Menschen in den G7-Ländern haben wenig Vertrauen in Trump (Statista + Kurzkommentar)

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Die Welt ändert sich immer, und wie sie wahrgenommen wird, hängt in nicht geringem Maße davon ab, wie die Menschen die USA sehen – und deren Außenpolitik. Was in dem Land selbst geschieht, interessiert weniger, dabei hat auch dies erhebliche Auswirkungen auf Menschen in anderen Länder. Statista hat eine interessante Grafik gefertigt, die das Vertrauen der Bevölkerung anderer G7-Staaten in die Außenpolitik der USA über 25 Jahre hinweg bzw. seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts darstellt:

Infografik: Vertrauen die Deutschen Donald Trump? | Statista

Begleittext von Statista

Wie die USA gesehen werden, hängt maßgeblich davon ab, wer gerade im Weißen Haus das Sagen hat. Dabei genießen demokratische Präsidenten laut Daten der „Global Attitudes Survey“ des Pew Research Centers deutlich mehr Vertrauen als Republikaner. So war der Anteil der Befragten, die dem US-Präsidenten in weltpolitischen Angelegenheiten vertrauen, das Richtige zu tun während der Amtszeit von Barack Obama in allen G7-Ländern hoch. Das gilt mit Abstrichen auch für die Präsidentschaft von Joe Biden. Im Vergleich mit sowohl Obama als auch Biden schneidet der Republikaner George W. Bush dagegen deutlich schlechter ab. Aber immerhin schneidet der zweite Bush noch etwas besser ab als Donald Trump in seiner ersten Amtszeit. Und auch in der zweiten Amtszeit hat Trump erheblich an Vertrauen eingebüßt, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. So sagen aktuell nur 26 Prozent der Befragten in Deutschland, dass ihnen das Agieren des US-Präsidenten auf der weltpolitischen Bühne Vertrauen einflößt – in der vorherigen Umfrage waren es immerhin noch 37 Prozent.

Kurzkommentar

Diese Linien über 50 Jahre hinweg zu verfolgen, hätte uns interessiert. Wie war es mit Clinton, mit Bush Senior, mit Reagan? Und mit Jimmy Carter, nachdem die G7 in Leben gerufen wurden? Wir gehen davon aus, dass auch Clinton hohe Vertrauenswerte hatte, ebenso George Bush senior, der ein Befürworter der deutschen Wiedervereinigung war, die während seiner Amtszeit stattfand – wir beziehen uns dabei natürlich auf den Vertrauenswert in Deutschland.

Ein bisschen naiv ist das, was die Menschen in den G7-Ländern denken, ebenfalls. Die demokratischen Präsidenten hatten das Glück, dass in ihren Amtszeiten keine größeren neuen Krisen anfielen, die im Westen stark wahrgenommen wurden – wenn man von Biden (Corona ab 2021 und der Beginn des Ukrainekriegs, ebenso der 7. Oktober 2023) absieht. Und bei Biden gibt es ein deutliche Abwärtsbwegung im Laufe seiner Präsidentschaft. Der Umgang mit diesen Krisen hat nicht jedem zugesagt. Dass die demokratischen Präsidenten aber überwiegend das Glück hatten, in einer guten geopolitischen Großwetterlage zu regieren, ist eine Sache. Mit naiv meinen wir eher, dass auch in ihren Amtszeiten die USA weiter ihre imperialistische Politik verfolgt haben. Unter Obama natürlich nicht so rüde im Ton, wie Donald Trump es tut, aber in seine Amtszeit fielen mehrere bedenkliche Eingriffe ins Weltgeschehen und Fails der US-Außenpolitk – und vor allem: Die Welt wurde durch das Wirken der USA nicht friedlicher, sie war nicht deeskalierend, nicht vorausschauend, wie man heute feststellen kann.

TH


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