerlegung des Gesamttrends präsentiert. Copernicus-Direktorin Samantha Burgess formulierte die Antwort: „Eine kalte Region heißt nicht, dass der Klimawandel nicht real ist. Der globale Kontext zählt.“
Dazu kommt ein neueres Element: Verschwörungstheorien. Klimaschützer werden als Teil einer „woken“ Elite diffamiert, Klimaforschung als staatlich gesteuerte Agenda. Das Ziel ist nicht, zu überzeugen, sondern zu vergiften: Wer erst einmal glaubt, hinter allem stecke eine Verschwörung, ist für Sachargumente kaum noch zugänglich.
Der wissenschaftliche Konsens: So eindeutig wie die Schwerkraft
Was ist aber der Stand der Wissenschaft? Die vielzitierte 97-Prozent-Zahl, die auf eine Metastudie von Cook et al. aus dem Jahr 2013 zurückgeht, hat inzwischen ein Update erfahren. Eine Analyse der Cornell University von über 88.000 peer-reviewten Fachabhandlungen ergab: 99,9 Prozent der Studien kommen zu dem Ergebnis, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Lediglich 28 Arbeiten drücken Skepsis aus – und diese erschienen in relativ unbedeutenden Fachzeitschriften.
Die Bundesregierung verwies in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion auf eine Meta-Studie von James Powell, die 54.195 peer-reviewte wissenschaftliche Artikel aus dem Zeitraum 1991 bis 2015 untersuchte: Im Durchschnitt bejahten 99,94 Prozent den menschengemachten Klimawandel. Das Helmholtz-Klimaexpertennetz fasst es so zusammen: 99,9 Prozent der erfassten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass der Mensch für den gegenwärtigen Klimawandel verantwortlich ist.
Der IPCC-Sachstandsbericht von 2021 – das maßgeblichste internationale Dokument der Klimaforschung, erstellt von Hunderten Wissenschaftlern aus aller Welt – hält unmissverständlich fest: „Es ist eindeutig, dass der menschliche Einfluss die Atmosphäre, den Ozean und das Land erwärmt hat.“ Der menschliche Einfluss gilt dem IPCC als zu 95 bis 100 Prozent sicher.
Dieser Konsens wird durch jede neue Studie, durch jede neue Rekordmessung, durch jede neue Extremwetterlage weiter untermauert – nicht widerlegt.
Kein Durchbruch der Klimabewegung wegen der Corona-Krise
Ein Aspekt wird bei dem vollkommen aus dem Ruder laufenden Muster der Klimleugnung stark unterschätzt: Die Lehren aus der Corona-Pandemie. Damals war vieles so neu, dass es zwangsläufig zu Fehleinschätzungen kam und die Corona-Maßnahmen in der Nachbetrachtung und mit nun besserem Kenntnisstand nicht allesamt dem Test der Zeit standhielten.
Außerdem hat die Lockdown- und Versammlungsverbots-Politik auch der gerade entstehenden Klimabewegung, wie der gesamten Zivilgesellschaft, so viel Kraft genommen, dass der vorherige Stand noch lange nicht wieder erreicht ist. Dadurch ist die Bahn frei für rechte und klimaleugnende Spins. Die für viele traumatische Pandemie hatte ihren Anteil daran, dass Deutschland, das ohnehin schon lange nicht mehr überwiegend progressiv ist, in weiten Teilen in die Regression ging. Das macht sich unter anderem an der Tatsache fest, dass der Klimaschutz trotz eindeutiger Zeichen für seine Notwendigkeit im Kreis der prioritären Themen weiter zurückfällt.
Die Argumentationen aus der bezüglich der Auswirkungen und notwendigen Maßnahmen, aber auch hier nicht bezüglich ihrer Existenz unsicheren Corona-Lage wurden von den Leugnern einfach auf die gesicherte Klimaerwärmung übertragen. Während dieses unglücklichen Starts in die 2020er haben die heutigen Antreiber der Hetze gegen die Klimawissenschaft und diejenigen, die sie ernst nehmen, gelernt, wie man einen gesellschaftlichen Diskurs kippen und Menschen ohne Ende diffamieren kann – und dass es Wirkung erzielt, wenn diese Spins auf eine gereizte Stimmung im Land und über es hinaus treffen.
Da seit 2020 sich eine Krise an die andere reiht, die in Deutschland überproportional wichtige wirtschaftliche Lage Anlass zur Sorge gibt, spielt außerdem die Kapazität der Menschen eine Rolle, anders ausgedrückt, ihre geringe Resilienz: Es ist vielen zu viel geworden, also wird alles abgestritten, was so klar auf der Hand liegt. Das wir künftige Krisen weiter befeuern, bei der Klimakrise ist das wörtlich gemeint, angesichts des immer weiter ansteigenden Waldbrandrisikos in Europa.
Warum das so schwer zu akzeptieren ist
Es wäre jedoch zu einfach, alle Klimaleugner in eine Schublade zu stecken. Es gibt die wirtschaftlich Motivierten – die Konzerne, die Lobbyisten, die Politiker, die Wähler in kohle- und ölabhängigen Regionen vertreten. Es gibt die ideologisch Getriebenen – für die der Klimawandel eine Projektion „linksgrüner Ideologie“ ist, gegen die man grundsätzlich opponiert. Und es gibt die psychologisch Überforderten: Menschen, denen die Implikationen des Klimawandels schlicht zu bedrohlich sind, als dass sie sie verarbeiten könnten.
Das Phänomen hat einen Namen: kognitive Dissonanz. Das Gehirn schützt sich vor unangenehmen Wahrheiten, indem es die Glaubwürdigkeit der Quelle in Frage stellt oder alternative Erklärungen konstruiert. Das macht Klimaleugner nicht sympathisch, aber es macht sie menschlich nachvollziehbar. Die Antwort darauf kann keine bloße Anhäufung von Fakten sein – auch wenn Fakten natürlich notwendig sind. Wer mit jemandem reden will, der überzeugt ist, die Medien manipulierten Wetterkarten, wird mit Datentabellen nicht weit kommen.
Und doch müssen die Fakten genannt werden. Weil Desinformation Konsequenzen hat – nicht nur im Diskurs, sondern in der Politik. Jede Verzögerung bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen bedeutet mehr CO₂ in der Atmosphäre, mehr Erwärmung, mehr Hitzewellen, mehr Hitzetote. Das ist kein Abstraktum mehr. Das passiert gerade – in Berlin, in Frankreich, in Spanien.
Ausblick: Die neue Normalität
Dass der Juni 2026 bereits die zweite europäische Hitzewelle des Jahres bringt – die erste im Mai hatte in Frankreich, Großbritannien, Irland und Portugal Rekorde gebrochen –, ist keine Anomalie mehr. Es ist der Trend. Westeuropa heizt sich doppelt so schnell auf wie der globale Durchschnitt. Die Grenze, bis zu der sich Gesellschaften und Ökosysteme noch anpassen können, rückt in Sichtweite.
Das Pariser Klimaabkommen von 2015 hatte das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Der dreijährige Durchschnitt 2023–2025 liegt bereits über dieser Marke. Experten gehen inzwischen überwiegend davon aus, dass die 1,5-Grad-Grenze gegen Ende des Jahrzehnts dauerhaft überschritten sein wird – rund zehn Jahre früher als lange angenommen. Auch zwei Grad werden knapp.
Was das bedeutet, ist keine Frage der Meinung, sondern der Physik: mehr Hitzewellen, mehr Tote, mehr Trockenstress bei Bäumen, weniger Grundwasser, mehr Unwetter, mehr Waldbrände. Und mehr Menschen, die im Hochsommer einen Artikel schreiben, weil ein Termin ausgefallen ist. Das ist die neue Normalität – und sie ist menschengemacht. Nicht die Tatsachen anzuerkennen und sich demgensprechend zu verhalten, ist hysterisch, sondern sie zu leugnen, ist neurotisch und am Ende selbstschädigend.
TH
Transparenz: Die beiden Einleitungsabsätze mit persönlichen Betrachtungen stammen von uns, die Analyse wurde von einer KI aufgrund dieser Einleitung, dem verlinkten ARD-Faktencheck und einer Anweisung für eine quellenreiche Aufarbeitung erstellt. Das Titelbild haben wir von derselben KI generieren lassen wie die Analyse.
Quellen (ohne Fußnoten im Text)
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- https://www.news.de/panorama/859721811/hitzewelle-im-juni-2026-in-deutschland-sahara-luft-sorgt-fuer-temperaturen-bis-37-grad-gewitter-unwetter/1/
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- https://www.tagesschau.de/ausland/europa/hitzewelle-156.html
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- https://www.watson.ch/international/gesundheit/355789206-hitzewelle-in-europa-fuehrt-zu-immer-mehr-todesfaellen
- https://www.zeit.de/wissenschaft/umwelt/2026-06/klimawandel-hitzewelle-4-grad-heisser
- https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/wetter/id_101295258/hitzewelle-im-juni-deutschland-steuert-auf-erste-40-grad-hitze-zu-.html
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